Wie sinnvoll reagieren?

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Forum: Kindergartenalter

Ein großer Schritt ins Leben für jedes Kind ist der Start in den Kindergarten. Aus dem Kleinkindalter herausgewachsen, wird euer Sprössling nun zunehmend unabhängiger. Es stellen sich ganz neue Fragen, bei denen euch unser Forum hilfreich zur Seite stehen kann.

Beitrag von rhodochiton 23.05.11 - 20:00 Uhr

Hallo

Ich habe ein Problem, dass mich schon lange beschäftigt und ich weiss nicht wie ich am besten reagieren soll.

Wir haben einen sehr anstrengenden Nachbarsjunge den ich auf dem KIGA Weg treffe. Nun sind meine Kinder auch manchmal genervt und mit ihm zusammen halte ich es kaum aus.

Nachmittags will er dann immer zu uns nach Hause zum spielen. Da sich sonst niemand mit ihm beschäftigt und wir den Streit schnell vergessen haben, habe ich ihn immer in den Garten gelassen. Aber das ging nicht lange gut und ich musste vermitteln und ihn wieder integrieren.

Nachdem er meine Tochter massiv auf dem KIGA Weg geärgert hatte habe ich ihm höflich gesagt, er solle doch bitte alleine laufen und uns einfach in Ruhe lassen. Dieser ging scheinbar weinend nach Hause. Später kam seine Mutter sehr ärgerlich auf mich zu und meinte was das solle und wieso er nicht mehr mit mir mitlaufen dürfe.
Sie meinte das sei normales Kindergartenweg-Verhalten und meine Tochter hätte sicher provoziert. Dann habe ich ihr gesagt, dass es nie lange gut geht, wenn er in den Garten zu uns kommt und er solle doch jetzt bitte uns auf dem KIGA-Weg und auch sonst in Ruhe lassen.

Das Problem ist jetzt, dass eine Nachbarin, mir ihr Kind auf den KiGA-Weg mitgeben möchte. Sie findet diesen Jungen auch schwierig und ihre Kinder wollen nicht mehr mit ihm spielen, angeblich.
Nun habe ich aber per Zufall als ich versteckt hinter einem Busch im Garten arbeitete mitbekommen wie sie einer Person erzählte, ich hätten den Kontakt mit dem Nachbarsjunge wegen einer KLEINEN Streiterei unterbunden und ich SOLLTE doch bald ihre Tochter mit in den KIGA nehmen, sie schaue mal wie sich das entwickle.

Nun ist es aber so, dass ich ehrlich gesagt gar keine Lust mehr habe ein Kind mit zu nehmen, da ich mit meinen genug Anstrengung erlebe. Dann habe ich noch meinen Hund. Ausserdem will ich manchmal mit dem Auto, vorallem wenn ich den Sohn in die KITA bringe oder nach dem Einkauf, manchmal mit dem Velo und da braucht es viel geschick mit meiner Rasselbande.

Nun weiss ich nicht was ich ihr am besten sagen soll. Eigentlich möchte ich mich gerne rechtfertigen und ihr sagen, wie oft ich diesen Jungen integriert habe und wieviel Nerven und Zeit ich investiert habe. In dieser Zeit kam Haushalt, Nerven und MEINE Kinder zu kurz, während sich die Mutter zu hause gemütlich ausruhte. Anderseits habe ich das doch nicht nötig, mich zu rechtfertigen, oder?
Dann wie soll ich ihr erklären, dass ich jetzt plötzlich nicht mehr ihre Tochter mitnehmen möchte. Ihre Tochter ist eigentlich sehr angenehm. Die besagte Mutter arbeitet viel, hat aber auf allen Seiten Verwandte, die ihr die Kinderbetreung stets abnehmen, sie hätte also genug andere Möglichkeiten.

Soll ich ihr einfach nur sagen es wäre mir zuviel. Oder ist besser wenn ich sage ich gehe oft mit dem Auto und will unabhängig sein. Was ist besser für die Stimmung, wenn ich mich wegen dem Nachbarsjunge rechtfertige oder soll ich es sein lassen?#schwitz

Danke für Jede Hilfe die kommt, bin echt verzweifelt..

Beitrag von masinik 23.05.11 - 20:12 Uhr

He du,

erst mal....Kopf hoch!
Was ich nicht ganz verstehe, hattest du denn mit der Mutter des anstrengenden Nachbarsjungen die Vereinbarung dass du ihn immer mitnimmst zum Kiga oder hat sich das eher zufällig ergeben. Und warum bringst sie ihr Kind nicht selbst?

Generell würde ich auch der anderen Mutter (deren Tochter du jetzt wohl mitnehmen sollst) klar sagen dass es dir einfach zu viel ist. Warum solltest du auch immer die Kinder der anderen mitnehmen? Ich würde sagen wenn absolut Not am Mann ist und sie wegen Krankheit oder so nicht kann gerne, aber im ganz normalen Alltag möchtest du es vorerst nicht.

Und ich denke die Situation mit dem Nachbarsjungen musst du nicht rechtfertigen. Selbst wenn du es tust wird es nicht jeder verstehen oder einsehen. Also lass es einfach.

lg
masinik
#winke#winke

Beitrag von atarimaus 23.05.11 - 20:13 Uhr

Sei doch einfach ehrlich.

Liebe dumme Pute, ich habe mitbekommen, wie du sagtest, ich hätte den Kontakt zum Nervkind wegen Kleinigkeiten abgebrochen. Dies stimmt so nicht. leider finde ich dein Verhalten und Getratsche komplett daneben, deshalb sieh mal zu, wie du dein Blag alleine in die Kita schaffts.

Alles Gute. Bis nimmerwiedersehen


Also mal ehrlich... mit sowas wollte ich nichts mehr zu tun haben.

Gruß
beate

Beitrag von nana141080 23.05.11 - 20:52 Uhr

#rofl

#pro

Beitrag von windsbraut69 23.05.11 - 21:49 Uhr

Wenn man mal die "dumme Pute" streicht, hast Du völlig Recht.
Das ist die ehrlichste Lösung und alles andere wäre Heuchelei, die zu nichts führt.
Warum soll man sich vor Leuten rechtfertigen und Ausreden einfallen lassen, die hinter'm Rücken tratschen?

LG

Beitrag von jessi_hh 23.05.11 - 23:14 Uhr

Weil es Nachbarn sind und man vielleicht in einem kleinen Dorf wohnt, wo es nicht unbedingt leichter wird, wenn man es sich mit den Nachbarn verscherzt?!

Du wohnst bestimmt in der Stadt, oder? ;-)

Ich komme aus der Hauptstadt und wohne nun in einem 1000-Seelen-Dorf. Ich mußte mich wirklich erstmal umstellen! Zum Glück hab ich die Probleme der TE nicht, aber wenn, dann müßte ich wohl genau überlegen, was ich zu wem sagen kann.

LG,
Jessi

Beitrag von windsbraut69 24.05.11 - 07:12 Uhr

Nein, ich wohn ungefähr im Gegenteil einer Stadt :) aber ich mag trotzdem keine geheuchelte Harmonie und Getratsche.

Hätte es das mitgehörte Gespräch nicht gegeben, hätte ich der Mutter vielleicht auch unter einem Vorwand abgesagt aber nicht unter diesen Bedingungen. Wenn jemand sich hätte genau überlegen sollen, was er zu wem sagt, dann doch wohl die Mutter, die der TE jetzt ihre Tochter aufdrücken will.

LG,

W

Beitrag von juniorette 24.05.11 - 08:05 Uhr

#rofl#rofl#rofl

Herrlich!

Beitrag von sonnenblume77 23.05.11 - 20:14 Uhr

Hallo,

also wegen dem Nachbarsjungen würde ich nichts sagen oder gar rechtfertigen.

Du musst dir jetzt unabhängig von dem Jungen im klaren sein, ob du Ihre Tochter mitnehmen willst oder nicht. Wenn es dir zuviel ist, sags doch einfach. Könnt ihr euch nicht wöchentlich abwechseln? Oder was genau habt ihr vereinbart?

LG

Beitrag von kleine1102 23.05.11 - 22:29 Uhr

Hallo,

ich finde es völlig legitim, dass Ihr Euch von dem Nachbar-Jungen distanziert habt, nachdem Du Dich offensichtlich bereits vergeblich um ihn bemüht hast und Deine Kinder auch nur noch genervt von ihm sind. Du musst und solltest Dich weder vor der Mutter des Jungen noch vor Dritten rechtfertigen für Deine Entscheidung/Dein Verhalten! Ich finde es vielmehr "umgekehrt" absolut unverschämt von der Mutter des Jungen, DIR Vorhaltungen zu machen dafür, dass Du täglich IHR Kind "mitschleppst" und dieses sich offensichtlich auch noch "daneben benimmt".

Auch das andere Kind (Mädchen) würde ich mir keinesfalls so "an's Bein binden" lassen. Warum sollst ausgerechnet DU dafür zuständig sein, dass die Kinder anderer Leute bequem zum Kindergarten kommen #kratz?! Und vor allem: wer nimmt denn DEINE Kinder zur Abwechslung mal mit und entlastet DICH dadurch? #sorry, aber die Mütter der beiden Kinder scheinen ja zu denken, dass sie "eine Doofe" (ist nicht böse gemeint von mir #liebdrueck!!!) gefunden haben, die ihre Kinder mal eben täglich und problemlos mitnimmt #augen. Entweder, Du wechselst Dich regelmäßig (!) mit der Mutter des Mädchens ab, oder, noch besser, Du lässt es ganz bleiben. Die "Dame" scheint ja auch "einfach nur" unverschämt zu sein (Aussage "hinter'm Gartenzaun"). Auch dafür brauchst Du Dich selbstverständlich NICHT zu rechtfertigen! Warum auch- Ihr lebt Euer Leben- die anderen (hoffentlich) ihr eigenes. Du möchtest das nicht- fertig.

Viele Grüße #blume,

Kathrin & zwei Mädels