Wechselmodell und Unterhalt!

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von zonenbiene79 22.05.11 - 12:58 Uhr

Der KV meines Sohnes möchte ein Wechselmodell durchführen. Keine Ahnung wie er das schaffen will wenn er Vollzeit arbeiten geht, denke mal das er dann seine Familie einbezieht. Da ich ihm da auch keine Steine in den Weg legen möchte und darin auch die Chance sehe mehr zu arbeiten als jetzt, habe ich überlegt wie man das planen kann.

Jetzt hab ich ein paar Fragen, wie wird das finanziell falls ich in der Anfangszeit nicht mehr arbeiten kann (kann schlecht meinen Chef dazu zwingen und kündigen kommt nicht in Frage, ich arbeite seid mehr als 10 Jahren in dem Laden)? Wie wird das dann mit dem Unterhalt?

Normal fällt Unterhalt weg wenn man die 50/50 Regelung macht oder?
Schade ist halt das ich dann die Großeltern gar nicht mehr fragen kann, ob sie den kleinen einen Abend oder paar Stunden nehmen, weil die dann ja sicher vom KV schon zwei Wochen im Monat in Anspruch genommen werden.

Kann mir da jemand seine Erfahrungen berichten? Mir gehts nicht darum wie mein Kind das verkraftet, sondern wirklich rein um das finanzielle und falls ich nicht sofort mehr Arbeit habe.

Gruss Zone

Beitrag von harveypet 22.05.11 - 13:05 Uhr

Unterhalt fällt beim Wechselmodell 50/50 sofort weg.

Beitrag von parzifal 22.05.11 - 13:05 Uhr

Seit ihr denn verheiratet?

Beitrag von zonenbiene79 22.05.11 - 13:09 Uhr

Nein, waren wir nie. Bin anfang 09 mit Kind ausgezogen und bisher war es die Regelung ich 2/3 und er 1/3, was ich schon super fand.

Beitrag von manavgat 23.05.11 - 19:17 Uhr

Lass es dabei.

Er will sparen, ganz klar!

Gruß

Manavgat

Beitrag von stefmex 22.05.11 - 13:08 Uhr

Wie alt ist Euer Kind?

Wenn Ihr 50/50 macht, muss er (glaube ich keinen Kinderunterhalt zahlen.

Seid Ihr verheiratet gewesen? Dann steht evtl. Ehegattenunterhalt zu.

Und was meinst Du mit 'in der Anfangszeit' arbeiten kannst? Welche Anfangszeit? Du arbeitest doch schon...?

Gruß, S.

Beitrag von zonenbiene79 22.05.11 - 13:12 Uhr

Also unser Kind wir September 6 Jahre.

Das Unterhalt wegfällt war mir irgendwie klar und auch verständlich!

Wir waren nie verheiratet, somit auh nie Ehegattenunterhalt.

Ich verdiene momentan knapp 800 € Brutto für 60 h im Monat (ziemlich guter Stundenlohn, leider läßt mich mein Chef die Stunden nicht erhöhen).
Dazu kommt ALGII und Kindergeld. Unterhalt wird als Unterhaltsvorschuss vom Amt bezahlt.

Beitrag von stefmex 22.05.11 - 13:16 Uhr

Würdest Du denn ohne den Unterhalt auskommen? Sonst sprich doch noch mal mit Deinem Chef. Oder kannst Du Wohngeld beantragen?

800€ brutto ist fast gleich netto, oder? Auf jeden Fall verdammt wenig Geld.

Und wenn Dein Chef die Stundenzahl nicht erhöhen möchte, vielleicht doch Jobwechsel oder 2. Job suchen...?

Toitoitoi, Stefanie (die froh wäre, wenn KV 50/50 machen würde)

Beitrag von zonenbiene79 22.05.11 - 13:30 Uhr

Leider ist das nicht fast gleich netto, allerdings besser als gar nichts. Bleiben 630 € netto übrig.

Ich hatte eigentlich immer gehofft das mein Chef mich mehr arbeiten läßt, weil ich schon so lange in dem Geschäft bin. Bisher hat er keine Stellungnahme bezogen wenn ich ihn gefragt habe. Also eigentlich kam weder ein ja noch ein nein. Sobald die Regelung mit dem KV fix ist, spreche ich nochmal mit meinem Chef.

Danke dir für die Antwort

Beitrag von comapo 22.05.11 - 14:18 Uhr

Wenn ihr ein echtes Wechselmodell hast, fällt der Unterhaltsvorschuss weg. Du musst beim Amt angeben, dass ihr euch die Betreuung teilt.

Gruß, Comapo

Beitrag von amory 22.05.11 - 13:16 Uhr

Hallo,

beim Wechselmodell fällt kein Barunterhalt mehr an, weil der Betreuungsunterhalt ja von beiden Seiten geleistet wird.
Ich finde das prinzipiell ok, bin aber vorsichtig geworden, weil der Vater eminer Tochter die Betreuung auch aus Jobgründen oft an seine Mutter abgibt...da kam mir manchesmal der Gedanke, dass er sich ienfahc nur geld sparen will.

Wie alt ist denn dien Kind? Und wie weit wohnt ihr auseinander?

Wir haben auch ien Wechselmdell, wechseln aber innerhalb der Woche, die Kleine ist je einen halbe Woche bei mir und eine halbe Woche bei ihrem Vater.
Das ist prima, auch wegen der Arbeit.
Ich brauhce auhc kaum noch einen Babysitter, weil die Kleine eh die Häflte der Ziet weg ist. Und zwar regelmäßig, nciht immer zwei wochen hier und zwei wochen weg.

ich würde für dei Anfangszeit auf jeden Fall mit dem Vater verienbaren, dass er weiter Unterhalt zahlt. Sprich als erste smal mit dem Chef und kläre ab wann du wieviel mehr arbeiten kannst und wie das organisierbar wäre.
uund dann mit dem Vater darüber, wie ihr das machen könnt-
Sowas muss ja nciht von heute auf morgen geändert werden, lass dir Zeit bis bei dir alles passt.

Grüße, Amory


Beitrag von harveypet 22.05.11 - 13:19 Uhr

ich würde für dei Anfangszeit auf jeden Fall mit dem Vater verienbaren, dass er weiter Unterhalt zahlt

wenn er nicht gerade ein verblödeter Vollhorst ist würde er dich auslachen.

Beitrag von stefmex 22.05.11 - 13:42 Uhr

Sehr konstruktiver Kommentar und so überaus charmant vorgetragen.
Glückwunsch. So macht ein Forum Spaß!

Und für alle die den versteckten Sarkasmus nicht erkennen:
Ich finde solche Aussagen, in diesem Tonfall, so was von unangebracht!

Beitrag von harveypet 22.05.11 - 13:45 Uhr

wie immer bei dir nur#bla#bla#bla

Beitrag von stefmex 22.05.11 - 13:48 Uhr

Wow, was für eine Retourkutsche! Bin beeindruckt.
Du Held. Du Rhetorik-Freak.

Ich geh dann mal weinen.

Beitrag von aquene 22.05.11 - 13:51 Uhr

jetzt mal ehrlich....
mag ja sein dass du dich da rechtlich sehr gut auskennst, und wirklich Ahnung davon hast.

Aber zumindest mir geht es inzwischen so....dass ich mich fast schon fremdschäme wenn ich deine Beiträge teilweise lese.

was glaube ich jetzt dann einfach dazu führen wird, dass ich deine Beiträge gar nicht mehr lese....aber muss ja auch nicht. :-)

Ich denke mal du hast einfach keine Lust freundlicher zu Schreiben.

Beitrag von amory 22.05.11 - 18:11 Uhr

wenn er kein verblödeter vollhorst ist, wird er verstehen, dass sie nicht von heute auf morgen mit wesentlich weniger geld auskommen kann und ihr einen vernünftigen zeitrahmen geben, um alles zu regeln....und ich habe sie so verstanden, dass sie es will, es nur einige zeit dauern kann, bis sie das beruflich geregelt hat.
auf so einer grundlage kann man ja gut miteinander auskommen und sich durchaus verständigen, dneke ich. und zwar ohne, das sjeder nur seinen eigenen vorteil sieht.

grüße, amory

Beitrag von zonenbiene79 22.05.11 - 18:18 Uhr

Genau so hab ich das gemeint. Ich möchte auch nicht benachteiltigt werden und auch nicht bevorteiligt. Für mich waren die letzten zwei Jahre finanziell die Hölle und noch weiter runter geht einfach nicht.

Wie du es geschrieben hast kann ich es auch meinem Ex sagen, denke auch grundsätzlich das er es verstehen wird.

Beitrag von zonenbiene79 22.05.11 - 13:37 Uhr

Also laut meinen Informationen (habs grade gegoogelt) wird bei einem Wechselmodell das Gehalt von Mutter und Vater zugrunde gelegt und daraus errechnet wieviel jeder Unterhalt zu zahlen hat, da ja 50/50. Nur verdiene ich momentan um einiges weniger als der KV.

Wohnen nur eine Ortschaft weiter (noch, da KV überlegt weiter wegzuziehen).

Überstürzen werde ich gar nichts, ich möchte einfach nur das es fair wird und ich dadurch keine einbußen habe, denn bei 50/50 fällt auch mein alleinerziehenden Status weg, wodurch viele Kosten die bisher übernommen wurden, anfallen. Kosten die normal auch der KV zur Hälfte zahlen müsste, was er bisher nicht musste (ich auch nicht, da vom JA bezahlt)

Beitrag von karna.dalilah 22.05.11 - 13:41 Uhr

ich habe 2 Freunde die das Wechselmodell praktizieren.
Bei dem einen ist es fest geregelt und er zahlt keinen Unterhalt.
Allerdings besteht ein Titel und er müßte zahlen.
Beim anderen wird die Zeit den die Kinder beim Vater verbringen von den Kindern selber bestimmt.
Sie sind jetzt im Teeniealter und übernachten nun auch oft bei Freunden usw.
Allerdings zahlt er nicht unerheblichen Unterhalt.

Der erstere sagt aus heutiger Sicht, dass er seinem Kind das Wechselmodell nie wieder "antun" würde.
Da er mit einer anderen Frau wieder eine Familie gegründet hat kommt das Kind immer wieder in einen Alltag der ohne ihn weitergelaufen ist. Das ist nicht immer so einfach.

Ich persönlich finde das Modell ganz gut wo Mutter und Vater in greifbarer Nähe wohnen bleiben und das Kind auf den zurückgreifen kann den es braucht bzw auch die Kinderbetreuung von den Eltern während der Arbeitszeit abgedeckt werden kann


LG Karna




Beitrag von krokolady 22.05.11 - 16:28 Uhr

wohnt dein Ex denn bei dir um die Ecke?
Oder wie soll das funzen?
Kind muss ja in den KiGa.....und dann auch zur Schule.
Ausserdem Nachmittags mal Freunde treffen ....Sportverein etc.

Schön wenn der Vater sich kümmern will, aber dieses Wechselmodell ist meistens mies fürs Kind auf Dauer - ausser halt der Vater wohnt in direkter Nachbarschaft.

Beitrag von zonenbiene79 22.05.11 - 17:21 Uhr

Ja er wohnt quasie nur 10 min zu Fuss von uns weg und seine Eltern und sein Opa im gleichen Haus. Die ganze Familie meines Ex freundes wohnt hier.

Von dem her würde das auch gut gehen.

Beitrag von krokolady 22.05.11 - 17:30 Uhr

na dann würde es (vorerst) gehen.....aber halt nur so lang bis einer wegzieht.
Wichtig ist halt immer das des Kind sich dabei wohl fühlt - und auch immer seine Freiheiten hat.
Wenn also die Großeltern ihn täglich betreuen, und er die Großeltern absolut nicht mag.......
Oder wenn er Nachmittags zu Freunden möchte, und ihn aber keiner hinbringen mag.....
Das sind alles Dinge die Du berücksichtigen solltest!

Und natürlich müsst ihr Erziehungstechnisch komplett auf einer Ebene sein

Beitrag von zonenbiene79 22.05.11 - 17:35 Uhr

Glücklicherweise liebt der kleine seine Großeltern und er hat dort eine Menge Spielkameraden. Zu meinem Bedauern leider mehr wie bei mir. Was daran liegt das er in der Nähe vom KV auch in den Kiga geht.

Zu Freunden wird er jederzeit gebracht oder kann selber hinlaufen, da legen wir ihm keine Steine in den Weg.

Was die Erziehung angeht, war es nur anfangs sehr schwer, aber das ist inzwischen auch kein Thema mehr.

Diese Punkte sind keine Problem, sondern was ist wenn ich meinen Job nicht aufstocken kann und mit noch weniger im Monat auskommen muss. Klar würde ich nach einem zusätzlichen Job schauen, aber wer nimmt einen wenn man nur alle 2 Wochen für 5 Tage zur Arbeit kommt?

Beitrag von krokolady 22.05.11 - 17:41 Uhr

Tja....nicht nur der Unterhalt fällt weg, sondern auch die Hälfte des Kindergeldes steht ihm dann zu.........
Auch würdest Du im Notfall keinen Alleinerziehendenzuschlag bekommen vom Amt etc.
Kindergartenkosten wäre das Einzige was geteilt werden muss, ebenso dann später Sportvereine, Klassenfahrten etc.

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