Der papa war nicht bei der geburt dabei, bin traurig

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Beitrag von agra 22.05.11 - 19:59 Uhr

huhu

meine kleine ist 6monate, aber immer wieder bekomm ich nen kloß im Hals.ich denke oft an die geburt, die iegentlich recht schön war, aber der Papa kam 5 Minuten zu spät.
das nagt immer mal wieder an mir.

beim Großen war er dabei und konnte mich gut unterstützen.es hat uns so zusammen geschweißt dieses erlebniss.

aber bei meiner tochter ging es so schnell.die ärzte hatten ihn nach hause geschickt.weil sich absolut nichts getan hat.2minuten nach dem sie ihn dann anriefen, war die kleine da.

Klar, wir mädels habens auch so gut ohne Papa hin bekommen.aber trotzdem gehts mir irgendwie manchmal schlecht wenn ich dran denke.

Könnt ihr das verstehen?oder habt das vielleicht auch erlebt?

würd mich über etwas Trost freuen:-)

Beitrag von emmy06 22.05.11 - 20:10 Uhr

Die Gefühle kenne ich auch 8 Monate nach der Geburt des Zweiten noch... Wenn auch aus anderem Grund.
Nach Einleitung in der gerade beginnenden 39. Woche, wurde aus der vcon mir so sehr gewünschten Spontangeburt ein sek. Kaiserschnitt wegen Komplikationen. Noch heute fehlt mir das Geburtserlebnis und noch immer hadere ich mit dem KS.... Für mich war und ist der Kaiserschnitt keine richtige Geburt, ich wurde entbunden und habe nicht selbst entbunden. Da ich den direkten Vergleich zur Spontangeburt des Großen habe, hadere ich umso mehr...


LG

Beitrag von agra 22.05.11 - 20:18 Uhr

Das glaub ich dir. sicher ein stückchen was dir fehlt von der geburt.kann ich mir jedenfalls so vorstellen.

warst du in vollnarkose?
oder hast du alles mit bekommen?

ich werd mir glaub ich nochmal den geburtsverlauf vom Kh zuschicken.um nochmal alles genaustens erzählt zu bekommen.

beim Großen konnte ich mich da wenigstens mit meinem Mann austauschen.

Ach man :-(

Beitrag von emmy06 22.05.11 - 20:25 Uhr

Die PDA wurde hochgespritzt, ich hab alles mitbekommen. Auch wurde mir unser Sohn sofort gezeigt, hatte ihn auch kurz auf der Brust liegen noch im OP, aber trotzdem, nee... mit dem KS bin ich nicht im Reinen....

Ich überlege auch es mir anzufordern, noch bin ich aber nicht an dem Punkt es auch umzusetzen...



LG und Dir alles Gute :-)

Beitrag von tosse10 22.05.11 - 21:56 Uhr

Hallo,

ich kenne das zu gut! Habe auch den Vergleich gute Spontangeburt beim ersten und Not-Sektio beim zweiten. Ich hadere auch oft damit und bin deswegen irgendwie traurig. Weil der ganze Zauber zu Beginn fehlte. Die Gewalt die einem angetan wurde (auch wenn es zu unserem Besten war),....

Es gibt hier einen Club - Kaiserschnitt-Trauma-Verarbeitung - da habe ich eine Zeitlang gelesen und geschrieben. Den habe ich zwar mittlerweile verlassen, weil ich nicht immer wieder daran erinnert werden möchte (als ob man nicht eh jeden Tag daran denkt).

LG

Beitrag von lilalaus2000 22.05.11 - 21:09 Uhr

Hallo

also ich hatte einen geplanten KS - und mein Mann kam dann als ich wieder auf dem Zimmer war. Ich war zufrieden denn ich wollte auch selber alleine sein. Ich bin so, dass ich mich mehr um ihn gekümmert hätte und er hätte sich sicher übergeben :-)

Nene, Scherz! Er hätte sich, wenn ich es gewünscht hätte, zusammengerissen, jedoch wäre er einfach eine Ablenkung und ich bin ohnehin auf dem OP Tisch abgestürzt und man holte mich wieder.

So bin ich wirklich zufrieden und beim nächsten Kind will ich auch alleine sein, auch wenn es komisch klingt. Es wird wieder ein KS werden.


LG und nimm es nicht so schlimm, ihr habt 2 wundervolle Kinder und ob er jetzt dabei war oder nicht, ist nebensächlich, wenn man das Endergebnis anschaut.


LG

Beitrag von emmy06 22.05.11 - 21:13 Uhr

klar das ergebnis sind tolle kinder, aber um welchen preis oder anders gesagt der weg zum kind ist nicht zu unterschätzen und worte wie *nimm es nicht so schwer* und co. sind nett gemeint, sicherlich auch wahr, aber ändern das gefühlsleben nicht...


lg

Beitrag von lilalaus2000 22.05.11 - 21:18 Uhr

Und der Papa, geht es ihm auch so?

Hilft es vielleicht wenn ihr darüber redet und du ihm alles bis ins kleinste Detail erzählst, es quasi in Gedanken nochmal durchlebst?

Was würde dir helfen, damit es dir besser geht?

Ich hoffe du kannst das gut verarbeiten.

LG

Beitrag von emmy06 22.05.11 - 21:21 Uhr

*lach* ich bin die mit dem kaiserschnitt, nicht die mit der geburt ohne mann...

ich rede öfter darüber, jedoch kann es keiner nachvollziehen, da niemand mit dem ich darüber rede es selbst erlebt hat.

Beitrag von lilalaus2000 22.05.11 - 21:30 Uhr

Oje, ich brauche echt mehr Schlaf :-)


Ich muss aber ehrlich sagen, ich hätte gerne den Bericht, aber das Krankenhaus weigert sich. Und die Krankenkasse macht auch nichts.

Ich würde den Bericht gerne haben weil ich wissen will, wieso ich am Tisch abgestürzt bin.

Beitrag von emmy06 22.05.11 - 21:32 Uhr

wende dich an die ärztekammer oder kontaktiere einen anwalt, der mal ein schreiben aufsetzt usw.
soweit ich weiß hast du anspruch auf die unterlagen...

Beitrag von lilalaus2000 22.05.11 - 21:41 Uhr

Ich werde es noch ein Mal probieren, mit einem Schreiben und drohe mit einem Anwalt. Danach ziehe ich es durch. Sch****-Klinik!

Naja, ich bin neu hier und erst kurz vor der Geburt her gezogen, da wußte ich es nicht besser und hatte es verpasst das Krankenhaus unter die Lupe zu nehmen.


LG und Danke

Beitrag von moeriee 22.05.11 - 23:06 Uhr

#liebdrueck Es hilft einem nichts. Man muss versuchen, damit klarzukommen. Auch mir fehlt heute ein wichtiger Teil. Es war bisher meine einzige Geburt und daher weiß ich nicht, wie es normalerweise läuft und wie sich das alles anfühlt, von der Gefühlsebene gesehen. Aber dennoch spüre ich, dass in mir eine ganz tiefe Trauer steckt. Ich will nicht undankbar sein, denn ich habe ein einigermaßen gesundes Kind bekommen. Es hätte alles viel schlimmer ausgehen können. Das mache ich mir immer wieder bewusst. Trotz allem: Ich habe mein Kind zum allerersten Mal sehen dürfen, da war er schon über 24 Stunden alt. Weder im OP, noch danach habe ich mein Kind nur mal kurz sehen können. Ich wollte für mein Kind da sein, aber ich konnte nicht. Das macht mir wirklich schwer zu schaffen. Aber wie schon gesagt: Es hilft nichts. Es ist so gekommen und ich muss dankbar sein, für das was wir haben. Vielleicht würde dir auch mal ein Gespräch über das Erlebte guttun. Ich wurde quasi zu meinem Glück gezwungen. Ein Arzt im KKH schickte mich zu einem Psychiater. Seit diesem Tag geht es bei mir stetig bergauf. Ich denke nicht mehr so oft an diese schlimmen Monate, weine weniger und mache mir bewusst, dass es viel Schlimmeres im Leben gibt. Vielleicht wäre das ja auch ein Weg für dich!

Alles Liebe! #herzlich

Beitrag von nine-09 23.05.11 - 06:36 Uhr

Hallo,

ich habe bei meiner zweiten meine Freundin dabei gehabt,der Papa war außerhalb am arbeiten und kam 10 min zu spät.

Ber meiner ersten war der Papa(ein anderer)dabei.

Bei meinem Sohn(drittes Kind) habe ich gewollt alleine zu entbinden,ich weiß nicht warum aber es war total schön.
Der Papa von den zweien kann kein Blut sehen und hat auch Angst vor Spritzen. Und ich wollte nicht das er dann Berührungsangste bei mir hinterher hat. Nein es nagt nicht an mir,hab schon bei der zweiten Geburt das Gefühl gehabt das meine Freundin mir zu viel wurde(das ist nicht böse gemeint).
Bei meinem Sohn hatte ich extreme Schmerzen,das hat schon gereicht das die Hebamme und die Ärztin da waren. Und die zwei Stunden nach der Geburt habe ich sowas von genossen,mein Sohn kam 4 Wochen zu früh und ich war so dankbar das es ihm super ging das ich ihn nur für mich alleine erstmal haben wollte.

LG Janine mit 2 Töchtern an der Hand und 1 Sohn noch auf dem Arm