Umfrage Mehrfachmamas was war besser kaiserschnitt oder Entbindung

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Forum: Geburt & Wochenbett

Die Geburt deines Kindes rückt näher und es tauchen immer noch neue Fragen auf? Du hast gerade entbunden und ganz spezielle Fragen in dieser besonderen Situation? Hier ist der Ort für alle Fragen rund um Geburt und Wochenbett.

Beitrag von caro1011 22.05.11 - 20:25 Uhr

Hallo Mädls,

da unser Baby sich noch recht dreht, habe ich bei meiner Ärztin bei der letzten Untersuchung gesagt - von mir aus kann sie auch andersherum liegen - nehme auch einen Kaiserschnitt. :-)

Sie meinte dann, das es mit Kaiserschnitt auch nicht besser sein wird. Und das sich die Damen die beides hatten beim 3 Kind wieder eine normale Entbindung gewünscht haben.

Das interessiert mich jetzt aber wirklich - also bitte helft, mir was war besser?

Glg Caro Herzliches Dankeschön :-)

Beitrag von jeanny0409 22.05.11 - 21:04 Uhr

Ich persönlich hate 2 KS und eine normale Entbndung(mit allen Schikanen,24 Stunden Wehen,Kind blieb stecken ect.#zitter )

Ich hate nach der normalen Enbindung durch Dammschnit,Scheidenriss ect. noch 6 Monate lang Probleme beim Sex und immer noch mit der Blase#hicks

Nach den KS nur die ersten 2 Wochen Schmerzen danach war alles vergessen.

Für MICH waren die KS besser.
Aber auch nur weil meine Kinder alle recht schwer waren und somit schnell feststeckten#schwitz

Meine Schwester aber z,B, ging bei allen 3 Kids ins KH und hat innerhalb von 20 Minuten bis 2 Stunden entbunden ohne Schnitte ect.:-)

Man kann also nicht sagen was für DICH das beste ist.;-)

Beitrag von unterdessen 22.05.11 - 21:11 Uhr

Hi du,

also ich hatte beim ersten Kind eine normale Entbindung "ohne Alles" (nur Dammschnitt).

Bei der zweiten war es etwas kompliziert, weil das Kind nicht so richtig gewachsen ist und früher geholt werden musste. Noch dazu lag es auch in Beckenendlage.

Die Ärzte haben zum Kaiserschnitt tendiert aber ich wollte es wenigstens normal probieren, weil ich die Vorstellung, dass ein Kind so ganz ohne "Vorwarnung" auf die Welt kommt befremdlich finde.

Es waren viele schmerzhafte, anstrengende Stunden und nach der ersten Presswehe musste die Kleine doch per Kaiserschnitt geholt werden, weil die Herztöne abfielen.

Und ich muss sagen, die Woche nach dem Kaiserschnitt war die Schlimmste in meinem bisherigen Leben. Die ganze Geburt war sicher schwieriger als ein geplanter Kaiserschnitt aber trotzdem. Ich will nie nie nie nie wieder einen Kaierschnitt. Echter Horror! Noch nach 6 Tagen dachte ich, ich würde es nie mehr schaffen, die Klinik laufend zu verlassen und es hat ne ganze Weile gedauert, bis ich schmerzfrei war.

Selbst nach 8 Monaten hab ich noch Probleme mit der Narbe.

Ich würde dir absolut raten, es normal zu probieren!!! BEL ist kein guter Grund für einen Kaiserschnitt denke ich... vorallem wenn du schon ein Kind entbunden hast.

Alles Gute dir auf jeden Fall und viele Grüße, Adina

Beitrag von m_sam 22.05.11 - 21:29 Uhr

Hallo,

kann ich nicht beurteilen...hatte 3 Spontangeburten und bin wirklich froh, dass ich keinen KS nötig hatte.
Nach Nr. 3 habe ich mich im Wochenbett sterilisieren lassen, war die minimalinvasive Methode. Die Schmerzen sollten angeglich vergleichbar sein mit KS-Schmerzen. Wenn das wirklich so ist, dann bin ich froh, dass ich das nie, nie, nie wieder mitmachen muss.
Ich habe mich so hilflos gefühlt. Wenn mein Kleiner geweint hat, musste ich nach einer Schwester klingeln, damit sie ihn mir aus dem Bett hebt, weil ich selbst dazu nicht in der Lage war.

LG Samy

Beitrag von honea 22.05.11 - 22:02 Uhr

Hallo,

bei meiner ersten hatte ich einen NKS wegen einem Nabelschnurvorfall bei 40+6 ssw. Ich hatte aber noch eine Spinale und konnte die Geburt miterleben. Danach die Schmerzen zogen sich Wochen hin. Bei meiner zweiten Tochter habe ich ganz spontan entbunden bei 37+4. Die Geburt lief unkompliziert ab.Bin zwar in der Scheide leicht gerissen, aber das war längs nicht so schlimm wie der KS, vor allem weil ich davon nichts gemerkt habe. Ich würde dir auf jeden Fall raten wenn es Normal gehen kann ziehe die Spontangeburt vor. Es ist ein wirklich schönes Erlebnis.

LG Franzi mit Pia (4 Jahre) und Mira (6 Wochen)

Beitrag von zwei-erdmaennchen 22.05.11 - 22:15 Uhr

Hi Caro,

ich hatte beides und würde für kein Geld der Welt jemals wieder vaginal entbinden #zitter.

Die Geburt meiner ersten Tochter war nicht einfach - sehr lang (38 Stunden ab Blasensprung mit sofortigen regelmäßigen Wehen danach) und am Ende steckte sie vier Stunden lang im Beckenausgang fest und wurde dann mehr als unsanft auf die Welt gerissen. Leider war es für einen KS zu spät. wie auch immer - ich war danach ein körperliches Wrack, war drei Monate unfähig mich um meine Tochter zu kümmern, konnte monatelang nur im Stehen Wasser lassen, hatte unsagbare Schmerzen durch den Dammschnitt und die übrigen Verletzungen so dass ich jeden Tag stundenlang nur vor Schmerzen geheult habe. Hatte dann noch einen Darmvorfall in dessen Folge ich eine Fissur bekam die bis heute chronisch ist. Meine Tochter leidet unter massiver Platzangst (allein der Anblick eines Gitterbettchens läßt sie in Panik verfallen) und war ein sehr, sehr schwieriges Baby.

Die zweite Geburt wollte ich trotz der ersten Negativerfahrung wieder vaginal probieren #klatsch. Zum Glück endete dieser Versuch nach 36 Stunden in einem sekundären KS. Und der war sooooooo schön. Ich würde nie wieder anders entbinden wollen. Und dabei war es kein einfacher KS. Trotzdem war ich danach total schnell wieder fit. Das erste Aufstehen war der Horror (da habe ich aber auch vorher das Schmerzmittel abgelehnt #augen) aber es wurde so schnell besser. Am dritten Tag bin ich heim (nach der Vaginalgeburt lag ich fast eine Woche im KH und bin dann auf eigene Verantwortung gegangen) und nach einer Woche habe ich hier zuhause alles alleine gemacht (Einkäufe, Haushalt, Kleinkind mit 23 Monaten und Neugeborenes versorgt). Das ging zwar noch nicht in dem gewohnten Tempo aber es ging. Und vor Allem konnte man zuschauen wie es besser wurde.

An sich denke ich, dass eine unkomplizierte Vaginalgeburt immer die bessere Variante ist. Doch da es dafür keine Garantie gibt würde ich zukünftig ausnahmslos den geplanten KS vorziehen. Letzendlich muss es aber halt jeder für sich entscheiden.

Ich möchte nur kurz anmerken, dass meine Große eine Vaginalgeburt aus BEL definitiv nicht überlebt hätte. Und das obwohl das vorher von den Spezialisten als absolut machbar eingeschätzt wurde. Hinterher waren sie dann alle ganz klein mit Hut. Denn meine Tochter wäre unter Garantie und ich sehr wahrscheinlich nicht mehr hier. Also bitte versuche es nicht. Es hat schon seine Gründe warum viele Kliniken das nicht mehr anbieten...

Wenn du noch Fragen hast kannst du dich gerne melden.

Liebe Grüße
Ina #winke

Beitrag von pazifik.nordwest 22.05.11 - 22:22 Uhr

auf so viele faktoren drauf an:

auf die einstellung der mutter zu beidem
auf ihre ängste bei beidem
auf die umgebung die sie beeinflusst
auf die hilfe die sie vor der geburt hat um ängste anzusprechen und aufzuarbeiten
auf die stimmung in der klinik/dem geburtshaus und was sie der mutter vermittelt
auf die hebamme und die ärztin dort
auf die gute oder mangelnde zusammenarbeit von ihnen mit der mutter
auf den einsatz von medizinischen massnahmen ( PDA) die teilweise -siehe geburtsberichte hier- sehr sehr oft dann komplikationen im geburtsverlauf -d.h. geburtsstillstand und daraufhin dann oft kaiserschnitt- nach sich ziehen
auch auf die sicht nach der geburt auf das erlebte ist die einstellung der mutter und ihre gefühle dazu von oberster priorität wie sie selbst das geschehen beurteilt und wahrnimmt

faustregel:
eine mutter, die einer normalen geburt eher positiv, stresslos und angstfrei gegenübersteht, wird EHER eine normale geburt eher positiv erleben und später positiv beurteilen.

eine mutter, die den kaiserschnitt eher stresslos und angstfrei sieht, wird EHER den kaiserschnitt positiv erleben und später positiv beurteilen.

eine frau die den kaiserschnitt ablehnt wird ihn EHER negativ und beängstigend und ohnmachts-auslösend empfinden und später negativ beurteilen.

eine frau die eine normale geburt " fürchtet" wird sie EHER negativ und beängstigend und ohnmachts-auslösend empfinden und später negativ beurteilen.

bei beiden arten der entbindung tritt mit mehrfacher erfahrung eher angstfreiheit und lockerheit auf. mütter die mehrmals normal entbinden erleben die späteren geburten verglichen mit der ersten EHER als leichter.
mütter die mehrmals mit kaiserschnitt entbinden erleben spätere sectios verglichen mit der ersten EHER als leichter.

bei beidem kommt vorallem die angst vor dem ungewissen hinzu, die nach der ersten geburt gemindert auftritt, da man schon erfahrung hat.

höre auf dich selbst und alles was dir sorgen macht und sprich darüber mit einer kompetenten hebamme deiner wahl.

geburt an sich ist ein natürlicher vorgang. milliarden frauen haben diesen vorgang bereits erlebt und gut geschafft.
ein kaiserschnitt ist ein notprogramm wenn etwas anderes mutter oder kind gefährdet. meiner meinung nach treten aber viele komplikationen erst durch das medizinische eingreifen selbst auf. vielleicht auch auf psychologischer ebene erklärbar - da diese massnahmen das selbstbewusstsein der mutter und ihren glauben an ihre eigene kraft und stärke untergraben oder unterbinden. und ihre bestimmungshoheit in hohem masse an fremde menschen abgeben.

ich würde immer für eine normale entbindung plädieren sofern das kind dadurch nicht wissentlich gefährdet ist.
sehr viele argumente sprechen dafür.
ich würde versuchen so wenig wie möglich ins natürliche geburtsgeschehen eingreifen zu lassen.
aber wenn es nicht anders geht und ein kaiserschnitt nötig ist, würde ich ihn auch begrüssen und ihn positiv sehen.
denn alles andere ist meiner meinung nach nur selbstverletzung. was helfen vorwürfe oder schlimme gefühle wenn die tatsachen unabänderlich sind- nichts. da muss jede mutter wissen dass sie vernünftig denken muss um es für sich und ihr kind nicht noch unnötig schwerer zu machen.

Beitrag von karbolmaeuschen 24.05.11 - 14:44 Uhr

Toller Beitrag!
#pro#pro#pro

Beitrag von shiningstar 23.05.11 - 07:12 Uhr

Ich bin zwar keine Mehrfach-Mami, aber meine Entbindung vor knapp fünf Wochen hat nur neun Stunden gedauert von der ersten Wehe bis zur Geburt. Ich war nur 90 Minuten im Kreißsaal. Hatte zwar einen Dammriss, aber wenn ich diese neun Stunden Schmerzen mit den körperlichen Einschränkungen nach einem KS vergleiche.... Nein Danke!
Bin nach einem Tag wieder nach Hause gegangen, nach einem KS musst Du länger bleiben usw.
Falls wir ein zweites Kind bekommen sollten, dann sehr gerne wieder ohne KS!

Beitrag von qrupa 23.05.11 - 09:53 Uhr

Ich hab meine erste Tochter per KS bekommen udn die zweite spontan. Auch wenn die spontane Geburt mit 36 Stunden ganz bestimmt kein spaziergang war, ich würde das immer wieder einem KS vorziehen! Wenn es medizinisch absolut notwendig ist, dann ist das ein super Notausgang, aber geplant käme mir das nie unter wenn es nicht absolut notwendig ist.

Beitrag von anarchie 23.05.11 - 11:32 Uhr

Hallo!

Meine 4 Kinder sind sponatn geboren.
3 mal war ich nach spätestens 2 tagen wieder soweit fit, einmal dauerte es länger, weils ne fiese geburt war.

Aber meine Schwägerin hatte nen ks und SO mies wie ihr am 2. Tag gings mir NIE!
Ihr zweites kind kam spontan, die Geburt war schwer, aber sie viel rascher wieder fit.

Für mich zählt vor Allem, dass im Normalfall die spontane Geburt besser fürs Kind ist - damit ist ks für mich erledigt, ausser er ist unumgänglich(und BEL wäre keine Indikation).

lg

melanie

Beitrag von tina981 23.05.11 - 14:49 Uhr

Huhu!

1. Geburt: Nach 21 Std Wehen Not KS mit Vollnarkose,das erste Mal wieder auf den Beinen nach 8 Std,nach Hause gegangen 4 Tage später.

2. Geburt: KS,weil Kind angeblich zu gross,Spinale,das erste Mal nach 7 Std auf den Beinen,nach Hause gegangen 3 Tage später.

3. Geburt spontan mit Dammschnitt und Riss 2. Grades und Labienriss,als Bonbon oben drauf noch ne Riesenhämorhoide,die mich 2 Wochen nicht sitzen liess.


Und immer wieder würde ich die SPONTANE vorziehen!

Es gibt nichts schöneres und für mich wertvolleres als das Kind normal zu gebären.

Beitrag von pazifik.nordwest 23.05.11 - 22:13 Uhr

klingt nicht wirklich gut nachvollziehbar, wieso du trotz dieser ganzen komplikationen die natürliche geburt IMMER WIEDER vorziehen würdest.
kannst du das genauer erklären?

Beitrag von kiddymummy 29.05.11 - 17:11 Uhr

Wenn du beides hattest, spontan und KS, dann weißt du es.
Du bist einfach nach einer Spontangeburt allein schon mental um ein so vielfaches besser drauf als nach einem KS, daß das nahezu alles andere ausgleicht.

Beitrag von teufelsengel 23.05.11 - 17:16 Uhr

Ich hatte 2002 einen KS und im Nov 10 eine spontangeburt.
Hatte auch einen Dammschnitt und mir ging es im nachhinein hinterher schlechter als damals nach dem KS. Hatte einen sehr niedrigen HB und Kreislaufprobleme... Trotzdem würde ich immer wieder spontan entbinden wollen. Ist ein super Gefühl und ein unglaubliches Erlebnis... Das ich auf keinen Fall mehr missen möchte... KS war gar nicht toll.

glg Sabrina

Beitrag von alessa-tiara 23.05.11 - 19:54 Uhr

erstes kind 2009 LEIDER ein medizinisch notwendiger KS :(( es war die hölle, schmerzen , narbe, versorgungsprobleme beim kind usw

zweites kind 2011 spontangeburt , mein traum wenn auch sehr lange ( 40 stunden):) schmerzen waren nach dre geburt sofort weg,konnte aufstehen,duschen alle einfach und das geburtserlebnis war einfach nur #verliebt#pro#ole#fest#freu

Beitrag von aline26 25.05.11 - 20:09 Uhr

Hallo,
also ich hatte 2 kaiserschnitt,mein 3 kind ist unterwegs und es wird auch per kaiserschnitt geholt.

Ich habe keine wahl ,weil mein becken zu eng ist...

Aber ganz ehrlich...wenn ich höre wie die frauen bei normale geburt schreien,und leiden,ist mir kaiserschnitt ganz recht.

Lg
Aline

Beitrag von luccielein 25.05.11 - 21:12 Uhr

Also ich hatte 2 normale Entbindungen und jetzt vor 7 Monaten einen KS und wirklich der KS klar danach gehts ein paar Tage nich so wie man will aber die Schmerzen sind nicht zu vergleichen mit denn Wehenschmerz #schwitz die sind 1000mal schlimmer

Beitrag von 1.defender 25.05.11 - 22:14 Uhr

Erst mal wünsche ich eine schöne restliche Kugelzeit und alles gute für euch beide!#liebdrueck

Meine Empfehlung: hör auf DEINEN BAUCH UND DEIN HERZ es ist keine pauschalisierbare Entscheidung, eine Geburt ist immer einzigartig so wie jedes Kind.

Ich durfte nach zwei KS zwei Spontangeburten erleben!!!!!!!!




Doreen

Beitrag von franzi_smile 25.05.11 - 22:35 Uhr

Hallo,

ich war vor meinen zwei Geburten totaler KS-GEGNER!!! Niemals hätte ich einen geplant und auf eine spontane Geburt verzichtet.

Aber es kam anders...

1.) Notkaiserschnitt bei bedenklichen Herzwerten 4 Wochen vor ET.
2.) Beckenendlage mit über 3kg Schätzgewicht (4 Wochen vor ET) und vorangegangenem Kaiserschnitt.

ICH BIN SO FROH, dass es diese "Notlösung" gibt. Die Erste wäre mir bestimmt abhanden gekommen bei einer normalen Geburt!

Ich kenne so viele, die versucht haben, bei Beckenendlage zu entbinden. Folgendes sind die Ergebnisse:

Auch bei unter 3 kg Schätzgewicht IMMER Kaiserschnitt nach etlichen Stunden Wehen.
Einmal Epilepsie beim Kind, einmal Autismus...

NICHT empfehlenswert!

Beitrag von dorome 26.05.11 - 11:24 Uhr

Ich bin zwar noch keine Mehrfachmama, aber ich möchte trotzdem noch meine Meinung begründet auf meiner persönlichen Erfahrung äußern.

Meine Tochter wurde vor 12 Wochen in der 42. (41 +4) SSW nach Einleitung, Wehentropf, Öffnen der Fruchtblase, PDA usw. nach über 36 Stunden im KH (24 im Kreisssaal) unter Spinalanästhesie per KS geholt. Grund für den KS: Alle wollten nach Hause und ich hatte einfach keine Kraft mehr.

Ich hatte mir sooooo eine natürliche Geburt (ohne Schmerzmittel und alles) gewünscht. Leider hab ich mich aufgrund des errechneten Termins und der schon erheblichen Größe meiner Tochter (über 4 kg) zu einer Einleitung überreden lassen. Darüber das die sehr oft zu einem KS bzw. einer vaginal operativen Geburt führt hat mich vorher leider niemand aufgeklärt.

Obwohl ich den KS köperlich recht gut verkraftet hab, ich konnte nach 10 Stunden schon wieder aufstehen und nach zwei Tagen mein Kind allein versorgen und auch der Stillstart war dank bester Unterstützung in der Klinik problemlos, hadere ich heute noch ein bißchen mit dem KS. Irgendwie hab ich das Gefühl, ich habe meine Aufgabe nicht richtig erfüllt - ich hätte es nicht richtig hinbekommen. Ich weiß natürlich, das die Probleme hauptsächlich in meinem Kopf sind. Wichtig ist das Ergebnis - ein gesundes, glückliches Kind. Und das ist meine Tochter zum Glück! Alles dran, kein Geburtstrauma und sie entwickelt sich prächtig. #verliebt

Bei einem zweiten Kind will ich es trotzdem auf jedenfall wieder natürlich probieren. Ich würde mich wohl noch länger gegen eine Einleitung wehren und genau nach den Risiken für das Kind, mich und den Geburtsverlauf fragen.
Allerdings würde das ganze auch entspannter sehen, ich halte eine normale Geburt für erstrebenswert und eben das natürlichste. Aber ein KS ist, gut gemacht und bein ensprechender Betreuung in der Klinik (z.b. wurde mir das Kind noch im OP auf die Brust gelegt) nicht das Horrorerlebnis für das ich es immer gehalten habe. Es ist ein Ausweg, für Situationen die ansonsten viel Leid bringen würden.

Als Empfehlung für Dich, versuche eine normale Geburt, glaube daran das Du es schaffen kannst, lass Dich über alles was man Dir medizinisch angedeihen lassen will aufklären, frag gezielt nach den Risiken, such Dir am besten eine Klinik die als "babyfreundlich" (stillfördernd) zertifiziert ist und bleib offen. Falls es ein KS wird, sieh es so, heute regt sich doch auch keiner mehr auf wenn er ne Brille oder Kontaktlinsen braucht. Klar will ich keine und ich würd mir keine auffsetzen wenn ich Sie nicht brauch, aber bevor ich überall aneck nehm ich dann halt doch die Brille.
Geburten lassen sich leider nicht bis ins letze Detail planen, jede Frau, jedes Kind und jede Geburt sind anders. So ist das Leben und wahrscheinlich ist es auch gut so.

Beitrag von meruga 26.05.11 - 12:27 Uhr

hallo ihr mütter,

genau heute vor einem jahr habe ich mein 2. kind entbunden. sie hatte sich bis zum schluß nicht gedreht und ich bekam sie spontan, trotz steiß/fuß-lage.
sie wog knapp 3,5kg, war 52cm groß und hatte einen kopfumfang von 37cm.
ich hatte weder einen dammschnitt noch -riß. die preßphase hat knapp 5min gedauert und die wehen davor ca. 2-3std.

bis die geburt in gang kam, hat es einige tage gedauert, da ich keine richtigen wehen bekam und das kind mit den füßen nicht den druck ausüben konnte, wie es mit dem kopf der fall ist. es wurde dann eingeleitet + muttermundmassage + einlauf und dann ging es ruckzuck.

ich bin sehr froh, daß ich nicht auf die ärzte gehört habe, die mir angst vor einer BEL-geburt gemacht haben. es ist natürlich seltener als die schädellage, aber dennoch gut möglich.

ich habe auch von einigen hebammen, pflegern und anderseingestellten ärzten gehört, daß oft der kaiserschnitt empfohlen wird, da die kliniken dafür das 3fache einer spontangeburt verlangen können und er planbar ist und schneller geht. den frauen wird aus diesen gründen oft extra angst gemacht.
eine BEL-geburt ist weniger risikoreich, als einem gesagt wird.

gerade wenn eine frau schonmal entbunden hat, kann sie mit ruhigem gewissen eine BEL normal entbinden. für mutter und kind ist es auf jedenfall "schöner" und bindender, wenn sie den kampf der geburt gemeinsam bewältigen.

es ist sehr schade, daß viele kliniken aus den oben genannten gründen BEL gar nicht mehr entbinden wollen. ich wohne im rheinmain gebiet und hier habe ich nur 2 kliniken gefunden, die mich aufnehmen wollten.

in der aktuellen kidsgo ausgabe ist ein sehr interessanter artikel über kaiserschnitte und deren folgen für die psyche der mutter.

ich wünsche dir, daß du die für dich richtige entscheidung triffst und bei der entbindung alles gut geht.
liebe grüße,
Sonja*

Beitrag von sarah_sonnig 27.05.11 - 13:13 Uhr

Wir: 2x spontan, 1x Querlage, daher KS. Nach KS Intensivstation für den Kleinen, da nicht richtig geatmet (häufiger bei KS der Fall). Würde nie im Leben freiwillig KS wählen für ein viertes Kind. Geburt und die Zeit danach waren sehr unschön, jetzt (nach 4 Monaten) habe ich immer noch kein Gefühl im unteren Drittel der Bauchhaut und Schmerzen im Narbenbereich.

Aber wie schon oft gesagt, jeder ist da unterschiedlich. Die Erholung nach KS dauerte natürlich länger als bei den Spontangeburten, aber auch nicht endlos lang...

Beitrag von tineee79 28.05.11 - 21:39 Uhr

Leider hab ich noch nicht normal entbunden. Hatte einen KS aufgrund von Beckenendlage. Es war die Hölle. Der Kaiserschnitt selber war Ok. Nur dann wenn alle anderen Frauen sich um ihr Baby selbst kümmern können bin ich durch die Schmerzhölle gegangen. Musste mein Baby in der Nacht abgeben, da ich nicht mal von alleine vom liegen ins sitzen kommen konnte. Also wenn meine Kleine in der Nacht gespuckt hatte konnte ich ihr nicht helfen. Das war niederschmetternd für mich. Konnte erst am dritten Tag aufstehen. Hatte höllische Schmerzen, so als ob ich in der Mitte auseinander reissen würde. Konnte erst nach drei Wochen wieder einigermaßen laufen. D.h. zum ersten Mal alleine Einkaufen, danach aber ab auf die Couch.

Beitrag von mamasita300508 28.05.11 - 23:16 Uhr

Hallo,

ich hatte bei meinem Sohn eine Spontangeburt. Ich wollte auf keinen Fall einen KS, da hatte ich echt Angst vor, das ist immerhin eine OP und das ist immer mit nachfolgenden Schmerzen verbunden (und ggf. auch mit Komplikationen). Sicher, die Wehen hat man vorher nicht. Und ich hatte die 26 Std. lang! Dafür war alles direkt nach der Entbindung vorbei, ich konnte bereits 2 Std. später wieder aufstehen, rumlaufen und mich um mein Kind ganz allein kümmern, ihn holen, wenn er geweint hat etc. und musste dafür keine Schwester anklingeln. In meinem Zimmer lag eine Frau, die einen KS hatte und die hatte 3 Tage später nur unter Schmerzen aufstehen können. Ich hatte bis auf die langen Wehen allerdings eine unkomplizierte Geburt, keinen Schnitt oder Riss. Für irgendwas sind die langen Wehen halt auch gut. Und mal ehrlich, man kann das schon aushalten. Für den Moment, wo der kleine Schatz auf deinen Bauch gelegt wird und man dann erst mal ausreichend Zeit zum kuscheln hat und zum beschnuppern (in meinem Krankenhaus haben wir 2 Std. Zeit gehabt, war echt schön). Das fehlt beim KS ja auch, das Kind wird rausgebracht und man wird erst mal zugenäht, bis man endlich zum Kind kommt. Stelle ich mir persönlich nicht sehr schön vor.
Ich bin jetzt in der 34.SSW und freue mich trotz der langen Erstgeburt wieder auf eine Spontangeburt und die damit verbundenen schönen Erlebnisse. Man brauch davor keine Angst haben, hatte und habe ich bei beiden SW nicht gehabt.
Liebe Grüße!#winke

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