Gang in die Psychiatrie

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Beitrag von mecki23 18.05.11 - 13:51 Uhr

Hallo,


ich möchte etwas schreiben was mir nicht leicht fällt, aber ich möchte es.


Ich leide schon seit längeren Zeiten unter Depressionen die nicht einfach sind. Habe mich nun in Psychologische Behandlung begeben. Und nun sagte meine Psychologin dass es doch so stark ist dass es das beste wäre ich würde für einige Wochen in die offene Psychiatrie gehen.


Ich kenne manche Meinungen dazu und habe auch selber Angst davor. Aber ich will mir ja helfen lassen.


Kennt sich jemand damit ein wenig aus oder hat Erfahrung vielleicht mit Bekannten ??

Bin dankbar für alles.



LG Andy

Beitrag von gh1954 18.05.11 - 13:54 Uhr

Wovor genau hast du Angst?

Beitrag von mecki23 18.05.11 - 14:01 Uhr

Hallo,


nun es gibt ja gewisse Meinungen dazu.

Die einen sagen da kommen nur Verrückte rein. Oder man wird da mit Beruhigungsmitteln vollgepumpt usw usw.

Gruss Andy

Beitrag von ajl138 18.05.11 - 14:07 Uhr

Hallo,
also mit Beruhigungsmitteln vollgepumpt wird da heutzutage sicherlich niemand mehr.Es wird sogar sehr spar- und sorgsam Medikamente verteilt,wenn überhaupt nötig.
Wenn du in eine offene Behandlung gehst,heißt dies,dass du dort (meist vormittags) Therapien hast,und innerhalb eines gewissen Zeitraumes die einrichtung verlassen kannst.
Die Mahlzeiten werden dort meist zusammen zu bestimmten Zeiten eingenommen.
Therapien bestehen aus: Sprachtherapien als Gruppe oder auch alleine.
Bewegungstherapien (Töpfern,Seidenmalerei,Holzarbeiten usw)
Jede Einrichtung ist verschieden und ich schlage dir vor, dass du dir erst (wenn möglich) einige anschaust und Informationsgespräche führst.
Als "bekloppt" abgestempelt zu werden,sollte dir egal sein.
Es ist nur wichtig,was du willst.

Beitrag von mecki23 18.05.11 - 14:42 Uhr

Erstmal auch einen grossen Dank.


Was ich will? Ich will dass mit geholfen wird. Diese Depressionen haben mir beinahe schon eine gute Freundschaft zerstört. Das darf so nicht weitergehen. Also muss es nun sein.


Gruss Andy

Beitrag von ajl138 18.05.11 - 14:44 Uhr

Okay vergiss mein Posting von vorhin.
Dir wird dort geholfen,wenn du es zulässt. ;-)

Beitrag von gh1954 18.05.11 - 15:14 Uhr

>>>Die einen sagen da kommen nur Verrückte rein. Oder man wird da mit Beruhigungsmitteln vollgepumpt usw usw.<<<

Das stimmt beides nicht. Wer im Zusammenhang mit Psychiatrie von "Verrückten" spricht, hat selber eine Schraube locker. :-)

Medikamente gibt es für Leute, die sie nötig brauchen, damit sie überhaupt in der Lage sind, soweit runterzukommen, dass sie therapierbar werden.

Beitrag von kruemlschen 18.05.11 - 14:03 Uhr

Hallo,

eine gute Freundin von mir war mal ein paar Monate wegen Bipolarer Störung und Borderline in einer offenen Psychatrie.

Es hat ihr damals SEHR geholfen! Sie hat im Anschluss daran ihr komplettes Leben umgekrempelt und ist jetzt endlich glücklich.

Gruß K.

Beitrag von bofan 18.05.11 - 14:03 Uhr

Hallo Andy,

erstmal finde ich es toll, dass Du Dir helfen lassen willst.Ich weiß jetzt nicht genau, wovor Du Angst hast, aber ich kann Dir mal erzählen, wie es bei meiner Mutter war.
Sie war damals in einen psychatrischen Klinik wegen Panikattacken.Sie warca ein halbes Jahr dort.
Ich weiß, dass dort uch Patienten mit Depressionen waren.
Sie hatten dort Zweibettzimmer, eine Gemeinschaftsküche und einen Speiseraum.
Abends haben immer 2 gemeinsam gekocht, andere haben den Tisch gedeckt.
Es war immer gute Stimmung dort.
Tagsüber hatten sie verschiedene Anwendungen und Einzelgespräche sowie Gruppengespräche.
Sie hatten turnen und malen und all sowas, wo man gut bei verarbeiten kann.
Ihr hat es sehr gut getan und sie wurde als "geheilt" entlassen.

Was möchtest Du denn genau wissen?

Und nimmst Du denn auch Medikamente?

LG Samira

Beitrag von mecki23 18.05.11 - 14:09 Uhr

Hallo,


nun ich kenne gewisse Meinungen dazu. Einerseits dass dort nur Verrückte reinkommen und das man dort mit Beruhigungsmitteln vollgepumpt wird und all sowas. Sowas macht mir etwas Angst.



Ich nehme derzeit ein leichtes Anti-Depressiva.



Gruss Andy

Beitrag von bofan 18.05.11 - 14:13 Uhr

Hey,

die "Verrückten" sind wohl eher in der geschlossenen Klinik.
Dort, wo Du hinmöchtest, werden Menschen sein wie Du (Depressionen, Borderline, Angstattacken).
Du kannst selbst entscheiden, was für Medikamente Du nimmst oder nicht, Du bist ja nicht entmündigt.
Beruhigungsmittel bekommen höchstens Patienten, die randalieren oder sich und andere gefährden.
Davor brauchst Du keine Angst zu haben.

LG Samira

Beitrag von betty-doo 18.05.11 - 14:04 Uhr

Hallo Andy...


Auch ich habe jahrelang unter Depressionen gelitten und erst eine ambulante Therapie gemacht...

Einige Zeit ging es auch mit Hilfe von Medikamenten, aber da es keine Lösung für die Ewigkeit war, habe ich mich für die offene Psychiatrie entschieden...

Kann nur sagen, ich würde es immer wieder tun!! :-)

Lg Betty

Beitrag von germany 18.05.11 - 14:24 Uhr

Hallo,

ich war erst in der geschlossenen und dann in der offenen Psychiatrie. Wenn du möchtest kannst du mich gerne anschreiben, dann kann ich dir vielleicht einige Fragen beantworten.

lG germany

Beitrag von mecki23 18.05.11 - 14:32 Uhr

Hallo,


wie ich schon beschrieb ich habe Angst vor dem was oft darüber gesagt wurde.

Dass dort nur Verrückte reinkommen oder man starke Medikamente bekommt oder sowas.


Aber ich will ja das mit geholfen wird.


LG Andy

Beitrag von ajl138 18.05.11 - 14:38 Uhr

Sei mir nicht böse,aber mal eine Frage,wieso fragst du hier etwas,wenn du auf die Gegenfragen dann gar nicht antwortest?
Bis jetzt meinte jeder es gut,doch um die Ängste zu nehmen musst du auch mit "uns" kommunizieren. ;-)

Beitrag von germany 18.05.11 - 15:15 Uhr

Es kommt ganz drauf an WO du hinkommst. Ich glaube nicht das die Psychiatrie der richtige Ort für dich ist, es sei denn du bist suizidgefärdet.

Da wo ich war, war es leider so, dass man wirklich mit Medikamenten ruhig gestellt wurde. Eine stationäre Therapie wäre bei dir sicher sinnvoller und dann aber auch über mehrere Wochen. Dort kann man sowohl den Grund für deine Depressionen herausfinden und daran gezielt arbeiten.

Und Nein, in der Psychiatrie sind nicht nur "verrückte". Dort sind Menschen die Hilfe brauchen aus den verschiedensten Gründen. Viele sind da wegen starken panikattacken, Suizidversuchen ect.

Es sieht dort außerdem meist nicht anders aus als in einem normalen Krankenhaus. Bei uns war es sogar ganz gemütlich und die anderen Patienten waren total nett.


lG germany

Beitrag von leonie133 18.05.11 - 15:41 Uhr

hilf mir mal auf die Sprünge: Was ist der Unterschied zwischen "Psychiatrie", welches ja angeblich nicht der richtige Ort ist, und einer "stationären Therapie"??
Meinst du damit eine psychosomatische Klinik?

ich würde mich immer auf den Arzt verlassen. Eine schwere Depression und Suizidalität - das kommt sehr oft zusammen. Dann lieber präventiv in ein Krankenhaus (welches auch immer) als es drauf ankommen lassen.

Tagesklinik ist übrigens auch eine Alternative!

LG Leo

Beitrag von germany 18.05.11 - 15:52 Uhr

Eine Psychatrie ist mehr Verwahrungsanstalt als alles andere. Bei suizidgefahr würde der Arzt ihn eher in die geschlossene einweisen lassen, da er in der offenen Ausgang hat und nicht so überwacht ist.

In einer psychosomatischen Klinik liegt der Fokus mehr auf der Behandlung der Probleme. Für einen kurzen Zeitraum ist eine Psychiatrie sicher oftmals sinnvoll, dennoch zweifel ich mitlerweile an einigen Ärzten und vor allem an ihrem Wissen bzw. ihren Entscheidungen. Ich kann aus Erfahrung sagen das Ärzte eben nicht immer zum Besten ihrer Patienten handeln, denn sonst wäre ich NIE in der geschlossenen gelandet.

Tagesklinik finde ich nach einer richtigen Therapie sinnvoll, da man da das gelernte weiterhin anwenden kann und nicht so ins "kalte Wasser" geschmissen wird, wie wenn man plötzlich zuhause wieder auf sich allein gestellt ist.

Beitrag von gh1954 18.05.11 - 16:00 Uhr

>>>Eine Psychatrie ist mehr Verwahrungsanstalt als alles andere.<<<

Unfug!

Beitrag von germany 18.05.11 - 16:14 Uhr

Warst du schon da?? Ich war da und jeder der in dieser Psychiatrie war, wird dir das betsätigen! Wir wurden mit Medikamenten vollgepumpt und das wars.

Beitrag von gh1954 18.05.11 - 17:06 Uhr

Ich war noch nicht da. Meine Tochter ist im Verlauf ihrer Ausbildung in der dritten Psychiatrie und da war es nirgends so.
Entweder hattest du die Medikamente nötig oder es war keine gute Einrichtung.
aber von einer auf alle zu schließen, ist doch eher dumm.

Beitrag von germany 18.05.11 - 17:32 Uhr

Wir haben ALLE die selben Medikamente bekommen. Wenn man dort arbeitet, sieht ,man das alles sowieso anders. das ist absolut kein vergleich dazu, dort Patient zu sein.

Es gab keinen in der Klinik der nicht Tavor und Taxilan bekommen hat. Wenn neue kamen, wussten man schon vorher das die in den nächsten tagen nicht ansprechbar waren, weil ihr Körper sich an das Tavor gewöhnen musste.

Natürlich ist es nicht überall so, aber viele von denen ich gehört/gelesen habe, handhaben das nicht anders.

Mein Onkel war in einer Psychosomatischen Klinik für ein halbes Jahr und dort musste niemand Medis nehmen. Es gab viele Therapien usw. Ich habe ein einziges mal eine Psychologin gesehen und das wars!

Beitrag von gh1954 18.05.11 - 17:48 Uhr

>>>Mein Onkel war in einer Psychosomatischen Klinik<<< ...

Und das verleiht dir jetzt die Kompetenz zu behaupten, dass alle Psychiatrien schlecht und alle psychosomatischen Kliniken gut sind?

Beitrag von muckel1204 18.05.11 - 18:06 Uhr

Ich habe sowohl auf der offenen, als auch auf der geschlossenen Psychatrie gearbeitet und es war alles andere als ne Verwahrstation. Jeden Morgen fand ein Kreis statt um die Pläne des Tages zu besprechen, jeder bekam natürlich andere Medis (und ja ich habe sie gestellt und ausgegeben) ja es gab auch völlig gestörte Menschen, die mit Hilfe von Fixierung oder Medikamenten ruhig gestellt werden mussten, da sie nicht nur für sich, sondern auch für andere eine Gefahr waren.
Patienten, die in der Nacht Feuer legten, die sich umbringen wollten, alles quer Beet.

Eine Verwahrstation ist etwas anderes und man sollte wohl eine Einrichtung erst einmal anschauen, wie so vieles anderes auch, bevor es zu spät ist und man eingewiesen wird, denn dann hat man nicht mehr die Wahl wo man hin kommt.

LG

Beitrag von gh1954 18.05.11 - 18:16 Uhr

>>>und es war alles andere als ne Verwahrstation.<<<

Sag ich doch...

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