Was kann man alles beantragen???

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von sweetmama2010 18.05.11 - 14:26 Uhr

Hallo,

mein Mann und ich haben uns entschieden uns zu trennen.

Wir sind verheiratet und haben einen Sohn (13 Monate). Ich bin nun schon auf Wohnungssuche. Allerdings möchten wir uns im Guten trennen und ich möchte ihn nicht ausnehmen, wie eine Weihnachtsgans. Er zahlt mit selbstverständlich Unterhalt für den Kleinen und evtl. etwas mehr - aber für mich möchte er nicht zahlen. Damit bin ich auch einverstanden. Jetzt ist aber meine Frage, was kann man alles beantragen und wonach errechnet sich das. Habe mir schon eine Wohnung angesehen und die gefällt mir auch. möchte aber nicht zusagen ohne zu wissen, was ich denn so habe im Monat an Geld. Ich gehe auch schon wieder arbeiten. Hätte so knapp 1000 € mit Unterhalt und Gehalt und Kindergeld.

könnt ihr mir helfen?

Danke schon mal!!!

Beitrag von lichtchen67 18.05.11 - 14:32 Uhr

Beantragen kannst Du erstmal alles was Du möchtest, ob Du es bekommst ist die Frage.

Dein Mann ist Dir zu Unterhalt verpflichtet bis der kleine 3 Jahre alt ist.... darauf großzügig zu verzichten, weil man ihn nicht ausnehmen möchte, dafür aber "staatliche Leistungen" beantragen läuft meines Wissens nicht. unterhaltszahlungen sind Pflichtzahlungen.... Am besten Du lässt Dich mal richtig beraten, ausrechnen was Du zur Verfügung hättest kann Dir hier niemand.

Lichtchen

Beitrag von silbermond65 18.05.11 - 14:41 Uhr

Je nachdem ,was du beantragen möchtest ,kannst du nicht mal eben so auf den Unterhalt für dich verzichten.
Ob er möchte oder nicht ,ist dabei sowas von egal.Der Betreuungsunterhalt steht dir zu und fertig.
Das hat für mich auch absolut nichts mit "ausnehmen" zu tun.
Verzichten kannst du auf alles ,wenn du ansonsten ohne staatliche Unterstützung auskommen kannst.

Beitrag von witch71 18.05.11 - 14:47 Uhr

Beantragen kannst Du sozusagen die Grundausstattung Deines Haushaltes. Also Schränke, Betten mit Matratzen, Sofa, aber beispielsweise auch Haushaltsartikel wie Töpfe, Besteck, Gläser falls das nicht vorhanden ist.
Einiges fällt raus, beispielsweise Waschmaschinen werden anscheinend nicht mehr bezuschusst, da man wohl davon aus geht, dass jeder heutzutage in einem Waschsalon waschen kann. Übrigens steht Dir die Wachmaschine rechtlich sowieso bei einer Trennung zu, egal, wer sie bezahlt hat.

Im Antrag musst Du auflisten, was Du an Geldern bekommst, also Kindergeld, Erziehungsgeld, Einkommen, Unterhalt für das Kind und für Dich. Bekommst Du keinen Unterhalt, wird geprüft, ob Dir welcher zusteht (Dein Mann muss sein Einkommen dann auch offen legen) und diesen Unterhalt musst Du dann natürlich einfordern.
Geprüft wird auch, ob Du über bspw. Wohneigentum, ein hochwertiges Auto (muss dann gegen ein günstigeres getauscht werden in bestimmten Fällen), Sparguthaben, Lebens- oder andere Renditeversicherungen verfügst.

Übersteigen alle Gelder zusammen einen bestimmten Grenzwert, bekommst Du nichts, andernfalls mancherorts einen Gutschein für die Soziakaufhäuser oder einen bestimmten Betrag (bspw. etwa 80 Euro für einen Kleiderschrank).

Korrigiert mich bitte, wenn ich etwas falsch wieder gegeben habe.

Beitrag von silbermond65 18.05.11 - 15:51 Uhr

Die Grundausstattung ihres Haushaltes können sie durchaus gerecht aufteilen.
Den Rest kann man sich nach und nach gebraucht oder neu besorgen.

Beitrag von king.with.deckchair 19.05.11 - 21:06 Uhr

1. Wird man ihr sicherlich NICHT eine von dir aufgelistete Erstausstattung finanzieren, sondern - zu RECHT! - verlangen, dass sie ihren Hausrat aufteilen und einen Nachweis (anwaltliche/gerichtliche Vereinbarung) darüber verlangen!

2. "beispielsweise Waschmaschinen werden anscheinend nicht mehr bezuschusst"

Du solltest nicht kommunale EINZELbestimmungen als allgemeingültig für den Rest der Republik hinstellen. Bei uns werden nämlich sehr wohl noch Waschmaschinen finanziert, vor allem, wenn Kinder im Haushalt leben.

Beitrag von stefmex 18.05.11 - 16:08 Uhr

Hallo!

Stimmt, er muss Dir Betreuungsunterhalt zahlen, bis Euer Sohn 3 Jahre ist. Vorher gibt's nix vom Staat dazu. Er muss z.B. zusätzlich zum Kindesunterhalt anteilig die Betreuungskosten on top bezahlen, etc. pepe.

Theoretisch steht Dir auch Ehegattenunterhalt über den 3. Geburtstag hinaus zu. Aber das lässt sich nur über Anwälte ermitteln und es hängt von seinem Einkommen ab.

Bedenke bei Deiner 'Großzügigkeit', dass Du wegen der Betreuung Deines Sohnes (noch) nicht Vollzeit arbeiten kannst/musst und Du daher auch nur einen geminderten Rentenanspruch hast, den Dein Ex-Mann auszugleichen hat.

Ich würden an Deiner Stelle auf nichts freiwillig verzichten, was Dir rechtlich zusteht. Es sei denn Du hast irgendwo Reichtümer 'versteckt' oder eine wohlhabende Erbtante.
Es ist echt hart genug, Job und Kind unter einen Hut zu bekommen. Da ist es gut, wenn man zumindest finanziell nicht in ein Loch fällt.

Schönen Gruß,
Stefanie

Beitrag von babylove05 18.05.11 - 18:26 Uhr

Hallo

an deiner Stelle würde ich Wohngeld beantragen . Ansonsten wirst nicht viel bekommen . Also Hart 4 oder so .

Dein Mann ( tut mir leid des sagen zumüssen ) ist verpflichtet die Unterhalt zuzahlen , ob er des will oder nicht .

Aber ich würde mich vieleicht an deiner Stelle nochmal an eine Beratungstelle wenden wie Caritas oder der gleichen .

Lg Martina

Beitrag von windsbraut69 19.05.11 - 07:50 Uhr

Auch Wohngeld bekommt sie nicht anstelle des Unterhaltes, auf den sie verzichten will!

Gruß,

W

Beitrag von windsbraut69 19.05.11 - 07:48 Uhr

Denk über das Thema nochmal nach.
Er möchte für Dich nicht zahlen, obwohl Du seinen Sohn betreust und Du bist damit einverstanden.
Soweit okay, ABER warum sollen dann bitte fremde Leute für Dich zahlen und arbeiten?

Wenn Du keinen Unterhalt haben möchtest, mußt Du wohl selbst für Dein/Euer Leben aufkommen!

Gruß,

W

Beitrag von redrose123 19.05.11 - 12:15 Uhr

Wenn wir wählen könnten würde wohl keiner zahlen er ist dir aber Unterhaltsverpflichtet soweit er kann das Kind wird zuerst berechnet dann du....Das leben ist kein Wunschkonzert. Ich möchte das nähmlich auch nicht bezahlen#winke

Beitrag von king.with.deckchair 19.05.11 - 21:03 Uhr

"aber für mich möchte er nicht zahlen. Damit bin ich auch einverstanden. Jetzt ist aber meine Frage, was kann man alles beantragen "

Geht's noch?!

Beitrag von redrose123 20.05.11 - 08:26 Uhr

Der Satz ist der Hammer von Ihm will sie nichts nehmen aber von der allgemeinheit #augen