Diese Beantragungsodysee geht mir zeitweise auf die Nerven! Grumpf!!!

Archiv des urbia-Forums Leben mit Handicaps.

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Forum: Leben mit Handicaps

Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von skbochum 21.05.11 - 20:46 Uhr

Hallo ihr Lieben,

der Kindergarten hat vor einigen Wochen die I-Kraft neu bzw. weiterhin beantragt mit allen möglichen Unterlagen, die wir zur Verfügung gestellt haben (unser Sohn ist vier und hat die I-Kraft seit 1,5 Jahren)
Der SPZBericht vom Sommer 2010, der Schwerbehindertenausweis wurde kopiert, eine Kopie von der Pflegestufenbestätigung beigelegt und ein zweiseitiger Bericht vom Kindergarten war auch dabei.

Diese Woche hat uns der Kindergarten dann einen Brief vom LWL kopiert und mitgegeben (die arme Erzieherin wusste gar nicht wie sie es uns beibringen sollt....) mit der Aufforderung weitere Berichte einzureichen, in denen genau die Behinderung beschrieben ist. Das Ganze aber bitte aktuell und nicht älter als 6 Monate.
Ich verzweifel noch mit dem ganzen Mist.
Im Juli sind wir wieder für 2 Wochen zur Diagnostik im SPZ, dann bekommen wir die aktuellen Berichte, aber das reicht zeitlich nicht für den I-Kraft-Antrag.

Manchmal möcht ich echt aufgeben und nichts mehr beantragen. #heul
Wir machen alle nötigen Untersuchungen, wir nehmen alle Förderungen wahr und in Anspruch und ständig sperren sich Institutionen und man muss sich streiten.... :-[ (bis auf den SBA, das klappte prima!)

#sorry fürs Ausheulen, aber manchmal ist es echt #wolke

GrussGruss Susanne

Beitrag von kati543 21.05.11 - 23:00 Uhr

DAS kenne ich nur zu gut. Ganz besonders der Bericht des SPZ darf nicht älter als 6 Monate sein. Und die Aussage unserer Ärztin aus dem SPZ dazu: "Ich mache doch nicht die Arbeit des Gesundheitsamtes. Dafür ist das Gesundheitsamt zuständig. Ich schaue mir das Kind an, wann ICH es für notwendig erachte und nicht, wenn das Sozialamt es will." ... Ähhhhhm - schön und gut, aber der Leidtragende ist das Kind. Hat das mal einer bedacht?

Beitrag von .roter.kussmund 21.05.11 - 23:32 Uhr

hallo, ich kenne das sehr gut und kann dir nachfühlen. es ist eine riesengroße sauerei, die eltern solch` kranker kinder mit sachen zu belasten, die bereits festgestellt! und dokumentiert, also bereits BEKANNT sind. je mehr "scheiß" nachgewiesen werden soll (was natürlich bereits bekannt ist) desto weniger zeit bleibt übrig, um sich um die wichtigen dinge zum wohlergehen der kinder zu kümmern.

diese vorgehensweise ist ASOZIAL! und am liebsten würden sich die politiker der behinderten menschen entledigen!
SIE KOSTEN ZU VIEL! man steckt das geld lieber den banken mit ihren spekulanten in den arsch, um diese zu "retten"

"Als grundlegendes Argument für diese Zwangseuthanasie wurden wirtschaftliche Gründe angeführt."
http://de.wikipedia.org/wiki/Geschichte_der_Euthanasie#Nationalsozialistischer_Krankenmord

"Manchmal möcht ich echt aufgeben und nichts mehr beantragen."
kenne ich nur zu gut. seit einem jahr haben wir ärger wegen des kindergeldes... jeder furz soll dokumentiert werden... als hätten wir nichts anderes zu tun.
ist genau wie mit den pflegeprotokollen. die drehen wirklich am rad.

sollen die politiker mal lieber IHRE persönlichen BETRÜGEREIEN dokumentieren.

Beitrag von enni12 22.05.11 - 23:51 Uhr

Hallo Susann,

ja, mir geht's auch grad so :-[:-[:-[:-[:-[:-[

Ich frage mich immer: Was ist mit den Kindern, deren Eltern nicht so viel Energie in diesen ständigen Kampf investieren? Die können doch nur auf der Strecke bleiben, oder?

Erinner dich immer wieder daran, WARUM du das alles machst: Für dein Kind #liebdrueck

Aber egal: Es ist eine riesengroße Sauerei. Man hat ja nun schon genug Sorgen und statt Unterstützung bekommt man das Leben noch schwer gemacht, traurig sag ich da nur.

Liebe Grüße und viel Kraft und Durchhaltevermögen weiterhin

Dani - zur Zeit auch nur noch genervt von sinnlosem Behörendmarathon #aerger

Beitrag von 3wichtel 23.05.11 - 09:31 Uhr

Ja, das kenne ich auch.
Und nicht nur von Ämtern, sondern auch von den Therapien selbst.

Jedes Mal, wenn ich irgendeinen Hinweis auf eine Therapiemöglichkeit bekomme, dann fängt es wieder von vorne an: "Wir müssen erst mal selber die Diagnose stellen, bevor er in das Programm aufgenommen werden kann"

Blablabla.
Wie oft sollen die einzelnen Diagnosen denn noch festgestellt werden???


Beitrag von skbochum 23.05.11 - 21:17 Uhr

Danke erstmal für die Antworten!
Irgendwie freut es auch mich zu hören, dass es anderen manchmal genauso geht.
Ich verstehs echt nicht.....