Fast Fünf - plötzlich Panik wenn ich mal kurz ohne ihn weg bin!

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von pims 21.05.11 - 18:03 Uhr

Hallo zusammen!

Ich wende mich an Euch mit einem für mich echt großem Problem. Maximilian wird im August fünf, geht problemlos und liebend gerne in den Kindergarten, macht auch dort beim hinbringen absolut keine Probleme...

Aber plötzlich zu Hause. Und wenn ich nur mal kurz was einkaufen fahre schreit er vor Panik und lässt mich nicht gehen. :-( Wir wohnen bei meinen Eltern mit im Haus, vom Vater bin ich getrennt, seit er ein Baby war. Er hat zu meinen Eltern ein so inniges verhältnis, das gab bisher nie Probleme. Ich konnte sogar mal über Nacht weg, aber jetzt wäre daran nicht mehr zu denken.

Ich habe einen neuen Freund, den ich bisher nur am Wochenende sehe. Ein herzensguter Mann, der sich tagsüber mehr um Maximilian als um mich kümmert. ;-) Maximilian mag ihn gerne, fragt sogar oft, wie oft noch schlafen, bis er wieder kommt. Ich bin auch bisher noch nie alleine bei ihm gewesen, obwohl ich gerne mal würde und mir meine eltern das auch ermöglichen würden.

Haben manche Kinder in dem Alter nochmal so ne Phase?! Wie gehe ich am besten damit um?! Ich muss ja auch bald mal wieder arbeiten gehen, über die Kiga -Zeiten hinaus. Ich habe im Moment solche Sorgen deswegen. Er klammert so furchtbar, schlimmer als ein Kleinkind in der Fremdelphase.

Verzweifelte Grüße von Astrid

Beitrag von stefmex 21.05.11 - 19:08 Uhr

Hallo Astrid,

hast Du Deinen Sohn gefragt, wo vor er so Angst hat? Ich glaube aber mich zu erinnern, dass manche Kinder in diesem Alter Trennungsängste entwickeln. Weil sei langsam lernen, dass sie auch selbstständiger werden und wissen, dass sie sich 'entfernen' können und verstehen, dass auch ihre Eltern sich entfernen können.

Ich denke am meisten bringt es, ihm das Vertrauen zu geben, dass Du immer wieder zurück kommen wirst. Wenn Du z.B. Einkaufen gehst, zeig ihm die Uhr und erklär ihm, wann Du spätestens zurück kommt.

Wenn Dein Junge auch schon selbstbewusster war, wird das bestimmt wieder.

Lieben Gruß,
Stefanie

Beitrag von pims 21.05.11 - 19:20 Uhr

Wenn ich ihn frage, wovor er Angst hat, dann sagt er: "ich weiß ja nicht, ob Du wieder kommst und wenn Du weg bist, dann vermisse ich Dich. Dann kann ich Dich nichts fragen, wenn ich Dich was fragen muss..."

So lauter wirre Gründe halt. Ich habe ihm jedenfalls NIE den Anlass gegeben, Angst um mich zu haben. Ich arbeite immer nur dann stundenweise, wenn er im Kiga ist. Ansonsten bin ich immer bei ihm. Und früher war das ja auch nie ein Problem, da hat er "Tschüß" gesagt und ich konnte mich mal mit ner Freundin auf einen Kaffee treffen. das wäre jetzt im Moment nicht mehr möglich... :-(

Beitrag von zahnweh 22.05.11 - 23:35 Uhr

Hallo,

könnte es eine Angst sein, für ihm die Worte fehlen, die mit deinem Freund zu tun haben?

Es ist bei uns so:
ich bin seit der Schwangerschaft alleinerziehend. Ihren Vater kennt sie von Fotos und dass er die ersten wenigen Monate zu Besuch kam. Kontaktstille.

Seit einiger Zeit wirbt ein netter Mann um mich. Wir treffen uns regelmäßig als Gruppe, ist ein guter Freund.
Meine eine, die ihn immer nett fand und alles ok war, reagiert inzwischen ziemlich ungehalten, wenn er mir zu Nahe kommt. Zum Begrüßen die Hand geben, kann schon zu viel sein. Bei Begrüßungsumarmung (kennen und schon seit Jahren) geht gar nicht mehr. Sie stürzt sich zwischen uns "Lass meine Mama in Ruhe" ... vor ein paar Tagen sagte sie zum ersten Mal "ich hab Angst, du nimmst meine Mama weg. Das ist MEINE Mama".

Nein, er hat es nicht vor. Er hat sich auch vom Verhalten ihr gegenüber nicht verändert. Nur eben, dass er ein bisschen um mich wirbt und das merkt sie sofort. Die anderen aus der Gruppe dürfen mich Begrüßungsumarmen. Alles erlaubt. Nur er sollte sich mir möglichst nicht nähern.