Wie kann ich nur den schlechten Kontakt unterbinden ????

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Forum: Erziehung

Kinder fordern Eltern täglich neu heraus zu Auseinandersetzung und Problemlösung. Kinder brauchen Grenzen - doch welche und wie setzt man sie durch? Welche Erziehung ist die richtige? Nutzt hier die Möglichkeit, euch hilfreich mit anderen Eltern auszutauschen.

Beitrag von gewitterhexe77 21.05.11 - 13:19 Uhr

Ich hatte letztens schon hier geschrieben das ich große Probleme mit dem Verhalten meines Sohnes habe. Er ist 8 Jahre alt und geht in die 2 Klasse.

Er hat sich vor 2 Jahren in unmittelbarer Nachbarschaft einen sehr fragwürdigen Freundeskreis aufgebaut.

Besonders sein bester Freund macht mir sorgen.

Er ist 2 Jahre älter als mein Sohn und hat einen total negativen Einfluß auf ihn. Leider sieht mein Sohn ihn nicht nur wenn er draußen spielt sondern auch in der Schule in den Pausen und im Hort.

Der Junge wird von seiner Mutter sehr vernachlässigt, hat dadurch wohl auch falsche Kontakte gehabt und gibt nun alles schlechte an meinen Sohn weiter.
Sie ärgern und schlagen andere Kinder, haben gezündelt und geraucht, haben Ausdrücke unter aller Sau und es gibt überall nur Ärger. Außerdem ist der Kleine total sexistisch, er hat meinem Sohn so schlimme Sachen erzählt....igitt!!!!

Ich war zum Gespräch im Hort und in der Schule. Die haben mir erzählt das mein Sohn sich nur so benimmt wenn dieser Junge in der Nähe ist. Sie denken auch er macht es um ihn zu imponieren. Ist der Junge z.B. mal nicht im Hort und mein Sohn spielt mit anderen Kindern klappt es gut.

Der Hort überlegt bereits diesen Jungen rauszuschmeißen da er mitlerweile eine Gefährdung für die anderen Kinder ist. Die Schule hat mir gesagt das sie wohl das Jugendamt einschalten wollen da die Mutter nicht zu Terminen erscheint und er dort auch untragbar ist.

Ich habe nun versucht mit meinem Sohn darüber zu reden, wollte den kontakt unterbinden. Mein Sohn schaltet total auf stur.

"Er ist sein bester Freund und das wird er auch immer bleiben u.s.w."

Was kann ich nur tun.

Ich hoffe das sich Schule und Hort bald von alleine erledigt haben aber das wird bestimmt auch noch etwas dauern.
Wir wohnen in einer Spielstraße und die Kinder spielen nachmittags alle vorm Haus. Dieser Junge wohnt genau neben uns, ist also immer da.....

Ich kann meinem Sohn ja auch kein Dauerstubenarrest geben. Ich habe auch Angst das mein Sohn sich denn heimlich mit ihm trifft wenn ich diesen Kontakt verbiete ...

Und was noch total schlimm ist....der andere Junge tut mir sooooo leid.....ich denke das er auch nur so ist weil seine Mutter sich nicht um ihn kümmert und er deshalb so agressiv ist.
Er war ja die letzten 2 Jahre sehr oft bei uns, hat sich hier immer benommen und ich hatte ja sogar die Hoffnung das unser Familienleben einen positiven Einfluß auf ihn haben könnte. Aber es wird immer schlimmer......

Vielleicht hat ja jemand eine Idee ???





Beitrag von lisasimpson 21.05.11 - 13:56 Uhr

letzte woche waren es noch mehrere "falsche(n) Freunde(n)" und alle kamen "alle aus schlechten Elterhäusern," und "die Jungs alle in unmittelbarer Nachbarschaft wohnen"

was ist aus all den anderen "monstern" geworden?

was haben die 12 antworten auf deinen Beitrag ausgelöst?
welche veränderungen hast du seither vorgenommen?
wie entwickelt es sich seither?

lisasimpson

Beitrag von gewitterhexe77 21.05.11 - 14:57 Uhr

Hallo, sorry, aber irgenwie lese ich aus deinen Beiträgen immer das Du mich nicht ernst nimmt oder mir irgenetwas unterstellen möchtest.....

Ich habe in meinem ersten Beitrag das Wort "Monster" benutzt, war das so schlimm????? Oder was ärgert Dich??? Das ich den anderen Kindern die Schuld gebe für das Verhalten meines Sohnes????

Auch wenn du dir das vielleicht nicht vorstellen kannst, es ist leider so....Ich will nicht sagen das ich die perfekte Mutter bin. Ich habe mit sicherheit Fehler gemacht und vielleicht die Zügel zu locker gelassen weil ich meinem Sohn vertraut habe.
Aber wie er sich jetzt verhält kommt nicht weil ich ihn vernachlässigt habe oder ihm etwas falsches vorgelebt habe. Das habe ich nie getan.

Jetzt zu Deinen Fragen:

Erstmal, ja, es sind mehrer Kinder. Die Freunde die mein Sohn sich gesucht hat sind fast alle älter und ich denke auch das ich sagen kann das sie aus schlechten Elternhäusern kommen. Die Eltern kümmern sich nicht um Ihre Kinder, sie hängen hier bis spät abends rum und machen und tuen was sie wollen. Das ist für mich kein gutes Elternhaus.....

Mein Sohn hatte 1 Woche Stubenarrest und wir haben in der Zeit sehr viel geredet. Dabei hat sich aber auch ergeben das sein bester Freund mit Abstand den größten Einfluß auf ihn hat. Er hat das meiste von ihm, die Ausdrücke, das sexistische Gerede, andere Kinder zu hauen u.s.w.

Es viel immer wieder dieser eine Name....er hat gesagt.....er hat getan....er hat ihm gezeigt...er hat ihm erzählt....und alles was von diesem Jungen kommt findet mein Sohn toll.

Ein Gespräch im Hort hat das gleiche ergeben.

Wir werden ab nächste Woche Gespräche mit einer Pädagogin 1 mal in der Woche führen. Ich finde es gut da ich eh schon darüber nachgedacht habe ob eine Therapie vielleicht sinnvoll wäre. Wir werden dort über sein Verhalten reden und auch der Hort wird versuchen den Kontakt zwischen meinem Sohn und diesem Jungen etwas einzuschränken z.B durch Gruppenteilung

Mit der Schule habe ich auch Kontakt aufgenommen. Auch da ist das Problem mit seinem Freund bekannt und die Lehrer wollen reagieren. Wie, kann ich dir nicht sagen, vom Jugendamt war die Rede.

Was wirklich passiert wird leider erst die Zeit zeigen aber ich brauche jetzt hilfe....deshalb habe ich auch nochmal geschrieben...

Heute darf mein Sohn wieder raus und wer spielt draußen, sein Freund. Was soll ich denn machen????

Ich kann ihn doch nicht drinnen behalten bei dem schönen Wetter....

Und immer mit ihm wegfahren damit er diesen Kontakt nicht bekommt kann ich auch nicht. Oder soll ich mitgehen und immer hinter den Jungs herlaufen???

Ich hätte so gerne das mein Sohn einen gleichaltrigen Freundeskreis hat mit Kindern die sich normal benehmen und nicht solchen Rabauken aber ich kann ihm die Freunde nicht aussuchen.


Vielleicht kannst Du mir ja einfach mal eine Tip geben. Damit wäre mir denn vielleicht auch geholfen.













Beitrag von ajl138 21.05.11 - 15:40 Uhr

Du machst es dir aber doch schon einfach oder?

Wenn du die Erziehung deines Sohne schon lange nicht in den Griff bekommen hast,dass es derart aus dem Ruder gelaufen ist,würde ich mich langsam auch mal ändern.

Außerdem würde ich ernsthaft über einen Umzug in eine ganz andere Gegend denken.Aber da kommen bestimmt wieder zig Einwände von dir.Denn solange er im Einzugsbereich seines "tollen" Freundes ist,wird er auch Kontakt zu ihm halten.Da dein Sohn dich mittlerweile nicht mehr ganz für voll zu nehmen scheint,wirst du solange du dort bleibst auch nicht mehr viel ändern können.
Auch wenn das andere Kind vom Jugendamt in Obhut genommen wird,wird sich nicht viel ändern,denn dort wohnen ja noch die anderen Kinder die mit in dieser Clique sind.
Du hast ja selbst geschrieben,dass dein Sohn dort eine Art Anführer ist.
Danach könntest du dir Hilfe bei einer Erziehungsberatung suchen.
Doch meiner Meinung nach wirst du nicht mehr viel tun können,solange du dort wohnen bleibst.


Beitrag von gewitterhexe77 21.05.11 - 16:22 Uhr

Ich habe schon oft über einen Umzug nachgedacht. Aber es ist auch nicht so einfach für uns.

Hier ist alles optimal !!!!

Der Hort ist 1 Min entfernt, die Schule 5 Min. Mein Sohn geht alleine von der Schule in den Hort, da ich Teilzeit arbeite.

Meine Familie wohnt in der Nachbarschaft. Für mich sehr wichtig da meine Mutter sich teilweise auch um meinen Sohn kümmert wenn wir beide arbeiten.

Mein Sohn ist also nie alleine, was mir auch sehr wichtig ist.

Leider ist es auch eine Kostenfrage. Die Wohnungen in besseren Gegenden hier in der Nähe können wir nicht bezahlen.

Sonst wäre ich hier schon lange weg....

Beitrag von gewitterhexe77 21.05.11 - 16:03 Uhr

Erstmal möchte ich mich bei dir aufrichtig entschuldigen....

Ich habe gerade noch mal meine alten Beitrag gelesen und ich dachte eine andere Antwort wäre von dir gewesen. Von einer Antwort fühlte ich mich sehr angegriffen und dachte das wäre deine.

Sorry !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!Ich hoffe wirklich du bist jetzt nicht böse.....

Meine Nerven liegen aber im Moment blank und ich mache mir wahnsinnige Sorgen und versuche mir Tipps und Hilfen zu holen damit sich etwas ändert.

Noch mal zu dem was Du wirklich geschrieben hast in der Hoffnung das Du es noch liest:

Sein Vater ist bei uns nicht im Gespräch....weder positiv noch negativ. Mein Sohn hat Gott sei dank von den Ausbrüchen seines Vaters so gut wie nichts mitbekommen. Die Trennung war auch ok. Es gab keinen Streit oder ähnliches.
Der Kontakt ist jetzt so gut wie nicht vorhanden wobei ich aber auch der Meinung bin das mein Sohn nichts vermißt da er es garnicht anders kennt.

Das ist aber auch gut so. Sein Vater trinkt....

Und ich würde nie auf die idee kommen meinen Sohn mit ihm zu vergleichen oder ihm zu sagen er wäre wie sein Vater....

Mein neuer Lebensgefährte und mein Sohn kommen super klar. Leider hat er nicht so viel Zeit für den Kleinen da er gerade befördert wird und beruflich sehr eingespannt ist. Es fehlt einfach die Zeit und das wird auch noch ein wenig dauern bis sich etwas ändert.

Meine Vermutung war auch das mein Sohn sich deshalb an die älteren Jungen hält um eine männliche Bezugsperson zu bekommen. Aber auch wenn das der Fall ist, wie sollte ich das ändern? Wir unternehmen regelmäßig an den Wochenenden etwas zusammen, mehr ist leider im Moment nicht drinn. Ich kann meinem Freund die Chance nicht miesmachen, er macht sich eh schon genug Vorwürfe das er so wenig Zeit für uns hat.

Ich würde meinen Sohn gerne wieder für eine Sportart begeistern. Er hat 3 Jahre Fußball gespielt, dann hatte er diese Freunde und kein Bock mehr....ich habe ihn fast 1 Jahr lang jedes mal erpressen müssen damit er hingeht....irgendwann ging es nicht mehr.....

Was anderes möchte er auch nicht machen....er hat keinen Bock !!!!

Ich weiß nicht wie ich Ihn zu irgendetwas begeistern kann, ich habe schon alles versucht......

Und zwingen kann ich ihn nicht.

Ich weiß nicht wie ich es anders beschreiben soll aber wenn er mit diesen Kindern zusammen ist, ist er wie ein anderer Mensch.

Das ist auch das was der Hort und die Schule unabhängig von einander sagen.






Beitrag von ajl138 21.05.11 - 16:09 Uhr

>>Ich weiß nicht wie ich es anders beschreiben soll aber wenn er mit diesen Kindern zusammen ist, ist er wie ein anderer Mensch.

Das ist auch das was der Hort und die Schule unabhängig von einander sagen.<<

Diese Aussage von dir,bestätigt doch eigentlich nur meinen Vorschlag wegzuziehen.

Beitrag von lisasimpson 21.05.11 - 20:04 Uhr

Hallo!

meine Hypothese bleibt dennoch bestehen. ich kann sie dir vielleicht kurz skizzieren.

Ihr spaltet in eurer familie etwas ab. Es gibt "das monster" und es gibt "die intakte familie ohne Konflikte"
Der Vater deines sohnes steht für ersteres, der neue mann für zweiteres.
da im leben selten etwas so schwarz weiß ist, ist das ein Konstrukt, daß sich daran ausbalanciert, aß jemand anders die rolle des "monsters" übernehmen muß um
1- ein Gleichgewicht herzustellen und
2. die anteile des leiblichen vaters aufrecht zu halten

du kannst doch nicht annehmen, daß nur weil sein vater nicht thematisiert wird, daß das "vom tisch" wäre. ganz im gegenteil- es ist UNTER dem tisch und will nach oben.

Du mußt dringend mit deinem sohn über seien wurzeln sprechen.- ihr braucht beide Klarheit. er muß sich damit auseinandersetzen (und du auch) und muß erfahren, daß er die chance hat alles aus sich zu machen was er möchte.
er muß davon befreit werden den gegenpol zur "heile Familie" zu spielen und er muß davon befreit werden das tabu "monster vater" durch die Hintertür wieder reinzubringen.

Das ist meine hypothese.

Du spaltest nach außen hin (ihr die heile familiy, die anderen freunde alle aus "schlechtem" elternhaus- die anderen sind schul und unter derem einfluß ist dein sohn gezwugen sich so und so zu entwickeln.
deine strategie: Kontaktverbot (die gleiche strategie, die du anwendest bei seinem vater. - ja, du wirst mir jetzzt sagen, daß sein vater den kontakt nicht will... das tut nichs zu sache. er braucht den kontekt zu seinem vater, selsbt wen nes nur darum geht, daß der vater thema ist, daß er etwas über ihn weiß, daß er ein fotoalbum mit dir zusammen alnegt über seien vater, daß er weiß, wo er herstammt ,was seien wurzeln sind, was sein vater für tolle eigenschaften aht und was du an ihm mal so sehr geliebt hast, daß du mit ihm eine familie gegründet hast. wenn du das nicht schaffst, wirst du dein leben lan versuchen durch Spaltung und Abschottung ihn weg vom "monster" hin zu "intakt" bringen zu wollen und du wirst immer wieder scheitern


lisasimpson (nein, ich bin nicht sauer- keineswegs:)

Beitrag von ajl138 21.05.11 - 15:48 Uhr

P.S.: Habe mir gerade mal deine VK angeschaut.
Ich finde es auch nicht gerade sehr ratsam in der jetztigen Situation an ein 2tes Kind zu denken.
Versuche doch erstmal die Probleme mit dem Erstem aus der Welt zu schaffen.
Ich finde dies verantwortungslos.

Beitrag von gewitterhexe77 21.05.11 - 16:13 Uhr

Unser Kinderwunsch ist schon etwas länger, da waren die Probleme mit meinem Sohn noch garnicht.






Beitrag von anico 22.05.11 - 22:52 Uhr

lass dir da nicht zwischenfunken mit deinem kinderwunsch. vielleicht hilft das zweites kind deinem sohn. dann ist er der große bruder und kann in eine neue rolle schlüpfen :-) könnte vorteilhaft sein.

ansonsten unterstütze ich den beitrag von lisasimpson.

anico

Beitrag von gewitterhexe77 21.05.11 - 16:36 Uhr

Nicht das es da wieder Mißverständnisse gibt.....

Diesen Freundeskreis hat mein Sohn schon länger und ich fand es nie toll. Ich hätte aber nie gedacht das es einmal solche Ausmaße annimmt. Das es so extrem ist, ist erst seit ein paar Wochen.

Beitrag von jazzbassist 21.05.11 - 19:21 Uhr

Verzeihen Sie mir jetzt bitte meinen männlichen Pragmatismus: Aber Sie haben keine Möglichkeit gefunden, die Ihren Sohn davon abbringt, die Dinge - die er momentan tut - weiterhin zu tun. Und Sie suchen jetzt eine Möglichkeit, die Ihren Sohn davon abbringt, sich mit seinem besten Freund heimlich zu treffen, wenn er alleine nach draußen geht? Ich kann mir ernsthaft nicht vorstellen, dass das funktionieren könnte. Dass müsste ja bedeuten, dass es für Ihren Sohn ein schlimmeres Verbrechen sein müsste, sich heimlich mit seinem besten Freund zu treffen, als z.B. andere Kinder zu verprügeln.

Wie wäre es, wenn Sie mit Ihrem Sohn einen Kompromiss schließen? Die beiden dürfen sich bei Ihnen zu Hause und im Garten treffen und zusammen spielen (das scheint ja gut funktioniert zu haben), solange sich beide Kids an Ihre Regeln halten. Die beiden dürfen in der Schulpause und im Hort zusammen spielen, weil sie das a) ohnehin nicht verhindern könnten und b) das beides Umgebungen sind, wo zumindest Erwachsene (Lehrer / Erzieher / Betreuer) dabei sind und notfalls eingreifen, sobald die sich daneben benehmen und die Kids dann sicherlich auch mit Konsequenzen konfrontieren. Zumal - wenn der andere Junge 2 Jahre älter ist - ist der, denke ich mal - schon in der 4. Klasse. Was dann in seiner Konsequenz heißen müsste, dass er nach den Sommerferien auf die weiterführende Schule wechselt; was dann die Hort und die Schulpausenproblematik ohnehin löst, oder?

Gegenleistung Ihres Sohnes: Er verspricht Ihnen, dass er sich - wenn er alleine raus zum spielen geht - nicht mit besagten Freund trifft. Konsequenz für Ihren Sohn, wenn er sich an dieses Versprechen nicht hält: Er darf diesen Freiraum (unbeaufsichtigt draußen zu spielen) nicht mehr genießen. Heißt für Ihren Sohn, dass er sich dann zum spielen entweder mit anderen Kindern verabreden muss und die entsprechend dort (oder bei Ihnen) im Haus/Garten spielen müssen; er sich Freizeitaktivitäten oder Hobbys oder Sport in einem Verein sucht; oder er draußen in einem Bewegungsradius bleiben muss (vor der Haustür), den Mama jederzeit gut einsehen kann, um zu kontrollieren, ob er sich an die Vereinbarung hält. Das wird Ihrem Sohn sicherlich nicht gefallen - aber - da müssen Sie Beide dann entsprechend durch und hoffen, dass sich das Problem von alleine löst. Bei einem 8-Jährigen kann man dass sicherlich noch durchziehen; nur ... also wenn ich mir so meinen 12-Jährigen anschaue ... denke ich nicht, dass wir das lange durchziehen könnten, ohne dass der hier stiften geht.

Zumal ich es für wesentlich einfacher halte, zu eruieren, warum es Ihrem Sohn überhaupt so wichtig ist, mit diesem Jungen befreundet zu sein. Denn - wenn das irgendein Mangelempfinden ist (wovon ich schon ausgehe) - wird es früher oder später das nächste Kind im Leben Ihres Sohnes geben, wo er sich dieses Mangelempfinden dann auf der gleichen Art und Weise wieder befriedigt. Der Ansatz, die Freundschaft zu verbieten, kaschiert m.E. also nur die Symptome, löst aber das dahinterliegende Problem nicht. Aber - es ist immer noch besser - als dann überhaupt nichts zu tun und sich die Beziehung zu ihrem Sohn gänzlich kaputt zu machen, weil sie ihn dann jeden 2. Tag bestrafen o.ä. müssen, weil er wieder irgendeinen Unfug mit seinem besten Freund angestellt hat.

Beitrag von marion2 21.05.11 - 21:09 Uhr

Hallo,

wie schlimm kann ein 10jähriger schon sein?

Kümmer dich einfach weiter um den anderen Bengel mit und gut.

Es gibt keine wirklich schlimmen 10jährigen. Der Hort ist nicht kompetent und die Schule auch nicht. Schon allein, dass sie sich öffentlich (!) so negativ über ein einzelnes Kind äußern sagt alles.

Ach ja: Ich würde dem anderen Kind sagen, was ich erwarte.

Gruß Marion