Ich brauche Hilfe! Sauberkeitszwang

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Forum: Familienleben

Die Oma füttert die Kinder übermäßig mit Süßigkeiten, Probleme mit der Schwiegermutter, Tipps zum Feiern der Taufe: Hier ist Platz für alle Themen rund um die Familie.

Beitrag von kimberly1988 20.05.11 - 09:54 Uhr

Hallo ihr,

ich komme gleich zum Thema. Ich habe ein großes Problem und stehe auch schon seit Monaten auf einer Warteliste bei mehreren Psychologen. Ich hatte eine schlimme Kindheit, Gewalt, Alkoholsucht, Liebsentzug und ein ziemlich dreckiges Zuhause. Das heißt ich weiß nicht was ,,normale Sauberkeit" ist.

Mein Problem ist nun das ich zwei Kinder habe, eine 2Jährige Tochter und ein Baby mit 3Monaten. Ich erzähle jetzt euch mal wie es bei uns momentan ist. Ich habe wirklich starke Probleme und Zwänge.

Ich putze wie ein wahnsinnige und ertrage keinen Krümmel auf dem Boden. Wen wir nachhause kommen ziehen wir uns komplett um (ok ist auch gemütlicher aber dennoch), wir waschen und umgehend die Hände. Wen meine 2Jährige draußen gespielt hat kommt sie unter die Dusche und dann in frische Kleidung weil ich den Gedanken daran was sie sich alles in die Haare geschmiert haben könnten nicht ertragen kann. Ich hab so Panik davor das alles ,,dreckig wird". Unterwegs desinfiziere ich mit ständig die Hände aus Angst vor Keimen die Krankheiten übertragen können und mein Baby krank machen könnten. Ich sitze total unentspannt z.B. Cafe weil da ja vorher andere drauf gesessen haben also muss ich mich zuhause erst mal an den Armen und überall wo ich mit nackter Haut in Berührung gekommen bin abwaschen. Meine Brille auch.

Jedes Buch was ich kaufe usw. wird desinfiziert bevor es zuhause auf unserem Sofa landet. Ich könnte unendlich weiter machen. Es macht mich wahnsinnig, ich könnte nur noch heulen. Es engt mich und meine Familie ein. Vorallem weiß ich gar nicht vor was ich so wahnsinnige Angst habe?
Vielleicht einfach davor das es bei uns sonst so aussieht wie bei meinen Eltern früher? -ich denke das ist das Problem. Aber ich versuche da raus zu kommen und überlege wie ich das am besten machen könnte. Ich weiß das es unendlich falsch ist was ich tue, es ist krank was anderes kann man dazu nicht sagen. Ich hoffe das ich auch wirklich im Juni endlich wie versprochen mein erstes Gespräch beim Psycholgen habe.

Nur möchte ich nun von euch wissen was wirklich normal ist an Sauberkeits mit einem Baby und einem Kleinkind und was nicht. Vielleicht könnt ihr mir helfen in dem ihr mir Tipps gebt wie ich mich langsam von diesen Zwänge wegbewegen kann.

Danke, eine traurige Mama.
Ich möchte es nicht so machen aber ich hab so Angst das meine Kinder krank werden oder bei uns alles verdreckt. :-(

Beitrag von anyca 20.05.11 - 10:10 Uhr

Deine Kinder machst Du - solange nicht gerade Ungeziefer krabbelt - eher durch zu viel Sauberkeit krank. Kinder, die öfter mal im Dreck spielen und wo nicht alles mit Sagrotan desinfiziert wird, haben jedenfalls seltener Allergien als die, die vor jeder Bakterie geschützt werden.

Und mach Dir nichts vor - es sitzen eh überall Bakterien, Dein Zuhause ist ja kein OP, den man vollständig sterilisieren kann. Wie desinfizierst Du überhaupt Bücher? Ist doch Papier? #kratz

Der Sauberkeitsstandard variiert sicher stark, bei manchen Leuten wird täglich gesaugt, bei uns fliegen schon mal Staubflocken rum. Ich halte mich da an dieses Motto:

http://kirelog.de/post/60745486/a-clean-house-is-a-sign-of-a-wasted-life-via



;-)

Dir jedenfalls alles Gute für Deine Therapie!#klee

Beitrag von redrose123 20.05.11 - 13:50 Uhr

#augen Denke das weiss sie selbst, sie ist Krank und begiebt sich in behandlung, solche Aussagen helfen Ihr nicht in dem Fall......#winke

Beitrag von leah82 20.05.11 - 20:49 Uhr

#pro

Beitrag von margarita73 20.05.11 - 10:27 Uhr

#liebdrueck

Du Arme! Ich kann mir in etwa vorstellen, wie schlecht es Dir gehen muss. Also, ob es Dir hilft, wenn ich von meinen Vorstellungen von Sauberkeit berichte, weiß ich zwar nicht, aber ich tu´s trotzdem, damit Du einen Anhaltspunkt hast.
Meine Kinder sind fast 11, 7 und 1 Jahr alt. Einmal in der Woche wird bei uns das ganze Haus geputzt. An den anderen Tagen räume ich auf und sauge 1x am Tag Staub. Ansonsten wische ich noch nach Bedarf die Wasch- und Spülbecken aus und putze das Klo. Das war´s an sich an Putzerei. Ansonsten fällt ja auch noch Wäsche, einkaufen etc an. Zum Thema Kinder sauber halten: wenn die Kinder von draußen rein kommen, müssen sie sich die Hände waschen. Vor dem Essen ebenso. Ansonsten duschen die Großen 2x die Woche und waschen sich sonst noch morgens und abends. Die Kleine bade ich 2x wöchentlich und wasche ihr morgens und abends Gesicht und Hände, Popo wird beim Windeln wechseln eh häufig gesäubert. Darüber hinaus wasche ich ihre Händchen und ihr Gesicht nur nach Bedarf, also wenn sie klebrige Hände hat oder Brei im Gesicht hängt.
Dass Du es übertreibst, weißt Du ja schon selbst. Das Wissen allein hilft Dir aber nicht weiter. Ich denke, es wird auf eine Verhaltenstherapie rauslaufen. Ich finde es sehr gut von Dir, dass Du Dir Hilfe holst, denn Deine Lebensqualität schränkt sich durch diese Zwänge ja erheblich ein und die Deiner Kinder und evtl auch Deines Mannes ja auch.

Ich wünsche Dir alles alles Gute und viel Erfolg bei Deiner Therapie!
LG Sabine

Beitrag von kleinekroete1201 20.05.11 - 10:53 Uhr

Du hast es ja Gott sei Dank selber schon erkannt, dass Du falsch handelst. Eine gewisse Grundsauberkeit, ok aber Du übertreibst ja maßlos. Meine Vorschreiberin hat schon recht. Mit so einer übertriebenen Sauerberkeit tust Du Deinen Kindern auch keinen Gefallen. Wie sollen sie denn Abwehrkräfte aufbauen, wenn ständig alles desinfiziert wird? Das kann nicht gehen.
Du musst Dir wirklich Hilfe suchen (tust Du ja auch ich weiss).
Hier mal grob mein Ablauf.

Badezimmer: Klo wird schon regelmässig geputzt wegen Bakterien u.s.w.
Badewanne und Waschbecken nach Bedarf
Boden wird auch nach Bedarf gewischt

Wohnzimmer:

Fenster kommen meistens etwas zu kurz, aber mein Kleiner (19 Monate) patscht auch ständig dran, da müsste man immer mit Lappen hinterher laufen und da hab ich einfach keine Lust zu.
Boden wird bei uns auch nach Bedarf gemacht. Muss auch dazu sagen, wir haben einen Hund. Aber selbst da, wenn ich da immer hinterher wäre, wenn mal ein Haar von ihm auf dem Boden liegt.... oh Gott. Ich würd mir selber das Leben schwer machen.
Die Kids gehen auch nicht tod davon, wenn sie mal irgendwo am Körper ein Hundehaar haben.
Ansonsten die üblichen Sachen. Händewaschen vorm Essen ist vollkommen ok. Wenn wir von draussen kommen, werden sie nur umgezogen, wenn sie sich total zugesaut haben, ansonsten warte ich schon bis Abends. Wenn es nun ganz extrem ist, gibts dann noch die Badewanne, ansonsten tut es auch mal ein Waschlappen.
Das war mal ein grober Überblick.

Ich kann Dir echt nur raten, versuch mal lockerer zu werden. Diese übertriebenen Zwänge merken doch Deine Kinder mit Sicherheit auch. Du machst Dir und auch ihnen wirklich unnötig das Leben schwer. Ihr könnt ja gar nicht mal entspannt irgendwas unternehmen, und das ist doch so wichtig für eine Familie.

Ich wünsche Dir aber trotzdem, dass Du schnell Deine Therapie beginnen kannst. Nutze sie, es ist echt wichtig.

Beitrag von flying-phoenix 20.05.11 - 11:19 Uhr

hallo,

ich kann dich gut verstehen. ich hatte zeiten, da brauchte ich auch eine flasche desinfektionsspray pro monat, weil ich alles, was man anfassen konnte, desinfiziert habe.

wenn besuch da war, habe ich grundsätzlich nach jedem benutzen des bads alles mit desinfektionsmittel eingesprüht.

bis meine schwägerin mich darauf aufmerksam gemacht hat, dass es total krank sei.

aber das war in einer phase, in der ich keine "sinnvolle" aufgabe hatte, sprich in den semesterferien. aber auch in der vorlesungszeit bin ich morgens vor dem weggehen dran gewesen und hab alles geputzt.

mittlerweile hat das bei mir total nachgelassen und ich akzeptiere es, wenn auch mal was liegen bleibt. nicht, dass es schmutzig ist - aber ich habe es akzeptiert, wenn mal am vormittag einfach was auf dem tisch stand und ich nicht 2 mal am tag gesaugt habe.

das war zeitweise nicht leicht, aber meine migräne hat es mir leichter gemacht - weil ich einfach jede bewegung im kopf merkte, blieb einiges liegen.

trotzdem heißt es bei mir jeden tag, aufräumen und jeden 2. tag saugen. nicht mehr. klar, bad wird jeden tag geputzt, aber das ist auch normal. aber mein konsum, was desinfektionsmittel anbelangt, hat sich drastisch reduziert (ich habe sogar noch vorräte, obwohl ich seit bestimmt 4 monaten nichts mehr gekauft habe).

trotzdem mache ich eine therapie, da ich auch ein schwieriges elternhaus hatte und das sich auswirkt. denn dein putzzwang scheint mir nur ein symptom, nicht aber die ursache zu sein.

übrigens krieg ich die krise, wenn ich unterwegs bin und keine
- desinfektionstücher
- desinfektionsgel für hände
- feuchttücher
- feuchtes toilettenpapier
dabei habe. meine psychologin hat darüber bislang nur gelächelt, weil meine handtasche ohnehin alles hat. (mit allem meine ich... wirklich alles, was man brauchen kann.) ich denke aber, dass es demnächst einmal thema wird.

aus meiner sicht kann ich sagen, dass etwas weniger zwang dich absolut erleichtert. es ist anfangs schwer, aber mach dir klar, dass es ja gar nicht um dem schmutz geht oder all das, es ist die große angst, nicht so zu werden, wie deine eltern. aber das kann sich auch total ins gegenteil wirken und deinen kindern das leben schwer machen.

Beitrag von anyca 20.05.11 - 11:29 Uhr

"klar, bad wird jeden tag geputzt, aber das ist auch normal."

Wo nehmt ihr nur alle die Zeit her für dieses Geputze? Bei uns wird das Bad alle zwei Wochen geputzt, nach einem Tag ist da doch nichts dreckig?

Beitrag von flying-phoenix 20.05.11 - 11:49 Uhr

bad putzen ist doch ne kleinigkeit.

- wc-reiniger in die toilette, zähneputzen, dann mit der bürste nachbürsten. dann mit einem feuchten tuch abwischen, einmal die woche desinfektionsmittel drauf - fertig.

- lappen nehmen und waschbecken durchwischen, seifenspender abwischen, fertig.

- mit einem feuchten lappen über alle flächen gehen, mit allesreiniger dusche saubermachen (mache ich nur einmal die woche), fertig.

einmal am tag durchsaugen und 2x die woche durchwischen. haben ja auch duschvorleger, da wird ja in dem sinne nicht viel schmutzig.

aber die tägliche reinigung dauert nur paar minuten. und einmal alle 1-2 wochen wird richtig durchgeputzt, aber auch das dauert nur max. ne 3/4 stunde.

das jeden tag ist mehr für mein wohlbefinden, wenn mal jemand spontan vorbei kommt, soll doch alles sauber sein. da wir auch nahezu jeden tag leute hier haben, hasse ich es, wenn das bad nicht ok ist. dazu muss ich sagen, es gibt ja verschiedene badgrößen. wir haben ein mittelgroßes bad, in den letzten beiden gabs weniger zu machen (weil weniger fläche), aber in größeren gestaltet sich der aufwand sicher auch mit mehr zeit.


da ich lange haare habe, fallen natürlich beim kämmen/ bürsten IMMER haare runter. da mache ich natürlich nicht gleich hinterher wieder sauber, aber länger als nen tag dürfen die nicht liegen.

Beitrag von flying-phoenix 20.05.11 - 11:50 Uhr

ach ja, spiegel wird bei mir nur alle 3-4 tage abgewischt, weil ich es unnötig finde, den täglich zu putzen.

Beitrag von anyca 20.05.11 - 11:53 Uhr

Na, die Haare mache ich gleich weg aus Ausguß oder Waschbecken, aber der Rest ist doch gar nicht schmutzig nach einem Tag? Was putzt Du denn da weg bzw. was soll den Besuch da stören?

Beitrag von flying-phoenix 20.05.11 - 12:11 Uhr

naja, es kommt ja doch etwas staub hin.

außerdem brauche ich diese strukturen, weil ich weiß - lasse ich etwas einreißen, dann lasse ich dinge einfach häufig schleifen. und dann ist es schwer für mich, wieder reinzukommen.

evtl. kommt das mit dem bad aber daher, dass ich das letzte mal, als ich meine erzeuger besuchte, erstmal das bad putzen musste, um es benutzen zu können. denn sauberkeit war bei uns nie ein thema und so war ich einfach vieles nicht gewohnt. holz, das so dunkel war vom verklebten staub, dass es als solches nicht zu erkennen war, war für mich normal.

evtl. legt es sich auch im laufe der jahre, aber da ich keine kinder habe, habe ich auch nicht so viel im haushalt zu machen und mache vieles eben, um mich gut zu fühlen.

dass bei mir was falsch lief, hab ich auch gemerkt, als ich bei freunden nicht auf die toilette ging, ohne sie zu desinfizieren. das mache ich nur noch auf toiletten mit vielen leuten, sprich in restaurants usw.

Beitrag von anyca 20.05.11 - 12:25 Uhr

Ist ja auch o.k., wenn man das "braucht". Ich halte es eben nur nicht für unhygienisch, wenn mal drei Staubteilchen irgendwo rumliegen.

Und da ich eh nur an meinem freien Tag wirklich Zeit zum Putzen habe, ergibt sich die Struktur bei mir von selber. Wenn die Kinder daheim sind, will ich Zeit für sie haben und nicht Hausputz machen (bzw. eben nur das unabwendbare "Schweinerei wegwischen, weil die Kleine den Joghurt umgeschmissen hat ...")

Beitrag von redrose123 20.05.11 - 13:53 Uhr

Spiegel hab ich seit nem Monat nicht mehr geputzt ist sauber wie wäscht Ihr euch das ihr das so machen müsst #kratz

Beitrag von flying-phoenix 20.05.11 - 15:39 Uhr

wenn ich zähne putze, kommt oft der eine oder andere spritzer auf den spiegel. wenn ich mir dir hände wasche, ist alles drum rum verspritzt. ;-) also, bei mir ist das unerlässlich, weil ich ständig kleine sprenkel drauf hab.

Beitrag von redrose123 20.05.11 - 13:53 Uhr

Desinfektionsmittel besitz ich nicht, es genügt mit einem Badputzzeug was auch immer zu reinigen;-)

Beitrag von flying-phoenix 20.05.11 - 15:40 Uhr

siehst du, ich benutze kein badputzmittel, sondern nur einen allzweckreiniger. da darf ich dann auch desinfizieren. ;-)

Beitrag von redrose123 20.05.11 - 13:52 Uhr

Alle zwei wochen #kratz Ich putz mein Bad 2x die woche #kratz Jeder wie er mag nicht wahr;-)

Beitrag von schnee-weisschen 20.05.11 - 19:02 Uhr

Wäh, also beim besten Willen, aber alle 2 Wochen das Bad zu putzen finde ich echt schweinisch. Vor allem, wenn man Kinder hat.

Ich weiss ja nicht, wie es bei Euch ist, aber wir waschen uns darin täglich, und es gehen mehrere Personen mehrmals täglich dort auf Toilette.
Nee, wenn ich sowas höre, krieg ich Plaque.

Beitrag von fleur75 20.05.11 - 11:41 Uhr

Hallo,

ich hatte auch keine besonders schöne Kindheit (Mutter depressiv und alkoholabhängig, Vater meist beruflich unterwegs).
Ich hatte auch Zeiten, in denen ich zu viel geputzt und mir zu viele Sorgen um Keime und Bakterien gemacht habe.
Ständig fürchtete ich mich davor, dass sich meine große Tochter, die damals ein paar Monate alt war, in der Krabbelgruppe anstecken könnte, wenn sie sich das Spielzeug mit den anderen Kindern teilt.
Alles musste zu Hause ordentlich sein und an seinem Platz stehen.
Das habe ich mittlerweile seit zwei Jahren überwunden (meine Kinder sind jetzt knapp 8 und knapp 6).
Die Bäder putze ich einmal in der Woche gründlich, staubsaugen machen wir einmal abends, wenn die Kinder im Bett und ansonsten wird alle paar Tage mal durchgewischt und Staub gewischt.
Also alles im Rahmen. Sicher achte ich nach wie vor noch sehr auf Sauberkeit, aber bin viel entspannter.
Ich habe allerdings auch eine Therapie gemacht. Da hat mir meine Psychologin erklärt, dass diese Sauberkeit ein Fundament für mich ist und mir Sicherheit gibt, die ich in meiner Kindheit nie hatte.
Sobald etwas aus dem Ruder lief, musste ich diese Sicherheit abverlangen, damit ich das kontrollieren konnte.
In anderen Bereichen ist es heute noch so, dass ich Strukturen brauche im Alltag, um mich sicher zu fühlen.
Das ist im Job sehr hilfreich, aber zu Hause mit meiner Familie ist es oft nicht leicht, weil ich zu sehr an meinen Strukturen hänge und so wenig spontan sein kann.
Aber auch da arbeite ich gerade verstärkt dran und bin guter Dinge, dass das bald Geschichte sein wird.
Ich kann Dir nur raten, eine Therapie zu machen. Und lass dieses Desinfizieren bei den Kindern und das ständige Duschen!
Wir waschen auch immer Hände, wenn wir nach Hause kommen, aber die Kinder duschen im Sommer alle 2 Tage und im Winter zweimal in der Woche.
Ich desinfiziere nur die Toiletten und unsere Hände, wenn jemand Magen-Darm-Grippe hat.
Feuchtigkeitstücher nehme ich nur auf Reisen mit oder auf längeren Ausflügen, wenn kein Waschbecken parat stehen kann.

Fleur #blume

Beitrag von mama-von3 20.05.11 - 11:46 Uhr

Hmmm schwierig.Ich finde es schonmal gut das du einen Psychologen aufsuchst.
UND ich denke auch ds dieser Zwang aus deinem Elternhaus stammt.

Hmmm normale Sauberkeit.
Die Kinder werden umgezogen wenn die Kleidung schmutzig ist.Eigentlich jeden Tag.man kann aber auch ne Hose 2 mal tragen.Schüttet sich einer was über die Kleidung wird es gewechselt.
Morgens werden die Kinder gewaschen zähne putzen eincremen. dann wenn sie gegessen haben wird Mund und Hände gewaschen.oder eben wenn sie sichtbar schmutzig sind. Desinfiziert wird hier nichts. Ausser ab und an mal das WC. Vorallem wenn an einem Tag viel Besuch da war.Sonst wird normal geputzt.Mit normalen Reinigern.
Wg den Büchern die du desinfizierst.
Starte mal einen versuch: Was passiert wenn du ein Buch einfach so aufs Sofa legst. Schreib dir mal auf was dann in dir vorgeht.
Ich würde evt in kleinen Schritten vorgehen. Solltest du probleme damit haben nimm eine Freundin oder deinen Mann.Ihr macht vorher genau aus welchen Schritt ihr geht.
Also zb. Heute werden die kinder nach dem Spielen NICHT umgezogen.Wenn eine Person dabei ist die "auf dich aufpasst" ist es vielleicht einfacher.Achte darauf wie es dir in dem MOment geht.Und dann wenn du es echt geschaft hast wie du dich dann fühlst. Vielleicht kannst du dich mit irgend was belohnen.Mit etwas was du gerne hast.

Denke immer daran das deine Kinder sich deinen Zwang abschauen könnten.

Halte dir auch vor Augen das euch nichts passiert wenn ihr euch nicht umzieht nach dem Spielen.
Ausserdem hast du so auch weniger wasch und bügelarbeit.

Geh doch mal in andere HAushalte und sieh dich ein bisschen um.
Versuch dir was ab zu schauen.

Mehr kann ich jetzt so im Moment nicht dazu sagen.

Alles gute:)#liebdrueck

Beitrag von schwilis1 20.05.11 - 13:09 Uhr

Mein Freund ist genauso ein Zwängler..,. inwzsichen muss ich es echt mit Humor sehen... er sieht nur noch 16% (netzhautablösung) aber er sieht auf 5 meter jeden Krümel auf dem Sofa...

ich bin eher die Chaosbraut... mich stoert der ein oder andere Krümel nicht... meine Wohnung ist zwar chaotisch aber nicht schmutzig (also es vergammelt nichts auf dem Tisch oder es liegt kein Müll rum) aber es liegt halkt Spielzeug rum und auf dem Klo Bücher und Zeitschriften von mir.

ich weiß nicht wie wir jemals zusammen kommen konnten und ich bin mir sicher... dieses chaosproblem und sauberkeitsproblem wird uns über kurz oder lang trennen. denn keiner kann aus seiner HAut raus. egal wieviel mühe ich mir gebe... ich seh das Chaos nicht so wie er und während ich mir denke, ha da geh ich nachher mit dem Staubsauger drüber denkt sich mein Freund: oh mein gott... der Elias darf auf keinen Fall alleine essen denn er könnte ja krümeln...
und das ist übel...

bestimmt wird die Therapie helfen... ist es eine Verhaltenstherapie?

Beitrag von molinalaja 20.05.11 - 13:14 Uhr

<Vorallem weiß ich gar nicht vor was ich so wahnsinnige Angst habe?
Vielleicht einfach davor das es bei uns sonst so aussieht wie bei meinen Eltern früher? -ich denke das ist das Problem. >
Sieht so aus.

Ich würde mir professionelle Hilfe holen.

Beitrag von sarahg0709 20.05.11 - 13:29 Uhr

Hallo,

das erste, was wir alle machen, wenn wir zu Hause ankommen und die Schuhe ausgezogen haben: Hände waschen.

Hände wasche ich mir sehr häufig, gezählt habe ich es nie wirklich, aber sicherlich 20x/Tag.

Als meine Kinder klein waren, musste man sich im KH immer die Hände desinfizieren und beim 2. Kind die Brust gleich mit #schock

Das habe ich aber schnell sein lassen. Es ist wichtig, dass die Kinder mit Keimen in Berührung kommen.

Wir haben Haustiere, sind aber keine übertriebenen Putzteufel. Vielleicht haben die Kinder deswegen auch keine Allergien. Als die Kinder klein waren, haben die Tiere selbstverständlich auch mit ihnen geschmust, die Kinder haben sie gestreichelt und dann gingen die Finger in den Mund :-D

Ich desinfiziere höchstens mal die Toilette, wenn ein M-D-Virus rumgeht.


LG

Beitrag von redrose123 20.05.11 - 13:49 Uhr

#liebdrueck#herzlich

Ich denke mit dem Psychologen bist du auf dem besten weg, du siehst ja das es Probleme gibt und handelst#pro Das wird, berichte doch über deine Fortschritte drück dir alle Daumen die ich habe#liebdrueck

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