Hundeschule "Trend" geworden?

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Beitrag von 5474902010 21.05.11 - 17:41 Uhr

Hallo!

Muß mal was fragen ;-)

Bin vorhin mit meiner Mutter an einem Hundeplatz in der Nähe vorbeigefahren und wir kamen darüber ins Gespräch, warum mittlerweile fast jeder Hans und Franz in eine Hundeschule/Welpenschule geht oder warum da soviel von geredet wird. Früher ging es doch auch ohne!

Das ist irgendwie ein absoluter Trend geworden wie ich finde.
Dazu tragen auch Tiersendungen bei, wo immer über Hunde berichtet wird.
Den Leuten wird dadurch doch irgendwo vermittelt, daß niemand mehr in der Lage ist heutzutage seinen Hund selbst zu erziehen und man unbedingt eine Hundeschule oder Welpenschule besuchen MUß, damit man einen wohlerzogenen Hund hat #augen

Wie gesagt, früher ging es ja schließlich auch ohne Hundeschule & Co und unser Hund war trotzdem gut erzogen. Ich hab auch selber Übungen mit dem Hund gemacht bzw. wußte auch so was mein Hund braucht, wie man ihn fordert usw.
Verwandte und Bekannte haben mehrere Hunde (u.a. Berner Sennen Hund, Schäferhund) und da geht auch keiner hin und auch diese Hunde sind wohlerzogen.

Wie kann das angehen?
Ist das wie ein "Gruppenzwang", weil da schon fast jeder hinrennt und man dazugehören will oder was? #kratz

LG

Beitrag von frosch1982 21.05.11 - 18:01 Uhr

Ich kann meine Hunde auch selbst erziehen, aber meinen Hunden macht es Spaß und mir auch!Früher war eben vieles anders, aber nicht unbedingt besser, oder kuckst du noch schwarz-weiß Fernsehen?;-)

Beitrag von 5474902010 21.05.11 - 18:18 Uhr

Naja, nur weil sich vieles geändert hat, muß man ja nicht zwangsläufig alles mitmachen.
Aber wenn es dir und deinem Hund spaß macht und es der Hauptgrund ist, dann ist es doch gut :-)

Beitrag von puschelrolle 21.05.11 - 18:49 Uhr

Ja, ich glaube auch, dass es bspw. durch den "Hundeprofi" bzw. TV mehr Interesse auf diesem Gebiet vorkommt.
Ich wünschte aber auch, es würden mehr Hans und Franz in die Hundeschule gehen, wenn ich so manche Hunde hier im Umfeld sehe. *schauder*
Klar, man kann seinen Hund selbst erziehen, aber viele fühlen sich so schon überfordert, wie man manchen Beiträgen hier entnehmen kann.
Ich sehe die Hundeschule also auf keinen Fall als ein MUSS, aber ein schönes KANN. Schaden kann es doch definitiv nicht und es gibt ja nun wirklich schlimmere "Trends", als diesen. :-)
Bei dem ersten Hund fände ich es generell gut, sich eine Basis zu schaffen, bei den nachfolgenden Tieren kann das wieder anders aussehen.
LG
Puschel

Beitrag von dore1977 21.05.11 - 19:22 Uhr

Hallo,

was heißt Trend ? Meine Eltern waren schon mit unserem damaligen Familienhund in der Hundeschule das ist locker 20 Jahre her.
Ich war mit unsren (inzwischen verstorbenen) Hund vor 11 Jahren auch in der Welpenspielstunde und Hundeschule gewesen.

Natürlich kann ich meinen Hund auch alleine erziehen und muss es ja auch den Hundeschule ist ja nur eine Ergänzung.
Außerdem macht Hundeschule doch auch einfach eine Menge Spaß !

Ich denke aber es ist wie bei so vielen Sachen, die Leute die es wirklich nötig hätten schaffen es in ihrem ganzen Leben nicht einen Fuß in eine Hundeschule zu setzen.

LG dore

Beitrag von sparrow1967 21.05.11 - 19:35 Uhr

Da sich jeder Depp einen Hund kaufen kann, sollte nunmal auch jeder Depp am Besten zur Hundeschule gehen- damit aus den Hunden, durch Unwissenheit, keine Waffen werden.


Hundeschule ist sinnvoll und nützlich, gerade als Anfänger bekommt man wertvolle Hilfe und Unterstützung. Man wird motiviert MIT seinem Tier zu arbeiten- sei es nun Agility, Mantrailing, Longiertraining...ach es gibt so viel.

Früher liefen die Hunde so nebenbei- finde ich. Heute hat man ein Auge drauf und fördert und fordert sie.

Früher bekamen die Hunde auch das, was in der Küche übrig blieb...würdest du das heute auch noch so machen? Oder würdest du dich der Masse anschließen und ein GUTES Hundefutter suchen?

Ich bin froh, dass viele viele die Hundeschulen besuchen - ich wäre sogar dafür, das zur Pflicht zu machen.


sparrow

Beitrag von aussiegirl600 21.05.11 - 19:58 Uhr

Mag sein, dass es ein Trend ist - aber einer den ich sehr begrüße. D ist immer dichter besiedelt, immer mehr Leute in den Städten halten Hunde, da wirds immer wichtiger, dass die Hunde gut erzogen sind. VOr 30 Jahren hat doch kein Hahn danach gekräht wenn ein Hund mal geschnappt hat, heute wirds großes Trara gemacht, da ist es auch wichtig, dass die Hunde besser erzogen werden. Und früher haben auch noch mehr Leute ihre Hunde mit Schlägen erzogen oder ähnlich sinnvollen Methoden. Früher wars auch ned so dramatisch wenn ein Hund mal stiften gegangen ist - dann wurde er halt totgefahren oder vom Jäger erschossen. Aber auch da ist gute Erziehung heute wichtiger denn je.

Auch hat sich geändert was für Hunde beliebt sind - früher beliebte Hunde wie Pudel oder Spitz sind einfach leichter zu erziehen als ein Magyar Viszla oder ein Australian Shepherd.


Unseren ersten Hund haben wir auch mehr schlecht als recht allein erzogen - den zweiten hätte meine Mutter definitiv nicht allein in den Griff gekriegt, aber nach ausgiebiger Hundeschule folgt er super.

Ich denke schon, dass zu sehr eine Wissenschaft daraus gemacht wird, aber die meisten Hunde die ich kenne könnten gut vertragen wenn ihre Besitzer sich ein bisschen Hilfe holten...

Und auch wenn ich bei Fremd-Hunden schon Erfahrung gesammelt hat - ich werd mit meinem ersten eigenen Hund auch in die Huschu gehen, weil ich sicherstellen will, dass MEIN Hund gut folgt und ich nicht will, dass der HUnd darunter leidet, dass ICH es vielleicht nicht allein optimal hinkriege.

Beitrag von alkesh 21.05.11 - 20:38 Uhr

Früher wurden Hunde wohl eher gebrochen als erzogen und darüber hinaus gab es schon immer Vereine und was da teilweise abgeht/abging *grusel*

Wenn ich hier einen Tag lese denk ich mir es gibt noch zu wenig Hundeschulen!

LG

Beitrag von majixx 21.05.11 - 21:36 Uhr

Bei mir hat das Sinn und ist definitiv kein Trend!

Mein JRT ist jetzt fast drei Jahre alt und ich weiß und gebe auch zu, dass wir von Anfang an in Sachen Erziehung viel falsch gemacht haben. Er war halt mein Baby und durfte (fast) alles.

Ich gehe nun regelmäßig mit ihm zur Schule, damit ich lerne, was ich falsch gemacht habe und er natürlich auch lernt. Dadurch, dass er eben schon fast drei ist und immer seinen Willen durchsetzten konnte, ist es entsprechend schwierig und wir haben uns dazu entschlossen uns Hilfe zu holen. Es hat alleine einfach nicht mehr gefruchtet.

Ich bin nur froh, dass ich jetzt so konsequent bin und mein Dicker schnell lernt. :-)

Liebe Grüße,
majixx

Beitrag von mamavince 22.05.11 - 10:09 Uhr

hmm wenn ich mir einige angucke, die hunde haben begrüße ich diesen "trend" doch sehr #schein

auch wir waren/ sind in der hundeschule... ich bin mit hunden aufgewachsen, auch diese rasse, die wir jetzt haben und bin der meinung mich mit der erziehung auszukennen... aber mein mann und mein kind kennen das halt nicht. eigentlich sind wir da hin, um den menschen was beizubringen ;) desweiteren macht es meinem hund super spass... machen halt jetzt aktiv aguility dort.

und was ich sehr positiv finde... bei uns im dorf sind so ziehmlich alle hunde in der schule da gewesen und sind alle super sozialisiert und es gibt null stress auf den feldern, wegen und wäldern... das finde ich einen sehr positiven nebenefekt :-)