familienhilfe

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von schlarafia80 18.05.11 - 16:33 Uhr

hatte oder hat schonmal jemand hier erfahrung mit einer familienhilfe gemacht?

kann mir jemand sagen wie der alltag ist?
wie oft sie kommt?
was die so machen?
gerne auch per pn

Beitrag von lisasimpson 18.05.11 - 19:52 Uhr

dadu hier im erziehungsforum postes gehe ich davon aus, daß du von einer Sozialpädagogischen Familienhilfe (spfH) sprichst.
Abzugrenzen ist das von einer familienhelferin.

Eine spfh kommt macht im Grunde das, was die Supernanny macht (nur leider nicht so gut bezahlt und mit viel weniger Ressourcen:). Es handelt sich dabei normalerweise um eine sozialpädagogin/ sozialarbeiterin häufig mit beraterischer zusatzausbildung.
Wie oft sie zu euch kommt hängt von den stunden ab, die ihr dafür bezahlt werden - das wird meist im Hilfeplangespräch erklärt.
Alle fragen, die du an sie hast kannst du ihr stellen- scheu dich nicht, das ist ihr job und dafür wird sie bezahlt.
Ihr Anliegen ist es, dir dein Recht auf Hilfe zur erziehung zu erfüllen und euch als familie dabei zu unterstützen an bestimmten Probleme zu arbeiten, die im Moment vorherrschen.

Eine familienhelferin ist im gegensatz dazu oft schlecht ausgebildet, verdienst noch weniger und ist primär als kontinuierliche stütze gedacht um regelmäßigkeit und struktur im alltag zu gewährleisten. es geht dabei vor allem auch um hauswirtschaftliche tätigkeiten und Hilfe bei der allgemeinen Lebensbewältigung.
Normalerweise sollte gleichzeitig auch eine pädagogische Fachkraft in der Familie sein.

lisasimpson


lisasimpson

Beitrag von ilva08 18.05.11 - 22:57 Uhr

Hallo,

super erklärt, ein Zusatz noch:

"Eine spfh kommt macht im Grunde das, was die Supernanny macht (nur leider nicht so gut bezahlt und mit viel weniger Ressourcen:)"

Dafür aber kompetenter. ;-)
Die Supernanny macht viele Dinge, die eine ausgebildete Sozialpädagogin niemals tun würde - zum Beispiel die Eltern vor dem Kind kritisieren.

LG :-)

Beitrag von lisasimpson 19.05.11 - 10:47 Uhr

ich muß gestehen, daß ich die supernanny nur ganz am Anfang mal geschaut habe und schon laaange nicht mehr.

als inkompetent habe ich sie jedoch nicht erlebt.
natürlich läßt sich ein Fernsehformat, daß auf quate aus ist nicht vergleichen mit einer Arbeit in der Familie, die auf Problemlösung aus ist, aber angesichts dieser Bedingungen fand ich, machte sie das ganz ordentlich..

wie gesagt, ist schon lange her und ich kenne die aktuelle entwicklung nicht.
ich finde aber, daß diese format zum einen viele anregungen geben kann, wie eltern sich selsbt reflektieren könnten, ihren tagesablauf und den umgang mit ihren kindern und daß so etwas die hemmschwelle herabsetzt sich hilfe zu holen, denn "bei anderen ists ja noch schlimmer- ich habs bei der Supernanny gesehen"

lisasimpson

Beitrag von ilva08 19.05.11 - 11:13 Uhr

Hi,

ich hab die Supernanny auch seit Ewigkeiten nicht mehr geguckt. ;-)

Aber das war eben, was mir negativ aufgefallen ist. Und was mich als Mutter auch abschrecken würde, mir Hilfe zu holen: Die Angst, "vom Profi gemaßregelt" zu werden.

Sozialpädagogische Familienhilfe läuft so nicht, zum Glück! :-) Das wollte ich nur nochmal erwähnt haben.

LG