Frage zu Grunderwerbssteuer - hat jemand Ahnung?

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Beitrag von noname00 20.05.11 - 22:27 Uhr

Vor 12 Jahren gab es eine Erbschaft, u.a. haben mein Schwager und mein Mann geerbt (Haus). Es wurde vertraglich festgehalten, dass mein Schwager meinen Mann auszahlt bzw. mit ihm "tauscht". Meinem Schwager gehörte zu der Zeit das halbe Elternhaus der beiden. Vor zweieinhalb Jahren ist mein Schwiegervater verstorben (Schwiegermutte ist schon länger tot) und die zweite Haushälfte wurde von meinem Mann, meinem Schwager und zwei weiteren Geschwistern geerbt (also jeweils 1/8 des Hauses). Mein Mann hat die beiden anderen ausgezahlt. Nun waren mein Mann und mein Schwager beim Notar und mein Schwager hat (im Rahmen der Vertragserfüllung von 1999) meinem Mann seine Haushälfte und den Erbanteil (1/8 des Hauses) überschrieben. Mein Mann steht also jetzt alleine im Grundbuch.

Nun haben wir Post vom Finanzamt bekommen. Mein Mann soll 1.600€ Grunderwerbssteuer zahlen. Hat das so seine Richtigkeit? Wir haben ja gar nicht gekauft (bzw. mein Mann), wie kommt dann diese Steuer zustande?

Über hilfreiche Antworten würde ich mich freuen!

Danke!
noname

Beitrag von catch-up 21.05.11 - 08:13 Uhr

Also soweit ich weiß, ist es völlig schnuppe, wie man an die Immobilie kommt! Man muss sie nicht gekauft haben! Man muss sie eben nur "erworben" haben und erworben und eben nicht gleichbedeutend mit kaufen!

Und dein Mann hat ja eben 2/8 des Hauses erworben, indem er die beiden anderen ausbezahlt hat! Also ist er für diese 2/8 Hauserwerb Grunderwebssteuerpflichtig!

Beitrag von sohnemann_max 21.05.11 - 11:29 Uhr

Hi,

ja das ist korrekt. Erwerben kann ja durch viele Dinge geschehen. Vielmehr geht es jetzt hier um den Eintrag ins Grundbuch. Deinem Mann gehört jetzt das Haus alleine, steht somit im Grundbuch bzw. ist eingetragen worden. Alles was irgendwie ins Grundbuch eingetragen wird als Besitz, muss irgendwie erworben worden sein und daher zahlst Du Grundsteuer.


LG
Caro

Beitrag von sarahg0709 21.05.11 - 14:21 Uhr

Hallo,

wäre Dein Mann in gerader Linie mit dem verwandt, von dem er das Haus erworben hat, dann müsste er nichts zahlen. Aber so wie ich das verstanden habe, sind sie wohl nicht verwandt #kratz

Hier kannst Du es noch einmal nachlesen:

http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_39824/DE/BMF__Startseite/Service/Glossar/G/005__Grunderwerbsteuer.html

LG

Beitrag von noname00 22.05.11 - 09:47 Uhr

Hallo!

Es ist sein Bruder. Ihm gehörte das halbe Haus. Die andere Hälfte wurde vom gemeinsamen Vater an vier Kinder vererbt, wobei mein Mann die beiden Schwestern ausbezahlt hat und mit seinem Bruder seinen Anteil am anderen Haus gegen Bruders Anteil (1/2 + 1/8) sozusagen getauscht hat.

Danke für en Link, werd gleich mal nachlesen.

LG

Beitrag von didi79 22.05.11 - 11:14 Uhr

Hallo
also ich würde mal sagen die kommt so zustande weil dein Mann ja nun das ganze Haus erworben hat. Und das läuft unter Grunderwerb.
Mein Mann und ich mussten auch für je 50% Grunderwerbsteuer zahlen und der Betrag war wesentlich höher.
Frag mal nach aber ich denke das das so seine Richtigkeit hat.
lg