Kündigungsfrist bei 400 Euro Job?

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Beitrag von diana1608 19.05.11 - 12:13 Uhr

Hallo, ich bin auf 400 Euro angestellt und habe eine Zusage für eine Teilzeitbeschäftigung zum 01.06.2011 bekommen.
Ich habe keinen Arbeitsvertrag, bekomme keinen Urlaub bezahlt und auch keine Kranktage.
Nun meine Frage: Muss ich eine Kündigungsfrist beachten?

Das Arbeitsverhältnis besteht seit 09/2010. Versprechungen, dass sie mich in Teilzeit übernehmen werden, konnten nicht gehalten werden, mit der Chefin ist abgesprochen, dass ich mich anderweitig bewerbe.

Wie soll ich nun vorgehen?

Gruß Diana

Beitrag von johanna1972 19.05.11 - 12:18 Uhr

Hallo Diana,

auch bei einem 400 Euro Job hast Du die gesetzliche Kündigungsfrist. In der Probezeit 14 Tage und danach 4 Wochen zum Monatsende. Zumindest haben das meine Angestellten und es steht auch so bei denen im Vertrag.

Dein AG muss sich ja auch nach jemand neuem umsehen, da kannst Du nicht von heute auf morgen gehen - dir wäre es doch auch nicht recht wenn er von heute auf morgen deinen Vertrag kündigt.

Ansonsten suche das Gespräch mit Deinen AG und versucht Euch zu einigen. Bei mir ist es z. B. so, dass meine MA kündigen wenn sie einen Teilzeitjob annehmen und dann nicht mehr kommen - bekommen natürlich auch kein Geld, so wird die Kündigungsfrist eingehalten. Du kannst ja einen Minijob ausüben wenn Du eine Teilzeitbeschäftigung hast - wenn sich die Arbeitszeiten nicht überschneiden wäre das vielleicht eine Alternative.

LG Johanna

Beitrag von lichtchen67 19.05.11 - 12:23 Uhr

Wo kein Vertrag ist keine Vertragsgrundlage oder nicht #kratz?

mein gesunder Menschenverstand würde sagen, einfach kündigen zum 31.5.2011.

Lichtchen

Beitrag von johanna1972 19.05.11 - 12:27 Uhr

#kratz auch ein mündlicher Vertrag gilt!

Hier auch nochmal ein Gesetzestext von der Minijob Zentrale:

http://www.minijob-zentrale.de/nn_10152/DE/2__AG/8__arbeitsrecht/6__K_C3_BCndigungsschutz/Navigationsknoten.html?__nnn=true

Beitrag von windsbraut69 19.05.11 - 12:46 Uhr

Es gibt einen mündlichen Vertrag.

Gruß,

W

Beitrag von goldtaube 19.05.11 - 13:08 Uhr

Es gibt einen mündlichen Vertrag. Und dafür wiederum gibt es die gesetzlichen Fristen.

Beitrag von demy 19.05.11 - 12:38 Uhr

Hallo,
ein Arbeitgeber, der sich nicht an gesetzliche Grundlagen und Hauptpflichten hält und meint keinen gesetzlich zustehenden Urlaub zu gewähren, oder die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall einzuhalten, bei dem würde ich auf gesetzliche Pflichten was husten.

Schreib deine Kündigung zum 31.05.11 und wenn er rummosert und nicht aktzeptiert sagst du,
klar kein Problem, zahle du mir meinen Urlaub und Krankheit und ich halte mich an Kündigungsfristen.

Wie gesagt, ich würde auf die Kündigungsfrist pfeifen.

Ist zwar nicht der ultimative Tipp, aber der AG ist in der deutlich schlechteren Position.

Gruß
Demy

Beitrag von lichtchen67 19.05.11 - 13:34 Uhr

Ja, so dachte ich mir das auch #kratz. Vor allem.... wenn sie nicht hingeht, wird sie nicht bezahlt, zur Not eben so.

Lichtchen

Beitrag von susannea 19.05.11 - 14:29 Uhr

Ich würde einfach den Urlaub dann in dem Falle nehmen ;)

Beitrag von goldtaube 19.05.11 - 13:09 Uhr

Du hast einen mündlichen Vertrag.
Wenn es keinen schriftlichen Vertrag gibt und auch kein Tarifvertrag gilt, gelten die gesetzlichen Kündigungsfristen. Diese lauten bei einer Kündigung durch den Arbeitnehmer: 4 Wochen zum 15. oder zum Monatsende bzw. in der Probezeit: 2 Wochen
http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__622.html