Kennt sich jemand mit Kuhmilchallergie aus?

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Beitrag von baumtraum 23.05.11 - 20:41 Uhr

Hallo allerseits,

meine Tochter ist jetzt sieben Wochen alt und ich stille voll. Sie hat ja schon immer viel geschrien, aber seit ein paar Wochen ist es extrem. Sie lässt sich oft gar nicht mehr beruhigen, strampelt mit den Beinen und brüllt auch öfters meine Brust an. Mein Freund hatte als Baby/Kleinkind eine Kuhmilchallergie und ich wollte die nächsten Tage mal auf Milch verzichten und sehen, ob es vielleicht besser wird. Daher meine Fragen:

Ist die Wahrscheinlichkeit einer Milchallergie wirklich höher, wenn ein Elternteil davon betroffen war? Kann es sein, dass sich die Allergie erst im Alter von ein paar Wochen bildet (weil es ja anfangs nicht so schlimm war)? Reicht es, wenn ich auf Milchprodukte verzichte, oder müssen auch Produkte mit "Spuren von Milch" dran glauben? Muss JEDES Produkt mit Milchspuren gekennzeichnet sein? Denn z.B. Emulgatoren werden doch teilweise auch aus Milch gewonnen, aber auf der Packung steht nichts?

Sorry für die Fülle von Fragen, vielleicht weiß ja jemand bescheid.
LG

Beitrag von baumtraum 23.05.11 - 20:44 Uhr

Ach ja, Bauchmassage, Kirschkernkissen und Kümmelzäpfchen helfen nicht. Oft schreit sie, macht die Windel voll, ist fünf Minuten glücklich und dann geht es wieder von vorne los.

Beitrag von honey-84 23.05.11 - 20:54 Uhr

Hallo baumtraum

Mein Mann hatte als Baby auch eine Kuhmilchallergie, und ich hatte eine Laktoseintolleranz. Meinen ersten Sohn habe ich bei der Naturärztin auf die Allergien testen lassen, und promt, hette er beide! Allerdings hab ich das schon sehr früh machen lassen, da das Problem ja bekannt war und ich wusste wesshaltb er so geweint hat. Du beschreibst auch genau seine Symthome, er hatte die aber nur nachts und weniger den Tag über.

Die Wahrscheinlichkeit ist also einiges höher, wenn ein Elternteil an einer Allergie erkrankt ist. Natürlich kann das sein, das es einige Wochen dauert bis das volle Ausmas der Allergie ersichtlich ist.

Also ich habe mit hilfe der Naturärztin und striktem Milch verbot die Allergie genzlich weg bekommen. Du musst auf alles verzichten was Milch enthält!! Wirklich ALLES! Ansonsten hilft es rein garnichts. Wenn es so besser wird, würde ich dir empfehlen einen Homeopaten hinzu zu ziehen.

Ich hoffe das ich dir etwas weiter helfen konnte.

lg honey mit sasha an der hand und colin 11tage

Beitrag von baumtraum 23.05.11 - 21:06 Uhr

Das hilft mir schonmal sehr, danke! Meine Tochter schreit fast nur tagsüber. Weiß gar nicht, ob ich hoffen soll, dass es die Allergie ist, oder nicht. Aber wenn es das ist, kann ich ihr wenigstens helfen...
Viele Grüße #blume

Beitrag von prolactini 23.05.11 - 21:04 Uhr

Huhu,

ich habe auch Kuhmilchallergie. Daher stille ich noch und verhindere, das meine Kinder vor dem ersten Geburtstag Kuhmilch bekommen (pur!). Ich glaube nicht, das dein Kind etwas davon abbekommt, wenn DU Milch trinkst. Die Unverträglichkeit kommt ja daher, das der Körper die Eiweisse und den Milchzucker nicht aufspalten kann. Dadurch wird Durchfall oder verstärkte Lymphflüssigkeitsproduktion im Hals ausgelöst.

Ich denke also, das es etwas anderes ist, das deine Tochter stört. Vielleicht hat sie einfach die 3-Monats-Koliken? Wenn sie deine Brust anschreit und du aber weisst, das sie hungrig ist weil zwei-drei Stunden um sind, dann ziehe sie mit Bestimmtheit an die Brust ran. Dann wird sie schon trinken. Achte darauf, das mindestens zwei Stunden zwischen den Mahlzeiten liegen. Dann kann sie die Milch besser verdauen. Ich kann es nach zwei Stillkindern (über 6 Monate voll gestillt) nicht bestätigen, das man das Kind dann füttern soll wann es will. Es bekommt tatsächlich mehr Bauchweh und ist unruhiger wenn man es beispielsweise schon nach 1 oder 1,5 Stunden wieder anlegt. Dann lieber mit Wickeln und Kuscheln ablenken bis die zwei Stunden rum sind (vom Ende der letzten Mahlzeit bis zum Beginn der nächsten).

Probier es aus und wenn alles nicht hilft frag mal den Kinderarzt.

LG
Gabi

Beitrag von baumtraum 23.05.11 - 21:15 Uhr

Darauf, dass genügend Abstand zwischen den Mahlzeiten ist, achte ich schon. Sie will sich auch oft einfach nur mit Nuckeln beruhigen und ist dann ganz empört, wenn Milch rauskommt (Schnulli wird aber noch empörter angebrüllt #augen).

Darüber, welche Stoffe in die Muttermilch gehen und welche nicht, kann man sich sicher streiten. Es wird ja oft auch behauptet, dass blähende Substanzen von Zwiebeln etc. gar nicht in die Muttermilch gehen. Bin da aber nicht so belesen und probiere das mit den Milchprodukten trotzdem mal aus.

Danke #blume

Beitrag von prolactini 23.05.11 - 21:23 Uhr

Ja probiers aus oder ruf mal bei der La Leche Liga Deutschland an. Die sind sehr kompetent und helfen bei allen möglichen Fragen ums Stillen gerne weiter.

Alles Gute
Gabi

Beitrag von schwilis1 24.05.11 - 08:53 Uhr

Das stimmt so nicht. was denkst du woraus die Milch gebildet wird? Muttermilch ist eine Information all dessen was Mutter zu sich nimmt.
Und ja da kann es reichen wenn eine Stillmama milch trinkt dass das kind beschwerden hat. Bei uns ging der giftgrüne stuhl auch weg als ich komplett milchfrei mich ernärht hatte... ebenso der Milchschorf...

das mit dem abständen ist ebenso blödsinn...

Beitrag von dinchen7 23.05.11 - 21:37 Uhr

Hallo,

mein Sohn (mittlerweile 17 Monate) hat eine Kuhmilchweiweißallergie. Ich könnte leider nicht lange stillen und er bekam pre milch. Während er die pre milch bekommen hat, hat man nur gesehen, dass er etwas rötliche Haut hat, aber nicht schlimm. Als er dann 1 Woche Abends eine 1er Milch bekam, sind die Backen aufgeplatzt und haben genässt und er hatte sehr dünnen Stuhl (aber noch keinen Durchfall). Sonst ging es ihm gut.

Wir mussten dann alles was mit Milch zu tun hat meiden und das machen wir immernoch, aber es ist schon besser geworden. er reagiert nicht mehr so stark, wenn er doch mal was erwischt was er nicht essen soll.

Geh mal zum Arzt und frag mal nach, allerdings konnte man bei unserem kleinen per Bluttest ncihts nachweißen, das geht wohl in dem alter noch nicht. (er war ca. 4 Monate als wir festgestellt haben was los ist).
Ich würde mal alles was mit Milch zu tun hat weglassen und schaun ob es besser wird.

Lg Nadine

PS: bei uns hat übrigens keiner eine Allergie!

Beitrag von nashivadespina 23.05.11 - 23:16 Uhr

Sollte dein Kind eine Kuhmilchallergie haben so solltest du wärend der Stillzeit auch auf Spuren von Milch in Lebensmitteln verzichten.
Probiers doch einfach mal aus und schau ob es sich verbessert oder nicht.
Am besten suchst du dir auch direkt einen Kinderarzt auf der gleichzitig Allergologe ist und den ihr dann immer habt-gerade weil euer Kind ein erhöhtes Allergierisiko hat. Eine Kuhmilchallergie ist allerdigns etwas anderes als eine Laktoseintolleranz. Die Kuhmilchallergie kann man (wenn es zb eine Pseudoallergie ist) nicht gut nachweisen (außer in der eigenen Anmnese) -eine Laktoseintolleranz hingegen schon.
Unabhängig von diesen Möglichkeiten kommen aber noch andere Unverträglichkeiten / Allergien in Frage und auch (bzw vielleicht und hoffentlich nur) die Tatsache dass der Verdauungstrakt vom Baby einfach noch nicht ganz ausgereift ist /das baby sich ans pupsen usw gewöhnen /richtig drücken muss weshalb solche Beschwerden wie Blähungen, Bauchweh usw. auftreten können. Weiterhin kann es auch sein dass dein baby sich in einem SChub befindet und aus ganz anderen Gründen etwas unzufriedener ist als sonst. Lass wie gesagt mal eien Kinderarzt draaufschauen der auch Allergologe ist. Alles Gute.