wegen Verhalten am Tisch - wie setzt ihr die Regeln durch?

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Beitrag von binnurich 19.05.11 - 16:02 Uhr

Hallo,
in Anlehnung an die Diskussion von unten frage ich mich: wie setzt ihr die Regeln durch?

Gegen unarten wie rumklapsen oder unflätiges Verhalten fällt mir schlimmstenfalls der Verweis vom Tisch ein - denn, da hat man ja scheinbar keinen Hunger.
Wenn ein Kind aber nicht lange am Tisch sitzen mag, scheint mir diese Sanktion auch wenig sinnvoll, da das Kind dann ja diese Möglichkeit nutzen könnte, um vorher den Tisch zu erlassen.

Ansonsten mag ich nicht die Mahlzeit hindurch mein Kind ständig reglementieren (muss ich auch nicht, da sie sich eigentlich gut benimmt)
Wenn sie aber am Abend wirklich mal müde ist, bin ich auch nicht streng.

Ich hab mich aber schon beim lesen gefragt, wie man so manche Regel durchsetzt: z. B. am Tisch wird nicht die Nase geputzt. Gerade zur Schnupfenzeit wird es dann aber sehr unruhig, wenn die einzelnen Familienmitglieder ständig zum schneuzen aufstehen und den Tisch verlassen, was sie aber wegen der Tischregeln ja eigentlich auch nicht dürfen.

Beitrag von harveypet 19.05.11 - 16:18 Uhr

Wenn ein Kind aber nicht lange am Tisch sitzen mag, scheint mir diese Sanktion auch wenig sinnvoll, da das Kind dann ja diese Möglichkeit nutzen könnte, um vorher den Tisch zu erlassen.


Das tut es ein oder zweimal denn wer aufsteht bekommt anschließend Nichts mehr und Hunger ist unangenehm.

Beitrag von binnurich 19.05.11 - 16:39 Uhr

hm... wie gesagt, ich hab mit meinem Kind am Tisch eigentlich noch nie Probleme gehabt, unsere Kämpfe fechten wir an anderen Fronten ;-)

aber bei mir gibt es im Hinblick auf erzieherische Maßnahmen zwei große Tabus:
- egal was auch passiert: Essen ist kein Mittel zur Erziehung weder im positiven noch im negativen Sinne (vermutlich wäre meine Strafe eher: allein in der Küche essen müssen)
- unter keinen Umständen streiche ich die gute Nacht geschichte bzw. das abendritual

Beitrag von harveypet 19.05.11 - 16:55 Uhr

ich sehe es so: wer vom Tisch aufsteht ist satt un dwre satt ist braucht später weder Schoki noch etwas anderes. Gern kann derjenige Obst essen

Beitrag von sarahg0709 19.05.11 - 17:30 Uhr

Hallo,

warum darf man sich nicht schnäuzen? Wenn mein Mann und ich was warmes essen, läuft uns immer die Nase. Dann stehen wir höchstens auf, wenn keine Taschentücher am Tisch liegen.

Schwierigkeiten mit den Regeln gibt es hier nicht. Wahrscheinlich, weil sie erfüllbar sind ohne viel Trara.


LG

Beitrag von ayshe 19.05.11 - 18:16 Uhr

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Schwierigkeiten mit den Regeln gibt es hier nicht. Wahrscheinlich, weil sie erfüllbar sind ohne viel Trara.
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Ich überlege auch echt die ganze Zeit, welche großartigen Probleme es bei uns gab.
Mit 7 oder auch schon mit 6 ist doch alles paletti.

Und als meine Tochter noch sehr klein war, habe ich manches sowieso nicht so eng gesehen, weil manches Verhalten eben auch zum Alter gehört.

Beitrag von ayshe 19.05.11 - 18:13 Uhr

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z. B. am Tisch wird nicht die Nase geputzt. Gerade zur Schnupfenzeit wird es dann aber sehr unruhig, wenn die einzelnen Familienmitglieder ständig zum schneuzen aufstehen und den Tisch verlassen, was sie aber wegen der Tischregeln ja eigentlich auch nicht dürfen.
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Ich putze dann meine Nase, na und?

Und eben, ich stehe doch dauernd auf und renne durch die Gegend.

Beitrag von harveypet 19.05.11 - 18:18 Uhr

es wird sich vom Tisch abgewendet und geschnäuzt.

Beitrag von ayshe 19.05.11 - 18:40 Uhr

Ja :-)

Beitrag von ayshe 19.05.11 - 18:19 Uhr

Ich bin etwas ratlos, was die Frage angeht und habe mich da sarahg0709 angeschlossen.


Was sind denn so schlimme Verhaltensweisen, daß man hart durchgreifen muß?

Ja, wir haben zwar auch die Regel, daß bei Tisch nicht in der Nase gebohrt wird.
Wenn meine Tochter es mit 4 oder 5 aber getan hat, habe ich es ihr gesagt und gut.
Über einiges habe ich hinweggesehen.

Jetzt mit 7 gibt es schon ewig nichts, was ein Problem wäre.

Beitrag von sarahg0709 19.05.11 - 18:38 Uhr

Hallo,

außerdem sollte das Essen nicht als Druckmittel benutzt werden, weder auf die Weise, "Du bleibst jetzt sitzen bis Du aufgegegessen hast", noch "Du darfst nicht weiter essen, weil Du Dich schlecht benommen hast".

Fördert m.E. nur krankhaftes Essverhalten.


LG

Beitrag von ayshe 19.05.11 - 18:41 Uhr

Sehe ich auch so.

Beitrag von zaubertroll1972 19.05.11 - 19:48 Uhr

Hallo,

man fängt ja klein an und da hat man die regeln eigentlich im Schulkindalter gut drin.
Mein Sohn stützt trotzdem häufig den Kopf mit der Hand. Aber ich sag` ihm das dann und gut ist es.
Nase putzen und sowas ist am Tisch für mich völlig okay. Ist mir lieber als wenn mein Sohn die Nase ständig hochzieht.

LG Z.

Beitrag von knutschkugel4 19.05.11 - 20:50 Uhr

also -wer bei uns rumhampelt und den kasper macht geht erst mal auf sein zimmer und kann sich überlegen -ob er noch essen möchte
nasen putzen- mein sohn hat heuschnupfen;-)-der würde dann ja gar nix mehr zu essen bekommen-klar darf man beim essen sich auch die nase putzen
ist doch besser-als wenn der schnotter auf den teller tropft;-);-);-)

da wird sich zur seite gedreht und gut ist


auch wenn den kleinen mal ein rülpser rausrutscht -mach ich noch kein drama drauss(sie sind vier)
bei den großen#schwitz-man merkt ja ob er so rausflutscht oder ob es gespielt ist;-)


lg dany

Beitrag von sequoia 19.05.11 - 20:52 Uhr

Ich glaube, das die Kinder am allermeisten auf die Eltern schauen. Da braucht bzw. kann man gar nicht so viel regeln, sie tuns ja dann doch - wie man selber.

Auch wenns mal grob zugeht (und dann kann ma ja immer noch was sagen) wenn die Eltern nicht wie die Neandertaler fressen, ergibt sich der Rest von alleine.

Wir haben nie viel geregelt und es sind trotzdem normale Esser aus unseren Kindern geworden.

Nicht schnäuzen am Tisch oder Brot mit Besteck essen find ich deppert und ich kann auch keinen Grund dafür erkennen. Man ist ja schließlich Mensch und wichtiger ist mir, das die Kinder gerne zu uns an den Tisch kommen und sich wohlfühlen.
Aber das sind dann oft die Familien, die auch niemals einen Pups lassen, und die Kinder glauben Eltern machen das gar nicht...

Grüße

Beitrag von knutschkugel4 19.05.11 - 20:55 Uhr

wir essen unser brot auch nicht mit messer und gabel;-)

Beitrag von sequoia 19.05.11 - 21:08 Uhr

Ich mein, was kommt als nächstes - nur sprechen, wenn man was gefragt wurde??? :-p

Grüße

Beitrag von knutschkugel4 19.05.11 - 21:49 Uhr

wäre eine möglichkeit#rofl-dann ist endlich mal ruhe am tisch;-)

Beitrag von kiki-2010 19.05.11 - 22:00 Uhr

Keine Nase putzen???? Oh, wo sind wir denn? Beim Dinner der Queen??? :-)

Und was für Regeln durchsetzen - wenn das Kind vernünftig von Anfang an die Tischmarnieren gelernt hat, dann muss man da nix "durchsetzen" oder Sanktionen walten lassen. Da wird ordentlich gegessen und fertig. Einige scheinen daraus ja eine Staatsaufgabe zu machen ;-)

lg

Beitrag von bine3002 19.05.11 - 23:44 Uhr

Meine Tochter habe ich am Tisch sehr sehr selten reglementiert. Ich habe irgendwann mal was über Erziehung bei Tisch gelesen, das mir irgendwie einleuchtete. Ich glaube es war von Jesper Juul oder so und ging in etwas so:

"Das Essen ist oft die einzige gemeinsame Zeit des Tages und man sollte sie nicht für die Erziehung verschwenden, sondern das Beisammensein genießen und das Essen zelebrieren. Man sollte den Tisch zu einem Ort machen, an dem die Familie gerne zusammenkommt und die Kinder sich wohl fühlen. Dann werden sie auch von sich aus lange dort bleiben."

Wir versuchen das so anzunehmen und wir Großen versuchen einfach gutes Benehmen vorzuleben. Klappt ganz gut.

Gegen Schneuzen am Tisch hat hier aber keiner was. Wir sind Allergiker und kämen gar nicht zum Essen, wenn wir ständig aufstehen müssten. Ich fühle mich davon auch nicht belästigt, außer es ist wirklich sehr übertrieben. Und sollte das so sein, kommentiere ich das mit einem "Also bitte ja?!?" und fertig. Es gibt keine Konsequenzen dafür. Ich glaube aber nicht, dass wir in einem Restaurant negativ aufallen. Im Gegenteil: Meine Tochter (4) fällt da eher positiv auf, weil sie sich benehmen kann.

Beitrag von liz 20.05.11 - 08:59 Uhr

Hallo!

Wer bei Tisch mit Essen oder Besteck spielt hat keinen Hunger mehr und da kommt der Teller auch weg.

Wer glaubt dass er ständig aufstehen kann, spielen und dann an den Tisch wieder Essen, hat Pech gehabt. Wer aufsteht ist fertig.

Wer bei Tisch heulen, streiten und kreischen möchte, ist ebenfalls vorerst fertig. Ich schicke meine dann zum bocken ins Zimmer. Wer sich beruhigt hat, kann wieder zurück kommen. Wenn aber alle fertig sind und der Tisch abgeräumt wird, gibts auch nichts mehr.

Wenn es heißt, Essen fertig, und eines meiner Kinder meint es muss noch spielen, ist das ok. Aber wenn alle fertig sind, wird abgeräumt und es gibt nichts mehr. Wer dann noch kommt und was will hat Pech.

Nase putzen wird bei uns am Tisch gemacht. Man dreht sich dann halt auf die Seite.

lg liz

Beitrag von robingoodfellow 20.05.11 - 09:46 Uhr

Wenn meine Söhne nur am rumblödeln sind dürfen sie im Gang vor dem Schuhschrank weiteressen.
Wenn sie aufstehen sind sie fertig mit essen, ausser sie müssen auf die Toilette natürlich.

Aber bis zum Ende sitzenbleiben müssen sie nur ganz selten.

Beitrag von suameztak 20.05.11 - 11:26 Uhr

Eltern als Vorbild, nicht erst im Schulalter mit "Regeln" anfangen, sondern den Kindern vermitteln, das dieses Verhalten "normal" ist. Das Übliche halt. Von den Kindern wird nichts verlangt, was wir nicht auch machen, wenn wir alleine Essen.


>Ich hab mich aber schon beim lesen gefragt, wie man so manche Regel durchsetzt: z. B. am Tisch wird nicht die Nase geputzt. Gerade zur Schnupfenzeit wird es dann aber sehr unruhig, wenn die einzelnen Familienmitglieder ständig zum schneuzen aufstehen und den Tisch verlassen, was sie aber wegen der Tischregeln ja eigentlich auch nicht dürfen. <

Diese Regel hat mein Sohn sogar von der Schule mitgebracht. Dort liegen die Papiertaschentücher vorne, die Kinder nehmen sich eins, putzen sich die Nase, schmeißen das Taschentuch in den Müll und waschen sich die Finger. Wenn das mit einer ganzen Schulklasse funktioniert (sogar im Winter), warum dann nicht auch am Familientisch?
Aufstehen darf man bei uns, wenn es einen Grund gibt.