An die Schwangeren über 34 Jahre

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von ki-si 19.05.11 - 12:24 Uhr

Hallo Ihrs!

Ich bin 34 Jahre jung und werde bei der Entbindung 35 sein, somit gehöre ich zur "Risikogruppe".
Am Dienstag hatte ich ein Gespräch mit Thema Humangenetik. Hier wurde der Stammbaum des Kindsvater und auch mein Stammbaum auf Krankheiten geprüft. Alles supi, alle gesund. Somit ist ein Risiko von 1:2XX (die Zahl weiß ich nicht mehr genau, aber es waren 0,5%) das irgendwas nicht stimmt.

Thema war nun, ob eine Nackenfaltentransparenzuntersuchung durchgeführt werden soll. Ich habe erst mal zugestimmt und einen Termin für nächste Woche Donnerstag bekommen.

Nun bin ich aber wieder verunsichtert, ist das vielleicht doch nur geldschneiderei? Ich meine der Spaß kostet mal eben 230 Euro, natürlich möchte im am Kind nicht sparen, aber skeptisch bin ich doch. Zumal letztendlich hat man trotzdem keine 100%ige Sicherheit - die hat man nie.

Ich finde es auch blöde, das die Untersuchung zu einem Zeitpunkt gemacht werden muß, wo eben auch noch ein erhöhtes FG Risiko vorliegt. Lt. meiner Ärztin verringert sich das Risiko erst in der 14 Woche (also die tatsächliche 12 Schwangerschaftswoche), der Ultraschall aber wird in der 12 Woche gemacht.

Ich für mich persönlich kann mir aber auch ein Leben mit einem Kind mit starker Behinderung nicht vorstellen, ich würde das weder physisch noch psychisch stemmen können, ich komme schon nicht damit klar fremde Kinder mit Behinderungen zu sehen. Und ich denke dabei auch nicht nur an mich, sondern auch an das Kind. Es würde viele schlimme Dinge durchmachen müssen.

Meine Frage: Wie sieht es bei Euch aus, welche Einstellung habt ihr und werdet ihr diese Untersuchung machen?

Beitrag von 1973sonja 19.05.11 - 12:31 Uhr

Hallo,

ja, das ist ein schwieriges Thema.
Ich bin 38 Jahre alt, und mit Zwillingen schwanger. Habe schon eine Tochter, die bald zwei wird.

Ich habe in beiden SS die Nackenfaltenmessung machen lassen. Es hat mich einfach beruhigt. Klar, es ist keine 100 %-ige Sicherheit, aber man hat doch einen Anhaltspunkt.

Bei der ersten SS hatte ich die Werte einer 15-jährigen, alles super. Meine Tochter kam kerngesund auf die Welt.

JEtzt, bei der zweiten SS waren die Werte noch besser, bessere Werte gibt es lt. der Ärztin gar nicht. Den zweiten großen Ultraschall hab ich auch dort im Pränatalzentrum machen lassen. Es gab keine Anhaltspunkte dafür, daß eins der Kinder krank sein könnte.

Es sind nur Statistiken, aber ich würde es immer wieder machen.

Aber wieso bezahlst Du 230 Euro? Das habe ich für meine Zwillis auch bezahlt. Für ein Kind habe ich "nur" 170 Euro bezahlt.
Habe allerdings eine Zusatzversicherung, die den Großteil davon zurückbezahlt hat.

Mir wäre es das aber trotzdem wert gewesen.

Die Entscheidung mußt Du letztendlich treffen, und ob es Geldschneiderei ist, kann ich nicht beurteilen.

Mir hat es zumindest geholfen.

Alles Gute für Dich und Deine SS!

LG Sonja

Beitrag von yulunga 19.05.11 - 12:45 Uhr

Hallo!

Ich bin zwar noch nicht in der sogenannten "Risikogruppe", aber antworte dir trotzdem mal.

Die NFM gibt dir lediglich eine Wahrscheinlichkeit an und noch lange keine Sicherheit. Wie beunruhigt wärst du, wenn du weißt, dass das Risiko, ein behindertes Kind zu bekommen, in deinem Fall evtl. etwas erhöht ist? Oder das es zwar unterdurchschnittlich ist, aber natürlich auch bei einer Chance von 1:1000 gerade du Pech haben kannst.

Wenn du wirklich so entschlossen bist und du für dich entschieden hast, dass für dich ein Kind mit Chromosomenschäden nicht denkbar ist, solltest du mit deiner Ärztin über andere Diagnosemöglichkeiten sprechen (Fruchtwasseruntersuchung oder Chondriozettenbiopsie... - da kenne ich mich nicht aus). Dann hast du wenigstens die Gewissheit, wenn ein Schaden vorliegt.

Trotzdem solltest du aber immer bedenken, dass auch bei der Geburt oder selbst im Kindergarten- oder Schulalter noch etwas passieren kann. Zudem gibt es auch viele andere Krankheiten, die man nicht vorher diagnostizieren kann. Es kann dich also auch anderweitig treffen, eine 100%ige Sicherheit/ Garantie wirst du nie haben.

Viel Glück.

Beitrag von nana14 19.05.11 - 12:46 Uhr

Hallo,
ich bin in der 13 SS und bei der Entbindung 38' . Habe heute meinen 2 wöchigen FA Termin gehabt. Das Ersttrimesterscreening wurde heute ebenfalls durchgeführt. Mein FA hat sich viel Zeit genommen und mir alles genauestens erkärt. Mein Bauchmäuschen ist gesund und munter .Und die Nackenfaltenuntersuchung wurde gleich mitgemacht . 1,9cm wurden gemessen . Ich war sehr erleichert Bisher alles prima und ich geniesse meine Schwangerschaft mit meinem 5,9cm grossen Bauchmäuschen jetzt noch mehr. Ich habe allerdings 104,00 EUR gezahlt. Aber ich würde immer wieder zu solch einer spezial U raten !
Gruss Nana

Beitrag von littlecreek 19.05.11 - 12:53 Uhr

Hallo ki-si,

also ich bin in der 8ten Woche und werde nächsten Donnerstag 40.
Mein Mann und ich warten schon sehr lange auf dieses Kind und genauso lange denken wir darüber nach, welche Diagnostik für uns in Frage kommt und welche nicht. Dabei spielt die Geldfrage für uns keinerlei Rolle, sondern allein die Frage über Sinn oder nicht Sinn einer solchen Untersuchung.
Da es letztendlich so ist, das die Fehlerquote nicht unwesentlich ist und die Tatsache, dass in unsere beider Familien lediglich ein behindertes Kind auf Generationen kommt (und da wurde bei der Geburt gepfutscht - Sauerstoffmangel - das Kind war vorher vollkommen in Ordnung) und die Tatsache, dass unsere 4 Söhne und wir selbst kerngesund sind bis auf eine Allergie sind wir zu dem Schluß gekommen, dass außer dem normalen Ultraschall nichts anderes gemacht wird. Kein Tripletest. Keine Biopsie, keine FWU und auch keine Nackenfaltenmessung. Punkt.
Aber letztendlich ist das nur eine persönliche Meinung. Es gibt sicher 1000 andere, die es anders machen würden.
Letzten Endes wirst Du selbst es am Besten wissen, was Dir, Deinem Partner und Eurem Baby gut tut.

Alle Liebe, Littlecreek

Beitrag von kacsili 19.05.11 - 13:16 Uhr

Ich bin auch 34, bei der Geburt aber auch grade noch.
Ich werde keine weiteren Untersuchungen als die normalen machen lassen.
Die Frage ist nämlich die: was fängst du mit einem Ergebnis an?

Erstmal sind es nur Statisktiken und wenn die Statistik schlecht wäre, müsstest du eigentlich logischerweise eine Fruchtwasseruntersuchung machen lassen, um abzuklären, ob wirklich was mit dem Kind ist.
Ich hab mir sagen lassen, dass das Ergebnis dieser Statistik so ca. 3 Wochen dauern wird. Danach stünden dann noch die weiterführenden Untersuchungen an. Und dann erfährst du vll. irgendwann in der 16. oder 18. SSW, dass dein Kind einen Schaden haben könnte. Und dann??????

In letzter Konsequenz müsstest du dein Kind dann zu diesem Zeitpunkt abtreiben!

Da ich so eine Entscheidung nie treffen könnte, erübrigen sich für mich die ganzen Untersuchungen. Ich bin noch nicht sooo alt, gesund, die komplette Familie beiderseits auch, hab eine gesunde Tochter und hoffe einfach, dass es diesmal genauso wird.

Vielleicht konnte ich Dir ja weiterhelfen...

LG, kacsili

Beitrag von jefferson 19.05.11 - 13:21 Uhr

Hi,

ich bin auch noch 34 und werde zum ET 35 sein. Habe heute meinen MuPass bekommen und er hat mich NICHT als risikoschwanger eingestuft, weil familiär nichts an Erbkrankheiten vorliegt und er sagt, das ist alles sowieso gar nicht mehr so wie früher. Er schickt mich dann im Juni zur NFM mit Ersttrimestertest, aber rät von allem anderen ab, sofern da die Ergebniss okay sind. Diese Untersuchung ist für mich kostenfrei soweit ich weiß.

Den Link hier habe ich bekommen mit allen wichtigen Infos, es ist der letzte Flyer "Pränataldiagnostik - Beratung, Methoden und Hilfen"

http://www.bzga.de/infomaterialien/familienplanung/?ab=10

Gruß
Jefferson