Wie lebt sichs ohne Gallenblase? Und Angst vor morgen Magenspiegelung

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Beitrag von sako227 18.05.11 - 23:51 Uhr

Hallo,
nachdem ich leider nun 3 Koliken aufgrund der Gallensteine in meiner Gallenblase habe, sollte diese jetzt entfernt werden.. der Arzt meint das sie sowieso nicht mehr richtig arbeitet.. wie lebt sichs denn nun ohne Gallenblase? Verändert sich da viel? Wie wars bei euch?

Dann hab ich morgen in der früh ne Magenspiegelung weil ich einmal bei so einer Kolik Kaffeesatzerbrechen hatte :-( und irgendwie hab ich einfach ein ungutes Gefühl..also besser noch mir ists zum heulen..
weis schon das ich mir ne Spritze geben lassen kann usw. aber trotzdem..ist beides doof, das "ruhig gestellt" werden und dann noch das man mir da einen Schlauch in den Mund steckt.
Geht wahrscheinlich jedem so..


sorry wegen des Katzenjammers

grüße

Beitrag von myimmortal1977 19.05.11 - 00:12 Uhr

Ich hatte gerade die Ehre ;-)

Ich hatte einen akuten Verschluss des Gallenhauptganges mit dickem Stein und Rückstau in die Leber mit Eiter, ätzend schlechten Leberwerten und und und....

Man hat bei mir eine Magenspiegelung notfallmäßig gemacht. Man musste die Papille des Gallenhauptganges eröffnen, um an den Stein zu kommen. Gemerkt habe ich nichts. Ich habe eine Spritze bekommen und war weg..... Einen Tag später hatte ich leichte Halsschmerzen. Das wars.

Den nächsten Tag ging es in die nächste Runde.... Da die Gallenblase durch den Rückstau und der Entzündung stark vergrößert war, musste sie raus. Sonst wäre sie ggf. geplatzt und das hätte schwere Verätzungen zur Folge haben können.

Man hat sie mir dann mit Schlüssellochchirurgie entfernt. Ich bekam ein Loch direkt unter dem Bauchnabel, eins direkt unter dem Rippenbogen und eins rechts so ein paar cm neben dem Bauchnabel.

Die nächsten 2 Tage gings mir recht bescheiden, aufgrund der Narkose, gut, ich hatte auch eine üble Entzündung, die mit AB behandelt werden musste und seit Tagen übelste Schmerzen.... Als der Stein noch da war....

Der Hunger kommt schnell wieder! Die Schmerzen sind mit Schmerzmitteln gut erträglich und am 2. Tag, manche schon einen Tag nach OP, wieder ab nach hause.....

Die Fäden werden ca. 8 Tage später gezogen....

Ich kann essen was ich will, habe keinerlei Probleme. Einige haben die erste Zeit mit Fetten Probleme, das äußert sich dann in Durchfall und/oder Fettstühlen und Bauchweh.....

Aber so generell kann man dann wieder normal essen.... Spätestens 14 Tage nach OP....

Dir alles Gute und viel Glück!

Janette

Beitrag von lavy 19.05.11 - 07:44 Uhr

Huhu,

nach der Geburt meiner Tochter vor 9 Jahren, bekam ich immer und immer wieder Koliken.
Anfänglich gingen sie von Wundschmerzen der KS Narbe aus, bis es gar nicht mehr besser wurde.
Irgendwann fiel mir auf, das die Koliken grad nach nem Ei essen anfingen.

Laut US sah meine Gallenblase in dem einem KH immer toll aus, irgendwann fing ich an gelb zu werden, bin dann wieder ins KH wo endlich festgestellt wurde, das meine Leberwerte im Keller waren. Man wollte mich dann über Wochen (meine Tochter war grad mal 4 Wochen alt) nur am Tropf im KH halten. Bin dann selbständig wieder Heim, zum HA und der hat mich direkt in ein anderes KH überwiesen, die dann nach einer Magenspiegelung und nem US sofort den OP vorbereitet hatten. Mir entwich leider ein Stein aus der Gallenblase.

Nun lebe ich seit 9 Jahren ohne und habe keinerlei Einschränkungen. Ich esse alles, ich trinke alles .. es geht prima ohne :-)
Die OP damals wurde Endoskopisch gemacht .. ich lag vllt. 7 Tage (genau weiß ich es nicht mehr). Heute erinnert mich nur ne kleine Narbe an das ganze, ansonsten leb ich wie zuvor!

Dir alles Liebe und Gute, packst das schon #klee

LG

Beitrag von lilalaus2000 19.05.11 - 09:49 Uhr

Hallo
ich bin die letzte Frau in der Familie die die Gallenblase noch hat (und meine Tochter natürlich)


Oma, Schwester und Mama berichten, dass es ihnen etwas übel wird, wenn sie sehr fett essen (wie eine Haxe oder ein Brot mit dick Schmalz drauf oder frittiertes das vor Fett nur so trieft)

Jedoch sonst haben sie keine Probleme und um ehrlich zu sein, würde mir von so extrem fetten Essen auch übel werden.


Habe keine Angst, es ist wirklich nicht so schlimm wie man oft befürchtet ;-)

Beitrag von wolke151181 19.05.11 - 11:12 Uhr

Hallo!

Ich habe meine Gallenblase letztes Jahr im Oktober aufgeben müssen.
Nach einigen Koliken in der Schwangerschaft wurde Ultraschall gemacht, und man stellte Gallensteine fest.
Es waren 21 Steine. Und die Gallenblase war entzündet.

Ich hatte gar keine Probleme. Auch nicht recht viel Schmerzen. Nach zwei Tagen durfte ich nach Hause. Die Schnitte sind verklebt worden, und sind jetzt fast gar nicht mehr zu sehen.

Einzig, wie schon beschrieben wurde, vertrage ich fettes Essen nicht mehr. Ich bekomme dann Bauchschneiden und Durchfall.

Lass es auf jeden Fall machen! Wenn du schon Koliken hast, wird es dir nach der OP definitiv besser gehen. Und die Gallenblase hat jetzt mit den Steinen sowieso ihre Funktion verloren und schadet eher dem Organismus.


Alles Gute,

Claudia

Beitrag von boehnchen1008 19.05.11 - 13:47 Uhr

Huhu!
Meine OP ist jetzt 6 Jahre her. Ich habe keine Beschwerden und kann auch alles essen was ich will und mir schmeckt. Das einzigste, ich muß mit dem Alkohol vorsichtiger sein. Kann mich nicht mehr wer weiß wie betrinken ( mach ich eh nur selten, höchstens 1 bis 2 mal im Jahr), besser geht es, wenn ich vorher gut gegessen haben, dann vertrag ich mehr :-p . Aber ansonsten läuft mein Leben wie immer. Also, keine Angst vor einer OP und glaub mir, eine OP macht dein Leben sogar wieder lebenswerter. Ich bekomm lieber noch 6 Kinder, als noch mal eine Gallenkolik zu haben. ;-)

Beitrag von ichbins04 19.05.11 - 14:16 Uhr

hallo,

ich lebe nun schon 4 jahre ohne gallenblase. und das gut und ohne probleme :-)

die magenspiegelung vorab, war auch realtiv easy.. ich hab mich einfach kurz ausnocken lassen...

mein mann hat zugeschuat, was gemacht wurde ;-)

gruß