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Archiv des urbia-Forums Stillen & Ernährung.

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Forum: Stillen & Ernährung

Muttermilch oder Flasche? Was schmeckt kleinen Kindern aufs Brot? Wann soll ich mit dem Abstillen beginnen und mit Beikost starten? Hier könnt ihr Fragen zur Säuglings- und Kleinkindernährung, aber auch zu eurer eigenen Ernährung während der Stillzeit stellen. 

Beitrag von bilbo2007 23.05.11 - 08:40 Uhr

Hallo,
so wir machen jetzt seit 8 Wochen Beikost, mit dem Erfolg, dass sie immer weniger essen mag. Momentan schaffen wir drei bis vier Löffel und dann fängt sie so krass zu brüllen an, das ich sie nur noch mit der Brust beruhigen kann. Ich dachte eigentlich, dass das das richtige für sie wär, aber da hab ich mich wohl getäuscht.
Ich hab mir überlegt, das mit dem Brei ganz sein zu lassen und auf Fingerfood umzusteigen. Denn mich stresst das alles unheimlich und meine Maus oben drein auch.
Sie ist ja jetzt 7,5 Monate alt und wird es hoffentlich bald kapieren, wie das mit dem Essen funktioniert. Oder gibt es gar komplette Essensverweigerer?
Was soll ich tun?
Danke für euere Antworten

Beitrag von dreamer79 23.05.11 - 09:11 Uhr

Huhu

kochst du selber oder hast du immer Gläschen bisher gefüttert?

Beitrag von bilbo2007 23.05.11 - 09:37 Uhr

ich hab Selbstgekochtes und Gläschen angeboten, es ist immer das selbe Spiel. Sie macht da keinen Unterschied.

Beitrag von dreamer79 23.05.11 - 10:33 Uhr

Rühr doch mal ein bischen Fruchtmus drunter und probier es noch mal aus.

Meine Maus hatte vorher auch Theater gemacht, bis ich dann in einem Kochbuch für Babys gelesen habe, das man mal Fruchtmus probieren sollte und seitdem ist sie jedes Menü was ich koche!

LG

Beitrag von gruene-hexe 23.05.11 - 09:28 Uhr

Diese ganze Beikost Geschichte empfinde ich als zu Überbewertet.

Meine Tochter hat mit 6 Monaten das erste mal was vom Löffel gegessen. Sie wollte probieren, sie hat es vom Löffel genommen und dann auch geschluckt. Prima dachte ich. Als dann der Kia fragte ob sie isst, habe ich ganz stolz erzählt "ja!". Das war der Anfang vom Ende. Als die Breimenge sich nicht steigerte, und wir nach einem Monat immer noch bei 2-3 Löffel waren (egal was, hab alles durchprobiert) kam der Kia auf die Idee, die Brust hinterher nicht zu geben. Das habe ich dann versucht. Das Ende vom Lied, meine Tochter hat den Löffel ganz verweigert. Sie wollte nur noch ihre Milch und nichts anderes. Irgendwann kam dann Fingerfood hinzu. Aber ihre Hauptnahrungsquelle war 2 Jahre lang Milch.

Mittlerweile ist meine Tochter 3 Jahre alt. 2 Mahlzeiten sind immer noch Milchmahlzeiten. Brei isst sie bis heute nicht, nicht mal Kartoffelbrei :-( Bis heute ist sie eine schlechte Esserin und ich wage es zu behaupten, dass es heute hätte anders sein könnte, wären wir damals nicht so unwissend gewesen, und hätten ihr mehr Zeit gegeben.

Vertrau auf dein Kind und auf deinen Mutterinstinkt! Lass den Brei weg und schau wie es weiter geht. Mit Druck erreicht man nichts, das ist meine Erfahrung.


Lieben Gruß
Michaela

Beitrag von meram 23.05.11 - 10:51 Uhr

Versuch es doch mal mit Fingerfood. Einfach für den Anfang ein Stück weich gedünstetes Gemüse hinlegen und gucken ob sie es nimmt. Wenn das klappt kannst du es mit anderem Gemüse und Obst versuchen. Nennt sich "baby lead weaning", dazuvgibts hier auch nen Club. Wir haben erst letzte Woche damit angefangen aber ich bin erstmal ganz begeistert. mal schauen wie es weitergeht,
Es gibt wohl noch mehr Breverweigerer (wobei wir das garnicht erst probiert haben) und das Schöne daran ist, dass das Baby selbst entscheidet ob es etwas essen will oder nicht.
Viel Erfolg und lg
meram

Beitrag von steffi0413 23.05.11 - 22:23 Uhr

Hallo,

das wäre auch kein Problem, wenn sie Beikost komplett verweigern würde. Sie kann in diesem Alter noch sowieso die Mumi am besten verdauen und verwerten.

Wenn sie die 3-4 Löffel mit Freude isst, das ist in diesem Alter überhaupt nicht wenig!!!!

Wenn sie das aber nicht mit Freude nimmt, dann höre lieber für 1-2 Wochen auf.
Wenn Essen mit Stress, Druck, Erwartungen verbunden ist, kann leider zu wirklichen Essstörungen führen. :-(

Du kannst ganz ruhig eine Pause machen und dann wieder von vorne an anfangen und ohne Druck und Erwartungen immer etwas anbieten - vor allem wenn die Familie auch beim Tisch sitzt.
Fingerfood ist wirklich viel stressfreier als Brei. ;-)

LG
Steffi

Beitrag von bilbo2007 24.05.11 - 13:24 Uhr

Danke für die zahlreichen und auch unterschiedlichen Meinungen.

Ich hab heute keinen Brei gefüttert. Gestern Nachmittag hab ich ihr mal a bissl Banane angeboten und siehe da, das hat sie mit Freude gefuttert. Heute morgen hab ich ihr Brot gegeben und auch das hat sie mit Genuß verspachtelt. Heute Mittag hab ich ihr ne Kartoffel gekocht und diese nicht püriert sondern nur a bissl mit der Gabel zerdrückt und da hat sie auch das Schnäbelchen weit aufgemacht. Ich glaube es liegt wirklich am Brei. Deshalb werde ich jetzt eben mit Fingerfood weitermachen, ich glaube, das ist wirklich viel viel besser für uns zwei. Dann brauch ich mich wegen dem Essen nicht stressen, weil ich ihr einfach was gebe, wenn wir essen. Das hat mich nämlich am Brei füttern auch immer gestört, dass ich den Zeitpunkt des Hungers nicht übersehen durfte, denn wenn zu viel Hunger hatte ich ohnehin schon verloren.