Ganztagsschule/Hort?

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Forum: Kids & Schule

Kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen? Schulschwierigkeiten oder anstrengender Streit ums Aufräumen: Lest und diskutiert mit. Und da die Vorbereitung der Einschulung ansteht: Hier begleitet urbia-TV Vater und Tochter beim Schulranzenkauf.

Beitrag von grippevirusalarm 23.05.11 - 10:08 Uhr

Guten Tag,

meine Bekannte möchte ihr Kind (6) in einer Ganztagsschule anmelden, mit voriger und danach Hortbetreuung. Damit sie VZ arbeiten gehen kann.

Ich meine - Ganztangsschule mit Hortbetreuung? Dann wäre das Kind von ca. 7.00 - 17.00 Uhr in Fremdbetreuung?! Und nur Schule pauken?!

Ich denke, das nimmt einem Kind viel Lebensqualität. Ich sehe das eher negativ.

Wie seht ihr das? Welche Erfahrung habt ihr damit?

gva

Beitrag von marion2 23.05.11 - 10:15 Uhr

Hallo,

das ist nicht negativ sondern gut gelöst.

Gruß Marion

Beitrag von zuckerzicke 23.05.11 - 10:17 Uhr

Was ist denn daran negativ? Das Kind wird versorgt und betreut und die Mama verdient den Lebensunterhalt. Sie möchte ihrem Kind bestimmt etwas bieten und nicht rumhängen. Ich finde die Betreuung durchaus positiv.

Beitrag von grippevirusalarm 23.05.11 - 10:26 Uhr

Aber für das Kind muß das doch schlimm sein - so lange außer Haus?!

Beitrag von sillysilly 23.05.11 - 10:29 Uhr

Hallo

naja viele Kinder sind doch auch im Kindergarten schon außer Haus.

Meine Tochter wird in die Ganztagsklasse gehen und ist dann mal ne halbe Stunde länger weg als jetzt -

Grüße Silly

Beitrag von marion2 23.05.11 - 13:00 Uhr

Hallo,

ja, ganz schlimm #augen und am Ende springt es von der Brücke, weil es #schock mit anderen Kindern spielen konnte und nicht mit Mama.

Hast du ein Abnabelungsproblem?

Gruß Marion

Beitrag von altehippe 23.05.11 - 19:29 Uhr

Komma vergessen #bla

Beitrag von suameztak 23.05.11 - 10:25 Uhr

>Und nur Schule pauken?!<

Warum das denn? Gibt es dort keine Freizeitangebote? AGs? Bei uns wird im 1. Schuljahr nur eine Stunde nachmittags gelernt und die restliche Zeit wird gespielt bzw werden Kurse o.ö. besucht.

Was machen denn die Kinder, die nicht "fremdbetreut" werden? Nach der Schule/Hausaufgaben mit Freunden spielen, alleine spielen, in Vereinen Sport oder Musik machen... Schulkinder werden selbstständiger und brauchen ihre Eltern nicht mehr den ganzen Tag um sich rum.
Und wenn die Eltern ab 17 Uhr wirklich Zeit fürs Kind haben, ist das viel Lebensqualität.

Beitrag von grippevirusalarm 23.05.11 - 10:27 Uhr

Ich sehe eben die Summe der Stunden - früh morgens außer Haus und erst Spätnachmittag wieder zurück..das ist meiner Ansicht nach das Pensum von Erwachsenen!

Aber ich laß mich gerne belehren...

Beitrag von mel1983 23.05.11 - 11:11 Uhr

Was macht es für einen Unterschied, ob ich meine Tochter 14Uhr hole um mit ihr noch 2 Stunden Hausaufgaben zu machen, oder sie 16 Uhr hole und SOFORT Freizeit mit ihr verbingen kann?

Achso, und Freitag zB hole ich sie 14 Uhr und kann OHNE jeglichen Druck ins Wochenende starten, weil außer Hausaufgabenheft vortragen und Stifte spitzen NICHTS zu machen ist.

Ich glaube kaum, dass es für die Vollzeitarbeitenden (und auch das Kind) keine Entlastung ist!

Beitrag von sarahg0709 23.05.11 - 13:53 Uhr

Hallo,

wir haben hier auch eine Angebot für Ganztagesklassen.

Im Moment hole ich meine Tochter um 12.15h ab und mache am Nachmittag Hausaufgaben mit ihr und wir haben noch feste Termine wie Ergotherapie und Musikunterricht.

Wenn ich sie in die Ganztagesklasse schicke, hat sie bis 16 h Schule, muss noch Hausaufgaben machen und nichts ist mehr mit Musik und Therapiestunden, weil es dann schlichtweg zu spät ist.

Und wenn jetzt der Einwand kommt, es gäbe keine Hausaufgaben mehr: An der Schule meiner Tochter ist es tatsächlich so, dass die Kinder weiterhin Hausaufgaben bekommen, ich habe es nachgefragt beim Direktor.

Dann finde ich das "normale" Konzept besser.


LG

Beitrag von mel1983 23.05.11 - 14:50 Uhr

Unter den von dir geschilderten Umständen ist das "normale" tatsächlich besser.

Hier für mich ist die Ganztags so ideal, vorallm weil ich nicht zu Hause bleiben kann. Es ist nur eine Frage der Zeit und dann weiß ich mein Kind gut aufgehoben, denn ich bin alleine.

Bei uns gibt es staatl. glaube ich auch nur diese "pseudo" Ganztags, wo der Unterricht normal bis Mittag geht und dann die "Aufbewahrung".

Man sollte selbst entscheiden und dann zufrieden sein oder umentscheiden. Aber die TE ist da sehr übergriffig und vorverurteilend in ihrer Meinung.

Das setzt die Freundin unter Druck, anstatt ihr den Rücken zu stärken.

Beitrag von anja1968bonn 23.05.11 - 10:28 Uhr

Wo ist das Problem? Sollte Deine Bekannte sich lieber einen Halbtagsjob suchen und weniger Geld zum Leben haben?

7:00 bis 17:00 ist ein Maximalangebot, das ja nicht zwingend ausgeschöpft werden muss, aber vielen berufstätigen Familien eben ermöglicht, den Lebensunterhalt zu verdienen und das Kind versorgt zu wissen.

Mein Sohn geht in eine normale Grundschule mit Betreuungsangebot bis 16:30 Uhr - ob er nun dort zu Mittag isst, seine Hausaufgaben macht, in freiwilligen Arbeitsgruppen spannende Dinge lernt und mit anderen Kindern spielt, oder ob dies alles außerhalb der Schule stattfindet, ist keine Frage der Lebensqualität.

LG

Anja

Beitrag von sillysilly 23.05.11 - 10:28 Uhr

Hallo

meine Tochter ist auch in der Ganztagsschule für September angemeldet

Warum:

mindestens 8 Stunden die Woche weniger Betreuung als im Hort - hört sich länger an - ist aber kürzer
Hort ist bei uns bis 16.30 - und auch Freitags ist es wichtig zu kommen, da dann die Gruppensachen passieren
Ganztagsschule nur Mo bis Do 15.30 und Freitag bis 12.15

so hat sie auch einen Tag, wo sie ganz normal heim gehen kann ......

Und:
keine Hausaufgaben -
für uns super - da wir noch zwei kleinere Nasen haben
ich hole sie um 15.30 ab und dann ist Freizeit -- wir können Freunde besuchen, was unternehmen
Im Hort sind die Hausaufgaben nicht unbedingt fertig - kommt immer auf das Kind und die Hortsituation an - nicht allen fällt es leicht im Hort Hausaufgaben zu machen

Unterricht ist bis 12.15 - und erst um 14.00 wird nochmals was gelernt, dazwischen ist Pause


und anscheinend empfinden die Kinder weniger Druck, weil die Lehrer mehr Zeit haben um ihnen etwas beizubringen

Nachteil: keinerlei Ferienbetreuung

Wichtig ist in der Ganztagsschule, daß der Nachmittag auch von Lehrern betreut wird



Hort - kommt es auf die Einrichtung an -
der Hort in der Einrichtung meiner Tochter ist echt super - andere, städtische Einrichtungen weniger.


Und ich brauche Betreuung, weil ich wahrscheinlich eine 4 Tage Woche habe, mit 24 Std.



Grüße Silly

Beitrag von mel1983 23.05.11 - 11:01 Uhr

Hallo,

ich sehe das gar nicht so, wie du!

Eine Ganztagsschule (wenn es eine "richtige" ist), hat nichts von dem, wie du es darstellst.

Meine Tochter geht in eine Ganztagsschule und es ist super. Der Hort ist keine Aufbewahrung sondern wird (neben freiem Spiel) wie eine Art Projekt geführt. Die Kinder haben solch einen unglaublichen Spaß und lernen so ungemein viel.

Hier in den staatl. Grundschulen ist der Unterricht bis Mittag und danach nur noch Aufbewahrung. Die Kinder lungern rum und warten nur darauf abgeholt zu werden. Meine Tochter hat bisher noch nie auf mich gewartet!

Sie hat festen Unterricht von 8-15.30 Uhr. Frühhort gibt es ab 6 Uhr. Abgeholt kann sie frühestens 15.45 Uhr werden - in Ruhe verabschieden und den Ranzen einpacken. Längstens könnte sie bleiben bis 18 Uhr.

Der Stundenplan gestaltet sich so, dass zwischen den Unterrichtsstunden die Hortstunden sind. Und ein Mittagsband von 1,5 h. Da wird gegessen, gespielt oder eine AG besucht.

Ich hab mein Kind selten so ausgeglichen (sehr wissbegierig und ständig fordernd) gesehen.

Ihr fehlt es an keinerlei Lebensqualität, im Gegenteil.

Grüße

Beitrag von mel1983 23.05.11 - 11:07 Uhr

Achso,

weiter ist es so, dass den GANZEN Tag neben der Klassenlehrerin (den Fachlehrern) auch eine Erzieherin mitläuft. Es gibt hier eine feste und eine Springerin.

Hausaufgaben gibt es erst ab Klasse 4, zur Vorbereitung auf die weiterführenden Schulen, dafür dann aber Hausaufgabenzeit in der Schule, die absolut ausreichend ist.

Was mir auch wichtig war, Englisch gibt es ab der 1. Klasse, französisch dann ab 2. oder 3. Klasse und die ersten 2 Schuljahre ist Schach ein Unterrichtsfach.

Mir fallen sicher noch viele Dinge so nach und nach ein, die positiv sind. Negative gegenüber einer staatlichen GS fallen mir gar nicht ein!
(außer 3 Wochen Vollschließzeit in den Sommerferien, die einzige Lösung hier wäre über den Kindergarten der Schule (Vorschuljahr), im allergrößten Notfall)

Auch die Ferienbetreuung ist spitze dort.

Grüße

Beitrag von grippevirusalarm 23.05.11 - 11:10 Uhr

Klingt aus deinem Mund recht positiv...allerdings lies mal die Antworten aus dem Threat über dem hier - da würden die wenigsten ihr Kind in einen Hort oder eine Ganztagsschule bringen...dass muß doch einen Grund haben?!



Beitrag von mel1983 23.05.11 - 11:13 Uhr

Ja, vermutlich die falschen Ansichten.

So wie deine :-)

Ansonsten fiele mir einfach nichts ein.
Kommt aber vllt auch daher, dass mein Kind so fordernd ist, und sich mit ein wenig Basteln hier und Basteln da, oder bissl Spielplatz nachmittags nicht zufrieden gäbe.

PS: ich les den Thread oben drüber mal, hab ich nämlich noch gar nicht :-)

Beitrag von mel1983 23.05.11 - 11:18 Uhr

Wie du lesen kannst, sind im Thread oben drüber die meisten Hausfrauen (was auch okay ist), wo ich auch den Grund verstehe, warum sie keine Ganztagsschule wollen.

Ich bin auch (noch) zu Hause, aber meiner Tochter geht es unter Kindern und mit viel Wissen einfach besser.

Hierzulande gibt es die reine Hausfrau mit gutverdienendem Mann fast gar nicht (leider) und somit sind Ganztagsschulen händeringend gesucht.

Allerdings gibt es staatl. nur die normale Grundschule mit anschließendem Hort, was ich furchtbar finde (von dem was ich gesehen habe - muss nicht überall so sein).

So unterschiedlich kanns eben sein.

Ich finds absolut gut von deiner Bekannten, dass sie arbeiten gehen will (und vermutlich auch muss), sich dahinter klemmt und für das Kind eine gute Lösung sucht.

Wenn er zu Hause alleine rumsäße, hättest du sicher auch wieder Bedenken, nicht?! ;-)

Beitrag von sohnemann_max 23.05.11 - 11:08 Uhr

Hi,

ich persönlich finde es furchtbar.

Wir haben unseren Sohn aus dem Hort wieder rausgenommen. Es blieb keine Zeit, damit er SEINEN Hobby´s nachgehen konnte. Sicherlich ist das Nachmittagsangebot groß, aber wir haben auch noch ein Privatleben mit anderen Kindern und Freunden und eben nicht nur Schule.

Niemals wieder würde ich in den ersten 4 Jahren ein Kind in den Hort geben, wenn es nicht zwingend erforderlich ist.

LG
Caro mit Max 6,5 Jahre und Lara 2 Jahre

Beitrag von grippevirusalarm 23.05.11 - 11:10 Uhr

Aber ab 6 Jahren dann schon? Mit weniger bedenken?

Beitrag von bambolina 24.05.11 - 10:45 Uhr

Ein Hort geht i.d.R. erst mit 6 Jahren los... wie meinst du das, in den ersten 4 Jahren kein Hort - das Kind dann erst mit 10 Jahren in den Hort geben???

Beitrag von zaubertroll1972 23.05.11 - 11:17 Uhr

Hallo,
ich persönlich bin sehr froh daß wir keinen Hort oder Ganztagsschule in Anspruch nehmen müssen.
Ich würde immer schauen daß ich mein Kind so wenig wie möglich fremdbetreuen lasse.
Ganzen Tag pauken stimmt natürlich nicht. Das Angebot ist oft recht groß und klingt auch immer ganz toll.
Trotzdem finde ich es gut wenn die Kinder nach der Schule zuhause spielen können, ihre Verabredungen selber treffen können und auch Sport- und Freizeitangeboten nachkommen können.
Wäre mir zu wenig mein Kind morgens zur Schule zu bringen und am späten Nachmittag abzuholen. Nach einem stressigen Arbeitstag ist man oft geschafft und hat dann nach Haushalt vor sich. Ich weiß gar nicht wie man da dem Kind noch gerecht werden möchte.
Blöd natürlich wenn eine Mutter keine Wahl hat weil sie z.B. alleinerziehend ist.

LG Z.

Beitrag von delfinchen 23.05.11 - 11:42 Uhr

dem hab ich nichts hinzuzufügen :-)

lg,
delfinchen

Beitrag von sarahg0709 23.05.11 - 13:54 Uhr

Hallo,

dem kann ich nur zustimmen.


LG

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