schwierig so mit der Ehe

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Forum: Trennung

Sorgerecht, Umgangsrecht, Unterhaltszahlung ... ? Wenn sich ein Paar zu einer Trennung entschließt, ergeben sich für jedes Elternteil ganz neue Fragen an die eigene Lebensplanung.

Beitrag von ignisessen 22.05.11 - 12:03 Uhr

Hallo,

es ist wirklich schwierig, dass mit der Ehe.

Vielleicht hatten wir einfach nicht genug Zeit unsere Liebe zu zweit zu Leben.

Vor drei Jahren hab ich meinen Mann kennengelernt. Er wohnt in Niedersachsen und ich in NRW. Da er Landwirt ist, mit Hof und Betrieb und allem drum und dran, habe ich mich entschlossen zu ihm zu ziehen. Meine Familie, Freunde, Umfeld aufzugeben. Im Sommer wurde ich schon schwanger mit unserer Großen 2j. Da war es schon schwierig. Wir fingen schon leicht an, aneinader Vorbeizuleben. Durch die SS wollte ich natürlich irgendwann auch keinen mehr an mich ran lassen. Dann letztes Jahr schwanger und dieses Jahr das zweite Kind. Die Familie ist jetzt komplett. Aber wieder das selbe wie in der ersten Schwangerschaft. Alles macht mir natürlich zu schaffen. Nach beiden SS schwer Depressiv, so das ich medikamentös behandelt werden musste. Dazu kommt noch keine Freunde, keine Familie. Und wenn ich sage keine, dann mein ich auch wirklich keine. Die einzigste Unterhaltung die ich habe ist mein Mann und die hängt mir zum Halse raus. Wenn mein Mann mir eine Freude machen will, mit Blume etc., kann ich mich nicht freuen. Es ist mir schlichtweg egal. Für mich ist das keine Ehe mehr. Mit Liebe hat das nichts mehr zu tun. Ich bin verbittert und immer nur am Meckern. Nicht mehr die Frau die er mal kennengelernt hat. Wir sind immer eingesperrt. Können nicht gemeinsam mal vom Alltag Luft holen. Und das hat alles dazu beigetragen, dass heute alles kaputt ist und wir uns ansehen und nichts empfinden, wie nur Abneigung. Man ist noch jung und könnte von vorne anfangen. Wir leben nur für unsere Kinder noch zusammen. Denn eine Trennung, dass denn Kindern antun. Das ist nicht dass, was ich will. Aber so leben will ich auch nicht mehr.

Ich ringe jeden Tag mit mir, nicht meine Sachen zu packen und wieder zurück zu gehen.

Das ist wirklich schwierig, dass mit der Ehe. Ich wünsche allen eine bessere wir mir.

Beitrag von tweety74 22.05.11 - 13:43 Uhr

3 Jahre in denen viel passiert ist und ihr eigentlich nur Vollgas gegeben habt:

Hochzeit
Umzug
2 (!) Kinder

und das alles in 3 Jahren. Du bist erst 27. Warum hattet ihr es mit allem so eilig?? Was hat Dir gefehlt? Bzw. was hast Du gebraucht? So dringend und so schnell.

Ihr seid nicht eingesperrt, ihr sperrt euch selbst ein. Rede mit deinem Mann. Mach den Kindern nicht die Familie kaputt, denn mit einem anderen Mann bleiben Deine Probleme trotzdem die gleichen.
Denk nach was Dir fehlt... warum Du es so furchtbar eilig hattest.

LG

Beitrag von ichbins04 22.05.11 - 20:00 Uhr

diesem post ist nichts hinzuzufügen.....

wir haben diese

3 dinge wie hochzeit umzug und 2 kinder

in einem zeitraum von 10 jahren gehabt.......

Beitrag von blaue-rose 22.05.11 - 15:16 Uhr

Hallo,



würdest du denn noch eine Chance für euer Ehe sehen?


Nur wegen den Kindern zusammen zu bleiben bringt auf Dauer nichts und wird deine Probleme zusätzlich verstärken.


Wie ist dein Verhältnis zur Landwirtschaft? Ich weiß das Landwirtschaft nicht jedermann´s Sache ist und das auch die Arbeitszeiten dort sehr Familien unfreundlich sind.

Kannst du mit deinem Mann über deine Probleme reden?


Freundliche Grüße

Beitrag von snuggel 22.05.11 - 16:42 Uhr

Nutze doch einfach Deine Kinder um Kontakte zu knüpfen - gehe in Krabbelgruppen oder Spielkreise, sprich raus und unter Menschen!!!

Für Dich hat sich das komplette Leben geändert, neues Umfeld, 2 Kinder, dafür keinen Freiraum mehr... daran solltest Du arbeiten. Geh´ unter Leute, quatsch über belangloses Zeug (oder Kinderkram) und nimm´ Dir auch mal ein paar Minuten Zeit am Tag nur für Dich allein - nur einsam und alleine in der Bude sitzen bringt wirklich nichts. Sprich: sei einfach auch mal wieder Frau und nicht nur Hausfrau und Mutter!!!

LG und Kopf hoch!

Beitrag von alpenbaby711 22.05.11 - 19:46 Uhr

Ich kenn das mit den Depressionen nach der Geburt hatte ich bei meinem ersten Kind auch.
Vielleicht kannst du ein paar Dinge die dein Mann für euch tut eben genau deshalb nicht genießen weil du in den Depris steckst. Ich konnte damals, so lieb ers gemeint hatte auch kaum was dafür empfinden. Das liegt dann aber möglicherweise nicht an deinen Gefühlen für ihn die du sonst hast. wie ist das bei euch vorher gewesen? Gibts keine Möglichkeit sich ein wenig Freiräume zu schaffen? Sicherlich ist man als Landwirt ganz anders gebunden als wenn man nach 8 oder 10 Stunden Feierabend hat. Aber trotzdem gibts die Möglichkeit das keiner von frühs um 5 bis abends 20 Uhr weg ist und nichts mehr bleibt.
Die Frage ist natürlich auch ob das bei euch noch Sinn macht?
Ela

Beitrag von catch-up 23.05.11 - 21:34 Uhr

Wenn du die Trennung nicht jetzt vollziehen willst, wann dann? es wird mit Heranwachsen der Kinder nicht einfacher! Im Gegenteil, es wird immer schwieriger!

Jetzt, im Alter von 2 und 0 Jahren können sich Kinder der neuen Situation noch gut anpassen! Später, mit 5-6 Jahren bekommen sie alles mit, wollen alles wissen, sind traurig, erbost ....

Meine Tante und mein Onkel ließen sich scheiden, da war meine Cousine 5 Jahre alt. Heut ist sie 16 und hat psychisch noch immer mit der Trennung zu tun!

Macht es jetzt! Es wird nur schwieriger!!!

#herzlich

Beitrag von schneefrau28 24.05.11 - 06:15 Uhr

Papperlepapp ...

Es kommt drauf an, wie beide Elternteile bei der Trennung miteinander umgehen.

Beitrag von redrose123 24.05.11 - 10:26 Uhr

Warum habt Ihr so ein Tempo vorgelegt?

Vieleicht wäre das beste wenn du in eine Therapie gehst um aus deinem Tief rauszukommen, such dir einen Verein in der Nähe wo du mal jemanden kennenlernst....

Beitrag von diepinky 24.05.11 - 20:19 Uhr

ob eure ehe noch eine chance hat - ich weiß es nicht denn ich habe keine ahnung wie das so bei euch läuft. dich kann ich voll und ganz verstehen. du hast alles für ihn aufgegeben. vielleicht ist es jetzt zu spät für rettungsversuche aber man hätte auch einfach mal zeit gebraucht. ihr für euch. warum bei euch alles so schnell ging - ja es war halt so. das muss man doch nicht erklären. wenn es für euch in dem moment das richtige war, dann war es eben so.

allerdings solltet ihr nicht die kinder vor schieben. als ich merkte dass mein sohn - zu der zeit gerade 2 jahre so schlimm litt habe ich für mich den entschluss gefasst dass es so nicht weiter geht. sicher mag das der ein oder andere nicht verstehen. wir hatten erst ein halbes jahr vorher ein haus gekauft und ausgebaut und innerhalb von nur drei monaten hat sich mein ex so schlimm verändert dass es einfach nicht mehr ging. ich bin keine mimose und werfe nicht sofort die flinte ins korn. ich kann kämpfen und das habe ich auch getan. aber ich weiß wann ich verloren habe und jeder weitere tag den du dich quälst obwohl du doch schon gewissheit hast, dass es vorbei ist und dass du daran kaputt gehst (auch deine kinder) ist ein tag der dich noch weiter zerfrisst.

ich weiß das tut weh. aber lass die kinder außen vor und triff so deine entscheidung. deine kinder merken dass es dir schlecht geht und somit geht es auch ihnen schlecht. das kannst du mir glauben.

Beitrag von ankamati 25.05.11 - 00:39 Uhr

Hallo,
ich kenne das auch mit den Depressionen.
Die sind ein Zeichen gewesen.
Ich hab vor fast 7 Jahren auch alles aufgegeben,war beruflich sehr ,sehr erfolgreich,und bin wegen meiner Schangeschaft ganz schnell 700 km südlich gezogen.Kannte keinen,war nur das Anhängsel meines Ehemannes,der alles mit mir machen konnte.
Mittlerweile stecken wir in der Trennung,ich hab Freunde,ein gutes soziales Netz
,beruflich baue ich mir auch wieder was auf.Meine Angst wird weniger.
Wenn Du diese gedanken hast,zurückzugehen,dann mach es jetzt!verwarte nicht Dein Leben.Geh zu einer Therapeutin,oder rede mit dem Kinderarzt,der weiss,wohin er Dich schicken kann.Werd aktiv.
Heut würde ich das auch alles schneller machen.Such Dir Hilfe,wo Du kannst!
Ich hab mich damals nicht getraut,mit jemandem zu reden,keiner hätte mich
verstanden.Alle haben immer gesagt,die ist undankbar,hat doch alles ect ppp:-[
ich weiss,wie es Dir geht und möchte Dich am liebsten an die hand nehmen und Dir helfen#sonne
Wenn Dein Mann Dich nicht versteht und Dir hilft,ist er nicht der Richtige
liebe Grüsse
Anke

Beitrag von tinka85 26.05.11 - 10:25 Uhr

Ich habe mal einen sehr sehr guten Ratschlag bekommen.

Stell dir folgende Frage(n):

Was wäre, wenn ich total frei entscheiden könnte. Sprich

- man hat keine Kinder
- jeder hat seine eigene Wohnung
- jeder steht finanziell total unabhängig da
- man bräuchte sich um nichts sorgen oder kümmern weil ja ohnehin schon alles selbstständig läuft.


Würdest du dann bleiben und kämpfen oder würdest du dich trennen?