Esst Ihr was Ihr wollt?

Archiv des urbia-Forums Partnerschaft.

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Forum: Partnerschaft

Eine dauerhafte Partnerschaft ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Lust und Frust liegen da oft nah beieinander. Hier könnt ihr offen ausdrücken, was euch innerlich bewegt.

Beitrag von Essproblem 22.05.11 - 17:59 Uhr

Hallo,

meine Freundin hat ein echtes Problem mit dem Essen, sie isst nur bestimmte Dinge, vorallem Dinge die sie schonmal gegessen hat.

Ihre größte Angst ist es eine Allergie zu bekommen und es würde etwas Lebensbedrohliches passieren, der Hals zuschwellen oder Kollaps oder ähnliches, sie hat auch Angst vor anderen Krankheiten.

Sie hat schon über 10 Kilo verloren, ihre Mutter ist vor 3 Monaten gestorben.

Wie kann ich ihr helfen? Esst Ihr alles, probiert auch gerne neues?

Gruß
Wolfgang

Beitrag von diegucci88 22.05.11 - 18:02 Uhr

also ich würde dir raten mit deiner freundin dringend einen therapeuten/ Arzt aufzusuchen und das problem mal lokalisieren.... hat sie es erst seit dem tot der mutter? sowas kann schon mal solche "störungen" verusachen ...

damit ist nicht zu spaßen....

meine schwester hatte selbst eine essstörung.... hat si emittlerweile im griff..naja halbwegs :)

Beitrag von Essproblem 22.05.11 - 18:12 Uhr

Sie war schon immer sehr mäkelig beim Essen, hatte auch eine schwere Schilddrüsen OP vor ein paar Jahren, aber im Moment steigert sie sich voll in die Angst rein.

Bei ihr sind keine Allergien bekannt, warum sollte ihr plötzlich beim Essen was passieren, die anderen Frauen um sie rum, die stopfen alles rein was sie kriegen und sie stellt sich so an, ganz schlimm ist es seit der Beerdigung.

Probierst Du alles?

Beitrag von carrie23 22.05.11 - 18:43 Uhr

Das Problem kenne ich auf andere Art.
Nach meiner Fehlgeburt entwickelte ich Panikattacken und hatte Angst zu Sterben.
Die Angst war übertrieben aber ich konnte dagegen nichts tun, ich musste erst die Fehlgeburt verarbeiten.
Deine Freundin muss den Tod der Mutter verarbeiten, das ist sehr schwer ich hatte zu knabbern als mein Vater starb und hatte zu diesem Zeitpunkt schon etliche Jahre keinen Kontakt und auch nie ein gutes Verhältnis zu ihm.
Eine Therapie kann nicht schaden.

Beitrag von fruehchenomi 22.05.11 - 18:27 Uhr

Deine Freundin hat ein massives psychisches Problem und gehört schnellstens in Behandlung, Du kannst ihr sicher nicht helfen, bei aller Liebe.
Bring sie dazu, einen Arzt aufzusuchen, geh notfalls mit, und sie soll sich helfen lassen.
Sie steigert sich da in was rein, was immer schlimmer werden kann.
Alles Gute.
LG Moni

Beitrag von Essproblem 22.05.11 - 18:33 Uhr

Meinst Du es kann so schlimm werden, ich hoffe immer noch auf eine Phase, es gibt doch mehr Menschen die beim Essen mäkelig sind.

LG
Wolfgang

Beitrag von fruehchenomi 22.05.11 - 19:11 Uhr

Nee, das kann ich Dir aufgrund meiner Lebenserfahrung ganz sicher sagen (bin ja nicht mehr ganz so jung :-p) das ist keine Mäkelei, das ist eine Art Psychose, wenn jemand eine derartige Panik vor Allergien und Krankheiten hat !! Glaubs mir, das ist kein Spaß.
Ich hab selber einen etwas mäkeligen Ehemann, ich kenn das gut - aber der hat keine "Panik" dass er vom Essen halb stirbt, sondern der ist eben eingefleischter Schwabe - und was der nicht kennt, frißt er nicht #schwitz.
Deine Freundin hat was ganz anderes - besonders wenn es seit dem Tod der Mutter so ausgeprägt wurde, das ist das sichere Anzeichen, dass sie etwas vollkommen falsch verarbeitet....ich bin kein Therapeut, nur bißl lebenserfahren - deswegen - schick sie zum Dok, bevor noch eine Magersucht draus wird oder sich eine Krankheitsphobie richtig manifestiert - denn da leidest Du mit !
LG Moni

Beitrag von lagefrau78 22.05.11 - 18:34 Uhr

Hallo!

Ich denke ebenso wie meine Vorschreiber, dass da therapeutische Hilfe nötig ist. Wenn sie einfach nur mäkelig wäre, könnte man sie damit ja in Ruhe lassen, aber offenbar leidet sie ja auch unter Ängsten und sehr bald auch unter dem Gewichtsverlust.

Zu mir: ich esse alles, worauf ich Lust habe, probiere auch gern Neues. Mit der Einschränkung allerdings, dass ich Vegetarierin bin, jedoch aus prinzipiellen Erwägungen heraus, nicht weil ich Angst vor Krankheiten o.ä. habe.
Ich habe aus gesundheitlichen Gründen 2 krasse Diäten hinter mir, einmal vom Arzt verordnet, einmal im Selbstversuch. Seitdem nehme ich Einschränkungen nur noch in Kauf, wenn sie erwiesenermaßen notwendig sind.

Beste Grüße!

Beitrag von Essproblem 22.05.11 - 18:39 Uhr

Ihre Mutter hatte keinen schönen Tod, ich hoffe immer noch es hängt damit zusammen, ich esse auch worauf ich Lust habe, man kann auch an Gehirnbluten o.ä. sterben, aber davon lässt sie sich nicht abbringen, sie meidet auch Nüsse wie die Pest, sie hat mal gelesen, die meisten Allergien gibt es auf Nüsse #augen

Ich hoffe immer es vergeht von selber, wenn ich sie zum Therapeuten schicke meint sie ich halte sie für verrückt, die Abnahme beinhaltet die ganze Krankphase der Mutter mit.

Beitrag von lagefrau78 22.05.11 - 18:56 Uhr

Hallo!

Das Ganze hängt sicherlich mit dem Tod ihrer Mutter zusammen. Dass Du sie in dieser Situation nicht gegen ihren Willen zum Therapeuten schicken kannst, ist ganz klar.
Vielleicht kannst Du Dir für Dich eine Selbsthilfegruppe für Angehörige suchen? Vielleicht gibt es in Deiner Stadt ja eine Kontakt- und Anlaufstelle für Selbsthilfegruppen, die können Dir da sicherlich weiterhelfen. Da könnte man Dir wahrscheinlich kompetent weiterhelfen, wie Du mit ihrem Problem umgehen kannst. Denn für Dich wird es ja langfristig auch zur Belastung, nehme ich an.

Alles Gute!

Beitrag von Essproblem 22.05.11 - 19:03 Uhr

Es ist eine Belastung, aber sie belastet sich mehr als mich, denn sie ist wahnsinnig eingeschränkt.

Vielleicht finde ich so eine Selbsthilfegruppe, DANKE.