Epilepsie und Kinderwunsch

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Forum: Kinderwunsch

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Beitrag von horsti 23.05.11 - 18:31 Uhr

Hallo,

gibt es hier vielleicht noch jemanden, der einen Kinderwunsch hat, obwohl ein Medikament wegen Epilepsie eingenommen werden muss und nicht abgesetzt werden darf? Ich leide seid Kleinkindalter an Epilepsie, bin aber bereits seit ca. 15 Jahren anfallsfrei und hab auch keine sogenannten absancen (wenn das so geschrieben wird). Das Medikament nehme ich schon seit 13 Jahren und mir geht es gut damit. Als wir unseren 1. Kinderwunsch hatten, wurde mir empfohlen Folsäure bei Kinderwunsch folsan 2,5 mg und bei Bekanntwerden der SS folsan 5 mg zu nehmen um das Missbildungsrisiko zu mindern, welches durch das Medikament besteht. Das habe ich auch getan. Ich habe 2006 ein gesunde Tochter zur Welt gebracht. Nun haben wir Kinderwunsch Nr. 2, diesmal soll ich vom FA seit Kinderwunsch das femibion1 nehmen und von meinem Neurologen bei Kinderwunsch schon 5 mg. Mache ich auch alles. Weiß jemand, ob ich nochwas anderes beachten muss? Wem geht es auch so? Was wurde dir geraten?

Gruß Peggy

Beitrag von babyschnabel 23.05.11 - 23:00 Uhr

Hi Peggy,

ich habe zwar keine Epilepsie, aber nehme seit einer Hirn-OP vor 13 Jahren Antiepileptika (früher Tegretal, seit ein paar Jahren Lamotrigin). Ich habe noch keine Kinder und mein Freund und ich werden Ende des Jahres anfangen zu üben. Da ich immer ein Mal im Jahr (im Januar) bei meinem Neurologen bin und da auch nicht mal eben so hinkann (Spezialist in der Düsseldorfer Uni-Klinik, 250 km von meinem momentanen Wohnort) habe ich beim letzten Termin mit ihm über den Kinderwunsch gesprochen. Er meinte,, dass ich noch mehr Folsäure einnehmen muss, als das normalerweise bei einer Schwangerschaft empfohlen wird und eben wissen muss, dass das Risiko einer Fehlbildung trotzdem erhöht ist. Es gäbe da auch Unterschiede bei den Medis, Lamotrigin wäre wohl in der Schwangerschaft am "Unbedenklichsten". Ich habe ihn auch gefragt, ob ich nicht lieber das Medikament absetzen soll, da ich auch nur ein Mal einen Anfall hatte und das war vor der OP, sprich seit 13 Jahren anfallsfrei. Darauf meinte er, dass ich auf keinen Fall das Medikament absetzen soll, denn ein Anfall wäre für das Kind wesentlich gefährlicher als die Belastung durch die sehr geringe Dosis, die ich einnehme (25mg). Außer der Folsäure müsste man nichts bedenken.
Gut, jetzt bin ich ja noch nicht schwanger und er meinte, wenn ich schwanger wäre und der FA sich mit ihm kurzschließen möchte, soll ich das in die Wege leiten und er würde dann mit ihm sprechen. Daher kann ich dir jetzt nicht so wirklich weiterhelfen, aber vielleicht tut es ja gut, das, was du sowieso schon weißt und so gemacht hast bzw. machst (mit der Folsäure), noch mal zu hören und zu erfahren, dass das auch andere Neurologen genauso sagen...und meiner ist echt toll, ich fahre nicht umsonst immer extra nach Düsseldorf.

Alles Gute!

PS: Toll, dass ihr eine gesunde Tochter bekommen habt. Ich mache mir immer so Sorgen, obwohl es ja noch gar nicht soweit ist. Ich vertraue meinem Neuro zu 100%, aber auch er sagt, dass das Risiko nun mal erhöht ist und ich freue mich deinen Post zu lesen.