Pferd wir morgen geschlachtet.....ich bin so traurig!

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Forum: Mein Tier & ich

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Beitrag von tauchmaus01 19.05.11 - 18:27 Uhr

Heute muß ich mir echt was von der Seele schreiben.
Morgen wird "mein" Pferd geschlachtet. Es ist so krank dass es wohl keinen Weg mehr gibt.
Ich bin auf ihm ein paar mal geritten, leider nicht so oft, aber ich wollte nur auf ihm reiten, sonst auf keinem. Hatte dann im November einen Bandscheibenvorfall und kann seitdem nicht mehr reiten.
Hatte so gehofft dass es vielleicht im Spätsommer wieder soweit sein könnte, aber nun.....

Ich bin so unheimlih traurig, ich kann es überhaupt nicht beschreiben wie sehr. Er ist ein so tolles Pferd.

Die Male wo ich ihn geritten haben waren wunderbar. Wir sind durch den Wald, die Wiesen.....selbst wenn ein Traktor vorbeiknatterte hat er nur einen lockeren Blick drauf geworfen.

Nun war es das mit dem Reiten. Ich denke kaum dass ich nochmal so eine Sympatie für ein Pferd haben werde, kaum zu toppen.

Ich weiß nicht wie das abläuft wenn ein Pferd geschlachtet wird, ich hoffe nur inständig dass er nicht so leiden braucht.

Morgen bin ich die traurigste Mona hier bei Urbia, ab diesem Moment......

Machs gut mein Dicker, Du warst meine erste große Pferdeliebe auch wenn wir nur wenige Stunden miteinander hatte....:-(
Ich hoffe dass es doch sowas wie einen Tierhimmel gibt, jedenfalls tief in meiner Fantasie und da wünsch ich Dir morgen einen riesen Haufen Äpfel und Karotten hin.

Mona

Beitrag von anarchie 19.05.11 - 18:37 Uhr

Oh nein....das arme Pferd:-(

Aber warum schlachten????

mein Pferd wird NEVER geschlachtet...#nanana
ich finde das fies, das Pferd riecht ja im schlachthof Blut und Angst...nicht schön!

Der Boltzenschuss an sich ist gut gemacht aber nicht arg fürs Pferd..das macht Peng und es ist vorbei.
da fand ich das Einschläfern schlimmer...aber das war zuhause und es ist in meinem Arm gestorben..

hast mein ganzes Mitgefühl...

lg

melanie mit einm Pferd im herzen und einem im Stall(da auch schon 20 wird#schwitz)

Beitrag von germany 19.05.11 - 19:14 Uhr

Das tut mir so leid für dich! Als ich 13 war wurde mein Pony eingeschläfert und ich denke heute noch ständig an ihn. Am 1.06. ist er genau 11 Jahre tod und leicht ist es noch immer nicht. Ich denke Morgen an dich.






lG Franzi mit Felix tief im Herzen *5.05.1979-1.06.2000



P.s. Ich glaube das es einen Tierhimmel gibt. Meine Hündin Whity ist dort und Felix und die warten auf "deinen" Süßen und passen auf ihn auf.#liebdrueck

Beitrag von klumpfussindianer 19.05.11 - 19:48 Uhr

Hut ab für die schwere Entscheidung das Pferd auf diese Weise sterben zu lassen. Und mein Beileid einen guten Freund zu verlieren.

In meinen Augen ist schlachten immer der humanere Weg einem Pferdeleben, was nicht mehr gelebt werden kann, zu beenden.

Beitrag von windsbraut69 20.05.11 - 08:18 Uhr

"In meinen Augen ist schlachten immer der humanere Weg einem Pferdeleben, was nicht mehr gelebt werden kann, zu beenden. "

Leider ist es nicht immer der humanere Weg.
Hofschlachtungen in gewohnter Umgebung sind ja m. W. so gut wie unmöglich.

Gruß,

W

Beitrag von anarchie 20.05.11 - 09:07 Uhr

Leider ist es nicht immer der humanere Weg.
Hofschlachtungen in gewohnter Umgebung sind ja m. W. so gut wie unmöglich.
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Eben, deswegen käme es für moch nicht in Frage...

Beitrag von klumpfussindianer 20.05.11 - 09:24 Uhr

War mir klar das du immer dagegen wetterst................ich weiss nicht ob du in deinem realen Leben ziemlich frustriert bist, aber es liest sich immer so. Hauptsache dagegen oder halt eben einfacher Fall von Tastenpiraterie.

Ich habe so einige Pferde in meinem Leben gehen sehen. Und alle haben einen Bolzenschuss bekommen. Und das weil der Schlachter direkt nebenan war und rüberkam. Aberholt hat sie natürlich der Abdecker. Trotzdem war es immer schlachten.

Euthanasien beim Pferd welches ein Fluchttier ist, sind quälerei. Na was macht ein Pferd das gegen seinen Willen einschläft????

Beitrag von anarchie 20.05.11 - 10:20 Uhr

Hm...

ich wollte meinen Araber auch gerne schlachten lassen(weil ich Bolzenschuss eben auch besser finde...) . aber das war auf dem Hof nicht möglich, er hätte in eine Schlachterei gemusst - und DAS kam nicht in Frage.

Wenn es auf dem Hof hätte geschlachtet werden können, wäre das auch mein "Ende der Wahl" gewesen...aber diese Option hatten wir hier nicht(bei keinem der vielen Pferde, die ich in fast 25 Reiterjahren habe gehen sehen..)

lg

melanie

Beitrag von windsbraut69 20.05.11 - 16:21 Uhr

Sag mal, drehst Du noch ganz rund?

Ich hab völlig sachlich geantwortet und meine Meinung kund getan, was Dir nicht möglich scheint.

Wie gesagt, leider ist die von Euch praktizierte Lösung nicht so einfach möglich, dazu gab es hier auch vor kurzem gerade einen Beitrag.

Ich versichere Dir, dass die beiden Pferde, die wir hier auf dem Hof haben einschläfern lassen, keine Panik hatten und nicht unnötig gequält wurden.
Die kannten sowohl den Tierarzt sehr gut, als auch den engen Menschenkontakt und hatten in ihrem Leben auch schon die eine oder andere tierquälerische Sedation hinter sich.

Gruß,

W

Beitrag von klumpfussindianer 20.05.11 - 19:54 Uhr

Es ist einfach nur auffällig, generell wetterst du dagegen, weisst alles besser und bist sowieso die Weise auf dem Thron.

Und ja ich drehe rund, bei dir sind allerdings mehr als nur ein paar Schrauben locker.

Beitrag von henkelbecher 19.05.11 - 20:04 Uhr

Hallo Du,

Auch mein tiefstes Mitgefühl!

Warum kommt er denn zu Metzger wenn ich fragen darf?
Das ist übrigens dir humanere Entscheidung, als einschläfern zu lassen...
Ich war schon dabei wenn Pferde eingeschläfert wurden, und sie 4x nachspritzen mussten weil es nicht richtig dosiert wurde... Und DAS ist eine Qual!

In meiner Arbeit hat es erst vor 2 Wochen auch ein sehr tapferer Kerl nach einer schweren Kolik nicht mehr geschafft. Aber was soll ich sagen, das Leben geht weiter, und auch du wirst (vorausgesetzt du möchtest es) wieder ein Pferd finden das du genauso gern und lieb hast wie dieses.

Das ist nunmal der Lauf der Dinge und leider ein Stück weit "absehbar" das so etwas passiert!


Ich wünsch Dir trotzdem alles gute und viel viel Kraft, ich weiß wie schlimm so etwas ist!!

Lg

Beitrag von tauchmaus01 19.05.11 - 20:16 Uhr

Ich denke er wird geschlachtet weil seine Halterin eben auch nicht möchte das er sich quält. Er ist die Ruhe in Person und ich bin mir sicher dass ihn auch morgen so leicht nichts aus der RUhe bringen wird. Ich hoffe es jedenfalls.

Mona

Beitrag von henkelbecher 19.05.11 - 20:51 Uhr

ja, aber was fehlt ihm?

Beitrag von tauchmaus01 19.05.11 - 21:04 Uhr

Ich hab es heute erst erfahren und ich war so geschockt, ich habe gar nicht gefragt.#kratz#klatsch

Beitrag von alpenbaby711 19.05.11 - 20:26 Uhr

Ich wünsche dir trotzdem alles gute und weiß wie du dich fühlst. Bei Urbia darf man aber sowas fast nicht schreiben weil hier kriegste mächtig Haue wenn du dich traust sowas zu schreiben.
Hatte ich auch schon. Hier gibts total intolerante Menschen die gleichen nen Koller kriegen wenn du das Pferd nicht bis zum normalen Tod mit Medis vollpumpst.
ela

Beitrag von tauchmaus01 19.05.11 - 20:30 Uhr

Er ist nicht mein Eigentum, ich habe darauf eh keinen Einfluß. Aber ich bin der Meinung dass Tiere sich nicht aus menschlichem Egoismus quälen müßen.
Wenn ein Tier kein normales Leben mehr führen kann, dann ist es Zeit sich zu trennen.

Mona

Beitrag von alpenbaby711 19.05.11 - 21:03 Uhr

Der Meinung bin ich auch aber hier hab ich am eignen Leib schon erlebt wie sich die Menschen verhalten wenn man eben nicht so denkt wie sie. Glaub mir hier gibts richtige Ekel die damit nicht umgehen können.
ela

Beitrag von windsbraut69 20.05.11 - 08:21 Uhr

Jetzt verdreh mal keine Tatsachen.
Ihr habt illegal selbst geschlachtet und eine Notschlachtung selbst deklariert, ohne auch nur einmal einen Tierarzt das "gerettete Gnadenpferd" untersuchen zu lassen.

Ich gehe mal davon aus, dass Tauchmaus nicht selbst Hand anlegt, weil sie zufällig ein Bolzenschußgerät zur Hand hat.

Beitrag von alpenbaby711 20.05.11 - 08:27 Uhr

Sicherlich legt Tauchmaus nicht selbst Hand an, aber mit dir streite ich ganz sicher nicht über das alte Thema weil du so oder so deine Meinung hast. Und die lasse ich dir auch.
Ela

Beitrag von windsbraut69 20.05.11 - 16:25 Uhr

Das ist nicht meine Meinung, sondern geltendes Tierschutzrecht.

Beitrag von alpenbaby711 20.05.11 - 19:41 Uhr

Pech nur das nicht alles so verboten gewesen ist wie du noch immer der Meinung bist.
Aber Ok ich wünsche dir ein schönes Wochenende und weiter werde ich mich nciht mehr dazu äußern.
Ela

Beitrag von tauchmaus01 20.05.11 - 11:31 Uhr

#schock Niemals würde ich als Laie eines der mir ans Herz gewachsene Tiere selber schlachten. Dafür sollte ein Fachmann her, entweder der Tierarzt oder der Schlachter eben.
Und ich lasse meine Tiere dann gehen wenn sie sich hoffnungslos quälen, ohne tierärtlichem Rat sowieso nicht.

Abgesehen davon würde ich sicher nicht mal so ein Bolzenschussgerät mit der Fingerspitze berühren.

Mona

Beitrag von windsbraut69 20.05.11 - 16:24 Uhr

Du, bis zu Alpenbabys Beitrag vor kurzen, indem sie genau DAS geschildert hat, habe ich eigentlich vorausgesetzt, dass kein normaler Mensch und Tierfreund einfach mal nach Feierabend sein Pferd schlachtet, weil er es für unheilbar krank hält.....ABER es gibt nix, was es nicht gibt!

Wir sind uns völlig einig, dass kein Tier unnötig leiden soll (wobei es immer wieder schwer ist, diese Entscheidung zu treffen), ABER ich würde mir nicht anmaßen, ohne Hinzuziehen eines Artes zu beurteilen, warum ein Pferd festliegt und ob das ein Grund fürs Notschlachten ist.


Alles Gute,

W

Beitrag von flamingoduck 20.05.11 - 10:57 Uhr

Hallo Mona,

zuerst fühl Dich umarmt und von mir auch tiefstes Beileid zum Verlust Deines Pferdes.

Das Pferd wird Dich und deine Behandlung in guter Erinnerung haben - denke immer daran.

Und was manche Meinungen betrifft: gerade Du bist hier im Forum sehr bekannt als Tierliebhaberin, die stets anderen Usern mit Rat und Tat zur Seite steht und auch mal (zurecht) ermahnt, was gewisse Haltungsmöglichkeiten betrifft.

Zudem ist es hier nicht nur Deine Entscheidung, sondern auch die des Besitzers.
Für das Pferd ist es ein schneller Tod und durchaus angenehmer, als wenn sich das arme Tier mit schmerzen und Medikamenten quält.

Ich vertrete auch deine meinung, dass man ein Tier nicht unnötig mit Medikamenten quälen muss nur des eigenen "Egoismus" wegen.

Meine Freundin hatte einen lieben, dicken, gutmütigen schwarzen Kater.
Schon etwas älter (Katzenopa) aber noch nicht steinalt und klapprig.
Der alte Mann lag stets auf seiner sonnigen Fensterbank in einer schönen Altbauwohnung in der Stadt, genoss die Sonne, beobachtete die Leute in den Strassen und schnurrte sich eins.
Eines Tages konnte er jedoch sein Wasser nicht mehr halten, hat nicht mehr gefressen (selbst als meine Freundin ihm Rohfleisch angeboten hat liess er es stehen (hat er sonst mit Heißhunger gefressen)) und reagierte kaum noch.
Der TA stellte einen massiven Tumor in der Bauchgegend fest - die OP wäre für das arme Tier nur mit starken Schmerzen und danach mit vielen Medikamenten möglich gewesen. Zudem war unklar, ob der Tumor schon "gestreut" hat.
Sie entschied sich schweren Herzens, den Katzenopa einschläfern zu lassen.
Für ihn war es ein schneller und erlösender Tod.

Und (wahrscheinlich ein schwacher Trost für Dich):

Ich habe mal einen Satz gesagt bekommen, der mir immer hilft:
"Der Tod ist nicht das Ende einer Liebe!"

LG flamingoduck.


Beitrag von tauchmaus01 20.05.11 - 11:35 Uhr

"Der Tod ist nicht das Ende einer Liebe!"

Toll, danke auch. Nun hock ich hier un heule!
Ich denke mal er hat es nun schon geschafft, gehe davon aus dass die Schlachtung ja morgens geschieht.

Ich wollte gestern spät abends noch mal hin, hab es nicht geschafft. Ich hatte auch Angst dass die HAlterin vielleicht noch da ist und sicher anderes zu tun hat als eine Heulsuse dastehen zu haben.

Ich bin echt nicht oft auf ihm geritten, kann man an beiden Händen abzählen. Aber er war eben einfach toll und ich bin ab und an hingeradelt und hab ihn beobachtet.

In meinem Herzen hat er immer seinen Platz, ich werde ihn niemals vergessen.

Mona

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