Nachhilfe , auf was achten?

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von familienoberhaupt 20.05.11 - 06:55 Uhr

hallo,

ich wollte eine Anzeige bei uns in der Zeitung aufgeben, das wir eine Nachhilfe für unsere Tochter im Fach Englisch (Gymnasium 5 Kl.) suchen. 2 mal wöchentlich.

Von mir lässt sich sich nicht richtig helfen .

Auf was sollte man achten bei einer Nachhilfe?
Würdet ihr die Leute , die in die engere Auswahl kommen, vorsprechen lassen?

Ich dachte mir, Sie sollen kommen und machen mit unsere Tochter mal
1/2 Stunde Englisch und Sie entscheidet dann wer.
Sollten Sie ihr Zeugnis mit bringen? (kann ja jeder sagen ich bin gut in den Fach).

Was würdet ihr zahlen für 2mal wöchentlich 1Std.?????

lg Marion






Beitrag von alune 20.05.11 - 09:34 Uhr

Ich denke, ihr solltet euch erst darüber im Klaren sein, was ihr wollt. Eine/n Lehramtsstudenten/in? Oder Oberstufler? Nen Lehrer in Rente?
Oder ist es erstmal egal?

Als vielfache Ex-Nachhilfelehrerin wurd das mit mir so "gemacht", wie ihr's geplant habt. Erst einmal einfach ne Stunde (oder eben ne halbe) halten lassen. Am besten die Hausaufgaben zusammen machen. Sonst ist's etwas schwierig ne Stunde vorzubereiten, wenn man das Kind noch gar nicht kennt.

Von der Bezahlung her würd ich's abhängig machen, wer denn da kommt. Lehramtsstudenten zahlt man schon mal 20 Euro, Schülern etwa 10. Aber die Angaben stammen von mir und sind schon einige Jahre alt ;-)

Viel Erfolg!

Beitrag von alune 20.05.11 - 09:35 Uhr

PS:
Am Gymnasium kann man natürlich auch einen Aushang machen! Oder einfach die Lehrerin fragen, ob sie jemanden aus den höheren Stufen kennt, der/die das drauf hätte!

Beitrag von manavgat 20.05.11 - 11:30 Uhr

Ich rate Dir ab. Es gab mal einen wunderbaren Versuch von Stern-TV, die haben mit versteckter Kamera gefilmt, was da in der "Nachhilfe" abgegangen ist. Vielleicht schwirrt der Film ja noch im Netz herum...

Wenn jeder Depp Kinder unterrichten könnte, dann wäre es ja einfach. Ich weiß, dass Lehrer die bei uns rausgeflogen sind (und das hatte gravierende Gründe) oder aber gar nicht erst beschäftigt worden sind, sich auf dem freien privaten Schwarzmarkt tummeln. Jeder Pädophile, jeder Alki, jeder der krude religiöse Ansichten hat, vielleicht auch zwecks Einbruch/Diebstahl die Gegebenheiten auskundschaftet und vor allem jeder, der sonst nichts kann und es deshalb mal "mit Nachhilfe probiert", ruft auf solche Anzeigen an.

Da ich ein Nachhilfe-Institut habe, wird mir sowas natürlich berichtet, wenn es schiefgelaufen ist. Mindestens genauso schlimm, sind die "ich-bin-ja-so-nett-wenn-auch-sonst-nichts-Pägdagoen" die dem Kind häppchenweise den Stoff füttern, eng abgestimmt auf die Klassenarbeit. Die Folge: Eigenverantwortung wird erstickt und außerdem der Stoff gleich wieder vergessen. Die Folge: der Nachhilfelehrer hat sich einen Kandidaten auf lange Jahre gesichert.

Ich würde ein seriöses Institut vor Ort empfehlen. Da Deine Tochter gerade angefangen hat, würden bei uns 10 x 90 Minuten verteilt auf 10 Wochen Einzelunterricht absolut reichen um das Problem zu beheben. Danach sollte sie es allein hinbekommen. Je nach Region zahlst Du für 90 Minuten 40 - 60 Euro. Alternativ kommt ein Ferienkurs infrage, falls es so etwas bei Euch gibt. Wenn länger Unterstützung gebraucht wird, dann ist Gruppenunterricht sinnvoller/zielführender und insgesamt auch kostengünstiger. 1 x in der Woche 90 Minuten ca 100 - 120 Euro je nach Region.

Das erste Jahr Englisch kann recht schnell nachgeholt werden. Wenn Deine Tochter weiterhin hängt und vielleicht andere Fächer dazu kommen, dann muss man genauer hinsehen. Wie ist sie denn ansonsten? Welche Noten hat sie in den Hauptfächern. Wie ist sie strukturiert. Macht ihr die Schule Spaß?

Keinesfalls würde ich bei einem Fach das Kind mit 2 x in der Woche "totschießen". Im übrigen entscheiden Kinder in dem Alter nach "Sympathie". Das sagt aber leider nichts über die Qualitäten des Lehrers aus.

Solltest Du trotzdem "Privatnachhilfe" haben wollen, so musst Du Dir zwingend eine Rechnung mit Steuernummer ausstellen lassen. Alles andere ist Beihilfe zur Steuerhinterziehung.

Gruß

Manavgat

Beitrag von familienoberhaupt 20.05.11 - 13:17 Uhr

hallo Manavgat,
Wie ist sie denn ansonsten?
A: Die Lehrer meinten im Feb. super, macht mit, ist freundlich , nett.
Daheim ist ist sie fleissig, lernt schnell, kann sich Sachen die ihr Spass machen gut merken.

Welche Noten hat sie in den Hauptfächern.
A. ZW- Deutsch 2, Mathe 3, Englisch 3 alle anderen 2-3 er
jetzt
Deutsch 2, Mathe 3, Englisch 4
Das erste Halbjahr: Exen-3,1 Schulaufgaben-3,3

Dieses Halbjahr war in Englisch eine Katastrophe Exen- 5,6 eine bekommt sie heute noch raus #zitter Schulaufgaben- 4

Wie ist sie strukturiert.
A: eigentlich gut. Und zwei mal die Woche geht auch . Da sie immer um 13:30 zu Hause ist.

Macht ihr die Schule Spaß?
Sie geht gerne hin, hat Freunde.

Wir suchen keinen Lehrer, sondern eher ein/e Schülerin ab 17 Jahre mit guten Noten .
Wir hatten schon mit der Schülerhilfe Erfahrung mit unseren Großen- nie wieder. Kostet viel- Kind muss hingefahren werden und abgeholt , da zu weit weg ist von uns. Und wenn man ein Gespräch wollte , hatte niemand Zeit. Auch wurde nie erzählt wie es mit ihm läuft.


lg Marion

Beitrag von manavgat 20.05.11 - 13:33 Uhr

Schüler sind gut, wenn die Kinder Verständnisprobleme haben. Oft sitzt das Problem aber tiefer, so haben Kinder mit 5en und 6en irgendwann auch massive Versagensängste. Hinzu kommt, man muss schon wissen, was das Kind insgesamt nach der 5ten Klasse können muss und wie man die Lücken aufspürt.

Ich meinte ja auch: seriöses Institut. Du warst leider beim "Billigheimer". Gibt es bei Euch nichts anderes?

Wenn Schüler, dann würde ich die Lehrer der Oberstufe fragen und mir den Frust mit der Zeitungsanzeige sparen.

Gruß

Manavgat

Beitrag von kerscheline 20.05.11 - 17:47 Uhr

Hallo,

ich bin selbst Gymnasiallehrerin und habe in der Elternpause Nachhilfe gegeben. Vielleicht findest du evtl. so jemanden, der eine gute Ausbildung hat. Ich habe die Stunden immer wie Unterricht vorbereitet (für eine volle Stunde 35 Euro, was für einen ausgebildeten Lehrer sehr niedrig angesetzt ist.
Ansonsten könntest du dich an das Sekretariat der Schule wenden. An unserer Schule gibt es eine sehr umfangreiche Liste mit Nachhilfelehrern und Schülern. So bist du auch davor gefeit, an "falsche" Personen zu geraten.

LG

Kerscheline

Beitrag von manavgat 21.05.11 - 18:32 Uhr

Du hast auch immer brav eine Rechnung gestellt, oder?

An unserer Schule gibt es eine sehr umfangreiche Liste mit Nachhilfelehrern und Schülern.

was sagt diese Liste aus? Das derjenige das Fach beherrscht. Und sonst?


Nur zu Info: ausgebildete Lehrer haben sich bei uns in der Nachhilfe als nicht "tauglich" herausgestellt, da sie es gewohnt sind 30 Schüler frontal zu unterrichten und sich weigerten, anzuerkennen, dass es andere Ursachen hat als "faul" oder "dumm", wenn etwas nicht lief. Von der Vorstellung des Stundensatzes und der Tatsache dass wir keine Schwarzgeschäfte machen wollen, mal ganz zu schweigen. Wir bekommen auch oft zu hören, dass Lehrer 50 Euro cash auf Tatze (also mit Steuerhinterziehung) arbeiten und dabei dann auch noch Klassenarbeiten korrigieren.... Das! sind in meinen Augen die falschen Personen.

Die engagierten, ausgebildeten Lehrer (die gibt es), sind mit ihrem Einkommen zufrieden und betreuen in ihrer Freizeit die Foto/Fahrrad/Theater-AG oder kümmern sich ehrenamtlich um Schüler die Schwierigkeiten haben. Die haben für Nachhile gar keine Zeit.

Gruß

Manavgat

Beitrag von kerscheline 21.05.11 - 20:50 Uhr

Hallo,

du bist aber sehr negativ eingestellt und scheinst selbst schlechte Erfahrungen gemacht zu haben! Ich glaube, du hast nicht gelesen, dass ich in der Elternpause zur Überbrückung Nachhilfe gegeben habe, übrigens auf Rechnung! Natürlich bin ich einer von diesen Paukern, die kein Verständnis für Problem-Schüler haben und gaaaanz fies sind- ich habe ja selbst nur zwei Kinder! Die Schüler. die ich betreut habe, sind übrigens sehr viel besser geworden, weil ich mich auf sie eingestellt habe und mein Programm auf sie zugeschnitten habe. Und stell dir vor, manchmal habe ich sogar ohne Entgelt - ehrenamtlich sozusagen - eine halbe Stunde umsonst gegeben, sofern nötig, oder Korrekturen umsonst gemacht! Ich weiß ja nicht, ob du selbst Lehrerin bist, aber ich finde, du darfst nicht alle über einen Kamm scheren...
Tut mir leid, aber du klingst sehr lehrerfeindlich...

Gruß

Kerscheline