Zwei Kinder - eine Hausaufgabe

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von maxundjan 20.05.11 - 10:36 Uhr

Hallo,

mein Sohn (10J., 4.Klasse) soll zusammen mit seinem Freund einen Kurzvortrag machen. Die beiden setzen sich bei dem Freund zusammen, mein Sohn schreibt etwas über das Thema, sie bereiten das Plakat vor.

Am nächsten morgen kommt die Mutter des Freundes zum Treffpunkt der Kinder, sagt meinem Sohn das sie das was er geschrieben hat nicht gut findet, Er soll etwas neues schreiben und noch was ausdrucken und das dann am Nachmittag zu ihr mitbringen. Nun war aber niemand von uns zu Hause so das mein Sohn nicht an den Drucker kam. So hat er eben nur seinen geschriebenen Text und ein paar Bilder.

Gestern in der Schule mußten die Kinder dann den Vortrag halten. Geplant war das beide Kinder einen teil vorlesen. Bei uns hat nur der Freund vorgelesen. Die Lehrerin hat nachgefragt und als mein Sohn sich erklären wollte hat sie gesagt. das interessiere sie nicht.

Nun hat der Freund eine 2 bekommen und mein Sohn eine 4. Wir wollen nachher mit der Lehrerin reden, ich finde das nicht in Ordnung.

Es wäre schön, wenn ihr mal eure Meinung dazu schreibt.

Danke schön!

Sandra

Beitrag von luka22 20.05.11 - 10:42 Uhr

Wie hat denn die Lehrerin die 4 begründet?
Seinen Text hatte er ja dabei - auch wenn er "nur" handgeschrieben war. Woran lag es also?

Grüße
Luka

Beitrag von maxundjan 20.05.11 - 10:47 Uhr

Sein "Freund" hat gesagt er hätte das meiste alleine gemacht und die Mutti des Jungen war auch morgens mit in der Klasse.
Die Lehrerin hat gar nichts dazu gesagt. Ein Zitat von ihr bei einer anderen sache "Sie ist jetzt seit 30 Jahren Lehrerin, sie weiß was sie macht."

Sandra

Beitrag von luka22 20.05.11 - 18:50 Uhr

"Sie ist jetzt seit 30 Jahren Lehrerin, sie weiß was sie macht."

#augen

Ja, mit dieser Antwort kann man sehr viel anfangen. Ich würde mich damit nicht abspeisen lassen. Sie soll dir die Note begründen, damit dein Sohn die Chance hat, sich beim nächsten Mal zu verbessern. Auch würde ich klar sagen, dass du es nicht in Ordnung findest, dass dein Sohn nicht angehört wurde.
Das Benehmen der Mutter ist im Übrigen auch völlig daneben "kotzurbini". Wahrscheinlich hat sie morgens noch bei der Lehrerin über deinen Sohn abgezogen...so in der Art: "es wäre noch besser geworden, wenn xy seine Sachen vernünftig gemacht hätte!"

Grüße
Luka

Beitrag von maxundjan 21.05.11 - 11:06 Uhr

Hallo,

mein Sohn hat nun nochmal eine neue Aufgabe bekommen und kann so nochmal allein ein Plakat machen.

Geredet hat die Lehrerin nicht wirklich mit uns (aber das kennen wir ja schon) und der andere Junge (die beiden spielen sonst eigentlich jeden Tag zusammen - oder "hängen ab"), aber er hat sich bis heute nicht mal gemeldet. Ich finde das eigentlich schade, denn ich könnte mir vorstellen das ihm das auch unangenehm ist (wenn die Mutti da so interveniert).

Nungut, er hat nochmal eine Chance, mehr wollten wir nicht.

Ein schönes Wochenende,

Sandra

Beitrag von sarahg0709 21.05.11 - 13:45 Uhr

Hallo Sandra,

das ist wenigstens ein Lichtblick #sonne

Ich drücke die Daumen, dass er jetzt eine gute Note bekommt.


LG

Beitrag von sarahg0709 20.05.11 - 10:46 Uhr

Hallo Sandra,

zum einen finde ich es schon mal nicht in Ordnung, dass sich da die andere Mutter eingemischt hat. Die Jungen sollten zusammen einen Vortrag vorbereiten.

Das andere: Mein Sohn hatte mit 10 Jahren weder einen Computer noch einen Drucker. Was hat er also gemacht? Alles mit der Hand geschrieben. Wenn die Lehrerin ihm deswegen eine schlechte Note gegeben hätte, wäre bei mir aber der Ofen aus gewesen.

Ich schreibe auch heute noch vieles mit der Hand, weil ich selbst auch keinen Drucker habe und nicht immr jemand anderes bitten möchte, mir was auszudrucken.


LG

Beitrag von maxundjan 20.05.11 - 10:55 Uhr

Da ich immer ziemlich spät nach hause komme haben die Jungs eben "drüben" ihre HA gemacht und das die Mutter so ist, wußte ich nicht. So kenne ich sie auch nicht.

Mein Sohn hat zwar seinen PC aber keinen Drucker, er geht eigentlich auch nur an den PC wenn wir da sind.

Es geht glaub ich nicht mal so sehr um das gedruckte, ich weiß auch nicht was da im Moment los ist.

Mich nervt einfach nur die Lehrerin die sich meinen Sohn nicht mal anhört.

Sandra

Beitrag von lena10 20.05.11 - 10:47 Uhr

Hallo,

ich verstehe deinen Text auch nicht wirklich.

Was hat das Handgeschriebene mit der Note zu tun?
Was hat die Mutter des Freundes damit zu tun?
Wie und wo haben die Kinder den Vortrag geübt?
Warum hat nur der Freund vorgelesen?

Wenn es bei dem Vortrag tatsächlich so aussah, als hätte der Freund die ganze Arbeit gemacht und dein Sohn sich nur dazu gestellt, kann ich die Notengebung verstehen. Ich verstehe auch, dass die Lehrerin etwas ärgerlich war und keine Lust auf große Erklärungen hatte, denn es hat deinem Sohn wohl niemand verboten, seinen Teil vorzulesen, oder?

Gruß, Lena

Beitrag von maxundjan 20.05.11 - 10:52 Uhr

Der Mutter des Jungen hat nicht gefallen was mein Sohn geschrieben hat, deshalb sollte er was neues schreiben, am PC und dann eben ausdrucken. Das ging aber nicht, weil niemand von uns zu Hause war. Das handgeschriebene wollte sie nicht auf das Plakat machen.

Die Mutter des anderen Jungen mischt sich leider ständig in die Schulsachen ein und bis zum morgen des Vortrag-Tages war eigentlich klar wer was vorliest. Mein Sohn ist einfach nicht zu Wort gekommen (das haben mir auch Kinder aus der Klasse bestätigt)

Ich denke schon das die Lehrerin ihn hätte zu Wort kommen lassen müssen.
Ohne von beiden Seiten eine Erklärung zu hören kann sie wohl nicht wirklich fair urteilen, oder?

Sandra

Beitrag von lena10 20.05.11 - 11:00 Uhr

Ich frage mich gerade, warum die Mutter des Jungen alles in die Hand nehmen konnte. Dein Sohn hat dir das doch sicher erzählt, warum hast du dich nicht vorher eingemischt?

Ich stelle mir gerade die Vortrags-Situation in der Klasse vor (wo die andere Mutter doch wohl hoffentlich nicht dabei war). Wie kann es angehen, dass ein Junge einen anderen nicht zu Wort kommen lässt? Wieso sagt dein Sohn nicht, dass er auch einen Text hat, der nur nicht auf dem Plakat ist?
Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass die Lehrerin auf solche konkreten Fragen keine Antwort erwartet hat.

Lena

Beitrag von maxundjan 20.05.11 - 11:21 Uhr

Die Mutti des Jungen ist sehr anmaßend und auch sehr beschützend (so will ich das mal ausdrücken).

Was dort im einzelnen vorgefallen ist habe ich erst gestern abend erfahren, als ich nach Hause gekommen bin und von der Note erfahren habe. Normalerweise brauche ich mich bei meinem Sohn nicht die Hausaufgaben einmischen, oder mich drum kümmern. Er legt sie mir vor und guck drüber. Ich bin davon ausgegangen das dies mit dem Vortrag auch klappt, war ja auch nicht das erste mal.

Als die Kinder den Vortrag gehalten haben und mein Sohn dran war, hat der andere Junge ihn nicht zu Wort kommen lassen und gesagt, das meiner ja nicht viel gemacht hat.

Tja, und die Lehrerin ist ein Kapitel für sich. Mir haben andere Kinder in der Klasse bestätigt das sie keine Erklärung hören wollte.

Es ist z.B. auch so, das eben diese andere Mutti morgens in die Klasse gehen kann und mit der Lehrerin reden kann, jede andere Mutti darf das nicht (habn wir und auch andere schon selbst erfahren müssen)

Ich will meinen Sohn ja nicht in Schutz nehmen, wenn er die Sache verhauen hat, dann muß er eben auch dafür die Note bekommen. Aber an einer Sache wofür er nichts kann, kann ihm niemand die Schuld geben.

Sandra

Beitrag von lena10 20.05.11 - 11:37 Uhr

Natürlich ist eine schlechtere Note nicht gerechtfertigt, wenn das Kind die gleiche Arbeit erledigt hat wie das andere!

Ich bin nur immer sehr skeptisch, wenn ich solche Äußerungen über Lehrer lese. Man hört oft negative Dinge über Lehrer, weil das meist der einfachere Weg ist - in der Realität sind mir bisher allerdings nur verschwindend wenige Exemplare begegnet, die wirklich so wären.
Ich kenne z.B. keine Lehrerin, die eine besonders aufdringliche Mutter oder deren Kind in irgendeiner Weise bevorzugen würde (eher im Gegenteil!!!) oder die einem Kind (einer solchen Mutter auch noch) einfach Glauben schenkt, ohne das andere anzuhören. Besonders dann nicht, wenn das "benachteiligte" Kind sonst immer ein guter Schüler ist, der seine Aufgaben zuverlässig erledigt.
Oft werden Begebenheiten verdreht oder von der Klasse auch anders wahrgenommen, als sie tatsächlich sind.

Besprecht die Dinge doch in Ruhe mit der Lehrerin und hört euch ihre Sicht an. Vielleicht klärt sich dann ja alles auf und euer Sohn kommt zu seiner gerechten Note!
Viel Glück!
Lena

Beitrag von maxundjan 20.05.11 - 11:42 Uhr

Natürlich hört sich das immer nach "ach mein armes Kind" an, aber das ist es nicht. Ich will nur Gerechtigkeit. Wenn mein Sohn Mist genacht hat, dann wird er dafür grade stehen müssen...

Wir werden nachher mal mit der Lehrerin reden.....

Danke schön!

Sandra

Beitrag von meringue 20.05.11 - 14:43 Uhr

Hallo,

es wird schon so sein, wie du vermutest: Die andere Mutter hat der Lehrerin erzählt, wie viel Arbeit ihr Sohn (oder sie...) mit dem Referat hatte und wahrscheinlich war dein Sohn beim Vortrag eingeschüchtert/unsicher wegen seiner Leistung, kam nicht richtig ans Reden und machte keine gute Figur.

Das kannst du nur im persönlichen Gespräch klären. Es kann ja nicht sein, dass andere Eltern sich so in eine Gruppenarbeit mischen, dass ihre eigenen Kinder am Ende als die Winner und andere ohne elterliche Rückendeckung dumm dastehen.

Diese Probleme habe ich schon bei anderen -beruflich sehr eingespannten-Eltern mitbekommen. An der weiterführenden Schule verschärft sich das, leider.

LG M

Beitrag von fraz 20.05.11 - 11:59 Uhr

Ja, wenn den Lehrpersonen bewusst wäre, was das bedeuten kann, so würden sie sich das besser überlegen....

Als Lehrperson mache ich das nur auf freiwilliger Basis. Und ganz wichtig:
BEIDE bekommen dieselbe Note, weil ich davon ausgehe, dass beide an dem Vortrag zu gleichen Teilen gearbeitet haben.

Als Elternteil komme ich hautnah mit, was so ein Gruppenvortrag bei meinem Sohn (11) auslöst:
Er, der sehr pflichtbewusst und ein guter Schüler ist, muss in einer von der Lehrerin vorgegebenen Gruppe einen Vortrag machen.
Fazit: Er macht die ganze Sache, die anderen machen kaum etwas.
Ich als Mutter würde mich aber NIE mit einmischen, sonst würde die ganze Sache ja noch abstruser.....

Erklär der Lehrerin den Ablauf und mach ihr begreiflich, was sie damit auslöst!
Teamarbeit okay, aber dann bitte in selber gewählten Gruppen und die Beurteilung ist dann ein Teamergebnis!

Alles Gute

Fraz

Beitrag von schokostreusel 20.05.11 - 14:52 Uhr

Hallo!

Nein, das würde ich auch nicht so auf meinem Kind sitzen lassen.
So wie es sich anhört, hat ja die Mutter des anderen Kindes den Vortrag vorbereitet und nicht die Kinder, deren Aufgabe es war.

Das sie das Geschriebene Deines Sohnes einfach weglässt, ihn mit nicht gut beurteilt und dann behauptet, ihr Kind hätte fast alles alleine gemacht ist unverschämt.

Das hat auch mit Teamarbeit nichts zu tun.

Beitrag von kawatina 20.05.11 - 16:58 Uhr

Hallo,

Gemeinschaftsarbeiten als Heimarbeit bewähren sich nicht und sind unsinnig.
Haben zumindest bei uns auch die Lehrer erkannt. In Heimarbeit sammelt jeder Material, was in Gruppen oder als Team dann in der Schule gemeinsam fertig gestellt wird.

Alle Kinder/Jugendliche einer Gruppe bekommen die gleiche Benotung.

Meine Tochter hat auch kein Problem die halbe Klasse mit Material und Bildern zu versorgen und oft wird gerade einer in die Gruppe genommen, der schwach steht und dringend eine gute Note benötigt. Das nennt man Teamgeist. Der Teamchef, welcher die Aufgaben verteilt, bekommt die gleiche Note, wie der der vorträgt oder schreibt.

Gegen die Benotung der Lehrerin würde ich schriftlich Beschwerde zu Händen des Rektors einreichen, da man offensichtlich nicht mit dieser reden kann.
Die Schulleitung leitet dann diese Beschwerde an die Lehrkraft weiter, die den Vorgang prüft und ggf. korrigiert oder die Beschwerde mit Begründung abweist. So würde ich es machen und habe es selber in einer anderen Hausaufgabenangelegenheit bis zum bitteren Ende auch durchgezogen - denn diese Beamtenseelenwillkür geht auch mir manchmal kräftig auf den Zeiger!

Ich schätze in dem Fall lag sehr wohl eine Teamarbeit vor, die aus Mutter und Sohn bestand. Das dürfte auch nicht im Sinne des erfinders gewesen sein ;-)

LG

Beitrag von maxundjan 20.05.11 - 18:45 Uhr

Wir haben heute mit der Lehrerin gesprochen und unser Sohn bekommt ein neues Thema und kriegt eine neue Chance.

Mehr wollten wir ja gar nicht.

Danke an alle!

Sandra