Städtereise mit Kleinkind

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Forum: Kleinkind

Das Leben mit kleinen Kindern ist wunderschön, nie langweilig aber auch ziemlich anstrengend. Da können Tipps von anderen Müttern oder Vätern viel Erleichterung und Hilfe in den Alltag bringen. Viele Infos rund um Ihr Kleinkind  (z.B. Kinderkrankheiten) findet ihr auch in unserem Magazin.

Beitrag von buebo82 22.05.11 - 23:17 Uhr

Hallo zusammen,

Ich wollte mal fragen wer von euch schon mal eine Städtereise mit einem ca. 14/ 15 Monate altem Kind gemacht hat? Unsere Maus ist jetzt erst 3 Monate alt, aber wir wollen nächstes Jahr im Frühling wieder für 7 bis 10 Tage nach Istanbul fliegen, da wir letztes Jahr mit Freunden dort waren und so fasziniert von dieser Stadt sind.

Hat jemand Erfahrung von euch? Wäre das zu stressig? Wir würden auch auf jeden Fall eine Tragehilfe wie z.B. den Ergo Carrier mitnehmen, ein Reisebett wäre wohl auch empfehlenswert, oder? Was würdet ihr alles mitnehmen?

Liebe Grüße und eine gute Nacht...

Beitrag von andrea0815 22.05.11 - 23:28 Uhr

Hallo,

geflogen sind wir mit unserem kleinen noch nicht aber Städtereisen haben wir auch schon gemacht und es war sehr ANSTRENGEND. Ich denke es kommt auf das Kind an. Mein kleiner ist 15 Monate alt und er braucht den ganzen Tag Aktion d.h, Kinderwagen und Trage sind viiiiiel zu langweilig und somit ist Städtereisen mit ihm super Anstrengend und zusammen in einem Hotel schlafen geht gar nicht. Ich denke da müßt ihr dann sehen wie sich eure kleine entwickelt und dann würde ich entscheiden. Wenn ihr ein ruhiges Kind habt dann dürfte das kein Problem sein


Lg
Andrea

Beitrag von myrjam 23.05.11 - 08:58 Uhr

Wir waren eine Woche in Istanbul als unsere Kleine genau 12 Monate alt war -- und es war in jeder Hinsicht genial! Die wichtigsten Voraussetzungen dafür sind meiner Meinung nach: 1) Euer Kind sollte noch nicht zu mobil sein (am besten noch nicht laufen können; sonst ist der Bewegungsdrang womögl. zu groß -- von daher würde ich evtl. ein bisschen früher die Reise machen) und 2) gerne in einer Trage sitzen. Letztere war für uns nämlich das wichtigste Utensil überhaupt. Kinderwagen/Buggy hingegen kann man getrost zu Hause lassen; bei dem Gewühle (etwa im Basar), den vielen Treppen und Gässchen ist das völlig unpraktisch.

Für uns lief das Experiment Istanbul-Städtetrip mıt Kleinkind jedenfalls erfolgreicher als gedacht. So wissen wir zum Beispiel nun, dass sich Moscheen mıt ihren flauschigen Teppichböden hervorragend als Indoorspielplatz für Krabbelkinder eignen. Überhaupt hat sich unsere kontaktfreudige Kleine in der Türkei sehr wohl gefühlt. Egal ob in Restaurants, Cafes, Flughafen oder Ampelkreuzungen: Überall stand sie im Mittelpunkt, hat sich bereitwilligen auf den Arm nehmen und bespaßen lassen. Was den netten Nebeneffekt hatte, dass wir eigentlich fast immer in Ruhe Essen konnten, weil das Töchterchen an Nachbartischen/ in der Küche/ in der Rezeption oder sonst wo unterwegs war. Und Istanbul selbst ist einfach eine faszinierende Stadt. War schön, mal eine ganze Woche dort zu sein!

Gewohnt haben wir in einem kleinen Hotel in Sultanahmed (sehr zentral bei den Sehenswürdigkeiten und dennoch recht ruhig), ein Babybett gab es dort (haben die meisten Unterkünfte!), das mussten wir zum Glück nicht mitnehmen. Ansonsten haben wir versucht, unser Gepäck auf das Nötigste zu beschränken (sind anschließend nämlich noch zwei Wochen in den Süden weiter gereist): Milchpulver und Gläschen hatte ich dabei (Gemüsegläschen waren in der Türkei nicht zu finden -- jedenfalls nicht dort, wo wir waren. Allerdings hat unsere Kleine ab dem ersten Urlaubstag beschlossen, komplett vom Tisch mitessen zu wollen, so dass dieser Balast im nachhinein völlig unnötig war). Windeln hingegen kann man überall kaufen. Des weiteren hatte ich noch einen Tauchsieder besorgt und eine Thermosflasche (zum Fläschchen machen), ein bisschen Spielzeug (soviel braucht es davon allerdings nicht, denn in dem Alter sind Tempo-Päckchen und leere Plastiflaschen ja viel interessanter ;-) und die diversen obligatorischen Medikamente für den Notfall.
Falls du noch weitere Fragen hast, kannst du dich gerne auch per PN an mich wenden.

Beitrag von buebo82 23.05.11 - 12:22 Uhr

Hey, cool :-D
Danke für deinen ausführlichen Bericht! Unsere kleine ist (bisher) eine ganz pflegeleichte. Ich hoffe, dass das nächstes Jahr auch noch so bleibt und wir einen unbeschwerlichen Städtetrip machen können. Bei fragen melde ich mich gerne wieder bei dir per PN!

LG

Beitrag von koqu 23.05.11 - 10:18 Uhr

Hallo,

wir sind leidenschaftliche Städtereisende (in den Kurzferien) und haben inzwischen zwei Kinder.
Die este Reise haben wir unternommen als unsr Großer gerade drei Monte alt war, zum Opernfestival nach Savonlinna in Finland. Wundervoll...und inzwischen waren wir mit ihm und später dann mit zwei Kindern in Prag, London, Paris, Budapest, ebenfalls Istanbul, Kairo, Stockholm, mehrfach Berlin, zweimal New York, MAdrid, Lissabon, zweimal Rom...
...er ist normalerweise KEIN ruhiges Kind und unsere Kleine ist extrem lebhaft aber unsere Erfahrung ist, dass die Kinder unterwegs ganz anders ausgelastet sind und auch das schlafen im Hotel macht keine Probleme. Wir machen es normalerweise so, dass wir ein Doppelzimmer mit Extrabett buchen udn die Kinder mit mir im Doppelbett schlafen udn der Papa im Einzelbett (er schläft nicht gerne mit den Kindern in einem Bett). Das klappt sehr gut. Wir hatten zunächst einen Ergo Carrier haben aber festgestellt, dass unser Großer die Sitzposition nciht mpchte weil er so dicht am Rücken nicht gut sehen konnte. Wir haben usn dann eine große Rückekraxe gekauft und den Kauf bis heute nicht bereuht. Auch Bergwanderungen (unsere zweite Leidenschaft) sind damit unproblematisch möglich.

Die Kraxe lässt sich auch über lange Zeiträume gut tragen und drückt nicht. Die Kidner habend en Ausblick von dort immer geliebt und konnten dank der KOnstruktion auch immer gut darin ein Nickerchen machen.

Ansonsten haben wir doe Erfahrung gemacht, dass es fast nichts gibt was mit Kindern nicht auch möglich ist. Wir besuchen Mussen, ausstellungen, Kirchen etc. Wir achten darauf, dass wir nciht zu viele Programmpunkte an einem Tag haben und dass zwischendurch immer wieder die Möglcihkeit ist etwas zu spielen. da smüssne keine Spielplätze sein, es reicht auf einem Platz fangen zu spielen oder ähnliches. Zudem arrangieren wir uns auch gelegentlich so, dass wir manche Dinge nach einander besichtigen (z.B. die Hagia Sophis als unsere Kleine gerade laufen gelernt hatte). Das ist nciht optlimal aber auf jeden Fall stressfreier.

Wir ahebn das Gefühl, wenn Kinder von Anfang an an diese Art von Reisen gewöhnt werden, es schöne und auch terssfreie Trips sein können. Wir zumindest genießen unsere Kurzreisen immer sehr (die letzte zur Seeligsprechung des PApstes nach Rom) und wenn man ein bisschen sorgfältig plant haben auch alle etwas davon!
Viel Spaß!

Luise

Beitrag von buebo82 23.05.11 - 12:24 Uhr

Wow, nicht schlecht! Hut ab! Finde es super, wenn Eltern ihr Leben auch mit Kindern wie gewohnt weiter leben und vor nichts halt machen!
Danke für deine Erfahrungen!

LG

Beitrag von koqu 23.05.11 - 17:06 Uhr

Wir würden es nicht machen, wenn wir das GEfühl hätten die Kinder leiden darunter. Ich muss mien "Reisekonzept" nicht um jeden Preis umsetzen, aber die nächsten 10 Jahre mit Eimer und Schäufelchen am Strand von Holland zu verbringen...so schön es da ist das muss auch nicht sein.
Aber wie gesagt, die Kinder müssen sich daran gewöhnen und ein paar KOmpromisse muss man schon machen (abends essen gehen fällt z.B. weg). Aber wenn man zu Zugeständnissen bereit ist, dann ist es eine wunderbare Art zu reisen und ich glaube Kinder profitieren sehr davon.
LG Luise

Beitrag von kathrincat 23.05.11 - 10:56 Uhr

ist kein prolbem, aber sitzt mitbuchen fürs kind und zugelasse babyschale mitnehmen oder kindersitz, alles andere ist lebensgefährlich bei start und landung, kiwas oder buggy kannst du ja auch mitnehmen

Beitrag von aggie69 23.05.11 - 11:40 Uhr

Also ganz ehrlich - mir läuft schon bei dem Gedanken , mit meinem Sohn (2) eine Städereise zu machen der Angstschweiß den Rücken runter.

Wenn wir verreisen, dann nur kurze Strecken (bis 3 Stunden) mit dem Auto und dann Ferienhaus oder Ferienwohnung. Alles andere würde für mich persönlich in Stress ausarten.
Wohnmobil könnte ich mir auch noch toll vorstellen aber keine Städtereise.

Beitrag von koqu 23.05.11 - 17:22 Uhr

So unterschiedlich kann es sein ; ) Mich gruselt's wenn ich mir einen Urlaub im Wohnmobil vorstelle...
LG Luise