Wie mit intriganten Kollegen umgehen?

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Beitrag von liebeleute 22.05.11 - 19:45 Uhr

Hallo,

wie würdet Ihr mit einem/r "intriganten" Kollege/in umgehen?

Die Person, um die es geht, behauptet hinter meinem Rücken, man könne mir keine Arbeiten / Aufgaben geben, da ich Alles falsch machen würde.

Bei den tatsächlichen Fehlern handelte es sich aber um Missverständnisse bei Teilaufgaben eines ganzen Prozesses.

Jetzt wurde hinter meinem Rücken erzählt, das sei mehrfach schiefgelaufen (das konkrete Ereignis war zwei Mal).

Ich plane, sie die nächste Zeit direkt anzusprechen und einen Kollegen dazuzunehmen, der auch an dem Prozess beteiligt ist. 6-Augen-Gespräch sozusagen.

Mir geht es dabei darum, dass man irgendwie miteinander auskommen muss und die Steine aus dem Weg zu räumen, die da scheinbar rumliegen. Was ich nicht weiß ist, ob die Person das Obige wirklich so sieht (fachlich) oder nur behauptet (persönlich). Vor dem Hintergrund stelle ich "Intrige" auch erst einmal in Gänsefüßchen. Das Ganze ist allerdings merkwürdig, da die Person es irgendwie an der Zusammenarbeit zwischen sich und mir festmacht.

Da ich keine große Lust auf überflüssige Hinter-meinem-Rücken-Machenschaften habe, will ich sie direkt zur Rede stellen.

Wie würdet Ihr das angehen?

Beitrag von maif 22.05.11 - 20:50 Uhr

Hallo,

ich war mal in so einer Situation.

Ich habe die Firma zusammengetrommelt, als ich das herausgefunden habe. Der Vorwurf Fehler war generell gerechtfertigt, jedoch wurde es hinter meinem Rücken derart aufgebauscht und sich wochenlang daran hochgezogen (obwohl die beiden Kollegen 10 mal so viele Fehler andauernd machten), dass ich einfach nicht mehr gern zur Arbeit kam.

In der Bürobesprechung (inkl. Chef) habe ich zunächst kurz und neutral dargestellt, was mir zu Ohren kam und dann, was das bei mir auslöst (Verständnis für den Fehler, aber auch Ärger und Unlust, was Hinterrücksgerede usw angeht).

Dann habe ich den beiden Kollegen das Wort übergeben. Da herrschte erst mal "Ahnungslosigkeit".

Sie rückten dann nach und nach mit der Sprache raus - das war vor allem für die beiden sehr peinlich, da sie nie direkt auf Konfrontation aus sind.

Für mich war es eine Bereinigung der Situation und damit war dann auch alles gegessen.

Später kam eine Kollegin und hat mich gefragt, ob das nicht unter 4 Augen gegangen wäre.

Darauf habe ich sie gefragt, was sie denkt, wie lange ich mir so unfaires Verhalten gefallen lassen würde?

Ich habe nie wieder Intrigen dieser Art bei mir in der Abteilung gehabt.

Aber ich achte auch heute noch drauf, dass immer der Richtige das Lob oder die Kritik bekommt und dass ich IMMER sage, was ich denke.

Das weiß jeder und überlegt sich zweimal, ob er so Hinterrücksgerede anfängt.

Mein Tipp daher:

Du hast Fehler gemacht - ok. Das ist eine berechtigte Kritik.

ABER: Lass Dich nicht zum Opfer machen. Sprich es einfach an - nicht vertraulich, sondern ruhig, wenn Kollegen dabei sind.

Nimm der anderen den Wind aus den Segeln, indem Du sie direkt ohne Vorwarnung ansprichst.

Bleibe sachlich, werde nicht beleidigend, aber vermenschliche Dich. Dir tut das weh, Deine Arbeitskraft leidet.

Biete auch gleichzeitig an, dass Du für Kritik offen bist (und sei es auch wirklich - aus einem eigenen Fehler heraus zu argumentieren ist immer schwierig - man darf nicht in die eigene Verteidigung verfallen).

Solche Situationen schaukeln sich sonst hoch und Du könntest dauerhaft das Opfer bleiben.


Ganz wichtig: IMMER sofort auf solche unfairen Versuche, Dich kleiner zu machen reagieren. Dann bietest Du den anderen keine Chance, das weiter zu treiben.

Ich wünsch Dir viel Glück.

LG

Beitrag von sarahjane 23.05.11 - 07:34 Uhr

Ehrlich? Suche Dir einen neuen Job. Gegen intrigante Kollegen kommt man einfach nicht an, und sie können Dir enorm schaden (eine Freundin von mir hat gerade ihren Job verloren, weil sie irrsinnig gemobbt wurde und es gewagt hat, dies offen anzusprechen).

Beitrag von fred_kotelett 23.05.11 - 11:03 Uhr

Nein das würde ich so nicht unterschreiben.

Man muss in so einer Situation einfach die Eier in der Hose haben, so etwas öffentlich zu machen.

Am Besten im Rahmen eines Abteilungstreffens.