Darf die Kanzlerin Frau Merkel die Griechen als faul bezeichnen?

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Beitrag von petra33j 19.05.11 - 10:06 Uhr

Wieder einmal bemüht die angeschlagene Bundeskanzlerin populistisch das Bild von den "Faulen" im Süden...

***

chaos.....

Beitrag von josephine2003 19.05.11 - 10:22 Uhr

Genau wo hat die Bundeskanzlerin Südländer als faul diffamiert? (und damit meine ich nicht, was man/du interpretierst sondern wo wirklich diese konkrete Aussage ist).





Beitrag von petra33j 19.05.11 - 10:54 Uhr

Angela Merkel wärmt populistisch die Geschichte von den "faulen Griechen" auf, weitet aber ihre Vorwürfe nun aber auch auf Portugal und Spanien und "andere" aus.

steht doch dort....

Beitrag von die.kleine.hexe 19.05.11 - 11:07 Uhr

das kommt ja aber so auch nicht aus ihrem mund ;-)

Beitrag von james10 19.05.11 - 10:40 Uhr


ich habe merkels aussage in der sendung "hart aber fair" gehört.
erste empörungen darüber aus dem ausland kamen ja ruck zuck wie eine retourkutsche...

es zeigt, wie so oft und einmal mehr, dass sie absolut und in keinster weise weiss, wovon sie überhaupt redet.

Beitrag von nijinsky 19.05.11 - 10:59 Uhr

Na der link ist ja super!
Bisschen wenig Inhalt, bisschen zuviel von dem Populismus, den man Frau Merkel dort vorwirft.

Eigentlich hat sie das niedrige Renteneintrittsalter in Griechenland kritisiert, sowie die angeblich höhere Anzahl an Urlaubstagen.
Von faulen Griechen hab ich da nichts gehört oder gelesen, aber man hört ja immer, was man hören will, nicht wahr?

nij

Beitrag von sarahg0709 19.05.11 - 11:11 Uhr

Hallo,

die Deutschen sollen mit 67 in Rente gehen, während in anderen Ländern die Leute das Renteneintrittsalter nicht erhöht werden soll.

Dass das eine Diskrepanz ist, kann man sehen. Das und nichts anderes haben Merkel und Westerwelle moniert.

Die Hand aufhalten, aber so weitermachen, wie bisher, ist für mich eigentlich nicht in Ordnung.


LG

Beitrag von james10 19.05.11 - 11:31 Uhr


Da muß man aber mal die Fakten sehen.

Das Renteneintrittsalter liegt in Deutschland bei 67 und soll auf 69 angehoben werden. Aber warum?
Nicht etwa, weil die Leute immer älter werden. Das versucht uns die Politik so zu verkaufen.
Fakt ist, wenn man vor dem Renteneintrittsalter in Rente geht, muß man Abstriche in Kauf nehmen.
Und falls irgendwann mal die 69 Jahre stehen sollten, wird es für allen noch schwerer, den vollen Rentenanspruch zu bekommen!
Darauf spekuliert die Politik. Immer schön privat für die eigene Rente vorsorgen, denn vom Staat gibt es nichts...

Tatsache ist auch, dass das tatsächliche Alter, in dem die Leute in Rente gehen, sowohl in Deutschland, als auch Griechenland, bei knapp unter 62 liegt...

Was das "Hand aufhalten" betrifft, so bezieht sich dies wohl nicht auf das griechische Volk. Vielmehr ist es das Bankensystem.

Was soll Merkel also anderes machen/sagen?
Anstatt Rückrat zu beweisen und die Geldschleusen zu schließen, pumpt man mehr und mehr Gelder in das Faß ohne Boden - um die deutschen Banken zu retten...
Und weil sie immer nur gepumpt und gepumpt hat und es kein wirkliches Zurück - ohne Schaden - gibt, muß die Politik ihren Weg verargumentieren.

Doch wenn man mit dem Rücken zur Wand steht, greift man manchmal auch andere an oder gibt Halbwahrheiten von sich, wie es ja zuletzt in der Politik auch immer mal wieder der Fall war.

Das Volk ist ja so ungebildet - dem kann man ja auch noch ein G (riechenland) für ein D (eutschland) vormachen ;-)

Aber eins steht auch fest:
Deutschland wird die Welt nicht retten können.

(nein, bin kein Verschwörungstheoretiker, sonder ein normal, kritisch denkender Bürger.)



Beitrag von telefon-mann 19.05.11 - 11:52 Uhr

"Die Hand aufhalten,"

Wer genau hält denn da die Hand auf?!??

Die griechischen Bürger oder doch vielmehr die griechischen und europäischen Banken?

Was manche Leute immer noch nicht rallen, das ist keine Euro- oder Griechenlandrettungsaktion sondern v.a. eine erneute Bankenrettung.

Beitrag von marada 19.05.11 - 13:15 Uhr

So ist es.

Beitrag von seelenspiegel 19.05.11 - 11:49 Uhr

Hier nur ein dümmliches Zitat einzustellen, das in keinster Weise den Fakten entspricht, und selbst dazu keine Stellung zu nehmen finde ich unter aller Kanone von Dir !!!

Blauer Stift !

Beitrag von fred_kotelett 19.05.11 - 12:07 Uhr

Komm, bei aller Liebe.
Ja der Beitrag ist polemisch und blöd, aber bitte fangt nicht auch noch im Politikforum mit dieser Unsitte des blauen Stiftes an.

Beitrag von nijinsky 19.05.11 - 12:14 Uhr

Ja, ich finde das auch bescheuert, hier zu STIFTELN
#huepf

Beitrag von seelenspiegel 19.05.11 - 12:19 Uhr

Normalerweise würde ich Dir zustimmen, da ich grundsätzlich auch GEGEN Zensur bin, egal wie blödsinnig der Beitrag auch erst mal sein mag.

So einen Mist als Link hier reinzustellen und dann nicht mal die eigene Sichtweise zu kommentieren....nein....DAFÜR habe ich dann allerdings KEIN Verständnis und habe keine Probleme damit, wenn sowas gelöscht wird.

Beitrag von nijinsky 19.05.11 - 12:23 Uhr

... nur hat das Ausblenden von Beiträgen durch Nutzer nichts, aber auch gar nichts mit dem Begriff "Zensur" zu tun, gell?

grtz
nij

Beitrag von seelenspiegel 19.05.11 - 12:47 Uhr

Zensur bedeutet grundsätzlich erst einmal das kontrollieren von Veröffentlichungen bzw. "Informationskontrolle".....noch rein ohne jegliche Wertung. So what?

Dass es mittlerweile politisch geprägt ist, ändert daran erst mal rein gar nichts.

Beitrag von nijinsky 19.05.11 - 13:01 Uhr

Wenn die Mehrheit meiner Familie der Meinung ist, dass der Bayernkurier in unserer Wohnung nichts zu suchen hat, ist das dann Zensur?
Ich denke nein.

Dem/der TE steht es doch frei, ihre/seine Meinung irgendwo zu äußern, von daher sehe ich in dem Fall mitnichten Zensur.

Beitrag von seelenspiegel 19.05.11 - 13:16 Uhr

Jetzt redest Du ein kleines bisserl´ Unsinn. :-) *schmunzelt*

Natürlich steht es dem TE frei seine/ihre Meinung zu äußern....aber genau DAS macht er/sie ja nicht, sondern stellt nur kommentarlos einen Link auf eine recht zweiffelhafte Quelle.

Zudem hat Dein Beispiel mit dem "Bayernkurier" tatsächlich nichts mit Zensur zu tun....ist als Beispiel in dem Fall aber auch gänzlich ungeeignet, weil es bei Zensur um etwas von aussen "aufgezwungenes" geht, das der Betreffende selbst nicht beeinflussen kann.

Beitrag von fred_kotelett 19.05.11 - 13:25 Uhr

Auch das ist nicht ganz korrekt.

Zensur ist per Definition ein politisches Verfahren um Inhalte zu kontrollieren.
hierbei ist es zunächst unerheblich ob es sich um öffentliche oder privat verbreitete Inhalte handelt.

Jetzt kann man sich beim Beispiel des Bayernkuriers an dem Ausdruck "politisches Verfaahren" stoßen.

Hier ist es jedoch hilfreich sich einmal vor Augen zu führen was Politik ist.
Politik „bezeichnet jegliche Art der Einflussnahme und Gestaltung sowie die Durchsetzung von Forderungen und Zielen, sei es in privaten oder öffentlichen Bereichen.“

Somit ist das nichtzulassen eines gewisen Mediums im eigenen Haushalt gemäß Definition durchaus Zensur.

Aber anyway, hier sieht man mal weider warum ich gegen den blauen Stift bin. Ohne den Eröffnungsthread wären wir doch nicht dazugekommen uns jetzt hier so schön sinnbefreit über Zensur zu unterhalten.

VG

Beitrag von nijinsky 19.05.11 - 13:31 Uhr

Wir reden über das gleiche.
Ob der Inhalt des postings der TE nun toll war.. ich denke, da sind wir beide der Meinung, dass er das nicht war.
Wenn dieser Beitrag also ausgeblendet wird, weil mehrere User das hier nicht sehen wollen, ist das trotzdem keine Zensur, denn die TE kann ihre Meinung ja nach wie vor frei äußern :-)

"Zensur" wäre für mich das Unterbinden dieser Äußerungen in der Öffentlichkeit, nicht nur in einem unbedeutenden Internetforum.
Damit hat der "blaue Stift" hier nichts zu tun und nur auf dieses Detail wollte ich abheben.

grtz
nij

Beitrag von fred_kotelett 19.05.11 - 12:29 Uhr

Das kannst du natürlich gerne so sehen.

Ich hingegen finde gerade den Vorteil dieses Unterforums, ds bei offensichtlichen Schwachsinnsbeiträgen in der Regel relativ fundiert dagen argumentiert wird. Daraus haben sich in der Vergangenheit ja auch schon interessante Diskussionen entwickelt.

Ich muss jedoch auch eingestehen, das ich generell kein Fan des blauen Stiftes bin und diesen auch generell nicht verwende.
Mir war schon in den Zeiten vor dem blauen Stift diese ewige Petzerei im Intern total zuwieder.

VG

Beitrag von marada 19.05.11 - 13:07 Uhr

Die Griechen sind nicht faul, sollen aber durch die ganzen Kürzungen die Schulden der Banken aus der Bankenkrise bezahlen, wie all die Bürger aus Europa ebenso. Es sind nicht die Schulden der "Normal"bürger. Irgendwann wird auch Europa erwachen und die wahren Schuldner erkennen und sich weigern deren Schulden zu zahlen.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,763385,00.html

mfg Marada

Beitrag von liki 19.05.11 - 20:25 Uhr

So ist es. Ganz bitter :-(

Liebe Grüße, Liki

Beitrag von zeitblom 19.05.11 - 14:00 Uhr

Es ist tatsaechlich deprimierend, dass ich mir denke: wenn schon einen CDU-Kanzler, dann doch lieber Kohl! Immerhin war er ein ueberzeugter Europaeer und keine Provinznudel.... aber wahrscheinlich ist es auch nur der Geist der Zeit....

Beitrag von nijinsky 19.05.11 - 14:17 Uhr

aber die Aussage ist doch ein bisschen dünn.
Der gute Kohl nicht provinziell? Nicht nur Bitburg lässt grüßen...