Was soll ich noch machen??????

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Forum: Jugendliche

Viele Eltern sehen der Pubertät ihrer Kinder mit Schrecken entgegen. Welche Probleme tauchen wirklich im Zusammenleben mit einem Teenager auf? Was, wenn AlkoholDrogen und Verhütung zum Thema werden? Tauscht hier eure Erfahrungen mit anderen Teenie-Eltern aus.

Beitrag von schlange100000 23.05.11 - 07:20 Uhr

Guten Morgen #winke

Wir haben 2 Töchter....die große ist 11 u. die kleine 7Monate! #verliebt

ABER: Mit der großen haben wir nur noch Probleme!! :-( Egal was ich o. mein Mann zu Ihr sagt...es kommt ein richtig dummer spruch von Ihr! Sie geht aufs Gym u. wenn wir sagen sie soll lernen, weil sie eine Schulaufgabe schreibt, dann stoßen wir auf taube ohren, weil sie lernt einfach nicht....sie kann alles! Das ist noch harmlos!!

Sie sagt zu mir: Hol mal mei Handy, wenn ich antworte das ich grad nicht kann, dann meint sie: Sowas wie dich gibts doch nur einmal....ich wäre faul usw.

Ich kann nicht alle situationen hier beschreiben, aber es kommen so sprüche wie:

- Du/Ihr Spinnt
- Du/Ihr Egoisten
- Du/Ihr seit Faul
- Du/Ihr seit bescheuert

Ich habe Ihr schon Laptop verbot gegeben: Juckt sie nicht
Ich habe Íhr schon Ihre Reitstd. abgesagt: Juckt sie nicht
Wir haben Ihr diesen Monat das Handy nicht aufgeladen: Juckt sie nicht


Was soll ich denn noch machen??

Lg #blume

Beitrag von tauchmaus01 23.05.11 - 07:58 Uhr

Wenn ich Deine Tochter wäre und diesen Text hier lesen würde, dann würde ich mich als erstes fragen, warum nach dem "die kleine 7Monate! " ein #verliebt kommt und bei mir nicht.

Tja, und dann würde ich wahrscheinlich lachen, denn ich würde mich bestätigt fühlen dass ich Dich voll in meiner Hand habe.

Anscheinend, liest sich jedenfalls so, hat sie Dich ja voll im Griff.
Reiten abgesagt, naja, sie wird sich denken dass ist nur vorrübergehend, Laptopverbot......hat sie denn echt schon eins oder meinst Du Dein Laptop?

Ich hab ja noch keine 11 Jährige, noch 2 1/2 Jahre bis dahin, aber meine Kinder brauchen sich gar nicht trauen mich zu beleidigen.

Vermutlich ist sie auch in der Pupertät? Schwieriges Thema, ich denke da muß man oft als Mutter über seinen Schatten springen und dann das Kind trotz der Sprüch immer wieder fest in den Arm nehmen und ihr sagen wie schön es ist dass sie da ist, auch wenn sie zickt. Vielleicht ist es Eifersucht, die Kleine ist ja ach so süß und noch sooooo brav......

Ist denn ihre schulische LEistung gut? Man hört ja immer wieder von Kindern die echt kaum lernen brauchen weil ihnen alles zufliegt.


Ich habe leicht reden.....meine Kinder sind ja noch nicht 11. Ich hoffe Du bekommst hier tolle Vorschläge von erfahrenen Müttern, aber wie gesagt das #verliebt für die Kleine gibt mir zu denken,

Mona;-)

Beitrag von schlange100000 23.05.11 - 08:09 Uhr

Das #verliebt ist für beide Mädels!! :-)


Sie hat keinen eigenen Laptop...sie nimmt meinen u. wenn ich das Verbot ausspreche, dann nehm ich das auch ziemlich ernst u. sie darf nicht dran!

Ja aber ich kann doch nicht nur Verbote aussprechen??!!??

Sie versteht sich supi mit Ihrer kleinen Schwester u. sie wird auch von niemanden benachteiligt, also kann es das auch nicht sein!!

In arm nehmen....das mach ich immer, aber glaube mir...es ist verdammt schwer wenn man ständig sowas an Kopf geschmissen bekommt!

Heut Morgen z.B ich geh ins Zimmer weck sie ganz lieb u. ihre Antwort: Ja gut....hau ab!!!!! :-(

Beitrag von redrose123 23.05.11 - 17:17 Uhr

Die Zeit geht rum, sie ist mitten in der Pubertät, sag dir immer das sie dich trotzdem mag auch wenn sie es nicht zeigt ;-) Ich habe meine Mutter auch nicht gemocht in dem Alter ist denke ich total normal ;-)

Beitrag von doris72 23.05.11 - 08:07 Uhr

Hallo Schlange,

erst mal finde ich das Verhalten Deiner Tochter in dem Alter nicht unnormal. Ich denke, daß Sie mehr Aufmerksamkeit braucht.
Sie wurde nach 10 Jahren, in der Sie Eure ungeteilte Aufmerksamkeit hatte vom Thron gestoßen und muß das erst mal verarbeiten.
Auch der Schulwechsel in die weiterführende Schule ist für ein Kind ein harter Brocken.
Kurzum, es hat sich unheimlich viel in Ihrem Leben verändert, was Sie auf die Reihe kriegen muß.
Ich würde zu viel Nachsicht raten und dringend darauf achten, daß Sie sich angenommen und wahrgenommen fühlt. Vielleicht braucht Sie noch mehr Liebe und Zuwendung als zu der Zeit vor dem Geschwisterkind.

Als unser Nachzügler kam war meine Mittlere 12 Jahre und die Große 15 Jahre alt.
Da merkte ich auch eine Veränderung bei der Mittleren. Wir hatten unheimlich viele Gespräche. Ich fing an Sie in die Babypflege miteinzubeziehen (da Sie daran großes Interesse hatte) und Ihr viel Vertrauen und Anerkennung entgegenzubringen. Das hat viel geholfen.
Gut zickig ist und war sie altersentsprechend schon, aber das finde ich persönlich nicht sooo schlimm. Ich zeige Ihr Grenzen im Umgang mit mir und anderen auf, und die werden grundsätzlich eingehalten.
Die Große war mit Ihren 15 Jahren schon über die schlimmste Pubertätsphase hinaus und war eher froh, daß der mütterliche Fokus nicht mehr so stark auf Sie gerichtet war. :-)

LG und alles Gute von Doris

Beitrag von schlange100000 23.05.11 - 08:40 Uhr

Vielen Dank für Deine Antwort!! :-)

Du kennst bestimmt auch das Problem das man sich nichtmehr sooo intensiev nur um sie kümmern kann!?! Ich mach schon viel mit Ihr alleine...wir gehn shoppen...ins Kino spielen auch einfach mal 1-2Std WII wenn sie das möchte, aber ich kann mich halt nicht ausschließlich nur um sie kümmern!

Einbeziehen tu ich sie auch....sie darf füttern....wickeln...anziehen u. auch mal auf Ihre Schwester aufpassen wenn ich putzen muss...das macht sie auch total gerne, aber ihr Verhalten ist trotzdem total aufbrausend u. unverschämt!

Wie zeigst du deiner Tochter die Grenzen auf?? Wie schon oben geschrieben: Ich weiß nichtmehr weiter!!! :-(

Beitrag von doris72 23.05.11 - 09:22 Uhr

Ja, das mit der Zeit kenne ich auch sehr gut...
Da mein Ex nur am WE nach Hause kam, musste ich mich während der Woche um die 3 Kinder alleine kümmern.
Ich hatte also noch weniger Gelegenheit mit meinen Großen etwas alleine zu unternehmen.

Ich redetet viel mit den Großen und ermunterte die Beiden sich öfter mit Freunden zu treffen. In der Anfangszeit mit dem Kleinen hatten wir öfter Übernachtungsbesuche der Freundinnen.
Ansonsten bestärkte ich meine Töchter sehr darin, selbstständiger zu werden.
Da ich vor der Geburt unseres Kleinsten schon Vollzeit gearbeitet habe, waren Dinge wie morgens aufstehen und Co. schon selbstverständlich.

Wegen den Grenzen... Bei mir läuft gar nichts ohne Danke und Bitte in einem normalen Ton.
Das kennen meine Kinder aber schon seit sie 2 Jahre alt sind nicht anders. Wenn eine Grundhöflichkeit nicht gegeben ist, reagiere ich gar nicht. Das wird dann regelmässig erprobt und nach kurzer Zeit, wenn bemerkt wird, daß ich da konsequent bin, dann klappt es wieder.
Auf Befehle reagiere ich erst recht nicht. Ich rede ja auch nicht im Befehlston mit den Kindern.
Wenn getobt werden will, dann dürfen die Großen das auch... Aber nur im Zimmer bei geschlossenener Tür. Die schließe ich zur Not auch selbst mal..
Manchmal brauchen Sie das einfach.

Verbote wie kein I-Net, keine Telefon oder kein TV schauen kommen bei uns nicht vor. Ich halte nichts von solchen Einschränkungen, da das diesen Dingen einen größeren Stellenwert gibt, als ich möchte.
Meine Strafen beziehen sich eher auf die Taten. Wie zum Beispiel: Kein Zimmer aufgeräumt, zieht dann Zimmer aufräumen und Staubsaugen der gesamten Wohnung nach sich. Oder nicht gelernt für einen Test zieht einen Aufsatz für Mama über das Thema nach sich, für das nicht gelernt wurde..
Da meine Kinder eher faul sind, wirkt das sehr gut.

Viel Reden und Verständnis zeigen ist aber das Wichtigste. Aber auch liebevolle Strenge und abgesteckte und sinnvolle Grenzen durchsetzen hilft dem Kind auf Dauer sehr. Auch mal Großzügig sein und mehr Erlauben als normal stärken das Selbstbewusstsein und das gegenseitige Vertrauen. Meine Kinder dürfen auch Kritik an mir üben und mir sagen, wenn ich etwas falsch mache. Ich lerne auch von meinen Kindern und habe nicht immer Recht.

LG von Doris

Beitrag von jana-marai 23.05.11 - 13:52 Uhr

Hallo,

die Konsequenzen, mit denen Du umgehst, gefallen mir gut, ich handhabe es sehr ähnlich. Nur besteht seit geraumer Zeit bei uns das Problem, dass Junior sich gerne darüber hinwegsetzt. Er tut, als wäre nichts, ignoriert einfach alles. Wie das ganze entstanden ist weiß ich, allerdings ist mir noch keine Lösung eingefallen, die Konsequenzen weiterhin auch konsequent durchzusetzen, seit er dieses ignorante Verhalten gezielt einsetzt. Wie machst Du das denn? Oder sind Mädchen da anders?

LG
jana-marai

Beitrag von doris72 23.05.11 - 15:17 Uhr

Hallo jana-marai,

ich habe davon gehört, daß Jungs in der Pubertät sogar einfacher zu ertragen sind. Ich werde es ja noch erleben so in 9 oder 10 Jahren, wenn unser Jüngster so weit ist...

Wegen der Konsequenz ist es so, daß meine Großen mich ja schon eine Weile kennen und auch wissen, daß ich sehr großzügig sein kann, aber mindestens auch genauso ignorant wie Sie....

Auf die Idee mit den passenden Konsequenzen, die auf die Verfehlungen folgen kam meine Große lustigerweise von selbst. Meine Große warf mir einmal vor, daß ich vergessene Hausaufgaben nicht mit "kein Eis zum Nachtisch" bestrafen soll... Das wäre ja total unlogisch. Ich fand, daß Sie absolut Recht hatte und dann entwickelte sich das Ganze.

Ich muß aber sagen, daß ich sehr selten strafe, da die Beiden schon darauf bedacht sind, daß wir ein gutes Verhältnis haben. Sie ärgern mich inzwischen nicht mehr sooft.:-D

Ich habe da schon Glück mit den beiden Mädels.#winke

LG von Doris

Beitrag von jana-marai 23.05.11 - 15:36 Uhr

Hallo Doris,

die "logischen Konsequenzen" sind klar, gibt es bei uns schon immer bei Bedarf, weil ich willkürliche Strafen oder was auch immer selber doof und nicht nachvollziehbar finde.
Früher war das auch kein Thema, dann wurde gemacht, was ich sagte.
Doch seit er das Ignorieren entdeckt hat... dagegen ist man (zumindest ich) echt machtlos. Zum Glück betrifft es nur sein Zimmer (meistens), aber auch das geht m.E. auf Dauer nicht. Wobei... in ein paar Jahren wird er ja voraussichtlich ausziehen ;-).

LG
jana-marai

Beitrag von doris72 23.05.11 - 15:44 Uhr

Ja, wir müssen im Prinzip nur durchhalten!!!#winke

Beitrag von spurv 25.05.11 - 23:33 Uhr

Hallo Doris!

So ähnlich läuft das bei uns auch. Meine räumen GsD von allein auf. Neulich sollte mein mittlerer etwas für mich erledigen,aber er hatte keinen Bock. Ok! Bei einer anderen Bitte bekam ich wieder ein Nein. Na gut!
Als er was wollte, kam von mir Nein und das hatte eine gute Wirkung #rofl.
Jetzt räumt er sogar freiwillig die Spülmaschine ein und fragt,ob er was helfen kann. Ich habe ihnen irgendwann mal gesagt,ich muß jeden Tag für alle kochen und putzen.Wenn wir uns nicht gegenseitig unterstützen,dann streike ich irgendwann. wir Mütter können ja auch nicht sagen,daß wir keinen Bock haben ;-).
Wenn ich das so lese,sind meine echt pflegeleicht.Sie nehmen mir auch oft den Kleinen ab,von ganz allein,besonders mein Großer.
Aber sie kommen auch nicht auf die Idee,mit ner Schlafanzughose rauszugehen #rofl.

Lg

Beitrag von accent 23.05.11 - 08:56 Uhr

Guten Morgen,

ich grüble genau wie Du: "Was soll ich denn noch machen?" Tja, was bloß?? Unsere Tochter ist knapp 12, hat ADHS (diagnostiziert) und einen IQ von 130. Aber sie benimmt sich wie eine Dreijährige in der übelsten Trotzphase und tobt und schreit wie eine Geistesgestörte, wenn etwas nicht nach ihrem Willen geht. Sie macht keine Fort-, sondern ganz mächtige Rückschritte. Die Sprüche Deiner Tochter sind noch harmlos im Vergleich zu dem, was unsere Anne so losläßt. Sie ist übrigens ein Einzelkind - also kann man Eifersucht auf Geschwister ausschließen.
Sie wurde von Anfang an von meiner SM mitbetreut. Die beiden hatten immer ein sehr herzliches und enges Verhältnis zueinander. Am Wochenende schlief Anne und ihre Freundin bei meiner SM. Sie hat sich gegenüber der Oma so aufgeführt, dass sie jetzt drei Wochen Oma-Verbot hat. Der Grund: Die Oma verbot ihr, mit der Schlafanzughose in die Stadt zu gehen. Hämischer Spruch von Anne: "Du hast mir gar nix zu sagen, ihr seid mir viel zu arm mit Eurer popeligen Vierzimmerwohnung". Ich habe schon bei der Erziehungsberatung angerufen und erhoffe mir dort Hilfe, aber es sind halt endlos lange Wartezeiten.
Die Pubertät ist schlimm, aber es darf doch nicht so sein, dass ein Kind mehr oder weniger nur Streit in die Gesamtfamilie bringt.
Bei uns geht das übrigens schon seit 1 1/2 Jahren so und steigert sich täglich.
Nie und nimmer hätte ich gedacht, dass aus dem immer fröhlichen und netten Mädel, das jeder gern hatte, so eine schlimme Oberzicke wird. Wir lieben sie natürlich, das ist gar keine Frage. Aber wenn ich sie in den Arm nehmen will, werde ich sofort zurückgeschubst. Reden mit ihr??? Absolute Fehlanzeige.
Wir - alle Mütter von pubertierenden Mädels - können nur hoffen, dass diese schwierigen Jahre ohne größeren Schaden vorbeigehen.

Du siehst, Du bist nicht alleine.

Viel Kraft wünscht Dir
Linda

Beitrag von silvia1998 24.05.11 - 21:26 Uhr

Guten Abend Linda, vieleicht kannst du mir ja helfen, denn Hilfe brauche ich dringend und zwar nicht nur in bezug auf meinen Sohn sondern auch in bezug auf mich selbst, ich bin total verzweifelt, ich kann mit meinem Sohn (12 ADHS) überhaupt nicht mehr umgehen, er schlägt seine Geschwister (5), schubst sie wenn wir die Treppe runter gehen, nimmt ihnen das Spielzeug weg und ich komm einfach nicht mehr an ihn ran, meist hat man das Gefühl das er erst zufrieden ist wenn einer weint oder schreit, in der Schule ist es das gleiche immer wieder höre ich wie unausstehlich mein Kind ist und das das alles nur an meiner Erziehung liegen würde, Ich habe es mit Verboten, Bestrafung, Liebe, Gesprächen, weg sehen und Stubenarest versucht aber ich komm einfach nicht zu ihm durch, ich gebe ihm soviel Zeit wie ich nur kann aber leider muß ich auch sehr viel arbeiten um meine Kinder durch zu bringen da ich allein mit ihnen bin. Ich liebe meine Kinder wirklich sehr und würde alles für sie tun aber ich brauche dringend einen Rat wie ich mich selbst unter Kontrolle halten kann und nicht ausraste wenn mein Kind mich mal wieder zur Weißglut bringt, weil ich auch so verdammt große Angst davor habe was aus ihm werden soll, ich mein er ist in der 6. Klasse und kann immernoch nicht richtig lesen, da ich in deinem Text gelesen habe das du ähnliche Probleme hast weiß du sicher einen Rat was ich tun kann um nicht die Nerven zu verlieren wenn es mal wieder so weit ist, denn tief in meinem inneren weiß ich das mein Sohn ein guter Junge ist und möchte ihm nur helfen, aber meist habe ich das Gefühl das ich das einfach nicht kann#zitter.

Danke schon mal im voraus, silvia

Beitrag von spurv 25.05.11 - 23:44 Uhr

Hallo Linda!

Wie kommt sie denn darauf,mit einer Schlafanzughose in die Stadt zu gehen? #kratz Vielelicht hättet Ihr sie so gehen lassen sollen und am besten jemanden in die Stadt schicken, der ihr einen blamablen Spruch an den Kopf geknallt hätte. Meistens wirkt es ja mehr,wenn das ein Außenstehender sagt.;-)
Mein Mittlerer (13) rannte neulich in kurzen karierten Hosen und diesen knallbunten voll angesagten Ringelsöckchen los. #schwitz War auch nicht gerade passend,aber dafür ist er alt genug, fand er wohl gut.
Aber freche Sprüche gehen gar nicht. so rede ich auch nicht mit meinen Kindern,also sollen sie auch vernünftig mit mir reden. Sonst gibt es gar nichts #nanana. Klappt bisher noch ganz gut.

Gute Nerven und Durchhalten #winke

Beitrag von flamingoduck 23.05.11 - 09:42 Uhr

Hey Du,

meine Kleine ist zwar noch klein, aber vor kurzem hatten wir auch mal eine 11-jährige für 2-3 Tage bei uns zu Gast, die im Moment bei ihren Eltern auch nur rumzickt.

...bei ihr sind die Eltern auch "doof", "nervig", "verstehen sie nicht", etc etc etc.

Ich gehe stark davon aus, dass es auch bei Deiner Tochter das Alter ist.

...auch wenn sie das Baby liebt, sie ist einfach nicht mehr die "No. 1" und daran muss sie sich auch erst gewöhnen.

Mach doch mal einen Weibertag, nur Du und sie.
Lass die Kleine bei Deinem Mann oder der Oma und dann unternimm was mit Deiner Großen.

Geht shoppen (spendier ihr ein schönes T-Shirt), oder Eis essen, schwimmen, ins Kino, oder oder oder.
Vielleicht gibt es ja auch in Eurer Nähe ein Konzert von einer ihrer momentanen Lieblingsbands - dann hol 2 Karten und auf gehts.

LG

Beitrag von marathoni 23.05.11 - 11:28 Uhr

Ich denke das ist ein " Schrei" nach Aufmerksamkeit.
Vielleicht hast du einmal in der Woche einen Babysitter für die Kleine und verbringst mit deiner Großen einen schönen Nachmittag. Ihr kommt euch wieder etwas näher, könnt reden, vielleicht hat sie ja auch ein Problem das sie mit sich herumschleppt, aber nie die Gelegenheit in Ruhe ( ohne Baby) mit dir darüber zu reden.
Geht doch mal zusammen eisessen, shoppen, Miniglof spielen, eine Runde an den See, in einen Hochseilklettergarten, Radfahren mit Picknick usw.
Nimm dir Zeit für die Große. Sie kommt in die Pupertät und versteht auch selbst oftmals nicht ihre Launen.

Beitrag von alltagsphilosoph 23.05.11 - 11:43 Uhr

Liebe schlange100000,

wenn man in dieses Alter kommt, verändert man sich selbst und die Welt verändert sich um einen herum.
Es herrscht eine große Diskrepanz zwischen Fremd- und Selbstwahrnehmung und auch zwischen dem, wie ich behandelt werden möchte und was ich dürfen möchte.

Ich möchte noch Mamas kleines Mädchen sein, der alles hinterher getragen wird - will aber auch schon als Fast-erwachsene wahrgenommen werden. Mama und Papa haben immer alles geregelt (und regeln es noch immer für kleinere Geschwister), aber mir kann nichtmal jemand mein Handy holen.
Schnell gehen Kinder im Grunde ihres Herzens davon aus, dass ihnen die jahrelange Vorzugsbehandlung eines Kleinkindes von Gott gegeben zusteht.
Und der Prozess des Verstehens, dass mehr Rechte und mehr Pflichten sich gegenseitig bedingen ist oft schmerzhaft.

Hinzu kommt auch Folgender Punkt: Kinder lernen viel "erwachsenes" Verhalten von ihren Eltern, die aber im Alltag ja eben häufig mit Kindern umgehen. Und da ist es nicht selten, dass sie als Reaktion in der Pubertät damit beginnen, mit ihren Eltern zu reden als wären die Rollen vertauscht + modere Vulgärsprache + das Gefühl dass die Eltern ihrer gottgegebenen Pflicht der Kinderbetüddelung nicht ausreichend nachgehen + Abnabelungsprozess = Kommunikativer Super-Gau.

Dann schaltet der Dickkopf sich ein, Machtproben haben Kinder schon mit drei kennen gelernt. Verbot? Ha, juckt mich nicht, mein Schädel ist dicker als Deiner! Noch mehr? Da kann ich doch nur müde lächeln!

Wie wäre es mal mit einem moderierten Gespräch z.B. bei pro-Familia?
Lernt Euch mal als Menschen auf einer Stufe höher kennen. Deine Tochter muss verstehen lernen, dass die Welt sich ändert und es keine Rückfahrkarte mehr gibt, dass gewisse Regeln und Verhaltensweisen zum stressfreien Zusammenleben zwingend nötig sind. Und Ihr habt die Chance Eure Tochter als Heranwachsende Frau kennen zu lernen, auch wenn diese Frau sicher noch ein paar Jahre in der Versenkung schlummern wird.

Mir ging es ähnlich mit meiner Tochter im gleichen Alter, und ich habe mich auch zu den gleichen emotionalen Kurzschlüssen hinreißen lassen.
Heute behandle ich meine bald 15 Jährige wie einen ehr gleichwertigen Mitbewohner, dem ich genauso Rechenschaft schulde wie umgekehrt.
Seit dem haben wir hier mit dem von Dir geschilderten Verhalten viel weniger Probleme.
Natürlich kommt das nicht über Nacht, das muss man erst lernen. Daher denke ich, ein moderierter Anfang ist keine schlechte Idee. Auch hat ein Pro mehr Erfahrung, wie weit man sich schon in die Augen gucken kann und wo Eure kleine auch vielleicht einfach noch überfordert ist.

Alles Liebe, viel Glück und Kraft,
Christian

Beitrag von schlange100000 23.05.11 - 12:30 Uhr

#danke für eure Antworten!!

Ich werde gleich heute Nachmittag mal wieder einen Tag mit Ihr verbringen u. mit ihr reden, weil so kann es ja nicht weitergehn! Das ist für mich nicht schön u. für sie auch nicht (vom rest mal abgesehen, weil die kleine bekommt die ständigen zickereien ja auch mit!) !!

Danke nochmal!! #blume

Beitrag von razorblade 23.05.11 - 12:43 Uhr

Sehr guter Beitrag mit sehr viel Verständnis für die Seele deiner Tochter. Ich beneide dich darum, dass deine Tochter schon 15 ist - bis dahin stehen mir noch ein paar Jahre bevor und die derzeitige Pubertäts-Ouvertüre lässt nichts Gutes ahnen!#schwitz

VG

Beitrag von king.with.deckchair 24.05.11 - 19:22 Uhr

Jau. Und vor allem pro-familia, zu der der Herr alltagsphilosoph rät, wird da ganz doll helfen. Ist das Hauptproblem hier doch die Familienplanung und die sexuelle Selbstbestimmung der Tochter...

/ironie aus

Beitrag von king.with.deckchair 24.05.11 - 19:21 Uhr

"Wie wäre es mal mit einem moderierten Gespräch z.B. bei pro-Familia? "

Das ist jetzt nicht wahr, oder? #rofl


http://www.profamilia.de/

Beitrag von chicle 23.05.11 - 12:34 Uhr

Sie sagt zu dir, dass du mal ihr Handy holen sollst und du meinst nur, dass du gerade keine zeit hast?

Wie wäre es z.B. mit einem "nicht in diesem Ton, junge Dame" ?

Also wenn sie so mit dir reden darf, wundert mich der Rest nicht wirklich #zitter

Beitrag von jazzbassist 23.05.11 - 12:39 Uhr

Wie lange geht dieses Verhalten Ihrer Tochter denn mittlerweile so? Zufällig seit der Geburt (oder der Schwangerschaft) des Geschwisterkindes? Haben Sie Ihre Tochter mal gefragt, warum sie sich so verhält? Das Problem ist nämlich, dass sie sich nicht grundlos so verhält. Wenn man da zumindest schon mal weiß, wann das angefangen hat, hat man so einen kleinen Anhaltspunkt, wo man suchen müsste. Denn, weder irgendwelche Verbote oder Sanktionen oder Strafen werden die eigentliche Ursache beheben. Im Regelfall geht es bei solch' einem Verhalten eher um "Aufmerksamkeit / Ihr habt mich nicht der lieb etc." Da helfen aber Strafen oder Verbote nicht, da ein Kind so sowohl an seine Aufmerksamkeit kommt, als auch in seiner Sichtweise "Meine Eltern haben mich nicht mehr lieb, oder keine Zeit usw." bekräftigt wird.

Beitrag von schlange100000 24.05.11 - 07:39 Uhr

Verstärkt ist es aufgetreten nachdem die kleine geboren wurde, aber warum?? Sie wird doch nicht zurückgestellt!!!!!!!!!!!! Ich geh mit ihr weg u. unternehme sachen mit Ihr...alleine!!!!!!!!!!
Drum versteh ich das nicht!!

lg

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