Was mach ich nur falsch??

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Forum: Schlafen

Bitte, Baby, schlaf jetzt ein: Manches Neugeborene macht die Nacht gern zum Tag. Hier könnt ihr Trost nach schlimmen Nächten finden und euch gegenseitig Tipps geben, wie ihr Baby zu einem guten Schläfer wird.

Beitrag von lilalaus2000 22.05.11 - 10:57 Uhr

Hallo

Ich habe ein Problem mit meiner süßen kleinen Tochter Sie ist 11 Monate.

Seit sie 6 Monate ist, schläft sie nicht mehr durch und braucht Nachts auch wieder die Flasche. (Die bekommt sie auch, ich lass mein Kind nicht hungern)


Jedenfalls wacht sie Nachts sehr oft auf oder schreit auf und lässt sich kaum beruhigen.

Wir haben so viel probiert: -Schönes Ritual - lesen - knuddeln
-Baden
- Spieluhr/Mobile
- Eincremen
- Schmerzzäpfchen (wegen dem Zahnen)
- ins Familienbatt (das ging mal gar nicht)
- anderes essen
-vorsingen
- und Gott weiß was noch alles.


Und ja, wir waren schon beim Osteopathen (Scharlatan wenn ich meine Meinung äußern darf)

Sie schläft sehr schwer ein - und schläft meist so 3-4 Stunden und dann schreit sie sehr, und das nicht immer wegen Hunger, sie wird wach und schreit und schreit. Ich beruhige sie immer und bin ganz ganz lieb zu ihr, aber einschlafen geht nicht mehr. So war sie gestern bis 3 Uhr nachts auf - ab 23:30 Uhr


Sie schläft auch niemals ein, wenn sie nicht mindestens 7 Stunden wach war bis Abends. Sie schläft so wenig....



Ich werde die "jedes Kind kann schlafen lernen" Sache NICHT machen. Das ist zu grausam, habe viel gelesen und habe eher Angst vor den Langzeitschäden.


Montag geh ich zum Arzt - es ist eigenartig das ein Baby solche Schlafstörungen hat.


Was meint ihr - was kann ich noch versuchen?


Danke - lilalaus, die nur mit Kaffee noch überlebt!

Beitrag von fragaria 22.05.11 - 11:59 Uhr

Habt ihr einen einigermassen geregelten Tagesablauf? Ist das Kind eventuell über oder unterfordert?

Zu viele Reize tagsüber... und das ist von Kind zu Kind unterschiedlich...lassen das Kind evtl. nicht schlafen. Ein geregelter Tagesablauf ist wichtig, Dinge, die sich täglich wiederholen. Eventuell liegt es aber auch daran, daß es sich nicht genug austoben konnt am Tag (glaub ich eher nicht)
Vielleicht hat sie Luft im Bauch? Probier es mal mit espumisan, sab simplex oder lefax.
Ist bei euch in der Partnerschaft alles in Ordnung oder gibt es da Probleme, die sie mitbekommen könnte?


Es gibt so viele Möglichkeiten....sprich mit dem Arzt darüber in Ruhe.

Wünsch euch alles Gute+
Fragaria

Beitrag von lilalaus2000 22.05.11 - 13:54 Uhr

Hallo,
ja der Tagesablauf ist geregelt. natürlich ist ab und an ein Tag dabei der mal nicht geregelt ist, weil Besuch kommt oder ein Termin ansteht etc. Trotzdem schau ich, dass sie ihren Mittagsschlaf bekommt.

TV schaut sie keinen und so kanns schon sein, dass sie evtl unzufrieden ist. Sie kann nicht krabbeln oder robben, aber schon an der Hand Laufen, das kann ich aber nicht den ganzen Tag mit ihr machen.

Sab Simplex kann ich ihr gerne geben, habe ich ja im Haus, ein Versuch ist es wert und schadet nicht. Sonst bekommt sie Kümmelzäpfchen.


Ich mache für morgen gleich mal einen Termin beim Arzt, ich will, dass es ihr gut geht.

Danke dir, wir versuchen alles :-)

Beitrag von baerchen20de 22.05.11 - 14:24 Uhr

Mit meinem Kurzen hatte ich es so das er nur an der Brust einschlief oder bei Papa auf dem Bauch. Ich habe mir das Buch Schlafen statt schreien gekauft. Jetzt schläft der Kurze ein so gegen halb acht und auch durch. In dem Buch sdind gute Tipps. Wir haben im Februar angefangen und Anfang Mai wollte ich schon aufgeben weil es nicht geklappt hat.
Wenn du Fragen hast kannste mir ja eine PN schreiben.
Lg
Bianca

Beitrag von lilalaus2000 22.05.11 - 15:39 Uhr

Und mit der Ehe ist alles bestens - Samstag wird noch kirchlich geheiratet und wir sind nicht mal nervös. Es wäre alles so harmonisch, fast schon kitschig schön, wenn die Kleine gut schlafen würde.


Habe mit meiner Mama tel. die will mit meinen Papa die Kleine nehmen, auch für 2 Wochen, damit mein mann und ich mal in Urlaub fahren und relaxen. Ist das nicht lieb von ihnen?! Aber momentan traue ich mich nicht, ich will meine Eltern nicht belasten. Naja, in 2-3 Monaten vielleicht, die Maus war schon 2 mal je eine Woche bei ihnen :-)


LG

Beitrag von senzill 22.05.11 - 21:08 Uhr

Meiner war auch ne zeitlang so er hat sehr früh sehr viele Zähne bekommmen das hat ihn nachts sehr belastet ich habe auch alles probiert aber es hat nichts geholfen....er hat aber auch wirklich mit zehn Monaten seine ersten Backenzähne bekommen daher wundert mich sein Verhalten damals heute nicht mehr. Er hat auch sehr wenig geschlafen zu der Zeit...es war anstrendend aber irgendwann war es vorbei. Das Buch Schlafen und Wachen finde ich sehr gut vielleicht magst du das mal lesen.

Beitrag von lilalaus2000 22.05.11 - 21:23 Uhr

Ja meine Maus hat tatsächlich schon unten 4 Zähne und oben 6. Kamen sehr schnell!

Und beim Füttern merkte ich einen großen weißen Huppel unten rechts. Ob da echt schon mit 11 Monaten ein Backenzahn kommt? Die kommen langsamer?

Ich habe ihr heute als Verzweiflung ein Nurofen-Zäpfchen gegeben weil ich auch Zähne vermutete und hoffe, das es hilft. Aber auf Dauer ist das nicht möglich - ich kann sie ja nicht mit Schmerzmittel vollpumpen.

Gleich morgen rufe ich bei ihrem neuen Kinderarzt an.

Ich lese sehr sehr gerne Bücher, egal welche, aber in meinem Zustand bin ich froh , dass ich die Antworten auf meinen Hilferuf noch lesen kann.

Das Gute: Irgendwo sind immer irgendwie Reserven die ich für meine Süße mobilisieren kann.

Beitrag von senzill 22.05.11 - 21:56 Uhr

Ja dann tippe ich schon auf die Zähne denn es hört sich schon sehr so an wie es bei uns war..ja wie gesagt meiner hat mit 10 Monaten die Bakcenzähne bekommen es gibt nichts was es nicht gibt und die tun den meisten Kindern höllisch weh. Ich hab nur SChmerzmittel gegeben, wenn es kaum auszuhalten war denn soviel wollte ich auch nicht geben...ich hatte ein Zahnöl von der Stadelmann wenn dir das was sagt das reibt man von außen in die Wangen ein, das hat bei ihm zumindest für Linderung gesorgt, aber sonst habe ich ihn einfach viel getragen und in den Armen gewogen weil es sonst nicht zum aushalten gewesen wäre er wollte ganz fest gehalten werden das hat ihm anscheinend über den Schmerz geholfen....aber als die Spitzen der Backenzähne draußen waren wurde es schlagartig besser...mein Kinderarzt konnte mir leider gar nicht helfen, der hat auch nciht glauben können das da Backenzähne kommen......

Beitrag von lilalaus2000 22.05.11 - 22:00 Uhr

Ich hoffe...

Sag mal, war das bei dir auch imme rum die gleiche Uhrzeit ca??

Beitrag von senzill 22.05.11 - 22:14 Uhr

Ja schon man konnte fast du Uhr danach stellen ich hab echt gedacht ich bin verrückt mir hat das keiner geglaubt und ich war auch kurz davor an mir zu zweifeln (ob ich was falsch gemacht habe oder so) aber es waren bei uns definitiv die Zähne es gab danach nie wieder solche Nächte und meiner ist jetzt Zwei, er hatte mit 13 Monaten das Gebiss komplett und schlief seitdem gut und fast immer durch.

Beitrag von lilalaus2000 22.05.11 - 22:24 Uhr

Also ich muss zugeben, du machst mir Hoffnung :-)

Denn ich zweifen auch und denke, irgendetwas mache ich falsch. Meine liebe Oma zum beispiel meint ich habe das Kind verzogen und muss sie eben mal paar Nächte schreien lassen. Das merkt sie sich und Ruhe ist.

Na klasse, ich will icber nicht meine Kleine mit ihrem Schmerz alleine lassen, das macht man doch nicht als gute Mama.

Also irgendwie durchhalten und mal dieses Zahnöl besorgen - ein Veruch ist es Wert

Beitrag von senzill 22.05.11 - 22:34 Uhr

Ja mir wurde das auch gesagt ich verziehe mein Kind und bliblablub und er wird nie alleine schlafen können und was nicht noch alles.....
naja wie man sieht ist das alles totaler Blödsinn mein Kleiner schläft sehr gut und sehr beständig und das nicht erst seit gestern. Man soll einfach auf sein Mutterherz hören das sagt einem schon das Richtige.....auch wenn es nicht die Zähne sind es gibt immer einen Grund wenn Kinder nachts schreihen und man sollte sie damit einfach nicht alleine lassen. Ich wünsch die einfach viel Kraft aber es geht bestimmt vorbei und dann kannst du Stolz auf dich sein und glaub mir dein Kind wird es dir sicher danken und dich auch mit gutem Schlaf belohnen #verliebt

Beitrag von lilalaus2000 22.05.11 - 22:39 Uhr

Vielen Dank, das hat mir etwas Mut gegeben!

Beitrag von moeriee 23.05.11 - 00:33 Uhr

Hi Lilalaus! #winke

Wir hatten auch sehr große Probleme mit dem Einschlafen. Es hat sich über Wochen gezogen und je länger es dauerte, umso schlimmer wurde es. Ich war echt am Ende, hatte Angst vor den Abenden und Herzrasen, wenn ich unseren Sohn ins Bett brachte. Er schrie die ganze Zeit, wollte wieder aus dem Bett heraus. Wir haben alles mögliche angestellt, um ihn zum Schlafen zu bringen. Doch alles half immer nur kurzzeitig. Wenn er dann mal eingeschlafen war, schlief er bombig. Aber bis dahin... Jedenfalls mussten wir etwas ändern, denn Louis ging es damit sichtlich nicht gut. Er war übermüdet, schrie viel (selbst auf meinem Arm), war einfach nur unausstehlich. Und mir ging es zum Schluss auch nicht mehr anders. Ich habe dann sehr viel gelesen und bin zu dem Schluss gekommen: Dieses Theater mache ich nicht mehr mit! Ich will, dass unser Sohn ein natürliches Einschlafverhalten an den Tag legt und nicht mehr mit irgendwelchen Mitteln dazu "gezwungen" wird. Sprich: Kein Kinderwagengeschuckel mehr, kein Fön, kein Trinken beim Einschlafen, ... Das Kind soll wach hingelegt werden und soll dann schlafen. Natürlich nur, wenn er mir vorher signalisiert hat, dass er müde ist. Wir haben einen Schlachtplan entwickelt und sind damit gut gefahren. Du weißt ja sicher auch in etwa, wann deine Tochter müde wird. Kinder brauchen einen geregelten Tagesablauf. Sie fühlen sich in einer gewissen Routine sicher. Gib' sie ihr, soweit dies möglich ist. Gegen Abend fütterst du sie, dann geht ihr gemeinsam ins Schlafzimmer. Du kannst sie in aller Ruhe wickeln, evtl. eincremen und für das Bett umziehen. Wir machen das ganz ohne Hecktick, damit Louis einen Gang runterschaltet. Dazu lasse ich auch ganz leise ein Glockenspiel bimmeln. Danach lässt du den Rollo runter, machst ein kleines Licht an, schmust noch ein wenig mit ihr und dann legst du sie ins Bett. Bevor du rausgehst, legst du ihr die Hand noch einmal auf den Rücken, gibst ihr evtl. einen Kuss auf den Kopf und verlässt dann leise den Raum. Natürlich wird sie in den ersten Tagen noch weinen. Ganz besonders am ersten Abend. Warte einen kleinen Moment ab und wenn du sicher bist, dass es nicht nur Spielgeräusche sind oder sonstiges Gebrummel, dann gehst du wieder hinein, legst die Hand auf den Rücken. Sprich nicht so viel mit ihr, schimpfe sie nicht, sondern signalisiere: Ich bin da! Wenn sie sich wieder beruhigt hat, gehst du raus, wartest einen Augenblick, ... Wenn sie sich gar nicht beruhigen lässt, dann kannst du sie auch mal auf den Arm nehmen. Aber du solltest sie nicht zu sehr aufmischen. Einfach ganz leise kuscheln und dann versuchst du es erneut. Klar, das tut einer Mutter schon mal weh, wenn sie merkt, wie schwer es dem Kind fällt, abends loszulassen. Aber wenn du ihr kontinuierlich zeigst, dass du da bist, dann ist es für das Kind nur halb so wild. Du solltest nur nicht den Fehler machen, sie wieder aus dem Bett zu nehmen, sie dann spielen zu lassen oder ähnliches.

Ich hatte am Wochenende ein sehr interessantes Gespräch mit einer anderen Mutter und einem Kinderpsychologen. Besagte Mutter war sehr strikt. Sie wollte alles für ihr Kind tun, was an sich nichts Falsches ist. Sie war so sehr davon überzeugt, dass ihr Kind mit vier Jahren eben diese Bedürfnisse hätte (nachts mehrfach aufstehen, abends nur mit Mama im Bett einschlafen, ...). Der Psychologe, der eigentlich einen sehr vernünftigen Eindruck auf mich machte, wandte dann Folgendes ein: Schlafprobleme sind häufig hausgemacht. Viele Eltern haben Angst, ihren Kindern psychischen Schaden zuzufügen, wenn sie nicht all ihren Wünschen (Bedürfnissen) nachkommen. Aber was sich so häufig als Bedürfnis darstellt, sind schlicht und ergreifen konditionierte Verhaltensweisen. Das Kind ist so sehr daran gewöhnt, dass Mama jeden Abend mit ins Bett geht, dass es gar nicht mehr anders kann. Kein Kind denkt sich dabei Böses oder will uns damit ärgern. Der Mensch ist und bleibt eben ein "Gewohnheitstier". Dabei fügt man dem Kind keinen Schaden zu, wenn man ihm die Nähe VOR dem Einschlafen gibt und nicht WÄHREND der Einschlafphase.

Sieh zu, dass die elementaren Bedürfnisse, wie trockene Windel, Hunger, Durst, ... befriedigt sind. Gib ihr tagsüber und ganz besonders kurz vor der Einschlafphase ganz viel Nähe. Und dann kannst du deinem Kind auch zutrauen, diese Phase alleine zu meistern.

Glaube mir: Ich würde dir nichts raten, was ich mit meinem Kind nicht auch tun würde. Mein Sohn hat in seinem kurzen Leben schon sehr viel mitgemacht: Viele Untersuchungen, Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte, Frühgeburt, Neurodermitis, LI, ... Er braucht mich und meine Zuwendung vielleicht mehr, als andere Kinder. Und diese soll er auch bekommen. Aber er braucht auch seinen Schlaf und es ist wichtig für ihn, dass ich selber auch Sicherheit vermitteln kann. Wenn ich ein unsicheres Auftreten an den Tag lege, dann überträgt sich das. Bei uns hat es zwei Abende lang gedauert. Es waren für mich schlimme Abende, aber ich habe Kosten und Nutzen abgewägt. Auch für meinen Sohn. Denn nichts ist schlimmer, als nicht schlafen zu können, wenn man sooo müde ist. Letztendlich musste ich meinem Sohn die Entscheidung abnehmen. Und auch, wenn es mal an zwei Abenden etwas Geschrei gab, weil er sich nicht trennen wollte, so hat es doch insg. weniger Geschrei gegeben, als an den Tagen zuvor.

Wir haben nun beide wieder ein einigermaßen entspanntes Zubettbringen. Das ist besonders für Louis auch sehr wichtig, denn die Wochen vorher waren sehr stressig für ihn. Er brauchte bis zu fünf Stunden, um endlich in den Schlaf zu finden. Seine Haut blühte regelrecht auf. Wir hatten nässende, blutenden Wunden. Seit wir unser Verhalten am Abend geändert haben, ist die Haut fast wieder perfekt. Ich hätte nie gedacht, dass es da so einen krassen Zusammenhang gibt. Aber die Haut ist eben doch der Spiegel unserer Seele.

Hab' Geduld! Zwei bis drei Tage, dann sollte es wieder OK sein, wenn du nur zu deiner Entscheidung und deinem Schlachtplan stehst. Wie dieser letztendlich aussieht, hängt ganz von euch ab. Er sollte auf jeden Fall ein geeignetes Ritual enthalten, welches nicht länger als 15 Minuten dauert. Und keine Sorge: Du bist keine Rabenmutter! Deine Tochter belastet diese Situation unter Umständen mehr, als wenn du mal für ein paar Tage den Ton angibst und ihr eine Richtung zeigst, in die es gehen soll. Ab und an brauchen unsere Kleinen das mal.

Liebe Grüße und viel Erfolg! #herzlich

Marie mit #baby-Louis (24 Wochen alt) #verliebt

Beitrag von kanojak2011 23.05.11 - 03:53 Uhr

Liebste Marie,

ich habe recht gestaunt al,s ich es gelesen habe und musste gleichzeitig dabei lachen, wenn man deine Entwicklung mal beobachten darf.
Hast du den Termin mit dem Kinderpsychologen ausgemacht oder hat es sich einfach so ergeben ? Zu den hausgemachten Problemen, ich würde noch Stück tiefer gehen, nicht aber in diesem Forum...nutzt keinem was.

Übrigens, was du vorher so abgelehnt hast, ist aber am ende fast das ferbern. Das Buch: Jedes Kind kann schlafen lernen...wenn ich diese bekloppte Minutenabstandmessung vergesse, sagt nichts anderes als was du sagst.

Wir schicken dir gaaaaaanz liebe Grüße und wünsche euch, dass ihr jetzt nach der so langen Zeit gut die Kräfte sammeln könnt und euch erholen könnt#winke


Beitrag von moeriee 23.05.11 - 09:58 Uhr

Hi H.! #winke

Hm, ja! Ich weiß wohl. Ferbern wollte ich eigentlich nicht, aber du hast Recht. Es ist dem in der Tat recht ähnlich.

Ich war am Samstag auf einer Neurodermitisschulung. Unsere KiÄ hat uns Anfang der Woche einen "Überweisungsschein" gegeben (wir waren dort wegen des Schlafproblems) und ich habe schon am nächsten Tag den Anruf bekommen, dass die Schulung nur zwei Tage später startet. Ich war auch etwas überfahren, sagte aber zu. Gott sei Dank! Denn offensichtlich hatten alle anderen Mütter 1 1/2 Jahre auf diesen Termin gewartet! #schock Es hatten insg. drei Elternteile abgesagt und so war ich kurzerhand nachgerutscht. Die Schulung findet an insg. drei Terminen statt und dauert jeweils 4 Stunden, also insg. 12 Stunden. U.a. geht es um den medizinischen Aspekt de Neurodermitis (was ist das überhaupt, woher kommt diese "Krankheit", wie sieht eine optimale Pflege aus, ...), um Ökotrophologie (also die richtige Ernährung für mein persönliches Kind) und auch um den psychischen Aspekt (warum begünstigt Stress Neurodermitis, wie kann ich meinem Kind diesen Stress nehmen bzw. wie kann man am besten mit stressigen Situationen umgehen, Kratzalternativen und auch Schlafprobleme). Ich habe nicht schlecht gestaunt, als der Psychologe es dort so erzählt hat. Das JKKSL-Buch habe ich persönlich nicht gelesen und ich werde es auch sicher nicht kaufen, denn ich denke, jedes Kind hat ganz individuelle Bedürfnisse, auf die eingegangen werden muss. Aber vom Grundsatz her muss ich sagen, kann ich nun recht genau sagen, was bei uns aus dem Ruder gelaufen ist. So toll ich es finde, dass es bei anderen klappt, dass man allein dem Kind alle Entscheidungen überlässt (zumindest so ca. im ersten Lebensjahr)... Ich weiß doch, dass das bei uns nicht funktioniert hat und ich nun auch feststellen musste, dass es meinem Kind nicht guttut, was da passiert. 10 bis 12 Stunden Schlaf sind einfach viel zu wenig für Louis, denn er ist tagsüber einfach nicht er selbst. So gerne ich das alles auf die Zähne oder etwas anderes geschoben hätte, aber ich weiß, dass ich mir damit selber in die Tasche gelogen hätte. Nach dem Erlebten und auch dem Gehörten vom Wochenende, muss ich sagen, dass es für uns die richtige Entscheidung war. Mit Hautkindern muss man einfach sehr sensibel umgehen und entscheiden: Liegt die Schlafstörung nun an der Haut oder an etwas anderem. An versch. Faktoren kann man das festmachen. Bei uns war es ein Teufelskreis: Zunächst keinen Schlaf, Louis und ich waren beide dadurch gestresst und je länger es dauerte, umso schlimmer wurde es. Die Haut wurde merklich schlechter (es war mittlerweile eine Superinfektion). Dadurch wurde das Schlafproblem natürlich begünstigt und schon schließt sich der Kreis. Es ist für Hautkinder extrem wichtig, dass sowohl sie selbst, als auch die Eltern nicht gestresst sind. Und ich war gestresst, denn ich sah, dass mein Kind es war. Also habe ich die logische Konsequenz gezogen und dem Ganzen ein Ende bereitet. Möglicherweise ein Ende mit Schrecken, aber du weißt ja, wie das Sprichwort lautet. Und auch, wenn er vielleicht 10 Minuten geschrien hat (überwiegend auf meinem Arm, aber immer wieder mit dem Versuch, ihn hinzulegen): Die Abende vorher hat er stundenlang geschrien. Was ist für das Kind nun weniger Stress? Und was ist für die Zukunft gesehen weniger stressig. Kosten und Nutzen eben. Der Psychologe konnte das recht gut verdeutlichen und in Worte fassen: Babys wissen natürlich nicht was sie tun. Zumindest bis zu einem gewissen Alter / Reifegrad. Aber es liegt in ihnen, dass sie auf bestimmte Verhaltensmuster der Eltern konditioniert werden. Und es schade durchaus nicht, wenn man dem Kind mal ein kurzes Signal gibt. Im Leben würde ich mein Kind nicht absichtlich stundenlang schreien lassen. Aber ich gehöre auch nicht zu den Müttern, die mit heruntergelassener Hose von der Toilette zu ihrem Kind stürzen, nur weil dieses schreit. Die zwei Minute Zeit müssen dann schon sein.

Manchmal frage ich mich, was aus mir geworden ist. All die guten Vorsätze und nun schau mich an. Mein Kind wurde leider nicht gestillt, schläft nicht mehr in unserem Zimmer, da er nachts Theater gemacht hat, er darf auf dem Bauch schlafen und nun auch noch das. Ja, das Leben läuft nicht immer so, wie es im Lehrbuch steht. Und trotzdem fühle ich mich als gute Mutter, denn ich tue genau das, was hier immer gepredigt wird: Ich schaue, was meinem Kind guttut und was nicht. Manchmal frage ich mich auch, warum bei uns immer alles so komisch laufen muss oder ob ich etwas Grundlegendes falsch mache. Aber dann sehe ich mein kleines, meist ausgesprochen fröhliches Kind, das sehr viel lacht, mit mir kuschelt, ... #verliebt Dann weiß ich auch, dass es gar nicht so falsch sein kann. Und dann muss ich mir eben auch klarmachen, dass nicht jedes Konzept bei jedem Kind gleich gut funktioniert.

Liebe Grüße #herzlich

Marie mit #baby-Louis (24 Wochen alt) #verliebt

Beitrag von kanojak2011 23.05.11 - 10:47 Uhr

Du bist zum Knuddeln. jo exakt diese Entwicklung habe ich hinter mir auch. da kann ich dir nur wünschen, dass bei euch beim zweiten Kind einfach anders läuft, dass deine Seele lernen kann: Aha, Nciht ich bin es Schuld, es war eben Pech.

Ich musste mal lachen. du sagst, du willst das Buch nicht kaufen. Nee, kaufen nicht aber das Buch ist wikrlich sehr gut. Es geht da gar nicht um Ferbern. Da werden ganz tolle Tipps gegeben, wie man den Abend gestalten sollte. Du brauchst sie aber nicht, ihr macht schon alles sowieso richtig.

ah noch was fiel mir ein, ich las deinen Beitrag wegen dem Anhänger. Ich musste so lachen. Ich bin seit letzter Woche ddabei ein zu kaufen und heute abend versuche ich genau die Marke zu ersteigern. Sie ist nämlich klasse. Sie hat die höchste Zuladungsmöglichkeit. ich wollte zweisitzer und mein Mann sagt, dass unsere Tochter da nicht mehr rein kommen wird. Ich soll Solo nehmen. Und zwar ist der Solo auch duetlich enger. Wir sahen es am Wochenende beim Croozer. Da wird man schon Probleme haben, anderen auszuweichen, wie breit es ist. Der Einzeilsitzer war wirklich enger. wir wollen sie auf den Kinderfahrradsitz tun und ihn halt rein. Ich will mein Auto ersetzen und nur für den Kiga das haben..

Ich bin schon gespannt, was du dann über eure Asflüge schreiben wirst.

Alles Liebe, liebe Marie. Ich lese dich sehr gerne. Ich wäre froh, meine Kinder könnten bei dir in der Klasse sein..#winke

Beitrag von lilalaus2000 23.05.11 - 12:35 Uhr

Hallo Marie.

An sich hört sich das ja gut an, doch wenn ich aus dem Zimmer gehe fängt die Kleine an zu weinen, gehe ich wieder rein, beruhigt sie sich auch nach längerer Zeit einfach nicht. Und sie setzt sich immer auf, die bleibt nicht liegen. Und das ist doch sehr nach der "schreien lassen" Theorie.

Ich bezweiflei nicht, dass dieses nicht klappt, ich bin sicher, das es sogar gut funktioniert. Jedoch denke ich, dass da die babys einfach aufgeben und dann eben von Mama verlassen sind. Nicht das was andere sagen - Mama ist ja da wenn ich rufe -

Dazu schreit sie Nachts im Schlaf immer ganz fürchterlich. Egal ob ich da bin oder nicht.

Es kommt für mich nicht in Frage sie schreien zu lassen, das geht gar nicht.
Es ist auch erwiesen, dass diese Kinder später Schmerzempfindlicher sind und schreckhafter.... habe ich denke ich sagar hier bei Urbia gelesen.

LG und trotzdem Danke

Beitrag von moeriee 23.05.11 - 15:19 Uhr

Du solltest mal davon wegkommen, dich über Gefahren oder mögliche Spätfolgen zu informieren. Fast alles hat eine gewisse Nebenwirkung und es wird sich immer jemand finden, der schlechte Erfahrung damit gemacht hat. Du sollst dein Kind ja gar nicht schreien lassen. Du zeigst ihr ja, dass du da bist, indem du ihr die Hand auf den Rücken legst, ihr ein Küsschen gibst, ... Und wenn das alles nichts hilft, dann nimm sie hoch. Kuschel' ein wenig mit ihr, aber wenn sie sich beruhigt hat, dann solltest du sie wieder hinlegen. Fast allen Kindern fällt abends der "Abschied" von den Eltern schwer. Aber schreit sie denn nicht auch so? Du sagst ja, sie schreit und lässt sich kaum beruhigen. Du musst für dich einen geregelten Weg finden, um sie in den Schlaf zu begleiten und das klappt momentan nicht. Wenn du unsicher an die Sache heran gehst, dann wird sie es merken. Unsere Kinder haben wirklich ganz feine Antennen und sie spüren das, auch wenn du denkst, du versteckst es gut genug vor ihr. Woher soll sie wissen, dass du willst, dass sie in ihrem Bett schläfst, wenn du sie immer wieder aus dem Bett nimmst, sie umherträgst, sie spielen lässt, ...? Das kann sie gar nicht wissen. Du sollst auf jeden Fall 100%ig für dein Kind da sein, aber du musst ihr auch klar signalisieren, was du dir von ihr wünschst. Mein Sohn muss so gut wie nie weinen. Meistens bin ich sofort zur Stelle. Ich warte, bis er sich beruhigt hat, verlasse dann das Zimmer. Sobald er weint, bin ich ja wieder da. Ich stehe vor der Tür, hole tief Luft, sammele mich und starte dann neu in die Situation. Aber ich "erlöse" ihn nicht aus der Situation, indem ich ihn aus dem Bett hole und ihn spielen lasse oder so, denn er ist dann definitiv müde. Vorher bringe ich ihn erst gar nicht ins Bett.

Du musst es natürlich selber mit deinem Gewissen vereinbaren können, aber da es dir selber auf das Gemüt schlägt, scheint etwas nicht zu stimmen. Und wenn du etwas ändern willst, dann musst du eben klar deine Wünsche formulieren und sehen, was du tun kannst. Irgendwelche monotonen Stimuli, wie bspw. die etwas weiter oben in einem Thema angesprochene Einschlaf-CD halte ich nicht für sinnvoll. Auch ein Baby muss Schlafen erst lernen. Natürlich wird es irgendwann vor lauter Erschöpfung einschlafen. Aber mal ehrlich: Würde es dir guttun, dich jeden Tag so auszupowern, bis du endlich todmüde ins Bett fällst? Du weißt ja vielleicht selber, wie bescheiden es ist, wenn man müde ist, aber nicht in den Schlaf findet. Auch solche Kinder gibt es. Und natürlich ist es an der Stelle sinnvoll, seinem Kind dann zu helfen. Meinst du nicht?

Im Übrigen: Ich würde merken, wenn mein Sohn resigniert. Trotz allem ruft er nach mir, denn er weiß, ich bin für ihn da. Ich gehöre aber nicht zu den Eltern, die morgens schon bei ersten Piep am Bett des Kindes stehen. Wir haben eine Kamera am Bett und ich sehe ganz oft, dass er morgens spielend im Bett liegt. Er knibbelt dann an seinem Teddy herum, ... Da hast du noch keinen Mucks von ihm gehört und denkst eigentlich, dass er noch schläft. Manchmal erzählt er auch was, lacht dabei. Es gehört im Normalfall zu den Fähigkeiten einer Mutter, verschiedene Laute des Kindes zu unterscheiden und genau das tue ich. Wenn er dann nach mir ruft oder schon etwas ärgerlicher brummelt, dann bin ich da. Dasselbe machen wir abends. Wenn er weint, sind wir zur Stelle. Aber ganz oft brummelt er sich noch was in den Bart, dreht den Kopf hin und her und schläft irgendwann ein, ohne auch nur ein einziges Mal zu weinen. Dass das nicht immer optimal klappt, ist wohl jedem klar. Aber ich war erstaunt, wie schnell Louis verstanden hatte, was ich von ihm erwarte. Und zum ersten Mal hat er seit langer Zeit 12 Stunden am Stück geschlafen und nicht nur 6 oder 8. Und morgens hatte ich zum ersten Mal seit langem ein gut gelauntes Kind. Es ist oft ein schmaler Grad, zwischen gesundem Einschlafen und Schlafstörung. Man muss den richtigen Weg für sich eben finden. Und manchmal hilft eben die sanfte Tour nichts mehr, weil man schon zu tief drin ist, in der ganzen Misere. Jedenfalls solltest du nicht zu viel ausprobieren. Erstelle dir einen Schlachtplan und bleibe mind. mal ein oder zwei Wochen dabei. Das braucht deine Tochter ganz dringend. Und erwarte keine Wunder. Es ist eigentlich klar, dass es nicht auf Anhieb klappen wird. Aber so lange du dir da sicher bist, ziehe es mal durch.