Mein Sohn ein Klammeraffe???? etwas lang, sorry

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Forum: Kleinkind

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Beitrag von nugi82 18.05.11 - 13:39 Uhr

Hallo zusammen,

es wieder so ein Tag, wo ich den KOpf in den Sand stecken möchte und nichts mehr hören und sehen möchte.....


Wir haben folgendes "Problem" mein Kind fas 2 1/2 Jahre ist total anhänglich, schon immer gewesen.... es hat sich so gut wie nicht verändert. Glück habe ich, dass er ab und an bei OMa und Opa bleibt.

Ich besuche seit dem er 20 MOnate alt ist eine Spielwiese mit Betreuung. 1x die Woche.
Die Betreuung geht 2,5 Std. Ich begleite ihn also schon seit 9 Monaten dahin,in der HOffnung, dass ich ihn irgendwann dort lassen kann wie alle anderen Mütter auch. Die Betreuerinnen haben mir immer Mut gemacht, dass es bald klappen wird etc.
Mittlerweile gehen sie auch raus in den GArten, aber nein mein Bub möchte nicht, dass ich gehe. Er lässt mich nicht einmal auf die Toilette!
Mittlerweile versteht er mich ja auch ganz gut. Ich habe ihm heute erklärt, dass ich kurz einkaufen gehen muss und dass mami ihn abholen wird. Drama, sag ich Euch! Er hat eine STunde lang bei mir auf dem Schoß gesessen und hat geweint!
Letzte Woche habe ich ihn für 1,5 Std allein gelassen und er hat nuuuuuur geheult und hat sich laut Betreuerinnen nicht beruhigen lassen.

Ich war richtig sauer, so leid es mir auch tat, ich konnte meine Gefühle und meinen Frust nicht mehr zurückhalten. Ich habe ihn mit nach Hause genommen und ihm gesagt, dass ich es nicht in ordnung finde und straffe musste er in seinem Zimmer alleine spielen....was er auch tat. War ihm aber am End recht.

Ich weiß nicht, könnte noch so viel schreiben, aber ich bin am Ende mit meinen Nerven. Natürlich hat man auch die anderen Kinder als Beispiel, sie winken ganz süß ihren MÜttern zu, und alles ist BEstens.
und diese KInder sind erst 3 x mal schon da gewesen.......wenn man es mit uns vergleicht.....

alle sagen mir, es wird schon es wird schon, ja natürlich wird es irgendwann ! nur wann? Warum klappt es einfach bei uns nicht? Warum ist es so schwer?


ach so noch etwas, sorry es ist wirklich viel geworden, aber ich muss es jetzt noch schreiben. Bin gestern Abend einkaufen gegangen. Habe meinen Buben um acht ins bett gelegt. Kam um 22 IUhr zurück der papa war da. und was höre ich?! Mein Sohn heult schon seit einer halben STunde! obwohl er bei seinem Papa ist und er wieder gesagt bekommen hat dass die mama kommt......ich verstehe es einfach nicht, warum heult er denn beim Papa?


habt ihr auch so einen FAll? oder bin ich die einzige, die so ein Fall hat?

danke fürs lesen.

lg

nugi

Beitrag von sunflower.1976 18.05.11 - 13:49 Uhr

Hallo!

Ich schreibe einfach mal, was mir spontan einfällt.
Erstmal (auch wenn es ein abgedroschener Satz ist) ist jedes Kind anders. Eines löst sich eher von der Mama und das andere braucht mehr Zeit. Meine Söhne sind diesbezüglich z.B. sehr unterschiedlich. Mein großer Sohn ist mit 20 Monaten zu einer ähnlichen Betreuung gegangen, wie Dein Sohn jetzt. Es gab nie Probleme mit der Eingewöhnung und er weinte mittags, wenn er nach Hause gehen sollte, weil das Spielen so viel Spaß gemacht hat. Genauso einfach war die Eingewöhnung im KiGa. Dabei ist unser großer Sohn eigentlich sehr zurückhaltend und hatte bis vor kurzem mit einer massiven Sprachentwicklungsverzögerung zu kämpfen.

Mein kleiner Sohn ist eigentlich der selbstsichere, durchsetzungsstärke und (eigentlich) selbstständigere von unseren beiden Kindern. Trotzdem war die Eingewöhnung im KiGa mit 2 Jahren anfangs schwer. Die ersten Tage gingen super, so dass die Eingewöhnungszeit verkürzt wurde. Nachdem er ein paar Tage krank war und danach Probleme hatte, sich wieder in der Gruppe zurechtzufinden, wurde es schwierig. Leider hat die Erzieherin ihn - trotz meiner Bitte, mich anzurufen, wenn er sich nicht einigermaßen schnell beruhigen lässt - weinen lassen, bis er gewürgt hat und völlig fertig war. Danach wollte dort spielen, aber nur mit mir. Durch eine "Zwangspause" aufgrund eines Sprachheil-Rehaaufenthaltes mit meinem großen Sohn, ging es anschließend deutlich besser. Er weint beim abgeben, beruhigt sich aber innerhalb weniger Minuten...und will mittags nicht nach Hause gehen.

Diese vier Wochen Unterbrechung waren für ihn gut. Zumal er in der Reha auch einige Male in der Betreuung war, wenn ich einen Termin hatte, und er dort komplett ohne weinen gerne (!) blieb.

Meiner Meinung nach ist Dein Sohn momentan in einer Phase, in der er Angst hat, Dich zu verlieren. Aus seiner Sicht bestätigst Du seine Angst, indem Du gehst, obwohl er so lange geweint hat und er dafür auch noch bestaft wurde und schon wieder alleine spielen musste.
Klar, ich kann Deinen Frust irgendwie verstehen. Aber bist Du denn auf diese Gruppe angewiesen (damit Du bald in der Zeit arbeiten gehst o.ä.)?
Wenn nicht, würde ich an Deiner Stelle überlegen, eine mehrwöchige Pause zu machen oder ihn ganz rauszunehmen.

LG Silvia

Beitrag von caro1301 18.05.11 - 14:00 Uhr

Hallo,

mein Sohn ist auch ein kleines Mama-Kind, allerdings 1 Jahr jünger als dein Sohn.
Was mir als erstes bei deinem Beitrag eingefallen ist: 1x die Woche ist zu wenig, um dein Kind einzugewöhnen. Das mag bei manchen Kindern gehen, aber bei so sensiblen Burschen wie unseren ist die Routine wichtig, und die hat dein Sohn bei 1x die Woche 2,5 Stunden nicht.
Mein Sohn geht seit Februar in die Krippe, jeden Tag, mittlerweile 5 Stunden. Wir haben 2 Monate Eingewöhnung gehabt (bei täglichem Hingehen!), rechne das bei deinem Sohn mal hoch bei wöchentlichem Hingehen!
Wenn du darauf nicht angewiesen bist, dann lass diese Gruppe lieber sein, du schadest deinem Sohn mehr als du ihm nützt und geh lieber in eine Spielgruppe, bei der die anderen Mütter auch dabei sind. Dann kann er spielen, hat dich dabei ud du fühlst dich nicht allein mit deinem Problem.
Solltest du die Betreuung brauchen wegen Zeit für dich, arbeiten etc., dann versuch es lieber regelmäßig mit Oma und OPa (da bleibt er ja) oder gewöhne ihn gleich richtig in eine Krippe ein.
In unserer Krippe z.B. nehmen sie gar keine TZ-Kinder, d.h. Kinder die nur ein paar Tage in der Woche kommen. Weil sie halt auch sagen, dass es für die Kinder viel zu schwer ist, sich daran zu gewöhnen, weil keine Routine da ist.

Dass er beim Papa weint: kommt bei uns auch immer wieder vor, manchmal muss es halt einfach die Mama sein. Den Papa sehen die Kinder i.d.R. halt einfach zu wenig. Die Phase geht auch vorbei, und dann muss es unbedingt der Papa sein - das ist uns Müttern aber auch nicht recht ;-)

Und schlußendlich: Kopf hoch, das wird schon! Und was meinst du, wie schwer du schluckst, wenn dein Sohn dich das erste Mal ignoriert, wenn du ihn irgendwo abholen willst?

Liebe Grüße und alles Gute, caro1301

Beitrag von hopelove 18.05.11 - 14:03 Uhr

Hallo!

Mein Sohn war auch sehr anhänglich. Er hat ohne Ende gefremdelt. In unserem Kinderclub (alle 2 Wochen) hat er sich nur an meinem Bein festgehalten. So und dann haben wir angefangen ein Haus zu Bauen. Ich hatte keine Wahl und musste ihn manchmal abgeben. Am Anfang hat er auch geweint und mir hat das Herz geblutet aber nach 3-5 Tagen hat er sich daran gewöhnt. Wenn er dann zur Oma musste hat sie versucht ihn abzulenken und nicht ihm dauernd zu sagen das ich bald wieder komme.
Also ich an deiner Stelle würde es langsam angehen zu lassen. Am Anfang vielleicht mal 1 Minute "weg zu gehen" und dann wieder kommen und das langsam steigern. Und ganz wichtig: SEI SELBSTSICHER! Er merkt deine Unsicherheit.

Lg hopelove

Beitrag von amadeus08 18.05.11 - 14:09 Uhr

meiner war auch immer so. Angst, Angst, Angst.........immer nur Mama......allerdings habe ich ihm das immer gegeben, auch wenn ich manchmal ähnlich gefühlt habe wie Du. Wichtig war mir, dass er sehr konstantes hat. Also wir waren erst bei Pekip, da war er am Schluss immer noch nur bei mir auf dem Schoß oder in Berührungsnähe, während alle anderen munter durch den Raum rannten/robbten. Dann haben wir uns auch schon fast von Beginn an, einmal in der Woche mit vier Müttern und deren Kindern getroffen. Alle spielten immer munter, nur mein Kleiner war immer bei mir auf dem Schoß. Frühestens nach einer STunde hat er sich vielleicht mal auf den Boden getraut. Zur Toilette musste ich ihn mitnehmen, aber ich habe es immer getan. Dann, weil ich ahnte, was mal bei einer Spielgruppe oder im Kindergarten auf mich zukommen würde, habe ich eine ganz tolle Babysitterin engagiert, einmal die Woche zwei Stunden und zwar nicht dafür,. dass sie mti ihm draußen rumläuft (ich gehe selbst zweimal täglich mit ihm raus und liebe das auch), sondern, dass sie mit ihm hier zuhause spielt. Das haben wir mit 15 Monaten angefangen. Das erste Mal musste ich die kompletten zwei Stunden dabei sein, ABER ich habe als Erfolg gewertet, dass er nach einer Stunde mal den Ball zu ihr kugelte und sich freute, als er den Ball von ihr bekam. Beim nächsten Mal durfte ich schonmal 20 oder 30 Minuten im selben Zimmer was anderes machen und er hat mir ihr gespielt und so haben wir das gesteigert. Dann gab es viele Monate, in denen ich mich rausschleichen musste und mich dann zwei Stunden im Haus nicht von ihm sehen lassen durfte. Und nun ist er soweit, dass ich, wenn sie kommt, sagen kann, dass ich eben Bügeln gehe oder was auch immer und dann darf ich gehen und wenn er mich mal zwischendurch sieht, ists auch okay. Nach den zwei Stunden rennt er dann zwar in meine Arme und braucht dann erstmal viel Kuscheln, aber es ist okay und so hoffe ich, dass es im Sommer, wenn er dann in eine Spielgruppe darf zweimal die Woche, auch irgendwie klappen wird. Wichtig ist immer, dass Oma oder Papa oder die Babysitterin ihm bestätigen, dass ich gleich wieder da bin.
Ich würde Deinen Jungen mal rausnehmen aus der Gruppe und es vielleicht auch mit einer Freundin/Freund oder Babysitter/in zuhause in vertrauter Umgebung versuchen, mit langsam zurückziehen, vielleicht ist es so einfacher.
Lg

Beitrag von marjatta 18.05.11 - 17:48 Uhr

Also mein Sohn ist auch super anhänglich. Aber er geht seit er 11 Monate alt ist (Beginn der Eingewöhnungsphase) in die Krippe. Dazu kommt, dass wir regelmäßig eine Babysitterin da haben.

In der Krippe war es kein Problem. Da geht er mittlerweile einfach von mir weg und meint mit winkender Hand "Tschuuus"..... Toll.

Aber wenn Papa, Oma, Onkel oder die Babysitterin ihn mal für wenige Stunden nehmen sollen, dann gibt es am Anfang immer Gebrüll. Dann halte ich es wie in der Krippe: Kurz und knapp "Ich geh jetzt arbeiten / zu meinem Termin, Tschüss"... und dann raus aus der Tür.

Ergebnis bisher nach Rückmeldung: Er schreit keine 5 Minuten, liess sich letzt auch mit fiebrigem Infekt von der Babysitterin super schnell beruhigen und fing an mit ihr zu spielen, bis ich wiederkam.

Mein Fazit, bei bekannten Personen auch mal konsequent sein. Denn so ab 2 Jahren beginnt ja eigentlich die erste Ablösungsphase. Solange die Kleinen dann immer ihren Willen bekommen, haben sie einen unter Kontrolle. Ich könnte nicht mal auf Toilette gehen, wenn er sich gerade was mit mir in den Kopf gesetzt hat.

Da er sprachlich schon recht weit ist, gibt es eine kurze Erklärung und dann mache ich das, was für mich jetzt wichtig ist. Ich nehme, soweit es geht, auf seine Bedürfnisse Rücksicht. Das wird aber bald mit zwei Kindern nicht mehr gehen. Insofern ist es mir wichtig, ihm das schon jetzt zu zeigen. Das gilt nicht nur für das Nähebedürfnis, sondern auch alles andere.

Ich werde als "defacto" Alleinerziehende, denn mein Partner ist sehr selten zuhause, auch mal Auszeiten brauchen, die ich nunmal nur durch Babysitter oder Verwandte erreichen kann. Das muss er jetzt respektieren. Dafür bin ich sonst für ihn immer da und lasse vieles stehen und liegen.

Denke, Du bräuchtest für ihn etwas regelmäßigeres als nur 1 x pro Woche, damit er generell mal ein Gefühl dafür bekommt. Je später die Kinder dann nämlich in eine Betreuung gehen, desto länger dauert die Eingewöhnung. So auch das Feedback aus unserem Kindergarten.

Gruß
marjatta

Beitrag von skorpion82 18.05.11 - 19:43 Uhr

Hallo,

ich kann Dich verstehen. So extrem war es mit unserer Tochter bei der Krippeneingewöhnung zwar nicht, aber es klappte auch da erst, als mein Partner die Eingewöhnung übernommen hat. Als ich das noch versucht habe mit ihr, durfte ich nicht vor die Tür. Inzwischen liebt sie den Kindergarten (sie ist jetzt eindreiviertel und seit neun Monaten da), aber eben erst, nachdem der Papa die Eingewöhnung gemacht hat. Vielleicht wäre das ja mal eine Idee?
Aber mir ist noch ein anderer Gedanke gekommen. Hattest Du mal eine Trennung von Deinem Sohn? Vielleicht als er noch ganz klein, ein Säuging war? Vielleicht direkt nach der Geburt oder kurz darauf? Vielleicht gab es ja Komplikationen oder Du warst krank oder er war krank? Das wäre unter Umständen eine Möglichkeit, dass er jetzt so anhänglich ist, muss aber nicht sein.
Euer Sohn muss das Vertrauen aufbauen, dass Mama imemr wiederkommt und dass es ihm auch ohne Mama eine gewisse Zeit gut geht. Vielleicht können Oma und Opa dabei helfen? Mal mitkommen in diese Spielgruppe oder so?

Ich hoffe, Ihr findet bald eine gute Lösung für Euch. Ich kann verstehen, dass das irgendwann frustriert, so sehr man sein Kind auch liebt.
Alles Gute!