Sie will nicht mehr zum Ballett; soll ich sie "zwingen"?

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Forum: Erziehung

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Beitrag von viki82 20.05.11 - 18:06 Uhr

Hallo erstmal,

ich habe folgendes Problem mit Adriana (4,5): sie hing mir monatelang in den Ohren, dass sie unbedingt Ballett machen will. In drei verschiedenen Balletschulen hatten wir eine Probestunde, die sie entweder weinend abbrach oder gar nicht erst mitmachte, sondern nur schauen wollte.
Nach einer Pause wagten wir es erneut und siehe da: sie machte mit und es gefiel ihr tatsächlich. Also meldeten wir sie an und somit macht sie seit Februar Ballett.

Nun will sie seit zwei Wochen nicht mehr hingehen. Sie weint (keine Krokodilstränen, sondern aus vollem Herzen) und fleht mich an nicht gehen zu müssen. Ich habe die Lehrerin heute darauf angesprochen, sie wüsste aber auch nicht, was der Grund sein sollte. Adriana sagt, sie machen immer "Stopp-Tanz" und das "Trommelspiel", deswegen will sie nicht mehr hin #kratz

Letztes Jahr meldete ich sie zur musikalischen Früherziehung im KIGA an, auch das wollte sie nach einigen Wochen nicht mehr mitmachen.
Also habe ich gekündigt und musste noch ein halbes Jahr weiter den Beitrag bezahlen, ohne dass sie teilnahm.

So und jetzt frage ich mich, ob ich sie sozusagen zwingen soll, weiter Ballett zu machen (schließlich habe ich auch da eine Menge Geld im Voraus bezahlt) oder sie dem Unterricht fern zu lassen und auch hier wieder Geld in den Wind zu schießen....

schwierig, schwierig....was haltet ihr von der ganzen Sache?

vielen Dank schonmal, sagt

Viki

Beitrag von kaffetante 20.05.11 - 18:30 Uhr

Meiner wollte auch unbedingt in die Musikschule. Zwischendurch wollte er sich auch weigern, ich habe ihn aber genötigt, er musste das Jahr durchziehen. Meiner Meinung nach müssen die Kinder da durch und merken, dass sie auch mal etwas zu Ende machen müssen...

LG

Beitrag von ayshe 20.05.11 - 18:43 Uhr

Auch wenn Kinder ganz unbedingt irgendetwas wollen, wissen sie doch gar nicht, auf was sie sich da überhaupt einlassen.
Sie können es gar nicht beurteilen.
Manchmal ist eher falsch, dem Kind überhaupt zu schnell und zu tief (lange Kündigungsfristen, feste Bindung) anzumelden.

Kinder sind da eben noch unreif, heute hü und morgen hott.

Ich würde mein Kind nie zu so etwas zwingen, aber ich melde sie auch nicht gleich beim ersten Aufschrei an.

Beitrag von bine3002 20.05.11 - 18:56 Uhr

"Ich würde mein Kind nie zu so etwas zwingen, aber ich melde sie auch nicht gleich beim ersten Aufschrei an."

Na ja, leider gibt es ja meist nur wenige Schnuppertermine. Hier in der Gegend ist es meist 3 mal schnuppern, dann anmelden. Und beim Ballett kostete das Schnuppern sogar 45 Euro für 4 mal, während der Monat normalerweise nur 38 Euro kostet. Wir haben es dann so gelöst, dass wir unsere Tochter nach dem 1. Mal angemeldet haben, gleichzeitig aber sofort eine Kündigung abgegeben haben. Somit hätten wir höchstens 3 Monate umsonst bezahlt.

Beitrag von ayshe 20.05.11 - 19:02 Uhr

Oh je, mit Ballettschulen habe ich keine Erfahrung. Das ist ja schon gesalzen.

Aber gleich eine Kündigung mitzugeben, ist ja ein guter Trick :-)

Beitrag von bine3002 20.05.11 - 19:16 Uhr

"Aber gleich eine Kündigung mitzugeben, ist ja ein guter Trick"

Ja, Schlaufüchse sind wir, nicht wahr?

Beitrag von ayshe 20.05.11 - 19:25 Uhr

#ole

Finde ich echt super.

Beitrag von bine3002 20.05.11 - 18:53 Uhr

Ich habe gestern einen Beitrag zu einem ähnlichen Problem geschrieben: http://www.urbia.de/forum/index.html?area=thread&bid=4&tid=3151534

Du musst ihn nicht ganz lesen, nur so viel: Meine Tochter ist auch immer erst sehr euphorisch. Wenn sie dann eine Weile dabei ist, könnte man meinen, sie wird gezwungen, weil sie so weint. Bei ihr ist das Problem nicht der Sport, sondern das Einfügen in eine größere Gruppe. Und es dauert in der Regel mehrer Monate bis sie sich eingewöhnt hat. Meine Tochter geht aber immer noch gerne hin und die Probleme treten erst während der Stunde auf (in diesem Fall nur noch beim Rollkunstlauf, Ballett liebt sie und weint auch nicht mehr).

Deswegen würde ich an deiner Stelle zuerstmal ganz genau analysieren, woran es wirklich liegt. Sprich mit deiner Tochter und finde heraus, was genau am "Stopp-Tanz" und am "Trommelspiel" so doof ist. Frag sie auch, ob denn der Rest Spaß macht und ob sie einen Lösungsvorschlag hätte, der die Ballettstunde wieder schön macht, z. B. dass sie nur zusieht, dass Du dabei bist etc.

Wenn sich da nichts ergibt, dann besprich mit der Lehrerin, ob es möglich ist, dass deine Tochter nur zuschaut, wenn ihr etwas unbehaglich ist. Und besprich dann mit deiner Tochter, dass sie deutlich sagen soll, wenn sie zuschauen möchte. Nimm es hin, dass sie nur zusieht, das ist in Ordnung!!!

Eine Möglichkeit wäre auch, dass Du ihr anbietest, es sich zu überlegen und sie wöchentlich aufs Neue fragst, ob sie gehen möchte oder nicht. Das Ziel wäre, den Druck rauszunehmen. Sie sollte nicht denken, dass sie dir einen Gefallen tut.

Sollte es absolut nicht mehr gehen, dann würde ich nicht mehr hingehen und den finanziellen Verlust hinnehmen. Allerdings würde ich ihr als Konsequenz in der Zukunft sehr klar machen, dass das so nicht geht. Wenn sie sich also jemals wieder für einen Sport entscheidet, muss sie ihn bis zum Ablauf der Kündigungsfrist auch durchziehen. Und für dich sollte die Konsequenz sein, dich nicht mehr auf Jahresverträge einzulassen. Beim Ballett habe ich übrigens sofort nach Vertragsabschluss gekündigt und dann jeweils verlängert. Wir haben also quasi immer eine Kündigung laufen und binden uns so nur für maximal 3 weitere Monate.

Beitrag von ayshe 20.05.11 - 19:06 Uhr

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Deswegen würde ich an deiner Stelle zuerstmal ganz genau analysieren, woran es wirklich liegt. Sprich mit deiner Tochter und finde heraus, was genau am "Stopp-Tanz" und am "Trommelspiel" so doof ist. Frag sie auch, ob denn der Rest Spaß macht und ob sie einen Lösungsvorschlag hätte, der die Ballettstunde wieder schön macht, z. B. dass sie nur zusieht, dass Du dabei bist etc.
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Das ist allerdings auch wahr.

Man sollte es hinterfragen, wer weiß, was der tatsächliche Grund ist.
Als Erwachsener denkt man schnell daran, daß es eben nicht der rchtige Sport ist, ich zumindest #schein


Meine Tochter wollte eine Zeit nicht zum Schwimmen.
Aber der Grund war klar, die Lehrerin wurde krank und vertreten, die Vertretung war sehr laut usw. meine Tochter konnte sie einfach absolut nicht ab und ihren ganzen Stil auch nicht.


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Sollte es absolut nicht mehr gehen, dann würde ich nicht mehr hingehen und den finanziellen Verlust hinnehmen. Allerdings würde ich ihr als Konsequenz in der Zukunft sehr klar machen, dass das so nicht geht. Wenn sie sich also jemals wieder für einen Sport entscheidet, muss sie ihn bis zum Ablauf der Kündigungsfrist auch durchziehen. Und für dich sollte die Konsequenz sein, dich nicht mehr auf Jahresverträge einzulassen.
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Das finde ich gut :-)
Es ist ja auch nicht die alleinige Schuld des Kindes.

Beitrag von bine3002 20.05.11 - 19:15 Uhr

"Als Erwachsener denkt man schnell daran, daß es eben nicht der rchtige Sport ist, ich zumindest"

Das muss nicht so sein. Oftmals sind es andere Gründe: Eine laute Lehrerin, mangelnde emotionale Reife wie bei meiner Tochter. Meine Tochter liebt z. B. Ballett, aber Kindertanzen mag sie gar nicht. Meine Freundin ist Kindertanzlehrerin und wir waren dort mal schnuppern. Meiner Tochter war es dort zu "laut", einfach weil es eine ganz andere Musikrichtung ist. Also tanzen ja, aber eher klassisch und ruhig.

Kinder neigen dazu den Weg des geringsten Widerstands zu nehmen... nein, nicht nur Kinder... die meisten Menschen tun das. Aber letztlich ist das Leben kein Ponyhof und deswegen versuche ich meiner Tochter zu vermitteln, dass GERADE schwierige Situationen das Leben auch spannend machen und wir gemeinsam vieles meistern können. Das ist auch der Grund, warum wir das Rollkunstlaufen nicht schon längst aufgegeben haben. Ich glaube fest daran, dass es sie stark macht, wenn sie sich durchkämpft. Sie ist aber noch zu klein, um das alleine zu schaffen. Deswegen sollten wir Eltern dabei helfen. Das Lob dafür, wenn sie es geschafft hat, gehört aber ganz allein ihr. Einfach aufzugeben ist für uns nicht der richtige Weg.

Wenn der Sport aber wirklich keinen Spaß macht, dann ist das kein aufgeben und dann ist es natürlich OK, es abzublasen.

Beitrag von ayshe 20.05.11 - 19:24 Uhr

Ja, ich meine aber wenn man aufhören will, dann ist es bei Erwachsenen doch meist einfach nur eine falsche Entscheidung gewesen.
Und als erwachsene hatte ich das spontan im Kopf.

Und da sollte man weiter denken, und wie du sagst eben auch hinterleuchten, was das Problem ist.
Das werde ich mir auf jeden Fall merken.


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Kinder neigen dazu den Weg des geringsten Widerstands zu nehmen... nein, nicht nur Kinder... die meisten Menschen tun das.
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Ja, aber wenn man dann genau überlegt, was man eigentlich will, wird es klarer.
Deine Kleine will eben Rollkunstlaufen, es macht ihr Spaß und dafür kämpft sie auch.
Wäre ihr der Sport gar nicht so wichtig, hätte sie es längst seinlassen.
Und das muß man eben erkennen bei den Kindern.


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Wenn der Sport aber wirklich keinen Spaß macht, dann ist das kein aufgeben und dann ist es natürlich OK, es abzublasen.
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Ja, das sehe ganz genauso.
Man kann auch durchaus mal einen Griff ins Kl.. gemacht haben, hatte eine falsche Vorstellung oder so.


Ich habe mal Rhönradturnen gemacht, ist echt supertoll und macht viel spaß.
Ich war damals ca. 16.
Ich habe aufgehört, weil ich einfach diese Vereinsgeschichten gehaßt habe, und ich wollte die Wochenenden für mich und meine Freunde, meinen Freund, Parties, nicht durch die Gegend fahren und Seminare und Auftritte und Wettkämpfe haben.
Tja, und da habe ich mich eben für mein "Privatleben" entschieden.

Also das ist wieder ein ganz anderer Grund.

Beitrag von tauchmaus01 20.05.11 - 21:56 Uhr

Nimm sie raus.
Bei uns im Kinderballett ist ein Mädchen die jedes Mal !!! furchtbar weint, sie kann sich von der Mama nicht lösen.
Das Problem dabei, es stört damit den Ablauf und die anderen Kinder verlieren dadurch jedes Mal Unterrichtszeit weil die Ballettlehrerin sich um das weinende Kind kümmern muß.

Ganz klar würde ich aber vorher ein Gespräch suchen, vielleicht hilft es wenn Du einfach ein paar Mal mit bei bleibst.

Mona

Beitrag von ppg 20.05.11 - 22:34 Uhr

Gott ist das nicht schrecklich - wenn diese Mütter zu so solchen Übermüttern mutieren und ihre Kinder sich nicht mehr gesund entwickeln können.

Ute

Beitrag von schullek 20.05.11 - 22:07 Uhr

hallo,

wie wäre es, wenn du an der stunden still teilnimmst?

mein sohn hat aus bestimmten gründen beim jetzigen schwimmkurs angst (ist nicht sein erster, ein folgekurs, gründe liegen woanders). und damit er mitmacht und auch über seine angst hinwegkommt, sitz ich eben mit drin.
allerdings weiter weg udn ich misch mich gar nicht ein.

die schwimmlehrerin lässt mich, auch wenn es ihr lieber wär, alle eltern wären draussen.
vielleicht wär das nen weg für euch.

lg

Beitrag von tomama 20.05.11 - 23:55 Uhr

Hallo,

mir fällt dazu Folgendes ein: Deine Tochter sagt doch, dass sie die Spiele "Stoppspiel" und "Trommelspiel" nicht mag. Frag sie doch noch mal weshalb. Ist es nur, weil sie dort zu früh "rausfliegt" und sich ärgert? Oder ist es, weil ihr das zu wuselig ist es sie ängstigt?

Meine Tochter liebt den Kindergartensport, aber alle Spiele, wo es um jagen, fangen geht - wo also die gesamte Gruppe wie wild läuft, da bekommt sie Angst.

Besprich das doch mal mit ihr und wenn ihr diese Spiele so sehr den Spass an dem Ballett vermiesen, dann besprich es doch mit der Ballettlehrerin. Dann macht sie eben bei diesen Spielen nicht mit.

Denn sie sagt ja nicht, dass sie Ballett doof findet, sondern gibt klar Auskunft, dass es an den Spielen liegt. Ich würde mich als Mutter vielleicht auch einmal dazusetzen und schauen, wie das da so läuft.

lg Tomama

Beitrag von lisasimpson 21.05.11 - 08:53 Uhr

also um ganz ehrlich zu sein, wenn ich das jetzt mal auseinander trösel:
deien tochter ist JETZT (mai) 4,5 jahre alt, daß heißt sie war im februar gute 4 jahre alt.
das war "nach einer pause"- zuvor (da war sie dann knapp 4 jahre alt?) habt ihr DREI balettschulen durchprobiert, bei denen es bei KEINER funktioniert hat. davor lag deine tochter dir MONATZELANG in den ohren (also seit sie 3,5 jahre alt ist)

woher hat eine 3,5 jährige so klare vorstellungen vom balett und ihrem wunsch, das zu machen?
warum besucht man DREI schulen, bei denen dir die tochter jedes mal zeigt, daß sie das nicht möchte/ kann und sucht dann noch eine Vierte?

Für mich hört sich das alls ein bißchen so an, als sei die leidenschaft da eher auf seiten der Mutter als der tochter, besonders wenn man bednkt, daß du nach 3 gescheiterten versuchen sofort ne menge geld im voraus zahlst für eine sache, die deien tochter zwar verbal gewünscht hat, real aber mehrmals klar abgelehnt hat

ICH persönlich würde nach spätestens der zweiten bealttschule die ganze sache um ein halbes jahr vertagen und dann vielleicht etwas suchen, wo ich maximal für 3-6 monate eine biundung eingehe (oder es mir wurscht wäre, wenn ich geld bezahle und dann die leistung nicht in anspruch nehme)
ich denke, daß wenn man aufgrund des wunsche einer 3,5 jährugen so ein bohei veranstaltet, das kind zwar immer wieder loyla den wunsch der mutter wiederholt- daß die ganze sache mit dem kidnaber weniger zu tun hatte

lisasimpson

Beitrag von tauchmaus01 21.05.11 - 15:36 Uhr

Keine Ahnung mit was für 3 Jährigen Du bisher zu tun hattest, aber meine Tochter wollte ab dem 3. Lebensjahr unbedingt zum Ballett. Und sie hatte klare Vorstellungen davon da eine Freundin ihrer großen SChwester immer so schön Ballett tanzte und sie das gemeinsam spielten.
Ein Jahr lang lag sie mir damit in den Ohren und mit 4 durfte sie dann endlich anfangen.
Mir persönlich bedeutet Ballett überhaupt nichts, nun ist sie bald 6 und noch immer dabei.

Also, ich weiß dass Kinder mit 3 schon ausreichen Vorstellungsvermögen haben können um sich ein Hobby zu wünschen. Nur dass es nicht immer tatsächlich so ist wie sie es sich vorstellen ist ja klar.

Wir hatten auch eine Phase in der sie nicht mehr hinwollte, lag aber daran dass sie unterfordert war, ab dem Moment wo sie nicht mehr beim Kleinkinderballett sondern in der ersten richtigen Klasse war, hatte sie wieder Freude.

Mona

Beitrag von lisasimpson 21.05.11 - 20:08 Uhr

wie hättest du reagiert, wenn deine 3 jährige sagt, sie möchte ballett machen (alos ein bild davon hat, was sie gerne machen möchte) und dann konfrontiert mit DREI balettschulen JEDES mal entweder weint oder sich verweigert.
wäre dann dein eindruck gewesen: ja, diese kind will unbedingt ballett machen und weiß, was das in der Wirklichkeit bedeutet?

hm, welche drejährigen ich kenne? Eigentlich serh viele im moment. alles absolut normal entwickelte Kinder.
Die jungs wollen alle Feuerwehrmannwerden (bei den mädls weiß ich es jetzt nicht so genau:) - ob ich sie deshalb zwingen würde ein brennendes haus zu löschen, ich weiß ja nicht...


lisasimpson

Beitrag von titarosali 22.05.11 - 00:50 Uhr

Meine Tochter, 2.Klasse, tanzt in der "Kindertanzklasse" an der Staatlichen Ballettschule Berlin. In dem Alter spricht dort niemand von Ballett!!!
Nicht unter 10Jahren - aufgrund der entwicklungsphysiologischen Aspekte! Ballett beginnt dort professionell ab 10Jahren, also ab der 5.Klasse...

Nun gut, es leben die ehrgeizigen Mütter... von China lernen heißt ... solch eine Frage stellen zu müssen.

Beitrag von newmom 06.06.11 - 11:04 Uhr

Bei uns beginnt der Spitzentanz auch erst mit 12 Jahren aufgrund der Entwicklung.

Im Alter von 4 Jahren spricht man von Ballettvorschule was vergleichbar mit Turnen ist.

Es wird nur vermehrt auf die Haltung geachtet und es werden eben tänzerische Bewegungsabläufe geübt, was den Kindern aber gefällt.

Gedrillt wird überhaupt nicht, nur um der ganzen Diskussion hier mal die Luft rauszunehmen.

Sie meinen Beitrag weiter unten.

Beitrag von derhimmelmusswarten 21.05.11 - 13:17 Uhr

Natürlich zwingt man ein Kind zu sowas nicht. Mit sowas muss man einfach rechnen und das Geld dann abschreiben...

Beitrag von unikat2208 21.05.11 - 19:52 Uhr

ja sowas ähnliches hatte ich auch mit meiner tochter..nur sie weinte nicht sondern meinte nur das sie es langweilig fände..
gut,nach 3 monaten hat sie es dann sein gelassen und ist nurnoch zum turnen gegangen..davn ist sie auch begeistert,vorallem seitdem ihr bester freund jetzt mit ihr zusammen geht..
naja sie wollte schon immer lieberreiten gehen und das darf sie jetzt ab sommer wenn sie 6 wird,denn 2 jahre bitten und betteln ist denk ich mal ein gutes zeichen..;)

Beitrag von anarchie 21.05.11 - 22:33 Uhr

Hallo!

bei einem 8 jährigen Kind würde ich sagen:

" hey, das war echt teuer, du wusstest, dass die Anmeldung verbindlich ist, also ziehst du das bis zum Ende des Vertrages durch!"

Aber dein Kind ist erst 4,5...da KANN ein Kind kaum abschätzen, was es heisst, da verbindlich längerfristig mitzumachen.
Also : nein, ich würde sie nicht zwingen.

Ich würde bei einem so kleinen Kind aber auch nie so langwierige Verträge abschliessen, wenn der Kram teuer ist.

Mein Ältester war auch so...kinderturnen...Fussball...schwimmkurs...English ... - alles heiss gewünscht und alles vor dem 6. Geburtstag abgebrochen!:-(

Heute(er ist 8,5) spielt er seit einem halben Jahr passioniert Schlagzeug und macht breakdance, ausserdem fährt er recht gut skate-board ...

Meine Tochter ebenso...jetzt ist sie 7 und hat Durchaltevermögen, sie reitet, spielt geige und tanzt hip-hop...alles sehr engagiert:-)

Mein lernerfolg:
mein 3,5 jähriger wird nur fest angemeldet, wenn ich entweder schnell kündigen kann, oder aber es so günstog ist, dass es mir auch bei Nichtnutzung nicht wehtut...


Beim teieren Musikunterricht für die Großen wäre ich EXTREM angepi**t, wenn ich da umsonst zahlen müsste..

lg

melanie mit 4 kids

Beitrag von glance 28.05.11 - 00:20 Uhr

"bei einem 8 jährigen Kind würde ich sagen:

" hey, das war echt teuer, du wusstest, dass die Anmeldung verbindlich ist, also ziehst du das bis zum Ende des Vertrages durch!"

Aber dein Kind ist erst 4,5...da KANN ein Kind kaum abschätzen, was es heisst, da verbindlich längerfristig mitzumachen.
Also : nein, ich würde sie nicht zwingen.

Ich würde bei einem so kleinen Kind aber auch nie so langwierige Verträge abschliessen, wenn der Kram teuer ist."



#pro
so sehe ich das auch!

Beitrag von meckikopf 22.05.11 - 19:30 Uhr

Hallo Viki,

ich würde sagen; nimm deine Tochter raus aus dem Ballett und melde sie ab. Denn mir scheint, dass das nicht irgendeine Laune von ihr ist, nicht mehr hingehen zu müssen bzw. zu wollen, sondern dass es ihr TATSÄCHLICH nicht (mehr) gefällt und sie sich total unwohl und kreuzunglücklich fühlt. Und da würde ich sie schon allein deswegen nicht und auf gar keinen Fall zwingen! Denn damit macht ihr euch - du dich selbst und deine Tochter - auf Dauer gesehen nur unglücklich.

Und sie ist doch noch so JUNG(!); noch nicht einmal 5 Jahre - und in diesem Alter ist man noch nicht gefestigt, so dass man haargenau weiß, was man wirklich will. Da gefällt einem mal das, dann das...

Vielleicht kannst du ja - mit IHR ZUSAMMEN(!) - etwas (eine Sportart oder sonst ein schönes Hobby) finden, was nicht sooo schrecklich viel Geld kostet und woran sie wirklich Freude hat. Wahrscheinlich nicht ganz so leicht; klar, aber auf einen Versuch käme es doch an?!


OK, wenn sie DEUTLICH ÄLTER; so im Teeniealter wäre und sie wollte UN-BE-DINGT ein - und zwar ein ganz bestimmtes - Musikinstrument lernen - und sie hätte keine Lust (mehr) zum Üben; dann kann man sagen; entweder, sie übt oder sie wird abgemeldet und sie zahlt dann das in den Sand gesetzte Geld von ihrem Taschengeld zurück. Aber, wie gesagt, noch nicht mit 4,5(!) Jahren.

Klar ist das für dich/für euch (Eltern) echt blöd, wenn ihr viel Geld in den Sand gesetzt habt, aber wenn eure Tochter jedes Mal WEINT(!), wenn sie zum Ballett soll, empfinde ich das schon irgendwie als Folter, sie dann weiterhin dorthin zu zwingen. Denn, wie gesagt, scheint da viel mehr dahinterzustecken als nur keine Lust.



Gruß

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