Hausbau - welche Heizung???

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Forum: Energie sparen

Willkommen im Forum Energie sparen. Hier diskutieren wir, wie wir gesünder leben und viel Energie und Geld sparen können. Mit kleinen Schritten können wir unseren CO2-Bilanz um 10% innerhalb eines Jahres reduzieren. Und darum geht es hier: Welche kleinen Schritte machen Sie? Welche Fragen und Ideen haben Sie? Jeden Donnerstag schauen Energiesparberater hier ins Forum, um Ihre Fragen zu beantworten. Jede(r) BeraterIn ist in einer Umweltorganisation engagiert. Wir arbeiten ehrenamtlich und freuen uns auf Anregungen und Fragen. Mehr Infos lesen Sie auf 10:10 Deutschland.

Viele tolle Tipps zum Energiesparen finden Sie in unserem Artikel Umweltschutz im Familienalltag und auf unserer 10:10 Checkliste der urbia-Familie zum Ausdrucken. Hier können Sie lesen, was das urbia-Team zur CO2-Reduktion unternimmt.

Beitrag von wolke2007 23.05.11 - 16:31 Uhr

Hallo,

wir sind momentan in den Startlöchern für unseren Hausbau, worüber wir uns aber noch vollkommen unklar sind, ist die Heizung.

Erdwärme
Pellets
Unterstützung durch Solar??

Welche Heizung habt bzw. würdet ihr empfehlen und warum?

LG

Chrissie

Beitrag von musterli70 23.05.11 - 17:55 Uhr

Hmm, wenn ichs mir aussuchen dürfte, Erdwärme, sofern dort möglich, unterstützt von Solar, sofern das Dach in der richtigen Lage setzbar ist.

Beitrag von claerchen81 23.05.11 - 21:55 Uhr

Ja, wenn ich es mir leisten könnte sogar Passivhaus mit Warmwassererwärmung oder sogar energiegewinnendes Solar auf dem Dach.

Leider kann ich es mir nicht leisten, daher nur Gastherme ;-(

Ich persönlich würde sogar eine Regenwasserspülung einbauen, wenn ich das Geld hätte....

Gruß, C.

Beitrag von musterli70 24.05.11 - 06:52 Uhr

"Ich persönlich würde sogar eine Regenwasserspülung einbauen, wenn ich das Geld hätte.... "

Naja, das sollte doch mit kleinem Geld realisierbar sein.

Beitrag von ichbins04 25.05.11 - 20:29 Uhr

OT:
hallo,


wenn du baust, ist die regenwassernutzung absolut erschwinglich !!!

mal ganz davon abgesehen was du langfristig sparst.

wir nutzen regen/brunnenwasser für die toiletten, für die waschmaschine und unsere aussenwasserstellen werden ebenfalls mit regen/brunnenwasser bedient.

das ist eine absolut sinnvolle invstition.

unsere ca. so ca 6000 euro mit eigenleistung gekostet

gruß

Beitrag von wemauchimmer 24.05.11 - 09:12 Uhr

Also vorneweg die Antwort, wir haben eine Gasheizung mit solarer Warmwasserbereitung. Das ist halt derzeit mit das günstigste von den Anschaffungs- und Betriebskosten.

Solare Heizungsunterstützung ist eher fragwürdig. Wenn Du die Heizung brauchst, scheint die Sonne halt nur selten. Tolle Unterstützung.

Bei den anderen Systemen geht's ja auch darum, was Dir wichtig ist. Gute "Ökobilanz" ? Dann sind aktuelle Pelletsheizungen sehr fragwürdig, weil sie eine sehr hohe Feinstaubbelastung erzeugen. Also sozusagen Du dürftest mit Deiner Heizung niemals in eine deutsche Großstadt einfahren ;-)
Geht es Dir um die Kosten, langfristig? Dann kannst Du es ja durchrechnen. Die Anschaffung einer Erdwärmeheizung kostet halt unterschiedlich je nach Standort.

Auf jeden Fall solltet Ihr überall Fußbodenheizung vorsehen, selbst wenn Ihr Euch für Pellets entscheidet. Da seid Ihr später flexibler, wenn Ihr mal das System wechseln müsst, denn wer weiß, wie der "Energiemarkt" in 10, 20 Jahren aussehen wird...

LG

Beitrag von mips 27.05.11 - 12:55 Uhr

Hallo Chrissie,

wir haben letztes Jahr gebaut. Wir haben ein sehr gut gedämtes Haus und somit reicht eigentlich der Pellet-Ofen. Zur Unterstützung haben wir Solar und weil wir gerne einen Kamin haben wollten, haben wir einen genommen, den man an warmes Wasser anschließen kann. d.h. das durch den Kamin automatisch mit erwärmte Wasser wird im Pufferspeicher "gelagert" und mit eingespeißt.

Früher hatten wir Gasanschluss. Ich muss sagen, das wir (umgerechnet auf den Monat) nur noch etwas weniger als die Hälfte der Energiekosten von früher haben.

LG
Birte

Beitrag von dentatus77 27.05.11 - 17:42 Uhr

Hallo!

Wir standen vor kurzem auch vor der Entscheidung und haben uns nach längerem Hin und Her für eine Luft-Wasser-Wärmepumpe entschieden. Zusätzlich werden wir eine kontrollierte Be- und Entlüftung mit Wärmerückgewinnung entschieden.

Allerdings hatten wir andere Vorgaben als ihr:

Erdwärme schied für uns aus, da unter unserem Grundstück sicher Basalt ist, da wäre die Bohrung sehr teuer geworden. Kollektormatten u.ä. scheiden aus, weil das uns in der Bepflanzung des Grundstückes zu sehr einschränkt und außerdem dem Boden zuviel Wärem entzieht.

Pellets sind deshalb ausgeschieden, weil wir ohne Keller bauen, da gibt es dann ein Lagerproblem.

Eine Solarunterstützung der Heizungsanlage haben wir jetzt nicht, weil ich denke, wenn die Sonne scheint, reicht die Wärmepumpe aus, und wenn nicht, muss ich eh zuheizen.

Wir haben allerdings einen Pelletofen, den wir auch mitnehmen werden, der wird für Wärme im Wohnraum sorgen, und wenn es zu kalt für die Wärmepumpe ist (ab -7°), werden wir den Ofen so stark befeuern, dass die Lüftungsanlage Wärme abführen und verteilen kann.

Davon abgesehen wird das Haus maximal gedämmt, sodass der Wärmeverlust sich in Grenzen halten wird. Wenn die Hülle keine Wärme rausläßt, ist die Art der Heizung nicht mehr wirklich erheblich.
Und mit einer Wärmepumpe kann man sich notfalls sogar nahezu vollständig unabhängig von der Energieversorgern machen, zur Not kommt Photovoltaik aufs Dach, ein paar Akkus speichern den Strom, wenn wir im Plus sind, so bräuchten wir dann sogar fast keinen Strom mehr zukaufen und wären weitestgehend autonom.

Liebe Grüße!

Beitrag von matthiaskruemmel1010 29.05.11 - 21:35 Uhr

:-)

Beitrag von dentatus77 01.06.11 - 17:33 Uhr

Danke! :-)

Beitrag von lassiter 30.05.11 - 23:28 Uhr

Solche Luftdichte Häuser machen krank!

Vor allem aber kann man sie nach 20 - 30 Jahren abreißen weil sie nicht mehr zu sanieren sind.
Die Lüftungsanlage wird zur Keimschleuder und Brutstätte für Schimmelpilze.

Noch ein Wort zu den Akkus.
Da brauchst du dann doch einen Keller, auch und gerade für die Technik die dazu gehört.


Josef

Beitrag von dentatus77 01.06.11 - 17:30 Uhr

Hallo!

Hab neulich nen Bericht gesehen von jemanden, der seinen Strom selber erzeugt und auch speichert. Der hatte die Akkus (Autobatterien) draußen in einem Schuppen am Haus. Dafür brauch ich keinen Keller.

Und wer bitteschön sagt dir, dass solche "Luftdichten" Häuser krank machen? Die Lüftungsanlage sorgt für eine ausreichende Frischluftzufuhr und vor allem - was das Raumklima deutlich bessert - dafür, dass die Luft nicht steht.
Was das Thema Keimschleuder angeht: Da gehen die Meinungen auseinander. Bei guter Wartung jedenfalls "verdrecken" die Anlagen nicht.

Und ob die Häuser in 20-30 Jahren zu sanieren sind, muss sich zwar noch zeigen, aber was spricht dagegen? Das erklär mir doch bitte mal genauer.

Liebe Grüße!

Beitrag von ninnifee2000 07.06.11 - 15:12 Uhr

Mich würde mal interessieren, wie teuer solche Akkus sind und wie lange die halten? Ganz ehrlich: ich sehe in Akkus keine wirkliche Alternative. Die Speicherung von Energie im größeren Ausmaß ist noch lange nicht ausgereift.

Ist zwar keine Heizung, aber: will man den Antrieb eines Diesel-Fahrzeugs mit einem Fassungsvermögen von ca. 50l durch einen Akku ersetzen und das Auto nur durch diesen Akku betreiben, dann wiegt der Akku über 500kg. Wie schwer und vor allen wie groß sollen dann die Akkus sein, die mein Kühlschrank und meinen Fernseher zum Laufen bringen???

Und braucht man für eine Pumpe nicht auch Strom? Oder habe ich hier was falsch verstanden?

Mit eurem System bekommt ihr vielleicht eine warme Bude, aber alle elektrischen Geräte damit betreiben??? Das kann ich mir nicht vorstellen.

Beitrag von dentatus77 07.06.11 - 16:03 Uhr

Hallo!

Photovoltaik ist im Moment auch noch nicht spruchreif, das ist nur als Alternative angedacht, falls die Strompreise in Deutschland tatsächlich ins Uferlose steigen, momentan planen wir zunächst einen herkömmlichen Wärmepumpentarif zu nutzen.
Die Idee mit dem Photovoltaik kam mir ohnehin erst nach einem Bericht über eine Familie, die dadurch tatsächlich energetisch vollkommen unabhängig ist. Ich weiß allerdings nicht, welche Art von Heizung dort genutzt wurde. Diese Familie hat übrigens eine ganze Reihe von Autobatterien als Akkus genutzt. Der Kasten für die Batterien war schätzungsweise 60cm tief, 100cm hoch und 200cm lang.

Liebe Grüße!

Liebe Grüße!

Beitrag von climate-couching 01.06.11 - 14:49 Uhr

Hallo,

auch die Meinung von Fachleuten ist gar nicht so teuer.

So kostet ein Termin bei einem Energieberater bei den Verbraucherzentralen nur 5 Euro.
http://www.verbraucherzentrale-energieberatung.de/web/

Hilfreich kann auch der Onlinerechner von CO2Online sein, einem Projekt das vom Bundesumweltministerium unterstützt wird.
http://www.heizspiegel.de/verbraucher/energiespar-ratgeber/heizkosten-im-neubau/index.html

Viele Grüße
Anke

Beitrag von blondie2710 09.06.11 - 10:52 Uhr

Hallo ,
wir haben letztes Jahr gebaut und wir haben Erdwärme mit 2Solarplatten zur Unterstützung der Warmwasserbereitung ist super die Investition lohnt sich #pro

Beitrag von blumme 01.07.11 - 13:49 Uhr

Hallo

also mein Mann kommt aus der Baubrange

Am besten ist Erdwärme!

Ist nur teuerer aber es loht sich und ist umweltfreundlicher

Viel Spaß mit der Baustelle
Grüße aus Karlsruhe#winke

Beitrag von blucki 10.07.11 - 21:06 Uhr

hallo chrissie,

wir heizen seit 3 jahren im neuen haus mit erdwärme und wollen es nicht mehr missen. haben 170 qm fläche und die pumpe verbraucht ca 80 euro strom im monat. mehr fällt an heizkosten nicht an. außerdem ist das so schön mit der fußbodenheizung. ich wollte nie wieder so häßliche heizkörper in den räumen haben.

gekostet hat das ganze ca 33.000 euro. nach unseren berechnungen haben wir das geld in 10 jahren raus.

lg
anja