Nackenfaltenmessung oder Fruchtwasseruntersuchung?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von spacie 23.05.11 - 08:56 Uhr

Guten morgen ihr Lieben,

ich bin nun bei 11+1 angekommen und muss mir nun Gedanken über eine eine Fruchtwasseruntersuchung machen weil ich 37 bin.
Ich habe mächtig Angst davor das bei der Untersuchung irgend etwas schief geht und würde lieber eine Nackenfaltenmessung machen lassen.
Klar, die gibt keine 100% Sicherheit und kostet auch was aber das Risiko das dadurch das Kind gefährdet wird ist doch wohl wesentlich geringer oder?


Ich habe einfach Angst davor das bei der Fruchtwasseruntersuchung was schief geht, ich dadurch vielleicht das Kind sogar verlieren würde und 3 Wochen später das Ergebnis kommen würde das das Kind gesund gewesen wäre. Das würde ich mir nie verzeihen!

Könnt ihr das verstehen? Und kann ich das meinem Doc auch so sagen und eine Fruchtwasseruntersuchung verweigern?

LG

Beitrag von knutschi2009 23.05.11 - 08:58 Uhr

Hallo

ich habe auch so eine angst vor der fruchtwasseruntersuchung gehabt
ich hatte meine letzte woche Mittwoch und es ist alles super gelaufen und ich bin echt froh
die fruchtwasseruntersuchung wird auch unter Ultraschal gemacht
endscheide was dein Herz dir sagt

viel Glück


lg

Beitrag von ballroomy 23.05.11 - 08:59 Uhr

Niemand kann Dich zu einer Fruchtwasseruntersuchung zwingen! Das ist alleine Deine Entscheidung.
Wenn Du die für Dich ausschließen kannst, dann würde ich auch die Nackenfaltenmessung nicht machen lassen. (die schadet dem Kind zwar nicht, Du bekommst aber auch nur eine Risikoeinschätzung mit der Du dann was machst??)
Ich verzichte auch auf diese Tests, das Risiko einer FG wegen der Fruchtwasseruntersuchung ist mir zu hoch.

Wenn Du unsicher bist, dann lass doch die Feindiagnostik machen, die schadet dem Kind nicht.


Grüße
ballroomy

Beitrag von miau2 23.05.11 - 09:03 Uhr

Hi,
zunächst mal: natürlich kann und darf dich niemand zu einer Fruchtwasseruntersuchung zwingen. Die Entscheidung dafür oder dagegen ist alleine deine bzw. eigentlich die von dir und deinem Partner, denn ihn betrifft es ja auch.

Ansonsten - was würdest du denn bei einem Ergebnis wie Trisomie 21 machen?

Nur, wenn du die Frage mit "abtreiben" beantwortest bringen diese Untersuchungen überhaupt etwas. Wenn du/bzw. eigentlich wieder ihr Euer Kind so nehmen würdet, wie es ist - egal wie - dann kannst du dir beide Untersuchungen sparen.

Eine Bekannte hatte mal eine NFM mit Bluttest, und sie hatte anschließend zwei anstrengende Wochen, in denen sie auf die FWU gewartet hat - die NFM gab eine Risiko von 1:50 o.s.ä. auf Trisomie 21. Der Stress war definitiv nicht ohne - die FWU war dann ohne Befund.

Aber die wichtigste Frage wäre halt die, was du mit dem Ergebnis anfangen wollen würdest.

viele Grüße
Miau2

Beitrag von turntablelady 23.05.11 - 13:41 Uhr

Super Antwort, kann ich so mit unterschreiben.
Ich bin 23 und zähle auch mit meiner Anamnese nicht zu Risikoschwangeren.

Ich finde es schön, wenn die Technik heutzutage so weit ist um Prognosen zu geben ob das Kind ggfs. krank sein könnte.

Für uns ist diese Technik jedoch total uninteressant. Unser Würmchen wächst in mir und wird auch wenn es krank sein sollte unser Würmchen sein. Eine Abtreibung würde für uns nie in Betracht gezogen werden. Davon ab ging es damals auch alles ohne solch Untersuchungen...

Ich finde so Untersuchungen nicht unbedingt sinnig. Sie machen nur verrückt ... viel ändern kann man eh nicht mehr.

Beitrag von marjatta 23.05.11 - 09:55 Uhr

Ich habe meine ersten Sohn mit 37 bekommen und erwarte jetzt mit 39 mein zweites Kind.

Meine FÄ hat mir die NFM angeboten mit Bluttest. Da kannst Du ja auch den Triple Test machen lassen. Und nur wenn der NFM Suchtest bzw. der Triple Test ein Risiko anzeigt, würde ich eine FWU machen lassen. Alternativ erst zur Feindiagnostik und danach zur FWU.

Bei mir hat die NFM plus Bluttest zweimal ein wesentlich geringers Risiko als vom Alter her zu vermuten gebracht, beim "Großen" eines von Mitte-Ende Zwanzig und jetzt beim zweiten sogar eines von nur "Mitte Zwanzig", dass eine Fehlbildung vorliegen würde.
Ultraschall bzw. Nackenfalte war bei beiden Kindern kaum zu messen (sprich optimal).
Da es sich nur um einen Suchtest handelt, wird er von den Kassen nicht bezahlt, aber das war es mir wert.

Wäre etwas auffällig gewesen, dann hätte ich erst eine Feindiagnostik bei einem Spezialisten machen lassen und erst im Anschluss daran eine FWU (wenn sich also auch in der FD ein Risiko darstellt).

Nur weil man über 35 ist, braucht man nicht zwingend eine FWU machen lassen. Meine Cousine hatte ein familiäres Risiko durch ihren behinderten Halbbruder gesehen und wollte es genau wissen. Hat bei beiden SS eine FWU machen lassen und es sind zwei kerngesunde Kinder geworden.

Muss man wirklich selbst entscheiden. Und es hängt ja auch davon ab, ob die Feststellung einer Behinderung / Fehlbildung Dich dazu bringen würde, einen späten Abbruch in Betracht zu ziehen. Wenn das nicht der Fall ist, dann kannst Du Dir die Pränataldiagnostik auch sparen.

Darüber hinaus verschieben sich durch die Zunahme der sogn. Spätgebärenden auch die bisherigen Statistiken. Ein wirklich erhöhtes Risiko sieht meine FÄ erst ab 40 Jahren. Davor schaut sie sich ihre Klientel genau an, hinterfragt den familiären Gesundheitshintergrund... und hat bei mir in beiden Schwangerschaften kein Altersbedingtes Risiko angekreuzt.

Gruß
marjatta mit Sohn und #ei, 33.SSW

Beitrag von jana0111 23.05.11 - 10:15 Uhr

Hallo, ich bin auch 37 und habe die untersuchung durch gemacht, ich hatte so viel angst das ich mein baby verliere, ist aber alles gut gegengen.
aber wie die andere Mädels schreiben das muss du entscheiden.
viel glück und alles gute

Beitrag von sommerhimmel77 23.05.11 - 10:52 Uhr


Hallo,

oh diese Entscheidung kannst nur Du selber treffen.
Wenn Du keine Fruchtwasseruntersuchung haben möchtest, musst Du auch keine bekommen. Wenn es für Dich okay ist, dein Kind so anzunehmen wie es ist hast Du deine Antwort eigentlich schon gefunden.

Ich selber bin 34 Jahre und in der SSW 8+3 und für mich steht fest das ich keine Fruchtwasseruntersuchung haben möchte.Denn ich würde mein Kind in meinem Bauch egal was es hat nie abtreiben können.
Ob die Nackenfalte gemessen wird, weiß ich noch nicht. Ich selber habe keine Angst davor das mein Kind Down Syndrom haben könnte. Denn wir haben einen so kleinen Schatz in der Familie und der ist so ein liebenswertes Kind:-D. Seine Nackenfalte war übrigens unauffällig so wie auch die anderen Ultraschalluntersuchungen.
Nein, bei mir ist es so das ich selber einen Gendefekt habe wo das Herz von mit betroffen sein kann.Meine beiden Kinder haben diesen Defekt leider vererbt bekommen, was aber erst in diesem Frühjahr bei uns diagnostiziert wurde.
Wenn ich mir vorstelle das sogar Kinder mit meinem Defekt spät abgetrieben werden können, finde ich das ganz grausig. Denn das Leben kann so lebenswert sein ob mit oder ohne Handycap.
Ich sehe ja wie es meinen Kindern geht, es stehen zwar regelmäßige Untersuchungen an und auch Einschränkungen um vorzubeugen. Aber sie sind trotzdem glücklich, haben Freunde und ihren Spaß am leben.

Dir alles Gute,
Sommerhimmel

Beitrag von moppelmops2 23.05.11 - 11:52 Uhr

Hallo,
ich bin auch 37, das zweite mal schwanger und werde die Fruchtwasser-Untersuchung nicht machen lassen. Wir sind genetisch nicht vorbelastet, haben schon ein super tolles Kind und gehen das "Risiko" ein.

Meine Freundin hat die Untersuchung machen lassen, bekam einen Befund (Genmutation), aber keine Erläuterung dazu, hat sich Monate lang gequält und wurde dann Mama einer völlig gesunden Tochter.
Viel Glück,
der Mops