beschäftigungsverbot...

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von hei-zschi 22.05.11 - 21:33 Uhr

hallo ihr lieben, ich hab da mal eine bescheidene frage:

ich hab in der 6. ssw blutungen gehabt und bin nun 4 wochen krank geschrieben, bekomme utrogest. mein chef hätte es gern gesehen, dass meine ärztin mir ein beschäftigungsverbot erteilt. diese meint aber, dass das nicht geht, da ich als rechtsanwaltsfachangestellte einen job habe, der durchaus für schwangere geeignet ist und sie mir selbiges nur ausstellen kann, wenn der arbeitsplatz ungeeignet ist.

mein chef hat sich jetzt telefonisch mit ihr angelegt, was mir sehr unangenehm war.#zitter

kann meine ärztin mir das beschäftigungsverbot mit o.g. begründung verweigern?

meine kollegin und mein chef meinten nämlich, dass das unproblematisch sei und auch keine krankenkasse da probleme machen würde. für unsere kanzlei wäre es planungstechnisch jedenfalls besser, als wenn ich dann beim nächsten termin wieder nen krankenschein bekomme...

für eure meinung wär ich echt dankbar:-)

Beitrag von sammy0508 22.05.11 - 21:38 Uhr

also deine FA hat dir da was vom pferd erzählt -.- ist eigentlich sehr schade. ich arbeite bei drogerie müller und wurde 6 wochen wegen mobbing krank geschrieben weil mein chef keine rücksicht auf mich genommen hat und ich alleine in der abteilung war, schwere arbeiten zu erledigen hatte und er mich nicht mehr aufs klo gelassen hat. während meiner krankschreibung hat er mich täglich aangerufen und am telefon nieder gemacht. habe das alles meinem FA gesteckt, denn das ist eine zumutung. daraufhin habe ich ein BV wegen mobbing bekommen, denn seelischer stress schadet deinem baby ja auch. mein tipp.
erzähl deiner Fa wie sehr dich das belastet und lass nicht locker. dein wurm geht vor!!! dein chef dankt es dir sowieso nicht wenn etwas passiert.

Beitrag von windsbraut69 23.05.11 - 06:24 Uhr

Wenn die Ärztin der TE keine dauerhafte Gefährdung für Gesundheit und Leben von Mutter/Kind durch den Bürojob sieht, darf sie gar kein BV ausstellen!

Beitrag von yvi-79 22.05.11 - 21:38 Uhr

lass dir das BV doch von deinem Chef ausstellen.

Beitrag von hei-zschi 22.05.11 - 21:42 Uhr

das ist das nächste problem: mein chef sagt, er kann mir nur ein beschäftigungsverbot erteilen, wenn er keinen geeigneten arbeitsplatz für mich hat. auch wenn meine ärztin meint, dass er das auch machen kann, wenn der betrieb weniger als 15 arbeitnehmer hat und damit die abläufe nicht mehr gewährleistet sind, aber das muss er bei irgendeiner kasse beantragen, deren namen ich vergessen habe.

hinzu kommt, dass ich täglich 50 km auto fahren muss um auf arbeit und wieder nach hause zu kommen...

aber eigentlich will ich ja arbeiten gehen. bin voll im zwiespalt#schmoll

Beitrag von windsbraut69 23.05.11 - 06:26 Uhr

Allein die Tatsache, dass ihr ein Kleinbetrieb seid, ist kein Grund für ein BV und solange Deine Gyn. keine medizinische Indikation sieht, kann sie keins ausstellen.

Auch die Fahrtstrecke ist kein Grund.

LG,

W

Beitrag von jillian 22.05.11 - 21:40 Uhr

...ja deine Ärztin kann das Beschäftigungsverbot verweigern solange sie keine Gefährdung bei dir oder dem Kind sieht und bei dem Job sowieso nicht,sie könnte da wohl auch ärger bekommen wenn sie das machen würde,hatte ich auch so ein gespräch.nunja
dein chef kann dir auch ein BV erteilen sprich ihn mal drauf an...

Liebe grüße und alles gute...

Cindy mit Maja Cécile und Emily Joline indide 33 Ssw

Beitrag von windsbraut69 23.05.11 - 06:27 Uhr

Der Chef kann nur ein BV erteilen, wenn der Arbeitsplatz nicht mutterschutzgerecht ist.
Das trifft hier nicht zu.

LG

Beitrag von sabinelindmeier 22.05.11 - 21:43 Uhr

Hallo, ich denke, deine FA hat da ganz recht. Sie kann ein BV ausstellen, wenn durch die Weiterarbeit Leben von Mutter und/oder Kind gefährdet ist. Blutungen sind in der Frühschwangerschaft nicht so unnormal und wenn sie davon ausgeht, dass du in vier Wochen wieder fit bist, wäre es unverständlich, deswegen ein BV zu erhalten.

Viele Grüße Sabine

Beitrag von jobina 22.05.11 - 21:44 Uhr

Hallo,

wie die anderen schon geschrieben haben bestht bei deinem Beruf keine Gefahr für das Leben deines ungeborenen Kindes, oder für dich als Schwangere. Wenn dein Chef ein BV will, dann soll er es dir ausstellen. Sollte er doch wissen wenn ihr in einer Anwaltskanzlei arbeitet?! Habt ihr doch alles Gesetzbücher da, oder?! ;-)

Beitrag von sammy0508 22.05.11 - 21:47 Uhr

ja der chef kann das BV ausprechen, aber er wird sich da quer stellen, denn er bekommt das geld nicht komplett von der Krankenkasse erstattet und muss dann jede schwangere die nach die folgt auch ins BV schicken. deshalb stellen sich da viele AG so an.

Beitrag von jobina 22.05.11 - 21:56 Uhr

tja, ist für mich aber kein Grund, dass er die Ärztin dumm anmacht... wenn er es unbedingt will dann soll er es ausprechen. Ärzte sollten die Regelung ruhig beibehalten und wirklich nur BV ausprechen wo es notwendig ist! Weil die anderen Schwangeren, die arbeiten gehen, für die Schwangeren mit BV mit arbeiten bzw. löhnen. Außerdem, wer weiß wenn ein Arzt ein BV auspricht, wo keines Notwendig ist, könnte er sich evtl. strafbar machen, wenn z.Bsp. ein Chef die Möglichkeit hat die Schwangere an einen Arbeitsplatz(nicht gefährdent) zu setzen.
Naja, ich finde es jedenfalls unnötig.

Beitrag von windsbraut69 23.05.11 - 06:31 Uhr

In diesem Fall kann der AG kein BV ausstellen.
Der Arbeitsplatz ist absolut muttschutzgerecht und der gesundheitliche Zustand seiner Mitarbeiterin liegt nicht in seinem Ermessensbereich.

Ein BV ist ja kein Instrument, Arbeitgebern die Planung zu erleichtern oder schwangere Mitarbeiterinnen "vom Hals" zu halten.

LG

Beitrag von jobina 23.05.11 - 08:18 Uhr

naja richtig so, ich finde ja auch, dass sie keinen Anspruch darauf hat, zumal die Ärztin ja wohl der Meinung zu sein scheint, dass sie nach der Krankschreibung wieder fit sein wird. Es geht ja hierbei um den Chef der ein BV verlangt...

Beitrag von waffelroellchen 22.05.11 - 21:47 Uhr

Hi,
ich habe ein individuelles BV bakommen, da ich Blutugnen und nen Blasensprung hatte! Geht also, wenn der Arzt will!
Lg

Beitrag von windsbraut69 23.05.11 - 06:32 Uhr

Nicht, wenn der Arzt "will", sondern, wenn er es für medizinisch indiziert hält.

LG

Beitrag von waffelroellchen 23.05.11 - 23:03 Uhr

bei mir schon, sie wollte mich erst immer krankschreiben, aber ich habe immer gesagt nen BV und da hat sie es einfach ausgeschrieben!

Beitrag von bjerla 22.05.11 - 21:49 Uhr

Meine Chefin in der ersten SS hätte mich am liebsten gekündigt bzw. hat das auch getan, da ich zunächst krank geschrieben war und nichts von der SS sagen wollte (die dachte ich mach blau). Die Kündigung musste sie ja zurücknehmen, wollte aber dennoch, dass ich mir ein BV hole. Hatte auch (nur) einen Bürojob.
Meine FÄ meinte es sei ja nun unmöglich, dass das ganze auf meinem Rücken ausgetragen wird und gab mir direkt das BV. Begründen musste sie es in der Regel nie, aber bei mir wurde nachgefragt (weiß nicht ob vom AG oder KK). Meine FÄ gab Mobbing und Probleme in der SS an (hatte auch Blutungen).

LG

Beitrag von hei-zschi 22.05.11 - 21:52 Uhr

naja mobbing und co. und auch eine drohende kündigung scheiden bei mir bislang zum glück aus. mein chef hat da schon verständnis - ist selbst 2 facher papa :-)

Beitrag von bjerla 22.05.11 - 21:57 Uhr

Im Grunde wollte ich auch nur auf 2 Punkte hinaus: 1. i.d.R. muss die FÄ das BV nicht begründen. Das liegt also quasi in ihrem Ermessen (und ein Grund würde sich immer finden ;-)) und 2. wenn dein Chef ja doch immer wieder auf dem BV beharrt, finde ich das schon grenzwertig und mich würde das belasten.

LG

Beitrag von hei-zschi 22.05.11 - 21:59 Uhr

es belastet mich leider auch. zumal meine kollegin theoretisch auch krank machen müsste und grad kaum noch klar kommt auf arbeit. sie müsste sich wahrscheinlich sogar operieren lassen. wenn gleich beide ausfallen, ist mein chef voll aufgeschmissen...

ich WILL JA arbeiten, darf aber halt im moment leider nicht :-(

Beitrag von bjerla 22.05.11 - 22:09 Uhr

Naja, warte den nächsten FÄ-Termin ab. Wenn du dann immernoch nicht arbeiten darfst, würde ich das Thema BV nochmal ansprechen, denn eine längere Krankschreibung hat am Ende ja auch finanzielle Nachteile für dich. Da würden beide Parteien mit einem BV besser fahren.

LG

Beitrag von windsbraut69 23.05.11 - 06:34 Uhr

Natürlich muß sie das begründen und verantworten.

Beitrag von windsbraut69 23.05.11 - 06:34 Uhr

Was Dein Chef da abzieht, ist m. E. nicht mehr weit vom Mobbing entfernt.
Wie kommt der auf die Idee, Deine Ärztin anzurufen und ein BV von ihr zu fordern?
Verständnisvoll ist das nicht.

Gruß,

W

Beitrag von hei-zschi 22.05.11 - 21:50 Uhr

meine schwiegermutter (auch anwältin) meinte, dass die ärztin aber aufgrund des arbeitsweges (50 km mit auto jeden tag) ein bv aussprechen könnte... stimmt das?