Häufigkeit Dammschnitt/-riss ?

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Forum: Schwangerschaft

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Beitrag von annibremen 23.05.11 - 11:54 Uhr

Huhu,

am Wochenende habe ich ja leider den Fehler gemacht, in einer stillen Minute mal ein paar Geburtsberichte zu lesen, u.a. auch von Frauen, die in dem KH entbunden haben, in dem ich eigentlich auch entbinden möchte (LDW in Bremen).

Dazu erst mal vorab: AAAAAAAAHHHHHHHH!!!!#schock#schock#schock

In fast JEDEM Bericht war die Rede davon, dass es einen fürchterlichen Dammschnitt gab, teilweise wurden die Schnitte nicht während einer Wehe gemacht und das Nähen hinterher soll auch schrecklich gewesen sein.

Nun haben am Wochenende Freundinnen erzählt, sie wüsste nicht, dass dauernd Dammschnitte gemacht werden müssten und auch dass nicht so wahnsinnig viele Frauen reißen. In ihrem Umfeld hätten neun von zehn Frauen komplett ohne Dammschnitt entbunden und gerissen seien auch nur ganz wenige.

Wie sind denn eure Erfahrungswerte, was dieses Thema betrifft? Die Aussicht, dass es auch ohne Dammschnitt gehen kann, ist ja dann doch irgendwie ganz beruhigend (auch wenn es keine Garantie gibt, is klar).

LG Anni

Beitrag von magiccat30 23.05.11 - 11:58 Uhr

in dem krankenhaus wo ich entbinden will beträgt die rate für schnitte wohl 4%. ob das viel ist, weiß ich nicht. ich möchte auch nicht unbedingt einen. Aber anscheinend sollman das in den weheneh nicht merken :)

Beitrag von pummelchen7182 23.05.11 - 11:59 Uhr

Hallo

ich habe bei beiden SS einen Dammschnitt bekommen, und ja der wird "eigentlich" in der Wehe geschnitten.
Und ja gerießen ist schlimmer als geschnitten.

Ich habe meinen 2. Dammschnittschnitt nicht gemerkt und das Nähen war auch nicht schlimm, von meinem ersten Dammschnitt erzähle ich liebr nichts sonst bekommst du nur Angst!

Aber ich habe beide gut überstanden und sind auch gut geheilt und es gibt keine Probleme bei mir. Ich rechne damit diesmal auch wieder einen Schnitt zu bekommen aber dass ist mir lieber als wenn der Damm reißt!

GLG

Beitrag von annibremen 23.05.11 - 12:00 Uhr

Ich hab gelesen, dass reißen weniger schlimm ist, weil man halt nur so weit reißt, wie man muss, damit das Kind durchpasst. Und dass ein Riss schneller heilt, weil weniger Muskelgewebe verletzt wird.

Kannst du das bestätigen? Wie lange hat man denn damit zu tun nach der Geburt, ich stelle mir den Gang zur Toilette ja ziemlich fies vor ...

LG!

Beitrag von mamimona 23.05.11 - 12:02 Uhr

nicht so schlimm,wie man denkt.

man geht auf toilette mit ner bösen vorahnung,es ist aber okay.

Beitrag von pummelchen7182 23.05.11 - 12:03 Uhr

naj ist ein bissl gewöhnungsbedürftig aber es geht schon mit dem Klo #schwitz

Frag deine Hebamme reißen passiert unkontrolliert und kann bis zu Grad 4 gehen, deshalb schneiden die Hebammen lieber wenn sie merken es geht nicht mehr (auch vor oder nach der Wehe) als dass sie das Gewebe reißen lassen.

Ich habe beim 2. Dammschnitt keine Woche Probleme gehabt und es war schnell verheilt.

LG

Beitrag von schmsi 23.05.11 - 13:35 Uhr

Genau das wurde mir auch gesagt. In unserem KH schneiden die nur im Notfall. Hab beide Male einen Riss 2ten Grades gehabt. Hab ich nix von gemerkt und das nähen war auch nicht schlimm. Beim letzten Mal hab ich nicht mal hinterher gemerkt das ich ne Naht hatte.

LG Beccy#ei

Beitrag von daisy80 23.05.11 - 12:01 Uhr

Ich probiers mal ;-)

Mein Kind hatte 3800 Gramm und 37,5 cm Kopfumfang.
Junior wurde letztendlich mit der Saugglocke geholt.
Hört sich erstmal nicht nach Beruhigung an ;-)

Aber: ich hatte nur einen klitzekleinen Riss in einer Schamlippe und eine kleine innere Schürfung. Trotz Glocke war es überhaupt nicht schlimm (eher sogar leichter, als das Ding dann saß), es musste nichts geschnitten werden.
Im Vergleich dazu war das Nähen in der Tat schlimmer, aber selbst das war nur ein Zwicken und letztendlich nicht wirklich dramatisch.

Wenn Du so eine Angst davor hast, erkundige Dich doch mal, ob in deiner Klinik eine Pudendusblockade angeboten wird. Dann kannst Du komplett sorgenfrei (zumindest was den Schnitt/Riss betrifft) in die Geburt gehen ;-)

Beitrag von arelien 23.05.11 - 12:04 Uhr

Moin ,

Also ich habe bei meinen Junior nen Schnitt haben müssen..(Kind hatte KU von 37cm & ich war erstgebärende) Da ging es nicht anders. Das es während einer Wehe gemacht wird stimmt..Allerdings habe ich vorher noch ne Spritze unten bekommen zur Betäubung..Also den Schnitt an sich habe ich nicht gemerkt..Nur gehört..Naja es klingt nicht sehr schön und das Geräusch bekomme ich auch nicht mehr aus dem Kopf..Aber weh getan hat es nicht. Das Nähen war wirklich nicht schön..Vorallem hat mich diese blöde Assistensärztin so blöd genäht das ich nen feines Hämatom bekommen habe und mit Gelbinden rum rennen durfte...
Meine Schwester ist damals gerissen bei ihrer Tochter und sie hatte echt monatelang beschwerden und Probleme.. Konnte nicht auf Toilette und solche Sachen. Bei meinem Schnitt hatte ich mit sowas keine Probleme. Und als ich aus dem KKH raus war ging alles fast wie normal .

Beitrag von -mell1982 23.05.11 - 12:14 Uhr

Hallo,
also ich hatte "nur" Scheidenrisse.
Tat zwar weh, aber auch erst danach nach der Entbindung während der Et merkst du das gar nicht weil da so viel Druck drauf lasstet...

Beitrag von ladyfenja 23.05.11 - 12:15 Uhr

hay also bei meiner ersten entbindung hätte ich einen dammschnitt bekommen sollen leider bzw zum glück war der zwerg aber zu schnell ...

erste wehe kopf
zweite wehe verließ die hebi den raum um den arzt für den schnitt zu holen
und dritte wehe kamm sie zur tür rein sprang in ihre handschuhe und fing ihn gerade noch auf :-)

und ich bin also weder gerissen noch geschitten worden ... ob das nötig ist liegt sicherlich ein wenig an der größe aber ich finde in erster linie an der vorarbeit es gibt ja nun genügend möglichkeiten und vor allem auch zeit darauf vorzuarbeiten ...anfangs fand ich es irgedndwie blöd (ich weiss sex hatten wir ja auch vorher) aber trotzdem wars komisch obwohl ich bei allem was ich kenne nicht verklemmt bin :-)
heute bin ich heil froh darüber und wir werden uns die arbeit auf jedenfall auch wieder machen den es ist viel angenehmer als geschnitten oder gerissen zu sein ( ich weiss es nur von bekannten und freunden das es sehr unangenehm sein soll vor allem hinterher bis es verheilt ist)

dammmassageöl schon im nachtisch hab :-) besser ist das

Beitrag von jobina 23.05.11 - 12:15 Uhr

Mit den prozentualen Angaben kann ich leider nicht weiterhelfen. Ich weiß nur, dass es meistens besser ist wenn es reißt, weil dann nur so viel reißt wie nötig... lässt sich zwar schwerer nähen, aber die wundheilung its meist besser.
In dem KKH wo cih entbnden habe, wurde bei einer Freundin unter der Wehe geschnitten und bei mir gings zu schnell um überhaupt drüber nach zu denken (2 x pressen) dann war der Kopf da und ich gerissen.
Zum nähen kann man sich auch eine Betäubungsspritze geben lassen.. wobei die meist abzählen... wieviele Stiche fürs nähen notwenidg sind, und wieviele man zum betäuben bräuchte.

Ich denke mal, dass es in jedem KKH anders gehandhabt wird?!
Mach doch zur Beruhigung vorneweg Dammmassagen usw.! Frag deine Hebamme, ob sie besonderen Schutz unter der Geburt macht (Kaffee auf den Damm)
Aber ganz ehrlich weder Riss noch Schnitt sind schlimm weil eben normalerweise unter der Wehe geschnitten wird, bzw. reißt. Bekommt man gar nicht mit...

Beitrag von littlehands 23.05.11 - 12:19 Uhr

Also bei uns im KH ist die Rate der Dammrisse sehr niedrig.Geschnitten wird überhaupt nicht,da das Gewebe,wenn man es reißen läßt,wohl leichter wieder heilt.Aber,wie gesagt,hier wird von vornherein viel Wert darauf gelegt,es zu vermeiden.In den Vorbereitungskursen wird die Damm-Massage empfohlen und während der Geburt-falls nicht im Wasser (da ist die Gefahr,zu reißen am geringsten)-legen sie einem warme Tücher darauf usw.
Ich bin beide Male nicht gerissen...

Beitrag von hoppler 23.05.11 - 12:38 Uhr

Hallo,

also die Geburt meiner Tochter war ein tolles Erlebnis, das vorweg.
Die Ansicht über Dammriss oder -schnitt ist geteilt. In dem KH wo ich entbunden haben schneiden sie NICHT! Sie haben mit Rissen bessere Erfahrung, da die Wundheilung besser ist. Ich selbst habe meine Tochter in der Wanne bekommen und die Hebamme hat einen ganz tollen Dammschutz gemacht! Ich bin nur ganz minimal an der Basis der Schamlippe gerissen, aber das habe ich überhaupt nicht gemerkt. Musste mit einem Stich genäht werden, aber auch das war nicht schlimm. Konnte nur die ersten zwei tage nicht so gut sitzen, aber dann war alles vorbei!

Alles Gute und eine tolle Geburt wünscht
Hoppler

Beitrag von heiho 23.05.11 - 12:55 Uhr

Hallo,
erst mal das schlimme: Hatte einen Dammschnitt und da ich als Erstgebärende das Glückslos hatte kam der Kleine als Sterngucker und mit der Hand neben dem Kopf raus...... Also: Scheidenriss, Schamlippen eingerissen, eigentlich alles zerfleddert was geht ;-) Die Ärztin war leicht geschockt, was der Kerl da unten angerichtet hatte, hats erst beim nähen gesehen.
Das Gute: In dem Moment, wo er raus kam, hätte ich kurz! heulen können, war aber echt nur beim Riss in den Schamlippen, also ein ganz kurzer Schmerz! Den Schnitt habe ich nicht gespürt und mein größtes Problem lag eher darin, dass der Kerl (wegen dem Händchen neben dem Kopf) dauernd wieder zurückgerutscht ist, also nicht wirklich rauswollte. Klingt alles schrecklich, aber in dem Moment nicht wirklich soooo schlimm. Obwohl die mir die PDA fast komplett runtergedreht hatten am Schluss, zum nähen haben die wieder voll aufgedreht, weil ich kurz warten musste, wegen Geburt im Nebenzimmer und das Nähen hab ich trotzdem gemerkt. Soll heißen: Der schmerzhafteste Moment war eigentlich, trotz nur minimaler PDA, noch gut erträglich und alles wirklich schlimme nur ein ganz kurzer Moment, als gerissen war hab ich nix mehr gemerkt :-)
und ich freue mich schon auf die zweite Geburt, jetzt weiß ich ja, was auf mich zukommt (zumindest so grob), vor der ersten hatte ich schon irgendwie Panik, weil man da so "unbedarft" ist
LG

Beitrag von angel2110 23.05.11 - 13:02 Uhr

Hallo.

Ich bin bei der Geburt gerissen. Habe aber davon nichts gemerkt.
Das Nähen danach war unangenehm aber nicht schrecklich.

Habe in zwei Krankenhäusern Kreissaalbesichtigung gemacht und in beiden wurde gesagt, dass man heutzutage eher reißen lässt.
Wenn es reißt, dann reißt es nur soweit wie es muss.
Wenn geschnitten wird, dann meistens mehr, als eigentlich sein müsste.
Und ein Riss verheilt wohl besser als ein Schnitt.

LG und alles Liebe

Beitrag von nadine1013 23.05.11 - 13:13 Uhr

Ich wurde bei beiden Kindern geschnitten - hab davon aber rein gar nichts mitbekommen. Auch das Nähen hinterher hab ich nicht gemerkt. Bin auch super verheilt, nach 2 Tagen war schon immer nichts mehr von der Naht zu sehen. Absolut keinerlei Probleme damit.

Beitrag von danat 23.05.11 - 13:36 Uhr

Hallo Anni,

ja da sind die Meinungen geteilt.

Ich habe meiner Hebamme gesagt, dass ich nicht geschnitten werden will und es auf einen Riss ankommen lasse. Das kannst du nämlich selbst entscheiden. Nur falls unser Baby Probleme haben sollte und es dann schnell gehen muss oder ähnliches, habe ich ihr erlaubt zu schneiden.

Letztlich hatte ich einen Dammriss 2. Grades weil mein Kleiner unbedingt seine Hand neben dem Köpfchen haben wollte. Eigentlich total süß ... denn seine "Glückshand" hatte er wochenlang noch immer ganz eng neben seinem Köpfchen liegen (v.i. beim Schlafen) und auch vorher schon auf den Ultraschallaufnahmen war seine Hand meist neben seinem Kopf.

Da es eine Hausgeburt war, hat mich meine Hebamme auf dem heimischen Sofa genäht. Sie hat die Stelle mittels Spray und Salbe betäubt und ich habe so gut wie garnichts gemerkt. Das Spray brannte erst ein bisschen und vom Nähen habe ich nur mal ein kurzes Ziehen gemerkt.

Ich glaube ja, dass ein Riss besser ist. Weil es wohl gewisse "Soll-Riss-Stellen" gibt. Meine Hebamme bestätigte mir, dass ich "günstig" gerissen bin. Sie konnte es auch problemlos nähen und der Riss verheilte gut. Bei einem Schnitt weiß man nie wieviel Gefäße mit verletzt werden. Und weiter reißen kann der Schnitt allemal.

Ich habe ja im Verdacht, dass in den Kliniken häufig geschnitten wird, um die ganze Sache zu beschleunigen. Früher hat man wohl auch grundsätzlich viel häufiger geschnitten, damit sich die Frauen auch "nicht so lange qäulen müssen" (O-Ton einer verwandten Gynäkologin). Aber ich bin der Meinung, dass es durchaus auch einfach Zeit braucht, ein Kind zu gebären und diese Zeit sollte die Frau auch erhalten. Ich hatte z.B. eine sehr kurze Eröffnungsphase. Meine Entbindung bestand fast nur aus der Austreibungsphase und dass dauerte dafür ... vor-zurück-vor-zurück-vor-zurück. Wer weiß wieviel mehr ich sonst verletzt wurden wäre.

Ach ja noch zur Beruhigung: also vor der Geburt haben die meisten Frauen Durchfall und entleeren den Darm so richtig um Platz zu machenn ... von daher dauert es eine Weile bis man wieder auf Toilette muss. Iss Trockenobst, dann ist der Stuhl erstmal sehr weich. Halte dann ein Öltuch vor, dann "flutscht" alles gut und du musst auch nicht so dolle putzen. Pipi machen ist eigentlich kein Problem. Meine Hebi hatte mir noch ein Sitzbad dagelassen, damit habe ich mich nach jedem Toilettengang abgespült. War nach einer Rezeptur von Ingeborg Stadelmann (Hebammensprechstunden). Kann man sich bei der Bahnhofsapotheke Kempten bestellen. Und natürlich: ausruhen und schön liegen nach der Entbindung - ist eh wichtig für die Rückbildung der Gebärmutter - wenig setzen, ob nun mit oder ohne Geburtsverletzung.

Dann drück ich dir mal die Daumen, dass alles problemlos klappt!

Liebe Grüße, Dana.

Beitrag von siem 23.05.11 - 14:13 Uhr

hallo

ich habe schon zwei mädels bekommen, eine davon sogar mit saugglocke und bei beiden weder einen dammriß noch dammschnitt gehabt.

lg siem 22ssw

Beitrag von sacredheart 23.05.11 - 17:31 Uhr

hallo,
also wenn ich mal von mir berichten darf... ich habe bei drei geburten drei dammschnitte bekommen. zunächst bin ich jedesmal gerissen,was nach ansicht der ärzte wohl nicht so schön aussah, weshalb sie jedesmal die schere mit ansetzten. es wurde wirklich während der wehe geschnitten, da du dann nämlich nicht so viel davon merkst ;-)
und das nähen fand ich persönlich zwar nicht angenehm, aber es tat nicht weh, weil ich dafür eine örtliche betäubung bekam. es dauert auch nur zwei oder drei minuten, weshalb es umso eher auszuhalten ist. direkt danach hast du eh nur deinen krümel im kopf/arm, weshalb du an diese schmerzen nicht denkst.
später beim urinieren fand ich es ziemlich unangenehm, da es ja vorkommen kann,dass etwas an die naht kommt und das sticht und zieht etwas. ist aber auch allemal auszuhalten.
es werden selbstauflösende fäden benutzt, weshalb nicht mal gezogen werden muss(sehr angenehm)
und das ganze ist nach wenigen tagen schon soweit verheilt, dass man sich normal setzen und auch bewegen kann.

viele grüße
sacredheart