nochmal zum EEG-Befund

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von fragole 21.05.11 - 11:30 Uhr

Hallo,

ich habe ja letztens gepostet, dass bei meinem Sohn das EEG auffällig war. leider sagte uns die Ärztin nichts weiter dazu und meinte wir sollten erstmal die weiteren Untersuchungen abwarten ehe wir uns jetzt schon verrückt machen. Nun habe ich die Ärztin solang am Telefon gelöchert, bis sie mir die Kopie des MRT-Antrages zusendete. Den eigentlichen EEG-Befund will sie mir erst nach Ende der weiteren Untersuchungen aushändigen.

Hier mal die Zeilen, die auf dem MRT-Antrag drauf stehen:

epileptische Regulationsstörung - Sharpwave Einlagerungen mit Maximum temporal lins und z.T. links frontotemp , auffällige Grundaktivität (Betaaktivität), z.A. pathol. Veränderungen c-MRT erbeten!

Kann das jemand deuten? Habe Angst das er einen Hirntumor oder ähnliches hat. Blutbild war soweit in Ordnung, bis auf einen leicht niedrigen Wert bei den Neutrophilen: Wert 0.36 (Referenzbereich 0.40-0.75) und dem Wert von MCV: 79,8 (Referenzbereich 80,00-100,00).
Außerdem steht auf dem Zettel die Diagnose einer Kombinierten Entwicklungsstörung.

LG Astrid

Beitrag von fragole 21.05.11 - 11:32 Uhr

Achja ich habe vergessen, dass mein Kleiner gerade 5 geworden ist.

Beitrag von krokolady 21.05.11 - 14:13 Uhr

Das ist doch EEG-Befund - und nicht MRT.....

Das EEG sagt nur aus das Dein Sohn wohl evtl. eine Epilepsie hat bzw. entwickelt. Das muss nun nicht heissen das er morgen umfällt und krampft.......
Es gibt auch auffällige EEGs ohne das es zu einem Anfall kommt.

Wegen welchem Verdacht wurde das EEG denn geschieben?

Beitrag von fragole 21.05.11 - 14:53 Uhr

Hallo krokolady,

danke für deine Antwort.

Ja das ist der EEG-Befund...hab mich da wohl etwas falsch ausgedrückt.
Krampfanfälle hatte David noch keine. Die erhöhte Beta-Grundaktivität beunruhigt mich aber sehr.

Gemacht wurde das EEG im SPZ weil mein Sohn eine kombinierte Entwicklungsstörung hat (Motorik und Sprache). Erst wurde der Entwicklungstest gemacht, dann das EEG und dann nochmal die ärztliche Untersuchung. Alles routinemäßig dort bei jedem Kind. Danach werden dann die Empfehlungen für die Verordnungen ausgesprochen.
Die Ärztin meinte, dass die Sharp-Waves sie nicht so sehr beunruhigen, das käme häufiger vor ohne Anfälle auszulösen. Sie mache sich vielmehr Sorgen um die erhöhte Beta-Grundaktivität, die sehr unüblich bei einem 5-jährigem sei. Deshalb hat sie innerhalb einer Woche einen MRT-Termin ausgemacht, weil sie abklären möchte ob im Hirn Veränderungen sind. Auf meine Frage nach einem Tumor sagte sie nur, dass das Blutbild nicht dafür spräche. Nun aber lese ich im Internet, dass auch bei einem Hirntumor diese erhöhten Beta-Wellen auftreten können und man den Tumor nicht im großen Blutbild sehen würde. Mache mir nun Gedanken darüber...bis Donnerstag das MRT ist dauerts ja auch noch eine Weile.

LG Astrid

Beitrag von krokolady 21.05.11 - 15:47 Uhr

also an einen Tumor glaube ich nicht.
Denn Dein Sohn weist ja Entwicklungsverzögerungen auf......und die sind ja dann im Laufe der Jahre "gewachsen"
Also wird ein Tumor da sicher nicht der Grund für sein, denn dann hätte er schon längst ganz andere Anzeichen gezeigt wie Kopfweh, Flimmern vor den Augen, Gleichgewichtsprobleme etc.

Es kann natürlich sein das er wirklich schon immer Anfälle hat, die aber nie auffielen. Es gibt sogenannte subklinische Anfälle - das sind Entladungen im Schlaf. Man sieht dem Kind wirklich nichts an dabei.
Oder "träumt" Dein Sohn manchmal vor sich hin? Also wird er manchmal irgendwie langsamer in seinen Bewegungen und starrt einfach so ins Leere?
Das könnten z.B. atypische Absencen sein.

Diese Beta-Grundaktivität kann echt mehrere, harmlose Gründe haben!
Mach dich also bitte nicht verrückt - auch wenns schwer fällt.
Ich schätz mal das die Ärztin ein MRT haben möchte um evtl. Vernarbungen oder Veränderungen im Gehirn sehen will.

Beitrag von kati543 21.05.11 - 19:17 Uhr

Ich stimme krokolady 100%ig zu. Du machst dich durch deine Eigenrecherchen im I-net und versuchten Selbstdiagnosen nur selbst verrückt. Glaube uns: LASS ES SEIN!!!

Ein Tumor hat eigentlich andere Anzeichen oder Auswirkungen als Beta-Wellen. Es gibt alle möglichen Formen von Wellen (Alpha, Beta, Gamma, Delta, Theta) und ALLE treten bei ALLEN Menschen zu verschiedenen Zeiten bei verschiedenen Tätigkeiten auf. Das ist völlig normal. Die Beta-Grundaktivität haben "nur" 8% aller Menschen - aber eben immerhin 8%. Auch völlig normal. Nicht alle Menschen können gleich sein. Und diese Menschen leben damit ohne irgendwelche Behinderungen oder Krankheiten. Und wäre bei denen nicht irgendwann zufällig mal ein EEG geschrieben wurden, es wäre nie herausgekommen.

Beitrag von zora30 22.05.11 - 19:01 Uhr

hallo,

ich würd mir auch erstmal nicht so einen kopf machen. Es deutet ja wirklich ehr auf eine Epilepsie hin bzw. ein auffälliges EEG mit einer erhöhten Anfallbereitschaft. Bei kindern kann das entwicklungsbedingt sein. und selbst wenn ich habe auch Epilepsie und lebe gut damit.