offenes Haus - sehe ich das zu eng?

Archiv des urbia-Forums Familienleben.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von phantastica123 20.05.11 - 08:55 Uhr

Guten Morgen, Runde.

Bei mir im Leben tut sich ja derzeit einiges, nachdem es vor rund 4 Wochen mit der "Schwägerin" im Haus gekracht hat, weil sie seltsame Erziehungsmethoden hat, die auch auf mein Kind übergegriffen haben. Man geht sich jetzt aus dem Weg, die Kinder dürfen wieder miteinander spielen (hatte die Schwägerin verboten, weil ihre Tochter permanent ungezogen ist) und ich habe beruflich so viel zu tun, dass ich mich gar nicht um dieses Possenspiel im Haus kümmern kann.
Zur Info: Mein Partner und sein Bruder (mit FAmilie und der besagten Schwägerin) haben zusammen ein Haus, in dem ich seit Dezember auch mit meinem Kind wohne.

Ich bin Freiberuflerin und habe mein Büro zuhause. Und damit ist auch nicht unerhebliches Equipement verbunden: Diverse große Kameras, ein Filmschnittplatz, PCs, Laptops usw. Durch meinen Beruf habe ich auch immer wieder neue Motorräder in der Garage. Letzten Monat habe ich für mich und meine Tochter neue Fahrräder gekauft, die da auch geparkt sind. Und obendrein befindet sich darin etliches Werkzeug, Maschinen, usw. Als Autogarage wird das Ding nicht benutzt.

Nun war es diese Woche so, dass ich von einem Diensttermin zurückkam und die Schwägerin kam mir mit dem FAhrrad entgegen, was mich nicht sonderlich wunderte. Aber als ich auf den Hof fuhr, stand das Garagentor offen. Zwar hat jede Partei sein eigenes Garagentor, aber es ist eine Doppelgarage ohne Abtrennung.
Nun, ich fand das zwar erstaunlich, aber das war ja noch nicht alles: Die gemeinsam genutzte Haustür ging auf, als ich danach greifen wollte, weil ein Windstoß sie aufgedrückt hat. Die Schwägerin hatte das Verriegelungskläppchen nach unten gedrückt, so dass man zum Aufschließen keinen Schlüssel braucht.

Ich bin kein überängstlicher Mensch, aber ich denke schon, dass man in Abwesenheit die Türen wenigstens richtig zuziehen sollte und dafür Sorge tragen, dass niemand grad so reinkommt. Ich finde diese Verhaltensweise schon rücksichtslos, weil ja nicht nur deren Eigentum gefährdet ist (was mich nichts angeht), sondern auch meines. Unsere Wohnungstür ist nämlich auch nicht zuziehbar, sondern verfügt lediglich über eine normale Türklinke, wie bei einer gewöhnlichen Zimmertür.

Ich habe mich ja schon damit abgefunden, dass man im Sommer trotz Abwesenheit den ganzen Tag die Kellertür zum Garten offen lässt. Als "Schutzmechanismus" glaubt man wohl an die magischen Kräfte des hauseigenen, uralten Kettenhunds (oder Seilhund, er ist nämlich an einem Seil angebunden) und geht davon aus, dass sich niemand an dem Vierbeiner vorbeitraut.

Gut, wir wohnen auf dem Land - angeblich passiert da wenig. Nun denn: Seit Anfang der Woche sucht die Polizei im Nachbarkaff nach einem Mann, der mehrere Kinder auf dem Schulweg angesprochen hat und anbot, sie nach Hause zu fahren. Und: Eine Einbruchserie kursierte letztes Jahr hier auch im Ort.

Nun habe ich mir ja schon anhören müssen, dass sie, die Schwägerin, ja schließlich zuerst da war, und deshalb haben sich hier Mechanismen eingeschliffen, die mir rein theoretisch egal wären, wenn ich hier nicht leben und arbeiten würde.

Ich möchte einfach hier abfragen, wie Ihr diese Thematik seht. Sehe ich das zu eng? Denn hier im Haus taucht immer wieder das Problem auf, dass man sich nicht wirklich damit anfreunden kann, dass nun jemand hier ist, der seine eigene Meinung zu Dingen hat und auch Platz benötigt, den man bisher großzügig eingenommen hatte. Denn jetzt ist man sauer, weil man auch den Garten nutzt (Jahrelang war niemand außer ihr im Garten), obwohl der ja zur Hälfte meinen LG gehört (unsere Krise ist noch nicht ausgestanden).

Und jetzt komme ich daher und störe mich an den Tagen der offenen Tür...

Wahrscheinlich sind die Türen öfters offen als ich ahne, ich bin ja nicht permanent daheim...

Natürlich werde ich jetzt die Räder in der Garage abschließen (was sehr umständlich ist, weil meine sechsjährige Tochter dann nicht einfach so radeln kann, sondern ich muss dann immer erst das Zahlenschloss auffummeln), das Werkzeug wegtun und darauf bestehen, dass mein LG die Wohnungstür umgerüstet wird. Aber prinzipiell interessiert mich Eure Meinung zum Thema "offenes Haus".


Danke und Gruß.

von PHantastica, die im Wandel ist.

Beitrag von redrose123 20.05.11 - 09:04 Uhr

Unsere Kellertür ist auch offen also nicht abgeschlossen. Und auch die Haustüre ist mal die ganze Nacht auf, Hunde machen das#schein, und auch wenn ich mal kurz einkaufen gehe lass ich offen. Naja auch Landleben und meine Hunde da geht kein Fremder rein und wenn wäre es für Ihn schlecht, leben im Hof und haben keine Leine ;-) Rede mit Ihr das du das so nicht willst, oder schliess deine Wohnung einfach ab

Beitrag von phantastica123 20.05.11 - 09:09 Uhr

Hm, reden geht nicht mehr. Sie geht ja schon an die Decke, wenn man fragt, wo man den Kinderpool aufstellen kann.

Ich werde natürlich abschließen - kein Thema.

Ich wollte einfach prinzipiell wissen, wie andere Menschen das Türenthema handhaben. Und bei uns ist eben die Gesamtsituation sehr verfahren, so dass es ja überhaupt schwierig ist, irgendwas anzusprechen. Ich bin auf eine gewisse Art verunsichert, das gebe ich zu, weil ich das Gefühl habe, dass Welten aufeinandertreffen, wenn ich etwas äußere. Deshalb möchte ich hier einfach mal ein Feedback einholen.

Danke für Deine Anwort :-)

Beitrag von redrose123 20.05.11 - 09:17 Uhr

Siehste Problem gelöst, wenn bei Ihr dann eingebrochen wird selbst schuld

Deshalb wohne ich ganz allein mit meinem Mann weil mir sowas auch zu doof wäre egal mit wem ;-)

Beitrag von phantastica123 20.05.11 - 09:21 Uhr

Mir ist es ja egal, wenn bei ihr was geklaut wird.

Aber es geht eben um meine Sachen, auch in der Garage. Soll ich da jetzt ne Zwischenwand reinziehen?? Ich würde das ja tun - da kenne ich nix, wenn man keinen Zwischenweg findet.

Alleine wohnen - ja, das wärs. Und darüber denke ich seit kurzem tatsächlich nach.

Beitrag von trixi35 20.05.11 - 09:23 Uhr

Wo ist denn das Problem gelöst, wenn die Schwägerin dann wieder nicht die Tür verriegelt.

Meines Erachtens schwierige Sache, die nur in Griff zu bekommen ist, wenn beide Parteien sich einig sind.

Ich denke mal, dass die Schwägerin schon aus reinem Trotz die Tür nicht abschließt, weil sie dann nachgeben würde.

Beitrag von siomi 20.05.11 - 09:11 Uhr


Mich würde interessieren ob dein Mann o. Freund auf deiner Seite ist!?

Zum Thema "offenes Haus": Ich kann mit sowas nichts anfangen. Meine Sachen sind meine Sachen und wenn die jemand möchte, will ich vorher gefragt werden. Ein Fahrrad wäre jetzt nicht das Problem, aber ich wollte nicht das jemand meinen Kühl- oder Kleiderschrank aufmacht und sich einfach bedient.

Abgeschlossen wird bei uns tagsüber auch nicht, außer wir sind mehrere Stunden nicht da.


Siomi

Beitrag von phantastica123 20.05.11 - 09:18 Uhr

Nun, er sieht schon, dass es immer wieder Probleme gibt, seit ich da bin, weil sich für alle die Situation geändert hat. Er hat den Garten nie genutzt, plötzlich komme ich mit Kind und wir wollen auch Spielgeräte (die ja von allen Kindern genutzt werden können) aufstellen bzw. die vorhandenen nutzen. Oder soll man zwei Sandkisten aufstellen??? Das scheint mir momentan die beste Lösung zu sein, weil sogar über das Benutzen von Sandeimern diskutiert wird.
Er steht prinzipiell auf meiner Seite, traut sich aber nicht, sich zu artikulieren. Deshalb hat es ja vor vier Wochen auch in der Beziehung einen Knick gegeben.

Und zum Abschließen: ich glaube jetzt nicht, dass jemand vom Haus in meiner Abwesenheit in der Wohnung rumlatscht. Aber es geht mir eben darum, dass andere es tun könnten, weil unten die Haustür einfach nicht zugemacht wird, wenn niemand im Haus ist. Ich denke, wenn man allein in einem Haus wohnt, kann man das ja machen, aber wenn eben auch andere Parteien beteiligt sind, dürfte das nicht sein.

Aber: Das war halt schon immer so. Und jetzt komme ich und störe mich an diesen Ritualen. Das ist eigentlich das Hauptproblem. Aber ich habe ja auch schon allein gewohnt und deshalb auch nicht Tür und Tor offen gelassen.

Ts, und meine Mutter hat auf einem öffentlichen Parklatz mal ein Knöllchen gekriegt, weil sie ihr Auto während des Einkaufs nicht abgeschlossen hatte... Das ist nämlich streng verboten...

Beitrag von windsbraut69 20.05.11 - 14:49 Uhr

"Ts, und meine Mutter hat auf einem öffentlichen Parklatz mal ein Knöllchen gekriegt, weil sie ihr Auto während des Einkaufs nicht abgeschlossen hatte... Das ist nämlich streng verboten..."

Dann aber nicht, weil jemand "einsteigen" könnte, sondern wegen möglicher Verkehrsgefährung. Hat der Zündschlüssel gesteckt?

Ein Haus/Garage nicht abzuschießen ist jedenfalls nicht verboten und in Euren Fall würde ich ganz einfach meine Räume abschließen.

Gruß,

W

Beitrag von phantastica123 20.05.11 - 15:19 Uhr

Ich muss Dir widersprechen, Windsbraut: Der Schlüssel steckte nicht.

Ich müsste den Paragraphen der StVO raussuchen, aber es ist tatsächlich verboten, das Auto unabgeschlossen irgendwo stehen zu lassen. Ich habe mich damals bei der Polizei nach der "Rechtmäßigkeit" des Knöllchens erkundigt und man teilte mir mit, dass man mit diesem Verhalten Kinder dazu animieren könnte, einzusteigen, die Handbremse zu lösen und damit einen schlimmen Unfall mitzuverursachen. Oder: Man lädt Diebe dazu ein, Navis und sonstigen Kram mitgehen zu lassen, was man dann wieder bei der Versicherung als Schaden melden will. Damals wurde mir mitgeteilt, dass es auch verboten sei, das Auto auf dem eigenen Hof unabgeschlossen abzustellen, aus oben genannten Gründen.

Und: die besagte Garage war sperrangelweit offen. Es war nicht so, dass nur das Tor nicht abgeschlossen war. Das finde ich dann eben doch schon einen Unterschied, ob man eine gemeinsam genutzte Garage sperrangelweit offen zurück lässt, obwohl niemand im Haus ist. Muss nicht sein - zumal man sich bei uns nicht mal körperlich anstrengen muss: Das Tor ist elektrisch. Man muss nur einen Knopf drücken. Und aus Rücksicht auf alle könnte man dies wohl tun, ohne groß diskutieren zu müssen.

Beitrag von zubbeline 20.05.11 - 09:15 Uhr

Ich lebe auch in ländlicher Region.

Auch hier sind viele, viele Türen, Terassentüren, Garagen etc. häufig offen.
Viele Leute sind aber auch einfach schusselig.

Ich jobbe seit zig Jahren, als Zeitungszustellerin. Du glaubst garnicht, wieviele Haustüren da nachts so offen stehen, oder die Schlüssel von aussen stecken.
Selbst der Supermarkt hat mich schon nachts mit öffnender Automatiktür begrüßt#rofl

Dabei sind hier Einbrüche garnicht so selten. Aber komischerweise finden die immer in den verriegelten und verrammelten Buden statt.

Laß hier mal ein Auto mit fremdem Kennzeichen auf den Hof fahren. Sofort springt irgendein Nachbar auf die meist armen und völlig arglosen Besucher zu und fragt, was die hier wollen;-) Manchmal ganz schön peinlich, aber eben auch sicher und wir sind mittlerweile auch schon fast so

Beitrag von trixi35 20.05.11 - 09:19 Uhr

Hallo,

ich finde, Du siehst das nicht zu eng.

Mich würde es ja sowas von stören, wenn ich wüßte, meine Haustür wäre nicht abgeschlossen und keiner ist zu Hause.Schon der Gedanke jeder kann ins Haus und sich an meinen Sachen bedienen, macht mir Gänsehaut.

Und ja, wir wohnen auch eher ländlich, aber was sagt das aus. Gerade wenn man es nicht erwartet, passiert dann etwas.

Ich habe in diesem Zusammenhang sowieso eine kleine "Macke".
Vielleicht habe ich früher auch zu viele Horrorfilme gesehen. Aber ich male mir immer aus, unsere Tür steht offen, keiner ist da und es schleicht sich ein Fremder ins Haus und versteckt sich auf den Dachboden.....#schwitz
und des nachts, wenn alle schlafen (besonders, wenn ich mit den Kindern alleine bin...denke ich an sowas...) kommt dieser Jemand und........
schrecklich......#schock

Naja gut, ist halt meine Phantasie! #hicks

Ein bißchen mehr Vorsicht ist immer besser. Das Geschrei ist dann groß, wenn dann wirklich mal ein Einbruch passiert.

Fazit: Mich würde es immens stören, wenn Jeder ein und aus gehen würde bei unverschlossenem Haus.

LG Trixi

Beitrag von phantastica123 20.05.11 - 09:27 Uhr

Hi Trixi, Du sprichst mir aus dem Herzen, denn ich habe schon auch ähnliche Sorgen wie Du: Im Prinzip könnte sich jeder hier im Keller verstecken und in aller Ruhe einen Überfall abwarten. Oder was wäre, wenn tatsächlich jemand gerade in der Wohnung von mir überrascht wird, weil ich früher zurück komme als geplant? Ich habe sehr unregelmäßige Arbeitszeiten, renne mal für zwei Stunden weg, komme zurück, bleibe eine Stunde, fahre wieder weg...
Und mir ist oft nicht wohl dabei, wenn ich weiß, dass unten wieder die Kellertür offen ist. Hinter dem Haus ist ein Maisfeld, man bräuchte sich also nicht mal über die Straße annähern, sondern könnte das im Schutz des Maisfelds und dort auch wieder verschwinden. Das Kuriose: Der Hund ist an einer Stelle angebunden, von der er aus nicht mal zur Kellertür gelangen könnte, weil das Seil zu kurz ist.

Und Nachbarn? Hier arbeiten alle noch. Ab 8 Uhr ist die Straße leergefegt. Neugierige Blicke hinter Gardienen gibt es erst wieder ab 17 Uhr.

Beitrag von trixi35 20.05.11 - 09:56 Uhr

Und wenn Du diese Sorgen Deiner Schwägerin mal genauso darstellst?

Vielleicht wirkt das dann (gut geschildert...#schein) wie eine seichte Schocktherapie.

Ich habe ja ähnliches mit meiner Schwiegermutti durch (die übrigens eine gaaanz Liebe ist). Bei uns geht es fast nur durch die Kellertür ein und aus und die führt in den Hof bzw. Garten.
Mit Vorliebe hat sie diese auch immer aufgelassen, weil ist ja so bequem: Sie sagt:
"Ich gehe nur mal schnell zum Frisör" (dauert ja auch nur 3 Stunden waschen, schneiden, färben, fönen), "ich gehe nur mal schnell einkaufen" (man trifft ja unterwegs soo viele Leute mit denen man was zu besprechen hat), "Ich schaffe nur mal was zu Frau xyz und gehe ganz schnell auf den Friedhof".......in der Zeit...für mich unmöglich.
Wie oft kam ich heim, das Haus (auch mit 2 Wohnungen) stand offen und jeder hätte in ALLE Räume gekonnt.

Da habe ich mit ihr geredet und ihr meine Sorgen geschildert, sie hat es auch eingesehen und seit dem schließt sie zu (sie hat es auch dann mal auf den Dachboden knacken hören und an mich gedacht #schock
Ihre Gedankengänge waren halt anders.
Für sie war Dorf Dorf und da passiert ja nichts).

Versuchs doch mal so.

LG

Beitrag von biene81 20.05.11 - 09:23 Uhr

Kauf Dir eine vernuenftige Tuer, bzw. leg Dir ein Schloss zu, schliess Deine Wohnungstuer ab. Problem geloest.
Ich wuerde nie die Tuer offen lassen, aber ich wuerde deshalb jetzt auch nicht mit der Schwaegerin diskutieren. Sorg dafuer, dass Dein Hab und Gut hinter verschlossenen Tueren ist, sonst zahlt naemlich auch keine Versicherung.

Wegen der Garage - ich wuerde in der Mitte ne Rigipswand ziehen.

Allerdings verstehe ich eines nicht: Die Garagentuer war offen, also nicht abgeschlossen. Das ist sie doch aber ansonsten auch, oder? zwar nicht offen stehend, aber eben auch nicht abgeschlossen?

LG

Biene

Beitrag von phantastica123 20.05.11 - 09:30 Uhr

Hallo, das Garagentor stand offen.

Wenn es geschlossen ist, verriegelt es sich selbst und man kann es ohne Schlüssel/Fernbedieung nicht öffnen.

Aber als ich zurück kam, war ihr Garagentor sperrangelweit offen und damit war unsere Garage dann auch zugänglich. Trennwand hätte ich auch gerne, aber an der Rückwand ist ein Fenster, das genau in der Mitte ist.

Beitrag von biene81 20.05.11 - 09:45 Uhr

Das mit dem Fenster ist natuerlich doof.
Was das angeht wuerde ich der Schwaegerin ganz klar sagen, das es so nicht geht. Wenn dort etwas geklaut wird, wird Dir nichts ersetzt.

LG

Biene

Beitrag von cooky2007 20.05.11 - 10:35 Uhr

Wir leben auch auf dem Land...

... den ganzen Tag steht die Tür zu unserem "Schuppen" auf, in dem sich alle Kinderfahrzeuge, unsere Räder, diverse Gartengeräte und der Kinderwagen befinden. Ein Fahrrad darin abschließen? Was für eine Fummelei!
Bin ich im Garten oder vorne auf der Straße, lasse ich auch den Schlüssel vorne stecken bzw. die Terassentüre ist nur angelehnt.

Bei uns ist das üblich hier in der Gegend und ja, jedes fremde Auto bzw. jeder Fremde wird erst einmal merkwürdig beäugt. Es fällt einfach auf, wer in unser Gebiet nicht reingehört, da wir kein Durchgangsneubaugebiet sind. Hier fahren nur "Anlieger" rein - und man kennt fast jeden Namen, jedes Auto, auch die Autos der dazugehörigen Verwandten/Bekannten/Freunde, die hier öfter mal vorbeikommen.

Du bist neu in dem Haus und willst Dinge umkrempeln, die schon lange so gehandhabt werden. das ist natürlich schwierig und geht nur mit Einfühlungsvermögen und nicht "mit dem Kopf durch die Wand".




Beitrag von liamitis 20.05.11 - 10:47 Uhr

Damit mir sowas passiert?

http://www.shz.de/nachrichten/top-thema/article//betrunkener-fremder-schlief-im-kinderzimmer.html

Ist ja nichts schlimmes passiert aber das hätte auch anders laufen können.....

Nein Türen gehören ZU!

Lg Liamitis

Beitrag von summersunny280 20.05.11 - 11:51 Uhr

Mir passierte da letzten gerade was ganz blödes in Sachen Türschnepper.
Ich war im Vorgarten werkeln, machte diesen Schnepper rein damit ich mich nicht ausperre (den Schlüssel ins Schloß zu stecken war ich zu faul).
Dann kam Eile auf weil ich noch etlich Dinge erledigen wollte, schnappte mir die Kids ,packte alles ins Auto, zog die Tür zu und fuhr los .

Kurze Zeit späte kam wohl meine Schwägerin angedüst und wollte uns besuchen.
Sie kam an , Haustür stand offen und rief rein , keine Antwort , Panik kam in ihr auf#schock
Also blieb sie im Auto mit ihrem Sohn eine halbe Stunde lang und wartete, sie traute sich nicht rein .
Da könnte ja ein Einbrecher am Werk sein und sie evtl. noch Spuren verwischen bzw. Fingerabdrücke hinterlassen#rofl
Sie fuhr Heim , kam wieder , wie immer noch nicht da.....


Nach zwei Stunden fuhr ich dann die Einfahrt hoch und die Haustür stand weit offen #schock#zitter
Da dacht ich mir so ein Mist du hast den Schnepper vergessen .
Ich ging dann mal rein und kontrollierte alles .
Auf dem AB fand ich dann Nachrichten von einer in Panik versetzten Schwagerin#schwitz
Ich solle doch umgehend anrufen ......
Ich konnte sie dann beruhigen das nix passiert ist .

Übrigens zog sie die Tür auch zu und sie flog immer wieder auf .

Den Schnepper lass ich jetzt echt drinnen#kratz oder draussen?
Egal, ich benutze in Zukunft den Schlüssel

Beitrag von fbl772 20.05.11 - 11:56 Uhr

Hallo Phantastica,

ich bin ja vom Typ Mensch her eher diplomatisch oder - wenn man es negativ sehen will eher plegmatisch - was Streitereien im ganz nahen Umfeld angeht.

Ihr lebt zusammen, wollt ihr zukünftig auch wegen jeder Kleinigkeit einander das Leben unnötig schwer machen? Rauft euch erstmal grundsätzlich wieder zusammen und klärt dann erst das "Problem" mit den Türen. Ansonsten schaukelt sich das immer weiter hoch.

VG
B

Beitrag von oma.2009 20.05.11 - 19:26 Uhr

Hallo.

also, frag doch einfach deine Schwägerin mal ob sie gut versichert sind? Es sind deine Sachen und für die wirst du wahrscheinlich den Kopf hinhalten müssen wenn etwas davon geklaut wird, oder? Ansonsten soll deine Schwägerin doch eine Versicherung für DEINE Sachen abschließen.....
Ansonsten ein anderes Schloss in die Tür einbauen und in die Garage eine Trennwand einziehen lassen. Danach stets drauf achten, dass alles abgeschlossen ist.
Ich wohne auch auf dem Land und wir, als Nachbarn, passen irgendwie gegenseitig auf uns und unsere Sachen auf.

LG

Beitrag von anna_lucas 21.05.11 - 11:34 Uhr

Hallo,

meine Meinung: Versetz Dich mal in ihre Lage. Die wohnen da schon ewig als Sippe zusammen und haben wohl wirklich schon eingeschliffene Gewohnheiten.

Dann kommst Du. Du möchtest jetzt dies anders, dann das anders, dann passt Dir dies wieder nicht. Keiner (Schwägerin zumindest) weiß ob und wie lange Du noch dort wohnen bleiben wirst denn eure Beziehung scheint noch am Anfang zu sein.

Es wäre schlauer wenn Du Dich also erstmal mit Deinen Anforderungen/Ansprüchen und Wünschen an die anderen zurücknehmen würdest und erstmal rausfinden würdest was denn den anderen wichtig ist. Dies würde klarmachen das Dir ein harmonisches Zusammenleben wichtig ist (und nicht die Konfrontation um eine Hackordnung festzulegen).

Was die Türen angeht: Ich persönlich mache meine Türen auf und zu wie ich das will. Gott sei dank muss ich auf keinen Rücksicht nehmen. Ab 10 Uhr abends sind bei uns alle Türen verschlossen, wir haben zwar keine großen Wertgegenstände im Haus aber ich habe drei kleine Kinder und die sind mir wertvoller als alles auf der Welt.

Kann verstehen das es gerade eine schwierige Situation ist. Uns ist auch schon angeboten worden mit Verwandten zusammenzuziehen - NIE im Leben hätte ich es gemacht, koche lieber meine eigene Suppe...

Lieben Gruß und viel Glück noch

Anna

Beitrag von phantastica123 22.05.11 - 22:05 Uhr

Hallo Anna,

danke für Deine Nachricht, aber ich kann Dir nicht zustimmen.

Du stellst mich da, als würde ich wie ein Feldwebel über die Sippe herfallen und meine Änderungen durchdrücken. Das ist bei weitem nicht so. Immerhin frage ich hier ab, wie andere Leute die Situation sehen und ob ich vielleicht zu engstirnig bin. Das heißt, dass ich sehr wohl überlege, wann eine Änderung angebracht sein könnte und wann nicht.

Auch den Einwand, dass man hier so lebt, wie man lebt, und jetzt komme ich und bringe alles durcheinander, kann ich so nicht stehen lassen.

Jeder kann ja so leben, wie er will - aber es darf mein Leben nicht einschränken und auch nicht das der Tochter. Ich habe mich bislang freiwillig und ohne Erwartung eingebracht, habe alle zwei Wochen das Treppenhaus komplett geputzt, die Mülltonnen rein- und rausgestellt, Schnee geschippt, einen Zentner Streusalz für alle gekauft usw.

Es kann aber nicht sein, dass nur ich mich einbringe und alles andere so weiterläuft wie bisher. Das offene Garagentor muss nicht sein - ein Knopfdruck, und das Ding geht zu. Was ist jetzt daran eine "Änderung"? Und eine offene Haustür gefährdet alle im Haus, nicht nur mich.

Im Übrigen gehört meinem Partner immerhin die Hälfte von Grundstück und Haus, man kann sich also nicht immer darauf ausruhen, dass man halt schon immer so gelebt hat, wie man lebt. Manchmal ändern sich eben die Zeiten und das, was ich erwarte, ist sehr wenig: Fairer Umgang, Fairness zu meinem Kind. Rücksichtnahme aufeinander.

Aber das ist wohl zu viel verlangt.

Und allein das spricht wieder für sich...

LG!

Beitrag von anna_lucas 23.05.11 - 07:14 Uhr

Hey,

weißt Du, ich habe auch in so eine "Sippe" eingeheiratet. Sippe komplett mit einigen Zicken. Wir waren dabei noch die ersten in beiden Familien die geheiratet haben. Da kam ganz viel zusammen, z.B. Verlustängste der Mutter ich würde ihr ihren Sohn wegnehmen, Ängste ich wäre nicht gut genug für meinen Mann, ich tue dies so also bin ich so usw.

Nun heiratet mein Bruder und ich kann es schon ein bisschen nachvollziehen wie meine Schwiegermutter plus Sippe sich damals gefühlt haben muss. Es kommt wirklich jemand "fremdes" in die Familie und mit der muss man klarkommen, ob man nun will oder nicht. Meine Schwägerin ist zum Glück und Gott sei Dank ein toller Fang für meinen Bruder (sehr nett, sieht süß aus, bodenständig, kein bisschen überheblich obwohl sie gerade ihre Doktorarbeit schreibt und an Forschungen mitwirkt). Meine Mutter meinte über sie: "Eine bessere Schwiegertochter könnte man sich nicht wünschen." Und dennoch bin ich mit ihr im Umgang nicht ganz so unbefangen wie wenn wir komplett unter uns wären. Ich kenne sie eben einfach noch nicht so lange.

Weiterhin habe ich einen Bruder der mir am nächsten steht. Er hat gerade keine Freundin und kümmert sich rührend um meine Kinder (spielt mit ihnen, sie lieben ihn über alles). Wenn er nun irgendwann seine eigene Familie gründet, nicht mehr so oft alleine für eine private Unterhaltung vorbeikommt und auch keine Kraft mehr hat meine Kinder zu Bespaßen da er selber welche hat werde ich wohl schon wehmütig auf diese Zeit zurückblicken. Aber ich werde hoffentlich nicht den Fehler machen dies an seiner Freundin auszulassen!!!

Am besten wäre es für euch wohl eure Haushälfte zu vermieten oder zu verkaufen und zusammen in einiger Entfernung etwas anderes zu beziehen. Wäre sonst schade um eure Beziehung. ICH könnte nicht mit so einem Stress und Zickenkrieg leben.

Ich wünsche Dir alles Gute

  • 1
  • 2