Krankenschwester mit Reinigungshilfe vergleichbar?

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Forum: Finanzen & Beruf

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Beitrag von tessa030 20.05.11 - 09:02 Uhr

Hallo,

ich hoffe, dass mein Beitrag nicht ganz falsch verstanden wird...

Wir suchen gerade jemanden, der bei uns für 2 Tage(einmalig) eine Grundreinigung im Haus (ohne Möbel...d.h. Fenster und Böden) durchführt. Ich dachte an 10€/h und ging davon aus, dass das eine gute Bezahlung wäre.
Nun kamen Angebote von 600€ und mehr...das wären über 37€/h....wir suchen allerdings weiter!

Ich selbst habe auf einem Intensivbereich/Schichtarbeit/teilweise ohne Pausen nur 10€ verdient.....nun überlege ich, nach der Erziehungszeit als Reinigungshilfe zu arbeiten....bedeutet mehr Geld, bessere Arbeitszeiten, weniger Verantwortung.

Hat jemand Erfahrunhg damit?

Beitrag von unilein 20.05.11 - 09:27 Uhr

guck mal bei haushelden.de

zur eigentlichen Frage kann ich nichts beisteuern.

Beitrag von josephine2003 20.05.11 - 09:48 Uhr

Die Krux ist doch die - die meisten Putzfrauen verdienen zwischen 8-14€ die Stunde - aber dann natürlich auch regelmäßig, absehbar und kalkulierbar udn auch ein guter Preis.

Natürlich sind die Sätze höher wenn du nur einmalige - aber ja anscheinend sehr umfangreiche Arbeiten ausgeführt haben willst (bei einer Gesamtrechnung von 600€ und einem sich ergebenden Stundenlohn von 37€ sprechen wir immerhin von über 16h arbeit).
Gerade wenn es sich dabei um angemeldete (und davon geh ich rein versicherungs- sowie abschreibungstechnisch mal davon aus^^) muss man da oft anders kalkulieren.

Darüber hinaus ist natürlich auch die Frage wie/wo du gesucht hast - bei Firmen, bei privaten Kräften etc. pp., Festpreise/Stundenabrechnung, wiviel Tage hast du angesetzt........

Beitrag von tessa030 20.05.11 - 12:09 Uhr

Umfangreich ist relativ...für ein Einfamilienhaus (nicht groß) müssen die Fenster geputzt und die Böden gewischt werden. Ich denke, dass zwei Tage angebracht sind, würde es aber selber an einem machen...nur fehlt mir die Zeit. Es war als Wochenendzusatzverdienst oder wie auch immer gedacht....macht wohl kaum noch jemand. Ich halte diese Arbeit nicht für besonders anspruchsvoll...

Beitrag von marion2 20.05.11 - 09:50 Uhr

Hallo,

das Krankenhaus stellt für dich auch mehr in Rechnung als die 10,00 Euro.

Es hat da so einiges an Nebenkosten.

Gruß Marion

Beitrag von daniela0814 20.05.11 - 09:56 Uhr

Wir wohnen in München, bezahlen immer so um die 15 Euro netto.

Beitrag von manavgat 20.05.11 - 11:34 Uhr

Wenn Du bei einer Fachfirma/selbstständigem Unternehmer anfragst, dann sind 37 Euro/Std. in den Ballungsräumen normal. 25,-- Euro sind das Minimum.

Gruß

Manavgat

Beitrag von tessa030 20.05.11 - 11:43 Uhr

Neee, ich habe es bei einem Kleinanzeiger ausgeschrieben. Es handelt sich ja im Grunde um eine(für mich) leichte Tätigkeit und ist einmalig, also kein Dauerjob. Hätte ich, meine Ma oder irgend einer meiner Freunde Zeit (zum gewünschten Zeitpunkt) hätten wir es locker selber gemacht. Nun ja, ich bin sehr überrascht aber so langsam kommen Anfragen, welche ich eher in Betracht ziehe.

Für mich dennoch fraglich, dass (für mich) sehr unterschiedliche(in anforderung, Verantwortung) Arbeiten dennoch gleich bezahlt werden.

Beitrag von unsicher8981 20.05.11 - 11:54 Uhr

Tja so ist das Leben#schock
Ich verdiene 7,41 Euro netto... NACH 6 JAHREN STUDIUM... und ja, ich arbeite in diesem studierten Beruf...
(wobei ich mir 36 Euro für Reinigungsarbeiten nicht so recht vorstellen kann, das wäre ja der Hammer)

Lg Moni

Beitrag von tessa030 20.05.11 - 12:04 Uhr

Es gibt wahrscheinlich sehr viele, die jetzt aufschreien....ich war auch sehr erstaunt. Mich würde mal interessieren was ein Mitarbeiter dieser Reinigungsfirmen an ihre Mitarbeiter zahlen.
Übrigens habe ich jetzt einen Festpreis von 10€/h angegeben....mal sehen

Beitrag von marion2 20.05.11 - 12:43 Uhr

Das Netto interessiert nicht, sondern das Brutto. Die Steuerklasse machts und die wählst du für gewöhnlich selbst aus.

Was studiert man denn 6 Jahre lang?

Beitrag von fred_kotelett 20.05.11 - 13:07 Uhr

Findest du das jetzt besonders lang?

Beitrag von marion2 20.05.11 - 14:16 Uhr

Die Regelstudienzeit beträgt selten 6 Jahre. Wenn sie länger gebraucht hat, sind die zusätzlichen Jahre kein Argument.

Oder anders: Wenn ich eine betriebliche Ausbildung statt in 3 in 4 Jahren absolviere, sind meine Chancen auf dem Markt wohl auch nicht besser geworden. Würde man dann sagen: "nach 4 Jahren Ausbildung...nur drei fuffzig"?

Beitrag von fred_kotelett 20.05.11 - 14:28 Uhr

Es gibt genügend Studiengänge bei denen effektiv 12 Semester gebraucht werden.

Ich bin aber in sofern bei dir, das die Dauer des Studienganges hier für die Bezahlung unerheblich ist.

Ihre Bezahlung wäre aber auch mit einem 6 Semester Bachelor unterirdisch.

Beitrag von marion2 20.05.11 - 14:34 Uhr

#gruebel möglich wäre auch, dass sie einfach keine Abschluss gemacht hat...

hmmmm

Beitrag von fred_kotelett 20.05.11 - 15:06 Uhr

Naja 7,41 netto wäre ja sogar mit abgebrochenem Studium nicht gerade fürstlich, oder?

Beitrag von unsicher8981 20.05.11 - 16:06 Uhr

Na das sind ja Unterstellungen hier. Ich habe 12 Semester studiert (11 Semester Regelstudienzeit) und drei Staatsexamen bestanden. Von Abgebrochen kann da wohl keine Rede sein!!!!:-[ :-[
Viele meiner Kollegen (und v.a. Kolleginnen) bekommen sogar weniger. Das würde ich mir dann nicht bieten lassen, was ich verdiene ist schon unverschämt genug.

Lg Moni DIE FERTIG STUDIERT HAT!!!!!!

Beitrag von fred_kotelett 20.05.11 - 18:31 Uhr

Also ich bitte dich.

Wo habe ich dir denn unterstellt das du nicht fertig studiert hast?

Beitrag von marion2 21.05.11 - 21:11 Uhr

Das waren VERMUTUNGEN.

Such dir nen anderen Job!

Beitrag von marion2 21.05.11 - 21:10 Uhr

das wäre ungelernt... und wir sprechen immer noch über "netto"

Beitrag von trollmama 20.05.11 - 13:22 Uhr

>>Für mich dennoch fraglich, dass (für mich) sehr unterschiedliche(in anforderung, Verantwortung) Arbeiten dennoch gleich bezahlt werden.<<

Ich glaube, daß Du so einiges nicht beachtet hast!
Du gehst zunächst von einem reinen Stundenlohn aus, das ist schon einmal falsch. Die Reinigungskraft geht mit Sicherheit mit viel weniger Geld nach Hause. Zusätzlich zum Stundenlohn muß der Arbeitgeber aber auch noch Sozialabgaben zahlen.
Dazu kommt, daß die Unternehmen ihre Reinigungsmittel und Utensilien mitbringen - auch die kosten Geld und sind im Preis enthalten.
Der Anfahrtsweg muß berechnet werden.
Versicherungen (Berufsgenossenschaft, etc.) müssen bezahlt werden.
Die weiteren Angestellten (Büro usw.) wollen vielleicht auch ihr Gehalten bekommen!
Und am Ende möchte das Unternehmen vielleicht auch noch etwas verdienen.
Aber wenn Du es billig haben willst - nur zu!
Ich arbeite gerade eine Putzfrau ein, die vorher in Berlin bei einer Putzkolonne angestellt war. Es war die Firma, die Vattenfall das billigste Angebot gemacht hat. Und um es mal so zu sagen: Würde ich bei Vattenfall arbeiten, dann würde ich es mir verkneifen dort aufs Klo zu gehen oder mir auch nur dort die Hände zu waschen!
Viele Grüße
Trollmama

Beitrag von tessa030 20.05.11 - 21:55 Uhr

Ich suche jemanden, der EINMALIG aushilft...ich würd es selber machen wenn mein Mann nicht arbeiten müsste und jemand auf die Kinder aufpasst, da sie sich auf der (noch) Baustelle verletzen könnten. Im Grunde war meine Anfrage an Menschen gerichtet, welche sich am We oder zum H4 bzw generell etwas hinzu verdienen wollen. Rein auf die Hand...10€ sind für mich, nur für Fenster putzen/Boden reinigen wirklich nicht unterbezahlt. Natürlich weiß ich, dass ein Firma mehr Ausgabe hat aber 600 Euro(oder auch mehr) für Fenster und Bodenreinigung eines kleines EFH (ohne Möbel)....da hört es echt auf. Ich würde mich auch nicht bei einer Firma anstellen lassen. Als Kleingewerbe nebenbei....

Weißt Du was, ich würde auch nicht einen meiner Angehörigen bei uns in der Firma pflegen lassen...traurige Welt...abe rich glaube, dass es dennoch die enormen Einnahmen der Arbeitgeber sind, nicht die Arbeitseinstellung der Arbeitnehmer....immer mehr Arbeit für weniger Geld...wenn das gut geht, wird nochmal reduziert...wenn das wiederum klappt, kommt noch ein Arbeitnehmer weg...usw usw....

Wenn ich einem 10€ in die Hand drücke, weiß ich, dass dieser sie auch behält...wenn ich der Firma 600 gebe, glaube ich kaum,dass die Reinigungskfaft mit 10€ geht...oder wie ist das bei Euch?

Beitrag von trollmama 21.05.11 - 09:19 Uhr

Hallo!

>>Im Grunde war meine Anfrage an Menschen gerichtet, welche sich am We oder zum H4 bzw generell etwas hinzu verdienen wollen. Rein auf die Hand...<<

Also handelt es sich um Schwarzarbeit? Ich persönlich hätte dabei Magenschmerzen. Nicht, weil ich so hochmoralisch bin, wenn es eine einmalige Sache ist. Sondern deshalb, weil der Teufel im Detail stecken kann.
Ich stelle mir folgendes Szenario vor: Eine fremde Person kommt in mein Haus, putzt schwarz bei mir die Fenster, steht dabei auf einer Leiter, macht eine ungeschickte Bewegung, fällt runter und bricht sich dabei den Arm. Es handelt sich aber nicht um einen 'einfachen' Bruch, sondern um einen richtig komplizierten Trümmerbruch, der einmal (oder auch mehrmals) operiert werden muß und wenn es dann vollkommen schief läuft, ist der Arm in Zukunft nur noch sehr eingeschränkt belastbar.
Weil die Person aber schwarz gearbeitet hat, ist sie nicht versichert. Somit kommen neben der strafrechtlichen Seite auch finanzielle Belastungen auf mich zu, die ich in diesem Leben wohl nie wieder los werden würde.
Ich weiß jetzt nicht, wo Du gesucht hast. Wir haben vor einigen Jahren unser Umzugsunternehmen über 'my-hammer' gefunden. Es waren auch mehrere um einiges billigere private Personen dabei, die den Auftrag gerne genommen hätten. Aber das Risiko war uns einfach zu groß. Wir haben dann etwas mehr ausgegeben, aber alles hat wunderbar geklappt. Am Ende sind wir immer noch preiswerter weggekommen, als wenn ich bei hiesigen Speditionen angefragt hätte und auch selbst fahren hätte kaum einen Preisunterschied gemacht.

>>...glaube ich kaum,dass die Reinigungskfaft mit 10€ geht...oder wie ist das bei Euch?<<

Ich gehe mit ca. 21 Euro (brutto) nach Hause #schein. Und ich arbeite bei einem öffentlichen Arbeitgeber, nicht bei einem privaten. Die Reinigungskräfte dort verdienen meistens noch mehr. Allerdings lebe ich nicht in Deutschland ;-)

Viele Grüße
Trollmama

Beitrag von litalia 20.05.11 - 13:18 Uhr

also nochmal zum mitschreiben.

du willst in deinem einfamilienhaus die böden gewischt haben und alle fenster geputzt haben?

wie wieviel qm hat das haus?

das sollte doch in einem tag, also 8 stunden zu schaffen sein?

gehen wir von 1,5 tage aus. also also 12 stunden (wobei das meines erachtens viel zu viel zeit ist für diese arbeiten)

ich würde dafür MAXIMAL 150 euro zahlen! ....keinen cent mehr,

wenn sie sage und schreibe 12! stunden braucht dann verdient sie 12 euro pro stunde bei 150 euro.
wenn sie weniger stunden braucht dann verdient sie dementsprechend mehr/stunde.


es ist mir unbegreiflich wie jemand dafür 600 euro verlangt. für ein "bischen putzen"

wie gesagt, mehr als 150 euro würde ich gewiss nicht zahlen für jemanden der alle böden wischen und fenster putzen soll.

Beitrag von tessa030 20.05.11 - 22:00 Uhr

Ich würde das auch an einem Tag machen aber sehe 2 Tage (einige Pausen und eventuell nicht 8 Stunden) vor. Es habe sich eben einige Firmen gemeldet, welche enorme Summen verlangen...dazwischen kamen Anfragen von Privat, welche ähnliche Preise nahmen aber es kamen auch Anfragen mit realistischen Preisvorstellungen...Kleingewerbe nebenbei...ich war nach den ersten Anfragen erstmal platt.