was kann ich tun?

Archiv des urbia-Forums Trauer & Trost.

Hier geht es in die aktuelle Version dieser Seite. Nimm dort aktiv am Diskussionsgeschehen teil.

Forum: Trauer & Trost

Fehlgeburt, Tod eines geliebten Menschen, Angst, nicht enden wollende Trauer um ein Sternenkind: Leider stehen wir nicht immer auf der sonnigen Seite des Lebens, diese Erfahrung muß jeder von uns machen. Oft hilft es, mit anderen darüber zu sprechen...

Beitrag von jeannine1981 20.05.11 - 18:12 Uhr

Hallo ihr lieben mich beschäftigen zur Zeit soviele Fragen und ich hoffe das man mir vielleicht ein bisschen weiterhelfen kann.

Zur Situation:

von meiner Tochter ihrem Kitafreund ist die Mama an Streukrebs erkrankt. Vor 2 Monaten hat sie ihr 4. Kind früher als geplant entbinden müssen, damit die Ärzte bei ihr handeln können. Ich weiß das sie vor der SS schoneinmal Hautkrebs hatte und nun in dieser SS der Streukrebs festgestellt wurde.

Sie ist seit der Entbindung nicht mehr nach Hause gekommen und liegt nun seit 2 Wochen im Hospiz.

Die Ganze Situtation und das Wissen darum machen mich fertig und ich habe das Gefühl etwas machen zu müssen weiß aber leider nicht wie. Ich bin nur am weinen wenn ich über die Situation nachdenke. Sie ist doch erst 32 und hat 4 kleine Kinder zu versorgen #heul.

Zu der Familie habe ich keinen Kontakt und mit der Mutter waren es auch nur Gelegenheitsgespräche und trotzdem fühle ich mich so als müsse ich etwas machen aber was??? Ich meine Worte können nun auch niemanden trösten und für den Haushalt und die Kinder haben sie derzeit eine Haushaltshilfe.

Gibt es denn noch Hoffnung hat jemand vielleicht Erfahrungen?

Ich wäre für Anregungen sehr dankbar und wünsche der Mami gaaaaaaaaaanz viel Kraft zum Kämpfen (sie sagt bis jetzt noch sie kommt dort wieder raus :-()


Jeannine

Beitrag von punkt3 20.05.11 - 18:37 Uhr

Hallo,
zu der Krankheit selbst kann ich Dir nichts sagen, aber ich könnte mir vorstellen, dass die Haushaltshilfe bei vier Kidnern den Laden nur am Laufen halten kann. Was ist aber mit den Kindern selbst? Kommen die mal auf den Spielplatz oder ins Kino / Rummel / Zoo etc.?

Grade so die Spielkontakte werden dann doch bestimmt geringer? Das wäre dasd erste, was ich in ANgriff nehmen würde...

LG
Punkt

Beitrag von fraukeule 20.05.11 - 20:29 Uhr

Hallo Jeannine,

erstmal finde ich es schön, das du dir so Gedanken machst.

Zum Thema Streukrebs kann ich dir nur von einem Kollegen von meinem Mann berichten. Bei ihm wurde im Dezember Streukrebs festgestellt, und nach drei Chemos ist er schließlich am 31.3. verstorben.

Das du irgendwie helfen möchtest, finde ich gut.
Ich würde an deiner Stelle mal versuchen, irgendwie die Kinder etwas abzulenken. Lad sie mal ein, mach Kuchen und laß sie einfach mal wieder Kinder sein.

Einfach spielen lassen oder spazieren gehen.

Laß dich drücken!

LG fraukeule

Beitrag von sasa1406 20.05.11 - 20:38 Uhr

Würde auch sagen, lad die Kinder mal ein, und mach ihnen einen schönen Nachmittag, den werden sie warscheinlich lange nicht mehr gehabt haben.....

Denke, wenn sie schon im Hospiz ist, wird es wenig Aussichten auf Heilung geben.

Biete doch dem Kitafreund einfach an, das er gerne öfter mal zum spielen kommen darf

Was anderes denke ich kannst du im Moment nicht tun

Beitrag von knutschkugel4 20.05.11 - 20:48 Uhr

#herzlich
lad die größeren mal zum spielen ein -dann wird sich auch der kontakt zum papa ergeben
wenn du dann merkst das das eis gebrochen ist- ich weiß ja nicht -kannst du ihn ja anbieten für notfälle dazu sein
sprich mal babysitting für das baby machen usw.

weil ich denke auch das er es toll finden würde mal alleine zu seiner frau zu fahren


ich wünsche der familie ganz ganz viel kraft#schmoll


lg dany

Beitrag von swety.k 20.05.11 - 20:59 Uhr

Hallo,

nein, sie wird dort nicht wieder rauskommen. Sie wird sicherlich bald sterben. Wenn der Krebs mehrere Organe befallen hat, gibt es in den allermeisten Fällen keine Heilung mehr. Es ist sicherlich auch nicht sinnvoll, sich oder den Angehörigen noch unnötig Hoffnung zu machen. Vielmehr sollte man in so einer Situation versuchen, das Ende zu akzeptieren.

Was Du machen kannst? Wie gut kennen Dich die Kinder denn? So wie Du schreibst, bist Du doch eher eine Fremde für sie, oder? Ich glaube kaum, daß Du dann was mit den Kindern unternehmen könntest, wie einige hier vorgeschlagen haben. Oder glaubst Du, daß sie mit einer völlig fremden Person mitgehen würden?

Es ist sicherlich schwierig für Dich, aber ich fürchte, Du kannst gar nichts machen. Ich kann mir gut vorstellen, daß die Familie mit Hilfsangeboten "überschüttet" wird, weil in so einer schlimmen Situation jeder helfen möchte. Aber sowas kann auch überfordern.

Also, mein Rat: Laß die Familie in Ruhe.

Liebe Grüße von Swety

Beitrag von gh1954 20.05.11 - 23:00 Uhr

>>>nein, sie wird dort nicht wieder rauskommen.<<<

Sehe ich auch so. Ein Hospiz ist die "letzte Station".

@TE Wenn du etwas tun möchtest, überlege dir geneu, was. Im Überschwang des helfen wollens tut man oft des guten zu viel.

Die Familie braucht nach dem Tod der Mutter kontinuierliche und verlässliche Hilfe. Ich meine das so: Jetzt rennen der Familie alle das Haus ein, um zu helfen und in einem Jahr kümmert sich am Ende niemand mehr darum.

Beitrag von rene2002 23.05.11 - 11:54 Uhr

Nein Jeannine, es gibt keine Hoffnung mehr. Ich habe es selbst bei 3 guten Bekannten miterlebt und eine davon war auch erst 34, (mit Brustkrebs hat es angfangen, dann hat er gestreut. Zum Schluß waren Knochen und Lunge befallen. Es tut mir leid#schmoll.