Kinderwunsch und Geld

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von sanne-2011 19.05.11 - 20:40 Uhr

Hallo ihr Lieben,

in wie weit macht ihr Euren Kinderwunsch vom Geld abhängig? Also vom Gesparten? Mein Mann und ich haben zusammen ein sehr ordentliches Gehalt und können davon auch sehr gut leben. Jetzt ist es so, dass wir uns sehr ein Kind wünschen, aber nicht soooo viel Gespartes haben. Grund?? Wir haben geheiratet und innerhalb von einem Jahr zwei Umzüge mit doppelt Miete und Umzugskosten. Dazu macht mein Mann gerade seinen Meister und das kostet halt auch noch was.

Jetzt mache ich mir immer einen Kopf, ob nur wenig Gespartes für Elternzeit und Kinderwunsch reicht...

Wie habt ihr das gemacht und was hattet ihr so in der Hinterhand? Mache ich mir zu viel Gedanken?

Danke für Eure Rückmeldung und alles Liebe!!!!#danke

Beitrag von ppg 19.05.11 - 20:44 Uhr

Wir hatten auch nicht viel in der Hinterhand - aber ich würde es heute nicht mehr so machen. Geldsorgen stressen ungemein.

Warte doch bis dein Mann den Meister durch hat oder zumindest ein Ende innerhalb der Schwangerschaft absehbar ist.

Ute

Beitrag von sanne-2011 19.05.11 - 20:46 Uhr

Er ist fast durch. Die letzte Prüfung ist am Dienstag. Also von Seiten des Meisters ist da nichts mehr im Wege. Da haben wir auch extra drauf gewartet. Also es geht eigentlich nur um Erspartes das da ist - aber halt nicht im 5stelligen Bereich...

Beitrag von ppg 19.05.11 - 20:52 Uhr

Na, wenn Du einer Waschmaschinen- oder Autoreperatur oder Nachzahlungen locker ins Geschicht blicken kannst, würde ich sagen legt los...........

Ute

Beitrag von sanne-2011 19.05.11 - 20:55 Uhr

Ja, das könnten wir. Aber man muss ja auch immer die Anschaffungen und so beachten. Was da alles auf einen zukommt. Im Schnitt habe ich immer so 3.000 EUR gehört. Wobei ich ehrlich gesagt hinterfragen muss, woher das kommt. Wir haben schon ein paar Sachen von meiner Stiefschwester im Keller und haben damit bereits ordentlich was "gespart".

Beitrag von kerstini 20.05.11 - 03:09 Uhr

Also wenn du nicht unbedingt das Bedürfnis hast alles neu zu kaufen brauchst du definitiv KEINE 3000 Euro!

Wir haben uns bewusst dafür entschieden kein teures Babyzimmer zu kaufen. Wir haben viel auf Babybasaren gekauft, uns Sachen schenken lassen oder von Freunden ausgeliehen.

Wir haben für die Erstausstattung nur ein paar Hundert € bezahlt. Ich würd auch sagen wenn Euch unerwartete Zahlungen wie Waschmaschine, Auto etc. nicht aus der Bahn werfen steht Euch nichts mehr im Weg.

Viel Spaß #winke

Kerstin mit Ida #verliebt (16 Wochen) und #stern Madita #stern Leo + #stern 12.SSW

Beitrag von anarchie 19.05.11 - 20:56 Uhr

Huhu...

ich würde immer so planen, dass ich 3 Jahre zuhause bleiben kann - auch wenn du das jetzt nicht willst, kann es ganz anders kommen...

Wenn ihr aber gut verdient, müsste es ja möglich sein..


lg

melanie mit 4 kids

Beitrag von delfinchen 19.05.11 - 20:56 Uhr

Hallo,

ich hatte zwar viel gespart, aber das hab ich - dank Elterngeld - nicht angreifen müssen, aber die Kinder sind auch erst 1,5 Jahre alt.
Da wir erst drei Monate zusammen waren, als sich unsere Zwillinge meldeten, konnten wir ja auch gar nicht bewusst auf dieses Ziel hinsparen.
Rechne doch aus, was du an Elterngeld bekommst und rechne dazu, was dein Mann dann an Gehalt mehr bekommen wird.
Soooooo viel kostet eine Erstausstattung nun auch nicht, man bekommt ja auch einiges geschenkt, Windeln kann man kaufen, wenn es Angebote gibt, wenn du das Glück hast, stillen zu können, musst du im ersten halben Jahr nichts für Babynahrung ausgeben.

Ich finde es super, dass du dir Gedanken machst und dich nicht drauf verlässt, dass Vater Staat ja auch noch da ist, denke aber, dass du dir wirklich zu viele Gedanken machst.

LG,
delfinchen

Beitrag von sanne-2011 19.05.11 - 21:00 Uhr

Also en Jahr kann ich gaaanz locker zu Hause bleiben. Zwei wohl auch - aber drei wird schwierig. Zumindest wenn wir nicht auf jede "Lebensqualität" verzichten möchten. Aber ich bin froh, wenn man noch mal andere Erfahrungen mitbekommt :-) Das Thema Geld ist und wird bei mir immer was anderes als bei anderen sein... Hat Vor- und auch Nachteile. Meinen Mann nervts manchmal :-p

Beitrag von delfinchen 19.05.11 - 21:17 Uhr

Hallo,

ich bin auch das zweite Jahr daheim, ging relativ locker, wobei ich natürlich nicht so viel weitersparen konnte wie vor der Elternzeit.
Ein drittes Jahr würde gehen, da müssten wir uns aber doch einschränken bzw. ich müsste mein Erspartes angreifen.
Daher werde ich ab dem 2. Geburtstag in Teilzeit arbeiten und zwar so viel, dass ich in etwas das verdiene, was ich derzeit als Elterngeld bekomme. Etwas weniger wird es sein, aber nicht gravierend (so 100 Euro),
aber ich will nicht so viel arbeiten, dass ich nichts mehr von meinen Kindern habe bzw. dass ich permanent gestresst bin und für meine Mäuse keine Nerven mehr habe - da verzichte ich dann lieber auf einen Bruchteil Geld :-). Wenn sie dann mit drei in den Kiga kommen, kann man ja etwas aufstocken.

LG,
delfinchen

Beitrag von sanne-2011 19.05.11 - 21:24 Uhr

So in etwa hatte ich mir das auch vorgestellt. Wenn alles gut läuft und auch mein AG weiterhin so mitspielt wie bei andern Müttern, dann könnte ich gut halbtags wieder zurück. Und da würde auch so das Elterngeld geteilt auf zwei Jahre raus kommen. Also mache ich mir wohl doch zu viel Gedanken drüber?? Ich weiß, dass großes Planen nicht geht - aber in Punkto Geld finde ich das schon doof #klatsch

Und Second Hand finde ich gerade bei Babys völlig ok. Was machen die dreckig und was verbrauchen die? Ich sehe das bei meiner Freundin. Die holt tolle Sachen so für 50 Cent das Stück. Und die sind wie neu!!!

Beitrag von delfinchen 19.05.11 - 21:33 Uhr

Hallo,

ja, wenn ich das, was du bislang so schreibst, lese, denke ich, dass du dir wirklich zu viele Sorgen machst.
Soooo teuer sind Babys und Kleinkinder auch wieder nicht, wir kommen auch hin, obwohl wir ja alles doppelt brauchen.
Erstausstattung kostet natürlich schon was, aber dann geht´s wieder und bei uns war es wahrscheinlich auch deshalb etwas viel, weil wir ja Maxi-Cosi, Kinderbettchen etc. alles doppelt brauchten.
Wickeltisch haben wir übrigens selbst "gezimmert", da kann man auch noch gut sparen.


Geld kosten Kinder wahrscheinlich erst so richtig, wenn sie in die Schule kommen.... Aber auch da kann man ja in Teilzeit arbeiten gehen.
Bislang musste ich noch auf nichts verzichten, wobei ich zugeben muss, dass ich für mich noch nie wirklich viel Geld gebraucht habe. Ich hab keinen Handtaschen-/Schuh-/Klamottentick, das einzige, wobei ich mich nie zurückhalten kann, sind Bücher :-).

LG,
delfinchen

Beitrag von sanne-2011 19.05.11 - 21:55 Uhr

...Ja, manchmal den doofen Kopf auszuschalten, das ist gar nicht so einfach! Aber ich werde es einfach versuchen. Man kann ja auch alles nach und nach kaufen und nicht auf einen Batzen. Dann ist es ja auch wieder was anderes.

Bücher - ich lese auch soooo gerne. Das kann ich gut verstehen!! ;-)

Beitrag von jessicadaniela 19.05.11 - 21:57 Uhr

Wenn sich die ganze Leute mal darüber Gedanken machen würden, die es sich eigentlich überhauptnicht leisten könnten....
Aber grade die bekommen Kinder wie die Karnickel...

Also wir hatten auch nicht wirklich viel auf der hohen Kante.
Aber hinbekommen tun wir das auch!!!
Da schafft ihr das sicherlich auch!!!! #winke

Beitrag von sanne-2011 19.05.11 - 22:02 Uhr

:-) Ich hab auch schon festgestellt, dass ich anscheinend auf hohem Niveau klage. Aber ich finde, dass man sich diese Gedanken einfach machen MUSS. Und trotzdem ist die Entscheidung nicht einfach!

Beitrag von zaubertroll1972 20.05.11 - 08:07 Uhr

Wieso muß man jetzt was gespart haben?
Wir hatten Gespartes nicht für unser Kind ausgegeben.
Okay, vielleicht sollte man das Kindezimmer kaufen können und den Kinderwagen. Das sind die beiden größten Anschaffungen. Manchmal werden sie auch gesponsort.
Aber alles andere haben wir vom Gehalt bezahlt und auch nachher nicht vom gespartem Geld.

LG Z.

Beitrag von siomi 20.05.11 - 09:18 Uhr


Gespartes Geld im Hintergrund schadet nie. Bedenke, ein Gehalt fällt weg, o.k. es gibt 1 Jahr Elterngeld, aber ihr habt auch ganz andere, neue Ausgaben.

Zudem schadet es nie etwas für Autoreperatur, div. Nachzahlungen usw. auf Seite gelegt zu haben.


Siomi

Beitrag von wemauchimmer 20.05.11 - 09:22 Uhr

Man braucht keine Ersparnisse, um ein Kind zu bekommen.
Ganz im Gegenteil dazu haben viele sogar hohe Schulden, wenn sie ein Kind bekommen, weil sie nämlich kurz vorher ein Eigenheim erworben haben.

Es kann sicher nicht schaden, sich einmal Gedanken zu machen, wie die Finanzen aussehen. Durch richtige Wahl der Steuerklassen vor/nach der Geburt kannst Du aber letztlich erreichen, daß Ihr während des 1. Jahrs praktisch keine Einbußen habt, auch wenn Du zuhause bleibst (Elterngeld, Kindergeld usw.). Wie es dann weitergeht, hängt von Euren Wünschen und ggfs Betreuungsmöglichkeiten ab. Aber das ist alles problemlos machbar.

Ein Baby braucht sehr wenig und es gibt ein riesiges Angebot an sehr guten, bestens erhaltenen Gebrauchtartikeln, weil viele Leute eben gerade beim ersten Kind in einen totalen Kaufrausch verfallen, aber die Sachen halt nunmal nur kurze Zeit in Gebrauch sind. Da kann man sich für 'nen Appel und 'nen Ei bestens ausstaffieren, ohne wirklich viel Geld in die Hand nehmen zu müssen.
Wenn Du natürlich zu der Fraktion gehörst, die alles neu, alles nur vom Feinsten haben will, dann sieht es anders aus. Aber es wäre schon traurig, wenn Dein Baby deswegen nicht auf die Welt kommen darf...
LG

Beitrag von sanne-2011 20.05.11 - 10:19 Uhr

Neiiiin!!! Wir wollen natürlich nicht alles neu und würden deswegen auch nicht auf ein Kind verzichten. Was wäre das für eine Einstellung?? :c)

Beitrag von carrie23 20.05.11 - 09:43 Uhr

Weniger vom Gesparten.
Aber wir rechnen durch: Wie viel haben wir, wie viel kostet das Kind inkl. Schule ( wobei ich da ja dann auch shcon arbeite ).
Da wir ja schon ein paar Kinder haben wissen wir was für Kosten auf uns zukommen und können kalkulieren.
Bis jetzt immer so gemacht und bis jetzt gut ausgekommen.
Allerdings spare ich trotzdem denn:
1. wollen wir umziehen und das kostet
2. muss demnächst ein neuer Geschirrspüler her und auch der kostet
3. fühle ich mich mit Polster auf dem Konto wohler weil eben auch mal was kaputt gehen kann

Beitrag von amelily 20.05.11 - 10:01 Uhr

Hallo,

wir haben damals unseren Kinderwunsch nicht davon abhängig gemacht, wie viel wir gespart haben (dann hätten wir wahrscheinlich noch gewartet).

Wir haben quasi alles gleichzeitig in Angriff genommen, frisch nach dem Studium direkt mein Elternhaus umgebaut, kurz vor der Geburt unseres Sohnes umgezogen, beide direkt wieder voll gearbeitet und nach zwei Jahren kam dann unsere Tochter zur Welt.

Groß gespart haben wir daher nie, aber für uns war das auch nie wichtig, da wir genug verdienen um auch mal unvorhergesehene Sachen ersetzen zu können (es muss ja auch nicht immer das Teuerste sein).

Ich gebe aber zu, dass es nicht so wirklich optimal war, da es schon sehr stressig war.

Im Nachhinein wäre es natürlich entspannter gewesen erst zu bauen und so 5000-10000 Euro auf der hohen Kante zu haben.

Aber für uns war es damals so die richtige Entscheidung und wir haben es auch nicht bereut.

VG
Amelily

Beitrag von vwpassat 20.05.11 - 10:18 Uhr

Die Rechnung ist doch ganz einfach:

Du musst Dir vorher im Klaren darüber sein, wielange Du nicht arbeiten möchtest bzw. kannst.

1 Jahr lang fehlen Dir 33% Deines Lohnes, danach 100%. Das rechnest Du zusammen und diese Summe sollte dann, vorrausgesetzt Du willst Deinen Lebensstandard nicht signifikant verschlechtern, auf dem Konto sein.

Und wenn jetzt schlaue Stimmen das Kindergeld hinzurechnen, vergiss es!

Das brauchst Du schon vollständig für Windeln, Nahrung etc..