was tun um Milchproduktion zu erhöhen?

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Wann soll ich mit dem Abstillen beginnen und mit Beikost starten? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von ingrid79 21.05.11 - 20:52 Uhr

Hallo ihr Lieben,

meine Kleine ist nun genau 4 Wochen alt und leider habe ich nicht genügend Milch, so dass wir zufüttern müssen. Der Milcheinschuss kam bei mir sehr spät und leider kommt da auch nicht viel. Ich habe schon ziemlich viel probiert: Stilltee, Malzbier, Boxhornklee und Globuli von der Hebamme. Alle 3 Stunden abpumpen, weil ich entzündete Bruswarzen hatte...
Habt ihr ev. noch Tipps? Ging es jmd. genauso?
Weiß langsam nicht mehr weiter... Es ist ganz schön stressig mit dem Stillen, Pumpen, Fläschchen geben. Bin kurz davor aufzugeben um dann komplett auf Flasche umzusteigen, wenn da nicht langsam mal mehr kommt.
Die Kleine ist bisher sehr komplikationslos und nimmt sowohl die Flasche als auch die Brust. Aber sie regt sich auf, wenn nach ein paar Minuten stillen kaum noch was kommt.

Danke im voraus und lG,
Marie

Beitrag von maracuja21 21.05.11 - 20:57 Uhr

Hi

Das tut mir leid das es nicht allzu sehr klappt...aber pumpst du auch immer ab wenn die kleine eine flasche bekommt? weil das was sie ja zugefüttert bekommt produziert dein körper ja quasi nicht nach...vielleicht hilft einfach ein bisschen öfters pumpen? auch wenn sie mal keinen hunger hat...aber das eben der körper denkt die nachfrage ist größer:) und produziert mehr dadurch :) geb das stillen nicht auf...das klappt sicherlich ganz bald!

Alles gute!

Beitrag von maracuja21 21.05.11 - 20:58 Uhr

und viel trinken! :D
#tasse

Beitrag von maerzschnecke 21.05.11 - 21:12 Uhr

Wie oft legst Du denn an?

Ich hatte am Anfang auch nicht genügend Milch, weil der Milcheinschuß zwar kam, aber aufgrund der stressigen Lage nach der Geburt (Bluthochdruck, 3-Bett-Zimmer, Sorge ums Kind) kam eben auch nicht viel.

ABER: sobald ich zuhause war, habe ich angelegt, angelegt, angelegt und es gab Tage, da habe ich von 9 Uhr morgens bis mittags 13 Uhr fast auschließlich gestillt und abends hat meine Kleine dann Cluster-Feeding bis nachts um 2 Uhr betrieben.

Irgendwie denke ich, dass Deine Hebamme Dich zu lange mit dem Problem hat laufen lassen.

Entweder musst Du jetzt richtig, richtig hart am Ball bleiben und Dir das Kind eben ein paar Stunden am Stück an die Brust hängen und erst dann zufüttern, wenn es für Dich und für sie überhaupt nicht mehr geht oder aber es bleibt bei der Situation wie es jetzt ist. Mit dem Abpumpen erhöhst Du zwar die Milchmenge, aber eben nicht so effektiv, wie es Dein Kind tun wird. Und mit jedem Zufüttern reduzierst Du Deine Milchmenge wieder.

Ggf. lohnt es sich für Dich, Dir Hilfe von einer Stillberaterin zu holen.

Beitrag von lona27 21.05.11 - 21:15 Uhr

Ich würde mal eine Stillberaterin konkret fragen, aber generell würd ich auch sagen, dass du sie dann in kürzeren Abständen immer mal anlegen solltest, um mehr zu produzieren...

Beitrag von lixy 21.05.11 - 21:21 Uhr

ich hatte auch entzündete brustwarzen und habe noch im kkh stillhütchenbekommen und nun klappt es viel besser!
teilweise wieder ohne :)

ich bin auch der meinung dass wenn du zufütterst und abpumpst, eben das gegenteil bewirkst.

in dem fall muss man eben viel trinken und anlegen, anlegen und nochmal anlegen. mir krausten sich auch die fußnägel vor schmerzen als meine kleine anfing zu saugen aber ich bin da durch... ok, bei mir waren es nur die brustwarzen, die milchmenge ist und war super.
ich würde mir an deiner stelle auch ne stillberaterin zu rat holen!

alles gute!

Beitrag von danat 21.05.11 - 21:51 Uhr

Ruhe bewahren und auf die Natur vertrauen. Mir wollten auch alle einreden, dass ich zu wenig Milch habe und ich habe es fast selbst geglaubt. Selbst meine Hebamme kam ins Zweifeln. Naja, mittlerweile muss ich sogar regelmäßig Salbeitee trinken.

Ist deine Kleine etwas über den Termin gegangen?
Sie steckt vielleicht schon im Schub der um die 5. Woche kommt?

Es ist normal das die Kleinen sich am Anfang den Milchbedarf erstmal ordentlich hochschrauben müssen und eben "nimmersatt" sind. Ihr Magen wird ja auch erstmal von Tag zu Tag größer.

Hast du immer noch wunde Brustwarzen oder Schmerzen? ... ich hoffe, nicht.

Versuch die Kleine einfach immer anzulegen, wenn sie Hunger anmeldet. Die meiste Milch wird auch erst direkt beim Stillen gebildet - also lass dich nicht täuschen, wenn sich die Brust nicht "voll genug" anfühlt. Versuch dir selbst zu vertrauen. Entspann dich. Mach dich locker - im wahrsten Sinne, v.a. Rücken, Schultern, Nacken. Mach es dir bequem. Verbring viel Zeit mit deiner kleinen süßen Maus im Bett. Was dein Körper leistet ist Hochleistungssport, dass muss sich alles erst einpendeln und geht oft die ersten drei Monate so. Lass dir Zeit und gönn deinem Körper dafür Ruhe und Kraft. Ich glaube, v.a. im Kopf muss man frei dafür sein und seinem Körper vertrauen. Sei locker und stress dich nicht, dann ist auch die Milchbildung einfacher. Ansonsten tu dir viel Gutes, wo du das Gefühl hast, dass es der Milchbildung dient. Ich hatte einen großen Bedarf an Stilltee und Milchprodukten und Kuscheln mit meinem Sohnemann ... das tat mir auch sehr gut.

Und vor allem: lass dir nicht reinreden! Alle anderen wissen es besser. Die Verwandschaft (deren Stillwissen meist 20 oder 30 Jahre alt ist und total überholt) oder der Mann der leider meist auch keine Ahnung hat. Meiner hat sich z.B. von seiner Mutter sehr verrückt machen lassen und ihre Ansichten gehörten zu diesen uralten Mythen. Machst du schon wieder viel im Haushalt? ... Falls ja, lass es sein ... wichtig ist, dass es euch gut geht und nicht, dass die Bude glänzt.

Ich kann dir noch sehr den Kontakt zur La Leche Liga empfehlen. Dort kann man z.B. auch erstmal ganz problemlos und schnell Kontakt per Mail und Telefon zu einer Stillberaterin aufnehmen. Die sind wirklich gut ... habe selbst sehr provitieren können von meiner Beraterin.


Ich wünsch dir viel Ruhe und Gelassenheit! Auf das die Milch gut fließe ;-).

Liebe Grüße, Dana.

Beitrag von danat 21.05.11 - 21:59 Uhr

Ach ja, ... wie genau stillst du denn?

Immer beide Seiten? Wie lange bleibt die Kleine an der Brust? Wie viele Stillmahlzeiten sind es denn über den Tag? Hat sie ausreichend nasse Windeln? Ist wahrs. schon schwierig zu beurteilen, wegen dem Zufüttern. Seit wann fütterst du zu und warum genau hast du angefangen?

Woher weißt du überhaupt sicher, dass es "zu wenig" ist?

Beitrag von sarahjane 21.05.11 - 23:01 Uhr

Sei nicht traurig. Nicht jede Frau kann ihr Kind teilweise oder ausschließlich kurz oder lang per Brust bzw. mit Abgepumptem ernähren.

Das ist nichts Schlimmes.

Manchen Frauen hilft in einer Lage wie der Deinen Folgendes:

- das Baby öfter (nicht länger) an beiden Brüsten anlegen
- 3 bis 5 ausgewogene und ausreichende Mahlzeiten am Tag verzehren
- 2 bis 3 Liter am Tag trinken (davon 1 Flasche Malzbier und 4 Tassen Fenchel-, Kümmel-, Anistee)
- auf Teein-, Koffein- und Kohlensäurehaltiges weitestgehend verzichten
- ein effektiveres bockshornkleesamenhaltiges Präparat aus der Apotheke besorgen und regelmäßig einnehmen
- immer erst nach jeder Fütterung per Brust abpumpen (am besten beidseitig mit elektrischer Milchpumpe - für 10 bis 20 Minuten - möglichst mindestens alle 2 bis 3 Stunden)
- viel Ruhe, wenig Stress
- vor jeder Fütterung per Brust und vor jedem Abpumpvorgang warme, feuchte Wickel auf die Brüste legen
- immer erst die Brüste, dann das Fläschchen anbieten

Beitrag von putzemann 22.05.11 - 07:53 Uhr

ja ich muss allen zustimmen!

vorallem und das wundert mich maßlos! auch frau
"brusternährung"#zitter

ja ehct, gib die hoffnung nicht auf, anlegen anlegen anlegen!
kuscheln mit dem wurm, ist übrigens auch sehr wichtig für die milchbildung

alles liebe

glg

Beitrag von gruene-hexe 22.05.11 - 11:57 Uhr

Ich hatte damals auch eine Zeit, wo das stillen alles andere als einfach war. Wo mir ständig jemand erzählte, ich hätte zu wenig Milch, dann war meine Milch nicht Nahrhaft genug und all das.

Ich habe auch gepumpt, Malzbier getrunken, Bockshornklee Kapseln genommen, Stilltee, Fettreich gegessen, Stillen rund um die Uhr am Tag.....

Irgendwann habe ich mich mit der Kleinen eingeschlossen ein ganzes WE. Wir haben das Bett nicht verlassen, haben gekuschelt, ich hab Fern gesehen aber ansonsten lag ich mit ihr 3 Tage im Bett und sie ständig an meiner Brust. Das war perfekt.

Ich denke, den größten Fehler den man machen kann ist, gleich nach der Geburt perfekt sein zu wollen. Wochenbett heißt nicht umsonst Wochenbett. Ab ins Bett und bleib dort liegen mit deinem Kind. Lass dich bedienen, dazu hast du allen Grund. Damit das Stillen wirklich gut Funktioniert, sollten Mama und Kind sich Zeit geben und vor allem auf sich konzentrieren.

LG
Michaela, die es diesmal mit dem Wochenbett genauer nimmt