Echte Ehekrise wegen drittem KiWU?

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von die Freundin 17.05.11 - 23:22 Uhr

Hallo

hab ne gute Freundin die sich im Moment laut eigenen Angaben in einer echten Ehekrise befindet. Sie überlegt sich ob es so überhaupt noch Sinn macht die Beziehung weiter zu führen.
Leider kann ich ihre Verhaltensweise so gar nicht nach voll ziehen. Sie will unbedingt ein drittes Kind und ihr Mann eben nicht. In die Ehe sind sie gestartet mit der Vorstellung drei Kinder zu bekommen. Jetzt scheint es aber so (laut ihren Erzählungen kann ich das rauslesen) das ihr Mann das Gefühl hat bei zwei kleinen Kindern zu kurz zu kommen und froh ist wenn sie aus dem gröbsten raus sind. Er will kein drittes Kind um endlich wieder seine "Ehefrau" zu haben und nicht nur eine "Mutti für die Kinder"

Verstehen kann ich ihn. Und auch seine Argumentation gut nachvollziehen. Wir selbst standen wegen kurzzeitiger Arbeitslosigkeit vor der Frage zweites Kind oder nicht. Zum Glück hat mein Mann schnell wieder Arbeit bekommen und wir dürfen nun bald unsere Familie komplettieren. Wenn es aber eben anders gekommen wäre hätte ich meine Wunschvorstellung auch schwerenherzens begraben müssen. Ich wollte eigentlich kein Einzelkind haben aber die Beziehung in Frage stellen, weil der Mann in dieser Sache andere Meinung ist finde ich nicht logisch. Zumal ihr Mann sie ja wohl sehr zu lieben scheint, denn er hat sich eben beschwert, das sie immer nur Zeit für die Kinder hat und sie kaum mehr Zeit zusammen haben um miteinander ins Kino zu gehen etc. Wenn er sie nicht mehr lieben würde, hätte er damit ja wohl kaum Probleme?

Was meint denn ihr dazu? Ich hab ihr jetzt geraten das Thema auf Eis zu legen - zumal sie ja auch erst in ein bis zwei Jahren wieder beginnen will mit üben für Kind Nr. 3 und erst kurz vorher nochmal in Ruhe mit ihrem Mann zu sprechen. Wenn sie immer weiter an ihm rumnörgelt schaltet er vielleicht erst recht auf stur und wird seine Meinung festigen.
Wenn die Kinder nächstes Jahr dann auch wieder etwas älter und evtl. einfacher sind und sie wieder mehr Zeit zu zweit haben ist er vielleicht eher bereit sich nochmal intensiv mit diesem Thema auseinander zu setzen?

LG
die Freundin

Beitrag von thyme 18.05.11 - 08:28 Uhr

Ginge es um die grundsätzliche Frage ob Kinder oder nicht, könnte ich deine Freundin verstehen. Nicht jedoch beim Dritten. Zu einer Partnerschaft gehören zwei und beide müssen sich wohlfühlen. Unbedingt ein weiteres Kind haben wollen, ohne das der Partner mitmacht ist reine Zwängerei.

LG thyme

Beitrag von verstehe 18.05.11 - 09:08 Uhr

ist natürlich schwieriges thema.

aber sind denn 2 kinder nicht "genug"? warum muß es immer mehr und mehr sein?

ich kann den mann auch sehr gut verstehen.
viele frauen vergessen einfach, dass sie nicht nur mutter sind, sondern auch noch ehefrau und geliebte. der mann kommt viel zu kurz und ist in der partnerschaft nicht mehr so glücklich und lebt nur nebenher. dazu kommt der finanzielle aspekt. kinder kosten nunmal geld.

natürlich kann es sein, dass er, wenn die kinder aus dem gröbsten sind, seine meinung noch ändert, wenn die beiden für eine gewisse zeit die zweisamkeit wiedergefunden haben. kann, muß aber nicht und man sollte seine entscheidung dann akzeptieren. die beiden ja immerhin schon 2 kinder.

Beitrag von wieselfd 18.05.11 - 13:53 Uhr

Hallo!

Eifersüchtige Männer... ich finde das blöd, wenn der Mann meint, wegen den Kindern zu kurz zu kommen. Was ist das für eine Argumentation? Kinder sind nun mal zeitaufwendig, wenn sie klein sind und nicht nur für die Mutter, zumindest sollte es in der Regel so sein.
Natürlich kann es sein, dass Deine Freundin im Laufe der Zeit zum Muttertier geworden ist, was nicht besonders gut wäre für die gesamte Beziehung. Niemand möchte unwichtig und ungesehen sein, kein Mann und keine Frau. Sie sollten sich zusammensetzen und an der aktuellen Lage arbeiten, sich Zeit füreinander schaffen, vielleicht könntest Du mal Babysitten, damit die beiden zusammen ins Kino oder wo auch immer hin können.
Erst wenn das aktuelle Problem gelöst wurde zu beiderlei Zufriedenheit, kann man daran denken, was in Zukunft ist. Das 3. Kind ist doch sowieso noch nicht spruchreif, wenn sie damit noch 1-2 Jahre warten will, vielleicht sieht sie es selbst bis dahin anders, aber Fakt ist, da fließt noch viel Wasser die Elbe herunter und da kann sich noch viel ändern.

LG

Beitrag von die Freundin 18.05.11 - 19:43 Uhr

Bin grade SS im 9. Monat und hab mit meinem Kind und mir selbst sehr viel arbeit. Aber sie hat ja ihre Schwiegereltern direkt im Haus. Ihre Schwiegermutter würde auch mal über Abend/Nacht hoch gehen oder die Kids runter holen und aufpassen - das will sie aber selbst nicht. Sie denkt auch, das nur sie die Kinder "richtig" ins Bett bringen kann und spricht das sogar ihrem Mann ab :-(

Beitrag von verplant 19.05.11 - 17:22 Uhr

sorry, aber wenn sie sich nicht helfen lässt oder jemand nimmt ihr mal was ab, dann wird sich auch bestimmt so schnell nichts ändern bei ihr/bei ihrer meinung!

mutter sein ist ja gut und schön, aber so wie sie sich verhält, scheint sie ja echt fast eine "übermutter" zu sein. sie sieht nur die kinder und alles andere herum nicht.
man kann es auch übertreiben und wenn sie ihren mann nicht verlieren will, sollte sie sich bald ändern.
wenn ich der mann wäre, würde ich auch bald die schnauze voll haben! ganz ehrlich.