Mein Sohn hat Toilettenphobie

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von cankus 17.05.11 - 23:20 Uhr

Hallo

Mein Sohn ist vor 2 Wochen 3 Jahre alt geworden und läuft immer noch mit Windeln rum#aerger

Er denkt nicht mal daran trocken zu werden.
Ich hatte ihm am Wochenende mal die Windeln weggelassen , was ihm total unangenehm war, er hatte schon protestiert.
Als ich ihn dann auf die Toilette setzen wollte, hat er geweint und hat sich an mir festgekrallt.
Er hat so Angst davor.

Toll - hab ich nur gedacht, ich werde schon von meiner umgebung schief angeguckt, weil er immernoch Windeln hat:-(

Und ich habe ihn extra Zeit gelassen und ihm keinen druck gemacht.

Jetzt wollen wir uns so einen Kinder WCsitz kaufen, ich hoffe das es damit klappt.

Meine frage an euch, war das bei jemandem auch so und dann ist es doch positiv gelaufen ?

Ach ja, ich bin auch Schwanger und entbinde im September und da wollte ich ihn schon bis dahin sauber kriegen.

Lg#winke

Beitrag von jeani1504 17.05.11 - 23:34 Uhr

Hallo,

auf keinen Fall zwingen, du musst ihm den Klogang spielerisch gestalten. Vielleicht hilft es auch, wenn er sich selbst einen tollen, bunten Toilettensitz aussuchen darf. Ein Töpfchenbuch ist vielleicht auch hilfreich.
Mach dich einfach ordentlich zum "Horst" vor dem Kleinen, so dass er aus dem Lachen nicht mehr rauskommt. Nimm ihm mit wenn du auf's Klo gehst, damit er sieht das es nichts schlimmes ist.
Zudem ist es noch nicht ungewöhnlich, wenn ein Kind mit 3 Jahren noch nicht trocken ist.

Unser Kleiner, na ja, Großer war erst mit 4 Jahren trocken, nach der OP an der Phimose. Uns wurde damals von Therapeuten gesagt, da er Autist ist brauchen wir uns keine Hoffnung machen das er so schnell trocken wird, sie hätten noch keinen Autisten gesehen der vor seinem 6. Lebensjahr trocken sei. Quatsch da, hatte nach der OP super geklappt, ohne großes drumherum, er war dann einfach soweit. ;-)
Kurze Zeit später war er dann auch Nachts trocken.

Also, auch ich hatte über nen halbes Jahr 2 Wickelkinder und hab mir im Sorgen gemacht was andere denken, aber gib da nichts drauf.

Viel Glück. #winke

Beitrag von gruene-hexe 18.05.11 - 07:31 Uhr

Macht keinen Stress, das geht sonst nach hinten los. Meine Maus hatte schon ein paar mal den Anflug von trocken werden und dann ging es uns nicht schnell genug bzw es gab eine Erwartungshaltung und promt wars das mit dem Töpfchen. Es ging sogar so weit, dass sie schrie, wenn man ihr nur die Windel zum wechseln ausziehen wollte. Sie hatte Angst ohne sein zu müssen.

Dann hab ich das in die Hand genommen. Keiner durfte mehr was sagen und ich blieb mit ihr jeden Vormittag zu Hause. Das fing vor 4 Wochen an, also so um ihren 3 Geburtstag rum. Irgendwann stand sie morgens auf, ging zum Töpfchen und brachte mir danach die trockene Windel mit und wollte ihre Unterhose, ganz von allein. Vorgestern ist sie dann von ganz allein aufs Töpfchen und hat auch ihr großes Geschäft auf dem Töpfchen abgewickelt, ganz ohne Druck und lästiger Fragerei. :-)

Ich denke, aufs Töpfchen setzen hilft manchen Kindern, andere müssen es für sich allein entdecken.

Beitrag von line81 18.05.11 - 08:35 Uhr

Hallo,
ja ich kenne Dein Problem.
Mein Sohn hatte auch sehr lange Angst auf der Toilette zu sitzen. Keine Ahnung warum. Wir nehmen ab und an das Töpfchen. Er hat aber auch keinen Bedarf darauf zu gehen. Möchte auch nicht ohne Windeln sein, und sagt natürlich auch nicht, wenn er muss.
Langsam wird es aber. Die Erzieherin in der Kita hat mir auch erzählt, dass er Mo und Di den ganzen Vormittag ohne Windel und ohne einpullern überstanden hat. Vielleicht gibt es ja doch noch Hoffnung #schein

So einen Sitz für die Toilette haben wir auch , aber nur beim Großen mal ausprobiert. War der totale Reinfall, denn der kleine Schniepel kann dadurch gar nicht in die Toilette pullern. Ich würde diese Investition lassen. Lieber nen einfaches Töpfchen.

Lass ihm einfach die Zeit die er braucht. Bis September ist noch lange hin und im Sommer ist das mit dem Trocken werden auch einfacher.

Viel Erfolg

Line

Beitrag von melxxx 18.05.11 - 08:52 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist nun drei Jahre und 7 Monate und ist auch noch nicht trocken. Er geht zwar mittlerweile ganz gerne mal zur Toilette, aber meistens sagt er mir das nicht, wenn er muss.

Ich habe übrigens eine Stempelliste eingeführt. Jedesmal wenn Simon auf der Toilette macht, darf er einen Stempel machen. Wenn die Liste voll ist, bekommt er eine Kleinigkeit von mir.

Wir haben einen Toilettenaufsitz, aber den will Simon kaum noch haben, weil er es mittlerweile viel cooler findet richtig auf der Toilette zu sitzen.

Du solltest Deinen Sohn auf jeden Fall mitnehmen zum Töpfchen oder Aufsitz kaufen. Aber am wichtigsten ist, dass Du ihm auf gar keinen Fall Stress machst und Dir auch nicht. Bis zum 4. Lebensjahr ist alles im total normalen Rahmen. Ab 4 kann man dann mal schauen, ob etwas organisches Schuld hat. Hör auf gar keinen Fall auf Deine Umgebung. Meine Schwiegermutter sagt auch immer, dass ihre Söhne beide mit zwei schon trocken waren. Mein erster Sohn war auch schon bevor er drei wurde trocken, aber das ist überhaupt nicht wichtig.

Gib Deinem Sohn die Zeit, die ER braucht!!!

In den Sommermonaten ist es einfacher. Da kann man die Kinder ohne Pampers laufen lassen und muss nicht soviel umziehen. Zwischendurch mal nackidei im Garten rumlaufen finden Kinder auch immer toll, dass hilft auch oft.

Lieben Gruß und Kopf hoch.

Beitrag von meandco 18.05.11 - 09:51 Uhr

#liebdrueck lass ihn!

ich weiß, ist nicht leicht ... bei uns war das auch schon überall thema, dass sie noch nicht mal in die nähe der toi will (daran hat übrigens auch die tolle wc-ente nix geändert :-().
ich hab mich aber immer vor sie gestellt und gesagt, dass sie das schon machen wird.

auch im kiga wurde sie (und ich ;-)) bestärkt #pro die meinten, dass es wohl dann im sommer soweit würde ihrer einschätzung nach, also mit etwa 4 ...
und so hab ich jetzt fast ein volles jahr weiter gewartet ...

vor einer woche dann hat sie angefangen jammern, dass die windel zwickt. und das es unangenehm ist und ich was machen soll. ich hab ihr dann erklärt dass das die größte windel ist (sorry, ich kauf doch nicht deswegen 6er-windeln #schock) und sie damit wird leben müssen. entweder so oder sie muss die windel abmachen und auf die toi / topf (steht hier alles rum).

letzten mi dann: ich will auf die toi! also hab ich ihr erst mal geholfen. hat geklappt. dann: ich will keine windel! also hab ich ihr ne unterhose angezogen und ihr bergeweise wechselgewand zusätzlich zur ersatzwindel in den kiga mitgegeben ... an dem tag hatten wir 1 unfall im kiga ...

verlass dich auf dein kind! wenn es noch nicht auf die toi will - mit zwingen erreichst du nichts. und deine umgebung kann gucken wie sie will ... was glaubst du wie doof die gucken wenn innerhalb kürzester zeit ohne probleme die allgemein damit verbunden werden alles vorbei ist #cool

lg
me

Beitrag von cankus 18.05.11 - 13:02 Uhr

Ich danke euch allen für die Antworten:-D

Jetzt fühl ich mich schon viel besser, ich warte noch ein bissel, lasse ihm Zeit, aber wir kaufen schonmal ein Töpfchen.

Vllt kommt das ja wirklich von heut auf morgen.

glg#winke

Beitrag von woodgo 18.05.11 - 16:29 Uhr

Hallo,

und wieder kann ich nur sagen, je mehr Zeit man sich damit lässt, desto schwieriger wird es.
Druck würde ich nicht auf Ihn ausüben. Aber jetzt wird es warm, lass die Windel einfach ab und schau, was passiert. Geht´s mal daneben, nicht schimpfen, aber warten, bis er von selber kommt würde ich nicht. Mit 3 Jahren kann man schon zur Toilette gehen.

LG

Beitrag von fbl772 18.05.11 - 16:51 Uhr

Unser Kleiner wollte sich auch unter keinen Umständen auf das Klo setzen, weder mit Verkleinerer, noch Topf, noch Minitoilette. Er fand seine Windel viiiiiel praktischer.
Da ich das Gefühl hatte, dass er es eigentlich könnte wenn er nur wollen würde habe ich irgendwann die Windel tagsüber einfach ausgelassen, ihn anfangs zigtausend mal erinnert, dass er keine Windel anhat. Die ersten paar Tage hatte ich natürlich megaviel Wäsche (aber es hat ihn auch nicht gestört ... ), da er ständig pieselte (wie halt mit Windel). Nach ein paar Tagen hat er es dann länger eingehalten eingehalten, z.B. bis er wieder eine Windel anhatte (z.B. zum Mittagsschlaf). Dann fing er an auf das Klo zu gehen oder in den Garten zu pieseln (er wollte die Blumen wachsen sehen :-)). In der Kita haben sie auch mitgemacht. Dann ging es von Woche zu Woche besser und nach 3 - 4 Wochen ist er jetzt tagsüber trocken - ohne Tränen oder sonstwas.

Wenn du in ein paar Monaten entbindest, dann ist das ein einschneidendes Erlebnis für ihn - also zeitlich möglicherweise nicht günstig ... oder aber gerade, "weil er seine Windeln für das Baby abgibt" ... kann alles funktionieren, muss aber nicht.

VG
B



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