SPZ

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von doro86 20.05.11 - 17:36 Uhr

Hallo
wir waren gestern mit unser Tochter 1,5 zur Entwicklungskontrolle beim KIA der uns dann anriet ie im SPZ vorzustellen.
was genau wird da gemacht mit den Kindern? müssen sie da auch stationär bleiben?

liebe grüße
doro die viele fragen im kopf hat

Beitrag von krokolady 20.05.11 - 18:53 Uhr

Ein SPZ ist einfach nur eine Anlaufstelle wo sozusagen alle Spazialisten unter einem Dach sitzen, und wo alle möglichen Untersuchungen gemacht werden können.
Man rennt also nicht von Pontius zu Pilatus, sondern hat eine anlaufstelle wo dann geschaut wird wo die "Baustellen" sind, und dann die nötigen Untersuchungen in die Wege geleitet werden.

Über Nacht müsst ihr bei normalen Untersuchungen nicht bleiben.....das kann höchstens vorkommen wenn ein MRT oder so gemacht werden muss.

Beitrag von tigerbaby1976 20.05.11 - 18:58 Uhr

Hallo,
also wir waren ambulant da und ich denke, das ist die Regel.
Mein Sohn wurde 1 Stunde auf den Kopf gestellt. Erst wurde mit uns gesprochen und er beim Spielen beschäftigt. Dann sollte er so ein paar Dinge machen, Klötze stapeln, laufen (ob er eine Asymmetrie hat), einen Ball schießen, rennen, hüpfen... So ganz genau weiß ich das nicht mehr. Aber es ist so eine erweiterte U-Untersuchung, weil sie mehr Zeit hatten. Wir wurden nach der Sprachentwicklung gefragt, Sozialverhalten (im Rahmen des Möglichen), woran er Interesse hat, ob er sich alleine beschäftigt, ob er stark fremdelt, was er ißt und trinkt, ob er aus dem Becher trinkt...
Also alles in einem nicht schlimmes.
Inwiefern ist Deine Tochter denn evtl. entwicklungverzögert?
LG
PS: Mein Sohn war damals auch 1,5 und nur da, weil er den 2. Fieberkrampf hatte.

Beitrag von kati543 20.05.11 - 19:11 Uhr

Das kommt aufs SPZ an. Bei uns bleibt kein Kind stationär. Bei uns dauert 1 umfangreicher Termin auch allerhöchstens 2 Stunden. Der kurze Termin 1/2 Stunde und der lange Termin 1 Stunde.
Beinhalten tut ein Termin:
Körpermaße bestimmen (Länge, Gewicht, KU, Blutdruck) - im Vorzimmer

Und dann das Arztgespräch:
* Anamnese (Schwangerschaft, Geburt, bisherige Entwicklung, welche Entwicklungsschritte in welchem Monat)
* körperliche Untersuchung
* Entwicklungstest (je nach Problemen deiner Tochter eben die motorische oder kognitive Entwicklung)

Bei uns wird nach diesem Test getestet (http://de.wikipedia.org/wiki/Bayley_Scales_of_Infant_Development). Das Ergebnis bekomme ich auch sofort noch im Zimmer gesagt - also nicht Wochen später ;-)

Das SPZ koordiniert bei uns alle Ärzte, Therapeuten, KH,.... Also macht eigentlich die Arbeit des KiA bei Kindern, die zu komplex krank sind. Wir haben dort z.B. auch jährlich 1 Termin für 1 Gespräch mit ALLEN Ärzten, Therapeuten, Frühförderern, Integrativkräften (aus dem Kiga) unserer Kinder. Beim letzten Mal waren das immerhin 10 Leute, die da zusammen kamen. Bei diesem Termin wird dann festgelegt, was im nächsten Jahr die grobe Richtung für die Förderung sein soll. Also ist es z.B. wichtiger Daniel eine Gebärde beizubringen oder essen? Beides zusammen geht nicht - da wird das Kind überfordert.