Über Die Geburt erzählen!!!

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von quitscher01 18.05.11 - 13:19 Uhr

Kann mir jemand über seine Geburt erzählen? Wie waren die Schmerzen? Wie lange dauerte es? Wie war der Schmerz als der Kopf kam? Wie wren Die Wehen???

Beitrag von 440hz 18.05.11 - 13:32 Uhr

Lies doch einfach mal bei den Geburtsberichten -> http://www.urbia.de/forum/index.html?area=board&bid=43. Da werden deine Fragen bestimmt beantwortet.
LG 440hz

Beitrag von beat81 18.05.11 - 13:33 Uhr

Ich erzähl dir was:

Meine Geburt begann nachts um 3 Uhr mit leichten Schmerzen, konnte nicht mehr drüber einschlafen. Es war genau der Termin... Das fühlte sich an, als würde man seine Tage bekommen, halt ein leichtes Ziehen.

Um 5 habe ich meinen Mann geweckt, war schön duschen. Dann sind wir ne Runde spazieren gegangen... Um 8 Uhr waren wir im KH. Ab da alle 2-3 Stunden CTG und Untersuchung. Dazwischen sind wir durch den KH-Park gelaufen und einfach mal über jede Station.

Um 15:30 wurde die Fruchtblase aufgemacht. Mein Mann hatte Hunger und wir gingen in die Cafeteria, die Schmerzen wurde auf einmal sehr stark...

Um viertel nach 4 waren wir im Kreißsaal, die Schmerzen wurden immer stärker, ich dachte sogar ich müsste brechen... Kam aber nichts.

Es fehlte nur noch ein kleiner Saum, dann war der Mumu 10 cm auf. Auf einmal dacht ich, groß auf Klo zu müssen - Presswehen. Endlich konnte ich voller Kraft gegen den Schmerz arbeiten und pressen. Das war viel angenehmer als die Wehen davor.

Dann sagte die Hebi, ich solle mal den Kopf fühlen und so 2 cm vorm "Ausgang" fühlte ich den Kopf. Das war sowas von motivierend und ich habe nochmal alles gegeben. Das Gewebe wurde untenrum so sehr gedehnt, dass ich kaum Schmerz empfand als der Kopf draußen war. Und schwups war sie da. Ich bin etwas gerissen, habe ich aber kein bisschen gemerkt.

5 Minuten später kam die Nachgeburt, ohne Probleme. Die Richtig schlimm waren die Schmerzen ab halb 4 nachmittags, um 6 abends war sie da. Diese Zeit kommt mir im Nachhinein wie 30 Minuten vor, weil man quasi neben sich steht und nichts mehr richtig mitbekommt.

Sooo, das war meine Geburt. Unter "Geburtsberichte" erzählen die Frauen von ihren Geburten. Da kannst du stöbern gehen.

Achja, eine Wehe fühlt sich an, als ob eine Welle durch den Unterleib geht, man merkt, dass sie kommt, als würde man sie am Horizont sehen, man fühlt es, es tut noch nicht weh. Dann steigt der Schmerz, de Welle erreicht ihren Höhepunkt und schwappt über einen... Geschafft.. Der Schmerz klingt aus... Pause... Dann kommt die nächste Welle. Und jede Wehe die einmal da war ist geschafft und kommt nicht mehr wieder.

LG beat

Beitrag von sunshine-1981 18.05.11 - 13:33 Uhr

#winke
Wieso liest du dir nicht einfach die Geburtsberichte durch wenn du lesen möchtest wie andere ihr Geburt erlebten?

Beitrag von maerzschnecke 18.05.11 - 13:50 Uhr

Wie soll man Dir das denn beschreiben?

Die Wehen waren bei mir Schmerzen, die ich zuvor nicht kannte. Ich hatte ausschließlich Rückenwehen und die waren so, als würde mir jemand ein großes Fleischermesser in den Rücken stechen und ordentlich rumdrehen.

Wenn ich Dir das hier so schreibe, kannst Du Dir trotzdem nicht vorstellen, wie der Schmerz ist. Das hilft Dir also nicht.

Die ersten Vorwehen hatte ich am 25.01. ab 2 Uhr nachts. Gegen 22 Uhr setzten dann langsam die Eröffnungswehen ein, um 2:30 Uhr habe ich den Schleimpfropf im Ganzen verloren (igitt) und um 3 Uhr habe ich dann doch mal meinen Mann geweckt. Um kurz nach 4 waren wir im KH und ich wurde erstmal lässig an ein CTG gehängt, das -oh Wunder- keine einzige Wehe anzeigte, während ich vor Schmerzen gebrüllt habe. Es waren nach wie vor nur Rückenwehen und die zeigt das CTG ja nicht. Die Hebamme hat dann -weil ich so herzhaft geschrien habe- den Muttermund kontrolliert und der war schon über 5 cm geöffnet. Um 4:30 Uhr hat man mich in den Kreißsaal verfrachtet. Um 6 Uhr war Emilia da.

Als das Köpfchen kam, waren die Schmerzen-besser gesagt der Druck enorm. Mein Mann rief noch begeistert : ich seeeeeh das Köööööpfchen, Schatz drück weiter, Du hast's gleich...

Und ich in sehr harschem Ton: jetzt lass mich in Ruhe, ich muss mich konzentrieren.:-[ Ich hätte ihn echt klatschen können!!! #rofl

Beim Rest musste der Arzt dann leider von oben mitschieben. Aber als der Rest von Emilia rausflutschte, war das ein absolut GEILES Gefühl. Das ist so eine Erleichterung, das kann man gar nicht beschreiben.

All das, was ich Dir da erzählt habe, hilft Dir NULL-KOMMA-NULL weiter, weil jede Geburt anders ist, jeder Schmerzen anders empfindet und es auch ganz viel auf das richtige Umfeld während der Geburt ankommt. Du wirst genügend Mütter treffen, die sagen, die Geburt war das Schmerzhafteste, was sie je erlebt haben. Genauso wird es unendlich viele Frauen geben, die sagen, es war das tollste und aufregenste Erlebnis in ihrem Leben. #verliebt

Beitrag von qrupa 18.05.11 - 14:38 Uhr

Also pauschal kann man das wirklich nicht beantworten.
Bei mir ging es abends um 22 Uhr los mit Wehen gleich regelmäßig alle 8 Minuten. Das tat zwar nicht wirklich weh, war aber doch unangenehm im liegen, also bin ich aufgestanden, da kamen die Wehen dann schnell alle 3-4 Minuten. Tat auch nicht wirklich weh, aber war eben zu spüren und ich hab noch ein wenig in der Wohnung rumgekramt (Geschirrspüler ausräumen und sowas). Im laufe der nacht hab ich noch zwei mal für 1-2 Stunden vor mich hin gedöst im bett, aber nicht wirklich geschlafen. Morgens mußte ich die Wehen dann schon gut veratmen. Nicht angenehm aber auszuhalten in der richtigen Körperhaltung (dieses mal mochte ich nur stehen, bei meiner Tochter hätte mich nichts und niemand freiwillig vom Pezziball runterbekommen). Vormittags kam dann meine Hebamme vorbei um mal zu sehen wie die Dinge denn so stehen. Im laufe des Tages wurden die Wehen mal stärker, mal schwächer, mal alle 3 Minuten dann wieder "nur" alle 5-6 Minuten. Im stehen oder im Vierfüßler im Wasser, wenn auch mit tönen, sehr gut auszuhalten. Die folgende Nacht war anstrengend aber nicht wegen den Schmerzen, die waren weiterhin nicht so schlimm, aber ich hab ja schon seit 24 Stunden Wehen gehabt.
Nachts um 4 hatte ich dann nen Blasensprung, das war sehr angenehm und hat ziemlich viel Druck aus den Wehen genommen. Kurz darauf setzten die Presswehen ein, die fand ich irgendwie fieß weil ich das Gefühl hatte sie schneiden mir die Luft ab, aber wirklich schmerzhaft war das in der richtigen Körperhaltung auch nicht. Was ich gemein fand war zu merken wie der Kopf in der Wehe immer tiefer rutscht und eben auch immer ein bißchen raus, aber nach der Wehe wieder rein rutscht. Der richtige Durchtritt hat dann aber nur 2 Wehen gedauert und als das geschafft war, war auch eigentlich alles vorbei. Hat gespannt und etwas gebrannt, aber ich hab schon schlimmeres erlebt. nachdem der Kopf durch war war es noch eine Wehe für den Körper, die aber ein Klacks war.
Geboren wurde unsere Maus dann um 10 Uhr, also 36 Stunden nach Wehenbeginn zu Hause im Kinderzimmer im Geburtspool. War anstrengend, lang, aber auszuhalten. Auch weil ich wirklich immer tun durfte was mir gut tat. Der unangenehmste und schlimmste Teil der geburt waren zwei Wehen in der meine Hebamme unserer Maus geholfen hat den Kopf den letzten cm ins Becken zu drehen. Da ich aber noch während der Wehe gemerkt hab das es etwas bewirkt war es zwar wirklich fies schmerzhaft, aber völlig ok für mich.

Beitrag von gemababba 18.05.11 - 20:08 Uhr

Es ist was ganz tolles :-) die Schmerzen sind fies und böse und man kann sie nicht beschreiben aber das was du nachher bekommst ist unbeschreiblich schön :-)

Ich hatte 3 ganz tolle Geburten und hab nach jedem Kind gesagt jetzt hätte ich gern nochmal eins :-) , aber ich denke es ist auch ganz arg Einstellungssache zur Geburt .
Ich denke man geht durch die Hölle um den Himmel auf Erden zu bekommen .

Bald wirst du es erleben und es ist sooooo schön #verliebt

Ich hoffe ich habe das Glück und darf nochmal ein paar erleben .

LG Jenny

Beitrag von 19021982 18.05.11 - 20:53 Uhr

Hi,

du bekommst dein erstes Kind, oder? Dann lies die Geburtsberichte, wenn sie dir keine angst machen ansonsten darf ich dir den Rat geben lass es. Es macht mehr Angst als alles andere.
Jede Geburt ist anders und einzigartig.

LG

Simone