Briefkaesten beschaedigt!!!

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Forum: Kids & Schule

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Beitrag von carmensita77 18.05.11 - 22:35 Uhr

Hallo zusammen,

seit einiger Zeit habe ich meinen Sohn (8Jahre) mehr Freiheit gewaehrt d.h. er darf alleine raus zum Fussball spielen.
Hinter unserem Haus ist eine grosse Wiese und da treffen sich die Kids in der Gegend um Fussball zu spielen.

Auch heute wollte er rauss zum Fussball spielen.
Nach ca. 1h klingelte es und der Nachbar stand an der Tuer...ich sollte mir doch mal anschauen was er gemacht hat.
Oh jeeee, dachte ich mir...hoffentlich hat er kein Auto beschaedigt...Nein, er hat mit kleinen Steinchen auf die Briefkaesten geziehlt.
Alle Briefkaesten sind beschaedigt :-(...ich hab ihn dann zu mir gerufen aber er schwieg...ich entschuldigte mich bei dem Nachbar und meinte das wir das natuerlich ersetzen werden.
Zuhause fragte ich ihn weshalb er das gemacht hat und er meinte ein Junge (5) hat ihm gesagt er soll die Steinchen schmeissen #schock...natuerlich absolut kein Grund so etwas zu tun.So schlau sollte er doch eigentlich sein,oder???
Anfangs hatte ich das Gefuehl das er nicht verstanden hat was er da angerichtet hatte, aber als er dann in die Dusche ging bemerkte ich das er weinte :-(

Mir tut es sehr leid das ich heute mit ihm schimpfen musste und ihn Hausarest fuer den Rest der Woche erteilt habe(auch wenn wir super tolles Wetter haben).Aber das war wirklich eine Saudumme Aktion die er gebracht hat...

Wie haettet ihr in so einer Situation reagiert???

Ich musste mir das jetzt von der Seele schreiben...ich versteh einfach nicht warum er das gemacht hat...

Beitrag von dore1977 18.05.11 - 22:43 Uhr

Hallo,

tja und was soll jetzt eine Woche Hausarrest bringen ?????
Das hat doch so gar nicht s mit den Briefkästen zu tun ?

Wie stark sind die Briefkästen den beschädigt ? Wie werden sie repariert ? Dein Sohn könnte dabei helfen sie wieder her zu richten.
Müssen neue gekauft werden ? Dann wird er wohl zum Teil sein Taschengeld hergeben müssen.

Wieso er das gemacht hat ? Keine Ahnung aber manchmal machen Kinder einfach dumme Sachen, da waren wir auch nicht besser.

LG dore

Beitrag von carmensita77 18.05.11 - 23:17 Uhr

Hallo,

Hhm...es gab diese Woche einige Vorfaelle so dass es mir heute einfach raussrutschte.
Ich bin sehr gutmuetig,lasse auch mal was durchgehen,bin fuer Kompromisse bereit, gebe immer eine Chance wieder alles gut zumachen...aber irgendwann ist schluss!!!...vorallem wenn man sich mit 8 (fast 9) vor den Briefkaesten stellt und sie mit Steinen bewirft bis das Plastik unten kaputt geht.


Die Briefkaesten sind verbogen und unten das Plastik kaputt.Die einen Nachbarn meinten ich sollte mir keinen Kopf machen...aber da sind auch noch andere die moechten natuerlich das der Briefkasten ersetzt wird.

Taschengeld bekommt er nicht (noch nicht)...da er noch nie nachfragte und hier bei uns (in Italien) es auch kaum einer macht.
Waere in diesem Fall sicherliche eine gute Lektion gewesen einen Teil von seinem Taschengeld dazu beizutragen :-)



Beitrag von sassi31 19.05.11 - 14:30 Uhr

Er hat doch aber sicher eine Spardose? Dann würde ich da einen Teil Geld rausnehmen.

Beitrag von rain72 19.05.11 - 09:35 Uhr

Hallo,
also man kann sicherlich streiten, ob es nun eine Woche Hausarrest sein muss (wobei es glaub ich hieß "für den Rest der Woche" - ist vielleicht ja auch nur bis zum WoE.) Ansonsten finde ich Hausarrest zwar häufig eine merkwürdige Konsequenz, aber in diesem Fall passt es doch genau: Er durfte alleine raus, hat dabei Mist gebaut, also darf er erstmal nicht mehr alleine raus. Finde ich absolut logisch!
LG
rain

Beitrag von jazzbassist 19.05.11 - 01:29 Uhr

Mein Ansatz wäre gewesen, erstmal in Erfahrung zu bringen, warum mein Sohn das überhaupt gemacht hat. Das ein 8-Jähriger mit Steinen auf Briefkästen wirft, weil ein 5-Jähriger ihn auf diese Idee bringt, halte ich erstmal für ziemlich plausibel. Das fällt für mich in die Kategorie: »So etwas können 8-Jährige wirklich tun« - weil es wie eine gute Idee klingt. Das ist ja erstmal nichts anderes, wie Dosenwerfen. Geschicklichkeit, eine Herausforderung, ein ganz tolles »klong«-Geräusch, wenn man trifft. Das klingt für diese Altersgruppe sicherlich dermaßen attraktiv, dass man das durchaus tun könnte, ohne über die Konsequenzen und Folgen nachzudenken. Ohne irgendwelche bösen Absichten.

Ich denke, in diesem Falle hätte mein Kurzer einen Stups auf die Nase bekomme, er hätte mithelfen müssen, diesen Schaden, den er angerichtet hat, wiedergut zu machen, und, damit wäre das Thema dann auch erledigt gewesen, wenn ich das Gefühl gehabt hätte, dass so etwas (oder etwas ähnlich gelagertes) kein zweites mal mehr vorkommt, weil ihm das nun endgültig klar ist, das man mit Steinen nirgendwo gegenwerfen sollte, dass kaputt gehen könnte. Ich halte es für ziemlich normal, dass Kinder ganz zwangsläufig ab und an Dummheiten anstellen, die denen erst so richtig bewusst werden, nachdem die diese Dummheiten dann getan haben und die Konsequenzen sehen; das hat m.E. nichts mit "dumm" oder "schlau" zu tun, sondern, ist einfach einer der Gründe, warum wir die "Kinder" nennen => es sind halt noch keine "Erwachsenen", und, zum Erwachsenwerden gehört nun mal mehr, als nur zu wachsen. Damit wäre die Sache für meinen Sohn dann aber auch erledigt gewesen. Kinder müssen halt durchaus lernen, dass alle Ihre Handlungen im späteren Leben Konsequenzen haben werden.

Nur - so wie ich Ihren Beitrag deute - war das bei Ihrem Sohn etwas anders. Also er hat mehrfach mit Steinen geworden, auf unterschiedliche Briefkästen und wohl auch durchaus wahrgenommen, dass die davon kaputt gehen, und, dann trotzdem noch weitergemacht. In diesem Falle wäre mein Sohn mir mit 8 Jahren schon eine etwas bessere Erklärung schuldig gewesen. Denn, wenn er etwas absichtlich kaputt macht (oder zumindest hinnimmt, dass etwas dabei kaputt geht), wäre es mir schon sehr wichtig, den Grund davon zu erfahren, wenn es einen gibt. Also ich halte es für etwas sehr normales, dass, wenn man eine Gruppe von Kindern in diesem Alter (gerade mit ein paar jüngeren und ein paar älteren Kindern) zu lange Zeit das Gefühl gibt, dass die unbeaufsichtigt sind, die ganz zwangsläufig irgendwelche Dummheiten anstellen; einfach aus Langeweile. Dann wäre eine Konsequenz, die ich aus dieser Situation mitnehmen würde, dass ich ihn zwar durchaus unbeaufsichtigt draußen spielen lassen kann, aber dort trotzdem regelmäßig mal nach den Rechten sehe; damit die Kids einfach die Sicherheit haben: »Mama/Papa sind präsent.« Sonst wäre es bei dieser Ursache des Problems m.E. ziemlich normal, das früher oder später wieder solche Dummheiten vorfallen. Die Konsequenz für meinen Sohn wäre sicherlich nicht nur gewesen, dass er mithelfen muss, diesen Schaden wieder gutzumachen, sondern, in diesem Falle hätte ich ihn durchaus mit einer Strafe konfrontiert. Diese hätte durchaus sein können, dass er da am nächsten Tag im Haus bleiben muss.

Oft sind das auch irgendwelche Gruppenzwangsituationen: »Feigling, traust dich ja doch nicht« etc. oder ein Problem, dass man sich in einer Gruppe nicht so »angesehen/beachtet« gefühlt hat o.ä., und, dort z.B. in einer Rolle steckt (ob Außenseiter, Muttersöhnchen, Feigling, Langweiler, Angsthase etc.) aus die man gerne schlüpfen würde. Hier wäre dann die Konsequenz, die man als Erwachsener daraus ziehen sollte, auch dies als Problem zu anzuerkennen und einem Kind zu helfen, besser aus diese Rolle zu schlüpfen - respektive - besser mit diesen Gruppenzwangsituationen umzugehen. Auch das ist etwas, was Kinder durchaus lernen müssen. Denn auch hier steht ein Kind 1-2 Wochen später wahrscheinlich wieder vor einer ähnlichen Situation, und, weiß dann immer noch nicht, wie er da »erhobenen Hauptes« wieder rauskommt. Und - er wird dann wieder eine Dummheit anstellen, da eine Woche Stubenarrest (oder ein kaputter Briefkasten) immer noch besser ist, als vor den Freunden als »Angsthase« dazustehen. Hier weiß ein Kind zwar, dass das, was es tut, falsch ist, aber, es sieht halt keinen besseren Ausweg aus dieser Situation. In so einem Falle hätte ich meinen Sohn z.b. nicht mit einer Strafe konfrontiert (höchstens mit einer winzig winzig kleinen, die er sich selbst hätte aussuchen dürfen; als rein symbolischen Charakter), sondern, es wäre auch nur bei der logischen Konsequenz geblieben, mitzuhelfen, diesen Schaden wieder gutzumachen. Und meine Aufgabe wäre halt gewesen, ihm zu helfen, dass er das nächste Mal mit so einer Situation besser umgehen kann. Denn, dass er selbst dafür keine Lösung weiß, hat er dann ja bereits bewiesen.

Hier würde ich einfach morgen - wenn sich Ihr Sohn wieder etwas beruhigt hat - einfach noch mal nachhaken. Denn, grundlos tun Kinder eigentlich nie etwas.

Beitrag von zaubertroll1972 19.05.11 - 08:18 Uhr

Hallo,
ich glaube es war einfach eine dumme Sache und Dein Sohn hat nicht bedacht daß auch kleine Steinchen eine Beschädigung anrichten können.
Er hat ja keine Erfahrung darin und war einfach gedankenlos.
Ich denke es reicht daß Ihr darüber gesprochen habt.

LG Z.

Beitrag von steffken80 19.05.11 - 08:54 Uhr

Hallo,

also bei dem Hausarest weiss ich nicht genau, aber ich finde auch, dass er sich bei der Reperatur beteiligen muss. Wenn Neue angeschafft werden müssen, dass muss er sein Geld für hergeben.

Türlich machen Kinder in dem Alter auch mal Mist, aber sie sind auch alt genug um dafür dann grade zu stehen und nen Duhduh reicht da nicht.

Und um so mehr ich drüber nachdenke, glaub ich der Hausarest gar nicht so schlecht ist. Sind ja auch nur noch 4 Tage.

LG Steffken die der Meinung ist, Kinder sollten für Ihre Taten in angemessenen Rahmen auch schon gerade stehen, dann kommt es im jugendlichen Alter auch nicht mehr vor. "Was Häschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr."

Beitrag von locke1910 19.05.11 - 09:31 Uhr

abgesehen davon, daß ich eh' kein Fan von Hausarrest bin (finde, damit bestrafe ich mich selber**gg**) - vielleicht kann er, um den Schaden wieder "gut zu machen", etwas Gemeinnütziges machen?
Zb Harken, Unkraut in den Vorgärten der Nachbarn jäten oä?
Jeden Tag eine Stunde?
Ich hatte ein Tageskind, das in der Schule auch gerne solchen Blödsinn machte; die Lehrer kamen dann mit Pausenverbot, Strafarbeiten usw, was ich absolut unsinnig finde, habe dann der Mutter vorgeschlagen, er solle in der Cafeteria helfen oder jeden Tag eine Pause lang Müllsammeln usw - so tat er was "Sinnvolleres" und war nicht komplett ausgeschlossen...
Finde es besser, ihnen die Möglichkeit zu geben, den Schaden wieder gut zu machen, als sie zu strafen (wobei ich gut verstehen kann, daß Dir der Kragen geplatzt ist!).
Vielleicht lassen sich die Nachbarn ja drauf ein, daß er a) einen Entschuldigungsbrief schreibt und b) halt eine bestimmte Zeitlang kleinere Aufgaben übernimmt?
UND: Ich würde mal nachforschen, wieso er sich von dem Kleineren "anstiften"ließ#winke
Lg, Locke

Beitrag von carmensita77 19.05.11 - 10:42 Uhr

Guten Morgen zusammen,

erst einmal Danke fuer die zahlreichen Antworten.
Ich bin auch kein Fan von Hausarest...aber wir hatten vor einigen Wochen ein Gespraech was ich von ihm erwarte wenn er alleine raussgeht.

Er weiss das ich nicht moechte das er am Strassenrand (stark befahren) sich aufhaelt, oder ohne meines Wissens irgendwo anders hingeht.

Wenn die Hausaufgaben erledigt sind dann darf er rauss zum Fussball spielen (wenn nicht gerade etwas anderes ansteht).
Von der Uhrzeit her haben wir 20.00 vereinbart...wenn es mal laenger werden sollte, dann soll er mir bescheid sagen!!!
Im Moment ist hinter dem Haus noch ein Kettenkarussell aufgebaut...dort treffen sich die Kids dann auch mal ab 20.00 da es dann in Betrieb genommen wird.
Ist ja auch kein Problem, wenn er mir vorher bescheid sagt,und es nicht jeden Tag ist.Am Montag abend bin ich kurz mit, er ist 2 runden mit seinem Freund gefahren und danach sind wir alle gluecklich u. zufrieden nach Hause...war schoen die Kids nochmal so gluecklich am Abend zu sehen (eine Nachbarin war auch da,wir haben viel gelacht).

Bei uns ist das Wetter super, die Kids hier im allgemeinen gehen alle erst ab 17.00 nach draussen...ist bei uns also normal, und wichtig ist das er am Morgen danach auch aufsteht und die Schule vorallem nicht darunter leidet.
Natuerlich ist es nicht so das er jeden Tag solange raussgeht.
Er weiss auch wie er sich aussen verhalten soll...schliesslich ist es fuer uns alle eine neue Situation, ein Stueck weit mehr Vertrauen das ich ihm gegenueber bringe...

Ein Beispiel was diese Woche auch noch passiert ist.

Dienstags hat er Klavierunterricht und anschliessend Basket...danach macht er eine Zwischenmahlzeit ruht sich etwas aus und beginnt mit den Hausaufgaben...War bis jetzt immer so...er geht auf eigenen Wunsch zum Klavierunterricht 1h...und zum Basket.
Ich meinte dann als er mit den Hausaufgaben fertig war das er heute lieber mal zuhause bleiben soll...
Mein Mann war kurz weg, ich brachte am Abend den kleinen ins Bett und er fragte mich kurz ob er sein Spiel (Nintendospiel) holen darf,der eine Freund sei unten und hat es dabei.

Ich sagte,klar aber danach kommst du hoch.VONWEGEN...er kam nicht...der kleine schlief...ich ging auf dem Balkon und meinte das er doch hochkommen sollte...Er stellte sich Stur und kam nicht.

Als mein Mann nachhause kam (ca. 20min. spaeter)brachte er ihn mit hoch.
Ich hab mit ihm geredet das es nicht schoen gewesen sei das er nicht auf mich gehoert hat und es schamlos ausgenutzt hat.
Und das ich nicht mehr moechte das soetwas vorkommt.Das Thema war dann erledigt.

Dann kam das mit den Briefkaesten dazu, und ich denke der Hausarest war erst mal angebracht fuer diese Woche.
Ich hab ihn ein Stueck mehr Freiheit gewaehrt...ich muss mich doch auch auf ihn verlassen koennen!!!!!

Ach ja...und ich denke schon das er wusste was er anrichtet mit dem Steinchen werfen...Als der erste kaputt ging,haette es bei ihm "klick" machen muessen.Er wird 9...ist eigentlich ein vernuenftiger!!!

Der 5 jaehrige Junge der ihm das gesagt hat zu machen ist immer aussen,der hat 3 groessere Brueder und wie sich gestern herausgestellt hat hat der Junge hinter dem Haus bei anderen das gleiche gemacht.Nur diesmal hat er wohl meinen Jungen dazu angestiftet...der natuerlich so Naiv im Moment war.

Heute nach der Schule werde ich nochmal mit ihm darueber reden...denke das wir alle jetzt etwas sachlicher die Situation sehen...aber der Hausarest fuer diese Woche bleibt bestehen...denn nur wenn ich ich mich auf ihn verlassen kann, dann kann ich ihn auch beruhigt rausslassen.Aber wie gesagt, eine 2. Chance bekommt er natuerlich.

Ich hoffe ihr versteht was ich meine...ich weiss das immer etwas dummes passieren kann...
wird wohl nicht das letzte mal sein...aber wir haben gerade erst damit angefangen ihn ein stueckchen mehr Freiheit zu gewaehren (worauf er auch ganz stolz war)...er darf so vieles nebenher machen wie Klavier,Basket...geht zum Schwimmunterricht...wir gehen zum Spielplatz mit Freunden u.u. u....ich moechte auch erwaehnen das es nicht zu viel fuer ihn ist...die Schule leidet nicht darunter,die Hausi wird ordentlich erledigt (das ist auch Voraussetzung)...und er geht auch nicht jeden Tag so spaet ins Bett...meistens so gegen 9 Uhr, manchmal auch schon frueher...klappt auch alles eigentlich ganz super...bis auf die letzten Tage!!!



..




Beitrag von mc3 19.05.11 - 19:05 Uhr

> Dann kam das mit den Briefkaesten dazu, und ich denke der Hausarest war
> erst mal angebracht fuer diese Woche.
> Ich hab ihn ein Stueck mehr Freiheit gewaehrt...ich muss mich doch auch
> auf ihn verlassen koennen!!!!!

Ja, ich denke schon, dass es hier angemessen ist.

Man kann über den pädagogischen Wert der Maßnahme sicher streiten, aber es gibt auch noch die aufsichtsrechtliche Seite. Wenn er ständig was anstellt, dürftest du ihn so ohne weiteres gar nicht mehr ohne Aufsicht nach draussen lassen. Bevor man zu solch drastischen Schritten greifen muss, halte ich einenen kurzzeitigen Hausarrest als Warnschuss schon für sinnvoll. Ich sehe das weniger als Strafe, sondern als eine logische Folge seines Verhaltens.

Beitrag von manavgat 19.05.11 - 14:13 Uhr

Melde es Deiner Haftpflicht. Da er über 7 ist, müsste die einspringen.

Ich vermute mal, dass es Blödsinn gewesen ist und nicht gewollte Sachbeschädigung.

Gruß

Manavgat

Beitrag von jazzbassist 19.05.11 - 15:44 Uhr

Das Alter des Kindes hat mit der Fragestellung, ob die Haftpflicht zahlt, oder nicht zahlt, nichts zu tun. Die zahlt, sobald für den Versicherungsteilnehmer die Pflicht entsteht, für einen Schaden haften zu müssen. Ein Kind könnte nur frühestens mit Vollendung des 7. Lebensjahres selbst für einen Schaden aufkommen müssen. Ansonsten besteht für den Versicherungsteilnehmer nur die Pflicht zu haften, wenn er als aufsichtspflichtige Person seine Aufsichtspflicht verletzt hat.

Ob sie diese Aufsichtspflicht nun aber bei einem 4-Jährigen verletzen, oder bei einem 10-Jährigen, ist für die Frage, ob die Versicherung zahlt, also irrelevant. Weil Sie dann kraft Gesetz für den Schaden aufkommen müssten, und, genau für dieses Szenario ist die Versicherung gedacht. Also die zahlt auch bei einem 10-Jährigen nicht, wenn weder das Kind für den Schaden haften muss, noch die aufsichtspflichtige Person seine Aufsichtspflicht verletzt hat. Weil dann der Versicherungsteilnehmer gar nicht erst dazu verpflichtet ist, für den Schaden zu haften, sondern, höchstens aus Kulanz (der guten Sitte) den Schaden begleichen würde wollen. Das ist aber nicht Sache der Versicherung (auch wenn sich auch dagegen versichern könnte), für Schäden aufzukommen, die der Versicherungsteilnehmer gar nicht zahlen muss.

Beitrag von manavgat 19.05.11 - 16:24 Uhr

welchen Zweck hatte jetzt dieser Text?


Wenn die TN es der Versicherung meldet, dann wird sich das schon rausstellen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von jazzbassist 19.05.11 - 17:34 Uhr

Naja, hier lesen ja schon viele Eltern mit, und, gerade das Thema "Aufsichtspflicht" verunsichert immer wieder Eltern. Gerade auch, wenn es um so Themen geht, wie: Was ist, wenn ich mein Kind alleine draußen spielen lasse, und, da passiert etwas. Genau wie jetzt im Falle der Themenerstellerin. Da fand' ich schon, dass man das durchaus mal richtig stellen sollte; auch, weil ich diese Aussage hier schon häufiger gelesen habe. War also nicht böse gemeint, sondern, nur als informativer Hinweis.