GdB - Widerspruch

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Stolpersteine im Leben sind manchmal überwindbar, manchmal muss man sich mit ihnen arrangieren. Hier ist der Ort, um darüber zu sprechen: Entwicklungsverzögerung beim Kind, ADHS, das Down-Syndrom, Spina Bifida, Leben im Rollstuhl ...

Beitrag von mel1983 23.05.11 - 23:56 Uhr

Hallo,

nicht, dass ich mich im Leben nicht schon mit zig Kassen und Ämtern erfolgreich (und auch erfolglos) gestritten hätte, diesmal geht es um mich, aber ich bin psychisch leider so runter, dass ich keinen klaren Gedanken fassen kann.

Ich schiebe seit einer Woche den Widerspruch gegen die Feststellung des GdB auf.

Grund:
Es wurde nach Aktenlage entschieden (12 Jahre alt) und ich bekam nur 30% zugesprochen.

Ganz klar zu wenig für meine Erkrankung (weiß ich aus Fachforen) und vorallem sind die Unterlagen veraltet. Neue Unterlagen wurden nicht zugezogen, dafür ging es a) zu schnell und b) liegen die Röntgenbilder hier.

Hier sah die Sachbearbeiterin ihren schnellen Fall.

Gut, also, vielleicht könntet ihr mir helfen, diesen (für mich gerade) riesigen Berg zu erklimmen.

Der Widerspruch muss bis 5.6 dort sein, ich möchte ihn gern spätestens diese Woche fertig machen um ihn dann Montag (spätestens) wegzubringen - persönlich.

VdK oder Sozialdienst-irgendwas kann ich mir nicht leisten.
Eigene Kraft und eure HIlfe sind gefragt :-)

Hmh ja. Also GdB 30% festgestellt auf Aktenlage 12 Jahre alt.
Zustünden (so sagen die Fachforen - und ich könnte auch dort fragen, aber bitte, ich hab so gar keinen Nerv grad :-/) täten mir 80-100%.

Vollversteifung der BWS, operationsbedürftige Lordose durch Überbelastung (klar). Stehen, sitzen, liegen nur im (in guten Zeiten) stündlichem Wechsel oder aber auch (in schlechten Zeiten) 5-minütigem Wechsel.

Meine HWS ist _noch_ gut. Behandelnde Ärzte (dauerhaft) gibt es nicht. Ich besuche seit Abschluss der Nachkontrollen nur noch sporadisch das Krankenhaus auf, was operiert hat - Kostenfrage - 200km entfernt. Fähigen Ortho vor Ort gibt es nicht - ist auch keiner aufzutreiben.

Amtsarzt vom Arbeitsamt könnte man vergessen - er hatte keine Ahnung und auch keine Unterlagen.

Ja, ich hoffe ich hab alles erzählt.

Achso, den GdB bekam meine Mutter vor 12 Jahren schon für mich. Leider hat sie es hingenommen - sie hat leider einiges (um nicht zu sagne alles) falsch gemacht, aber sie wusste es nicht besser - kein Internet, AE, Vollzeitarbeitend und sie war mit der Situation einfach überfordert, war froh, dass ich lebte und noch gehen konnte.

Jetzt müsst ich alles gesagt haben.

Vielen Dank schonmal!

Verzweifelte Grüße,
M.

Beitrag von mel1983 24.05.11 - 00:06 Uhr

Hmh,

mein Text klingt unverschämt. Tut mir leid.

Also natürlich sollte ich (und werde hoffentlich auch) mein "Gesuch nach Hilfe" nochmal in das Fachforum stellen. Der Antrieb ist aber derzeit auf Durchreise. Ich bin auch gerade nicht in der Lage das fachchinesisch aufzunehmen. Ich les Dinge und weiß es hinterher schon nicht mehr. Die Auseinandersetzung damit fällt mir schwer.

Hmh naja, vllt könnt ihrs ja verstehen.

Danke #blömkes

:-)

Beitrag von ninna68 24.05.11 - 06:46 Uhr

Hallo,

dein komplett formulierter Widerspruch muss erst später da sein. Reiche erst mal pauschal Widerspruch ein und schreibe dazu, dass du die Begründung zeitnah (3 Wochen?) nachreichst. dann hast du noch etwas Zeit.

Bitte am besten um einen Gutachtertermin- dort kannstz du im persönlichen Gespräch vieles verdeutlichen.

Es scheint erst mal Masche zu sein den Grad der Behinderung niedrig (zu niedrig) zu bestimmen- ich habe bisher kaum von angemessenen Bescheiden in der "1. Instanz" gehört.

Ich verstehe nur nicht, weshalb du nicht in Behandlung bist, wenn der GdB so hoch sein soll. Wichtig ist immer, dass man im Antrag genau angibt, wo die Einschränkungen sind.

LG und viel Erfolg

Ninna

Beitrag von mel1983 24.05.11 - 07:01 Uhr

Hallo,

#danke für deine Antwort

Weil es keine Behandlung für mich gibt! (außer Physiotherapie zur Schmerzlinderung und Schmerzmittel natürlich - Rezepte bekam ich in Akutphase nach Besuch im KH dann per Telefon)

Der letzte Ortho hier hat gesagt: "Sein sie froh, dass sie 10 Jahre schmerzfrei waren." Und naja, eine Schmerztherapie bot man mir, aber danke, ich bin 27!

Das Krankenhaus möchte die Lordose Jahr für Jahr um weiter 2 Wirbel versteifen - auch: Nein, Danke. Ich habe mit dem KH besprochen, dass ich warte, bis gar nichts mehr geht und sie dann die LWS auf einmal versteifen.

Grüße

Beitrag von .roter.kussmund 24.05.11 - 09:46 Uhr

"dein komplett formulierter Widerspruch muss erst später da sein. Reiche erst mal pauschal Widerspruch ein und schreibe dazu, dass du die Begründung zeitnah (3 Wochen?) nachreichst. dann hast du noch etwas Zeit."

genauso wollte ich es auch empfehlen... zwei-drei sätze sind da völlig ausreichend. hauptsache die frist ist gewahrt. :-)

Beitrag von mel1983 24.05.11 - 09:58 Uhr

Hallo,

das ist absolut richtig, aber meine Lebensumstände und meine psychische Situation (die irgendwie nicht so in Ordnung scheint), werden sich in absehbarer Zeit nicht ändern.
Heißt, ich habe auch in 2 Wochen nicht mehr Zeit und Antrieb.
Der Druck ist bezüglich des Aufschiebens schon ganz gut.

Aber ich werde es so machen, dass ich den Widerspruch an sich komplett fertig mache und die Begründung beginne. Sollte ich es mit der Begründung nicht schaffen, dann werd ich erstmal den Widerspruch begründungslos einreichen.

Gute Idee.

Danke für die Hilfestellung!

Beitrag von manyatta 24.05.11 - 07:43 Uhr

Hey!

Ich antworte dir einfach mal, obwohl ich mich mit deiner Krankheit und der damit verbundenen Problematik nicht auskenne. Ich mag dir nur kurz schreiben, wie ich bei der Beantragung des GdB meines Sohnes vorgegangen bin.

Er hat auch schonmal nur 30% bekommen, ich belies es damals dabei eben weil ich keinen Nerv hatte. Nun hatte ich den GdB erneut beantragt und es dauerte ein ganzes Jahr (trozt ständiger Nachfragen!!) bis überhaupt etwas zurück kam. Der Witz war, dass die mir dann nach dieser langen Zeit schrieben, dass die Unterlagen nicht ausreichen würden etc.
Die haben nie etwas bei sämtlichen Ärzten und in der Klinik eingefordert!! Auch von mir eingereichte Arztschreiben wurden anscheinend ignoriert.

Also bin ich losgedackelt und habe mir alle möglichen Arztbriefe, Gutachten, Schulbeurteilunge, Psychologenschreiben etc zusammengesucht und aushändigen lassen. Diese ganzen Wust habe ich erneut hingeschickt, mit einem leicht gepflefferten Schreiben. Ich hab einfach alle OPs und Gesundheitseinbrüche kurz und bündig aufgelistet, alle Probleme benannt. Auch hab ich darauf hingewiesen, dass dies alles aus meinem Antrag schon ersichtlich war, wenn er den nur ordentlich bearbeitet worden wäre.

Naja, keine zwei Wochen später hatte ich den Ausweis mit dem "passenden" GdB.

Hast du nicht jemanden, der dir helfen kann Ordnung in die Papiere zu bringen und ein entsprechendes Schreiben aufzusetzen? Ich würde wirklich alles hinschicken, was sich finden lässt und zusätzlich nochmal alles in einem Schreiben auflisten.

Alles Gute!

Beitrag von mel1983 24.05.11 - 10:00 Uhr

Hallo,

und vielen Dank für deine Antwort.

Die Arztunterlagen kann ich leider unmöglich alle selbst zusammensammeln. Das ist ein Zeit, Logistik und Geldproblem. Außerdem hat sich das Krankenhaus sehr affig - denn die haben Angst, ich wolle ihnen ans Bein pinkeln.

Aber ich werde eine ausführliche Auflistung als Begründung machen - das ist eine gute Idee!

Nein, leider kann mir im Moment bei meinem "Papierberg" niemand helfen, denn für gewöhnlich kommen die Leute zu mir, wenn sie sowas haben ;-)

Nochmals vielen Dank für deine Mühe :-)

Beitrag von manyatta 24.05.11 - 12:32 Uhr

Hey!

Ja, das kenn ich leider, dass einige Ärzte nicht gern Unterlagen herausrücken. Meist hab ich mir gleich von den Entlassungsbriefen nach Operationen eine Kopie gemacht. Aber ehrlich gesagt weiß ich gar nicht wie das bei Erwachsenen ist, kriegt man da auch die Briefe mit zur Weitergabe an den Hausarzt? Ich kenn es ja leider nur von meinen Kindern, da geht immer alles durch meine Hände ;-)
Auch "Begutachtungen" von Psychologen etc. hab ich immer mitbekommen oder hab es mir vom SPZ geben lassen.

Andererseits ist es doch als Patient dein Recht, alle Unterlagen über dich einsehen zu dürfen! Es sind ja schließlich Papiere über DICH!
Wenn du mündlich nichts erreichst, dann würd ich es einfach mal schriftlich versuchen, richtig ANFORDERN! Akteneinsicht steht dir doch zu, oder?

Naja, helfen konnte ich dir ja leider nicht. Aber wenn du alles auflistest was dafür spricht (so albern es viell. auch ist) können sie es ja kaum ignorieren

LG

Beitrag von mel1983 24.05.11 - 18:26 Uhr

Hallo,

hab ich alles versucht. Sogar schriftliches Anfordern.
Es hat nichts gebracht, weder in der Uni noch bei meinem damals behandelnden Arzt.

Sie sträuben sich und weitere Schritte zu gehen hielt ich erst für unnötig (vor einigen Jahren) und jetzt fehlt mir einfach der Nerv.

Außerdem ist es, laut Antrag und allem Drum und Dran, ja anscheinend Pflicht des Versorgungsamtes zur Beurteilung des GdB die Akten einzuholen.

Warum kommen diese Leute ihrer verdammten Pflicht nicht nach und schreiben mich mit "Herr" an und entscheiden nach Akten von vor 12 Jahren.

Ich bin da echt angefressen.

Hab nun ein paar grob umrissene Zeilen zu Schmerzen der 3 Teile der Wirbelsäule geschrieben und natürlich, dass das alles aus den aktuelleren Akten der Uni ersichtlich wäre!

Mal schauen :-)
Ich danke dir.

Beitrag von mel1983 24.05.11 - 18:28 Uhr

PS: mit meinem jetzigen Wissen handle ich natürlcih bei meiner Tochter (auch Skoliose) ganz anders.
Aber es wird heutzutage auch anders gehändelt.

Meine Tochter ist in Berlin in einer Klinik in Behandlung und dort wird bei JEDEM Besuch ein Arztbrief erstellt, den ich für die KiÄ mitbekomme und den lasse ich mir vor Ort von den Schwestern immer direkt nochmal kopieren für meine Unterlagen.

Alles kein Ding. Es hat sich dahingehend zumindest was gebessert :-)

Beitrag von minkabilly 24.05.11 - 07:45 Uhr

Manchmal hilft da nur klagen...aber auch das zieht sich in die Länge.
Mein Sohn wurde 2009 auch zu gering beurteilt (er ist frühkindlicher Autist) und wir bekamen im 1.Bescheid 30% ohne MZ.
Nach Widerspruch nun 50% und H...aber wenn man dann mitbekommt, daß frühkindlicher Autismus eigentlich mit 100% B+G+H ist...bei uns läuft das Klageverfahren und ich warte nun auf einen Termin beim Kinderpsychater zur Überprüfung.

Beitrag von mel1983 24.05.11 - 10:01 Uhr

Oh Gott,

du machst mir Mut. :-(

Erstmal den Widerspruch packen und dann schauen.

Für gewöhnlich bin ich ein Streithammel sondersgleichen und würde mich auf eine Klage "freuen", aber derzeit ist mir alles zu viel.

Vielen lieben Dank dir!

Beitrag von maybelle 24.05.11 - 10:10 Uhr

Hallo!

Ich wünsche Dir viel Erfolg, wir hatten bei Max das aG eingeklagt. Letztlich hat sich das über 3 (!!) Jahre gezogen, immer wieder gab es eine Begründung vom Amt, warum wir das nicht bekommen dürfen und dann wieder eine Stellungnahme des Gutachters, dass wir es eben doch brauchen und es uns zusteht.
Erst nach einen sehr bösen Brief an das Gericht wurde ein Verhandlungstermin festgesetzt, wo wir dann das Zeichen auch bekamen. Aber die Zeit war echt nervenaufreibend und ich frage mich heute noch, was dort bei diesem Amt für A... arbeiten.
Ich würde nicht mehr so lange warten und spätestens nach einem Jahr einen Gerichtstermin einfordern... nur so als Tip, wenn man sich auf die anderen verläßt, kann man scheinbar jahrelang warten, bis es da eine Entscheidung gibt.

LG Yvonne

Beitrag von j.d. 24.05.11 - 12:58 Uhr

Hallo,

zuerst eine #liebdrueck für dich!

Ich wusste gar nicht, dass Hilfe etc. beim VDK etc. was kostet (außer dem Mitgliedschaftsbeitrag...) Das ist ja doof....

Mit deinem Krankheitsbild kenne ich mich auch nicht aus, aber ich habe eine Idee:

Frag doch ggf. mal bei deiner Krankenkasse nach. Vielleicht können die dich dabei unterstützen?
Kommt natürlich (leider ) auf die Kasse an bei der du versichert bist, nicht jede wird dir gerne helfen wollen (Service-Wüste-Deutschland)
Zumindest Unterlagen wann du weshalb bei welchem Arzt warst können die dir geben! Und das ist ja schonmal was.

Außerdem könntest du es ja ggf. mal bei anderen sozialen Vereinen, wie z.B. Caritas etc. versuchen. ggf. kann dir hier jemand weiterhelfen ohne Geld dafür zu verlangen.

Gibt es ggf. eine Selbsthilfgruppe in deiner Nähe, die dich unterstützen kann. Wenn nicht mit deinem Krankheitsbild, dann mit was anderem orthopädischen oder so. ggf. können die dich dennoch unterstützen.

ggf. könnte dir auch eine Psychotherapie helfen aus deinem psychischen Loch wieder rauszukommen? Hab jetz nichts dazu erkennen können, ob du sowas ggf. schon gemacht hast.

Ich hoffe ich kann dir mit meinen Vorschlägen weiterhelfen.

LG und alles Gute

Julchen

Beitrag von mel1983 24.05.11 - 18:32 Uhr

Hallo Julchen,

hab vielen Dank.

Ja, der VdK kostet Jahresbeitrag. Ich kanns einfach nicht berappen. Ich bin derzeit auf staatliche Gelder angewiesen, meine Tochter ist in Berlin wegen Skoliose in Behandlung und ich kann auf mein Auto nicht verzichten. Darum ist jeder Euro einer zu viel.

Die Krankenkasse ist noch ein Tipp, den ich gern aufgreife, falls dem Versorgungsamt wieder ein Furz querkommt.

Es ist so, dass es ja deren Pflicht ist, die Unterlagen beizuholen. Ich verstehe nicht, warum sie es nicht tun.
Ich selbst habe (außer der aktuellen Röntgenbilder, die ich nur unter einem Vorwand aus dem KKH mitbekommen habe) nichts und bekomme leider auch von niemandem etwas. Dazu müsste das wohl anwaltlich geregelt werden, da fehlt mir der Nerv.
Dem Versorgungsamt müssen sie aushändig, dieses Amt muss nur nachfragen und nicht nach 12 Jahre alten Akten entscheiden. *grml

Ja, ich müsste zum Psychologen. Allerdings - naja, wie das eben so ist - man schiebt es auf. "Wenn es bis Anfang des Jahres nicht besser wird, geh ich" "Ach, ist ja schon besser" "Jetzt eine Weiterbildung - ich komme raus - es wird besser"

Ausreden finde ich leider genug!

Nach einer Selbsthilfegruppe diesbezüglich werde ich mich einmal umsehen, auch nach caritativen Einrichtungen für solche Probleme.

Danke für den Denkanstoß :-)

Grüße
M.

Beitrag von krokolady 24.05.11 - 16:02 Uhr

Es reicht wenn du vorerst nur widerspruch einlegst, und darein schreibst das die ausführliche Begründung und Schriebe von Ärzten folgen werden.

Dann suchst in Ruhe alles zusammen was du hast von den letzten Jahren und kopierst das.
Ausserdem wäre ein aktueller Arztbrief gut wo ersichtlich ist welche Probleme Du hast, und das keine Aussicht auf Besserung besteht.
Das schickst dann alles zur zuständigen Stelle und wartest ab.

Meist klappt sowas nach Widerspruch viiiiel besser!

Beitrag von mel1983 24.05.11 - 18:37 Uhr

Hallo Kroko,

ich habe jetzt Widerspruch eingelegt und eine grob umrissene Begründung aufgeteilt in die 3 Wirbelsäulenabschnitte und deren Schmerzen/Beschwerden/Veränderungen mit hinein gepackt.

Ich kann leider keine Unterlagen beiholen, denn ich bekomme nichts (außer der aktuellen Röntgenbilder, die ich mir unter einem Vorwand im KKH erschlichen hab) ausgehändigt. Alles versucht.

Außerdem ist es doch Sache des Versorgungsamtes nach so einem Antrag einfach mal die neusten Befunde beizuholen, aber nein - schneller Fall, wir nehmen die Unterlagen von vor 12 Jahren. Typisch Ämter!

Den aktuellen Arztbrief kann das Versorgungsamt gerne haben, wenn es mich drum bittet, dann müsste ich zwangsläufig nochmal zur Uni (sie bräuchten wie gesagt nur in der Uni anfragen - da sind ja Aufzeichnung zu meinem letzten Besuch dort, der während einer Akutphase stattfand). Denn wie gesagt, mir fehlt Zeit und Nerv. Ich warte nun mal deren Reaktion ab.

Ich danke dir für deine Hilfe!

Liebe Grüße
M.

Beitrag von -bluenight- 25.05.11 - 07:25 Uhr

Hallo Mel

Ich habe was interesantes gefunden vieleicht hilft dir das etwas weiter. Da ist die rede von einem Verschlimmerungsantrag.

http://www.wer-weiss-was.de/theme238/article5757226.html


Liebe Grüsse

bluenight#winke

Beitrag von myimmortal1977 29.05.11 - 09:17 Uhr

Ich kann Dir nur dazu sagen, dass Du selbst mit einer vollversteiften WS keine 80 - 100 GdB bekommen wirst.

Ich selbst bin multipel körperlich behindert. Angeborene Spina bifida, meine linke hüfte ist nicht richtig ausgebildet, die Hüftpfanne ist zu flach, dadurch ergibt sich eine Subluxation der Hüfte, Teillähmung im linken Bein, eine erhebliche Beinverkürzung, Außenrotationsstellung des linken Fußes um mehr als 45 Grad, Lähmungsklumpfuss, operativ korrigiert mit künstlicher Sehnenverlängerung usw usw usw.....

Ich kenne mich durch meine Betriebsratsarbeit mit der "Knochentabelle" aus, die das Landesamt für soziale Dienste oder auch Integrationsamt für die Vergabe des GdB zugrunde legt.

Diese "Knochentabelle" kannst übrigens auch Du als Broschüre dort abfordern. Dort werden alle Kranheitsbilder und deren Bewertungen definiert.

Im Übrigen werden bei der Bewertung des GdB nicht alle Einzelbehinderungen summiert, sondern es fällt nur die Haupteinschränkung ins Gewicht, das andere findet fast keine Beachtung.

Sprich, bei mir wurde nur die Spina "berechnet", die Hüfte und der Fuß gar nicht.

Ich bekam "nur" 70 GdB und MZ "G".

Schmerzen oder auch die Angabe von Schmerzzuständen brauchst Du beim Widerspruch gar nicht zu benennen, da dieses nicht berücksichtigt wird.

Du musst beim Widerspruch alles das reinschreiben, wie Dich Deine Behinderung im Leben einschränkt. Beruflich, wie auch privat. Z. B. das Du Deinen Haushalt nur eingeschränkt führen kannst, jemand für Dich Einkäufe erledigen musst, Du Hilfe bei Arztbesuchen benötigst, nur wechselnd sitzend/stehende Tätigkeiten ausführen kannst, die Jobsuche deswegen für Dich äußerst erschwert ist, bzw. auch und das kann SEHR WICHTIG sein, wegen hoher Ausfallzeiten Deine Tätigkeit gefährdet sein kann!!!

Viel Glück :-)

Janette

Beitrag von myimmortal1977 29.05.11 - 11:14 Uhr

Hier, nach langem Gestöbere habe ich sie gefunden.

http://www.gesetze-im-internet.de/bundesrecht/versmedv/gesamt.pdf

Auf der Seite 60 unter Punkt 18.9 wirst Du mit Deinem Krankheitsbild bestimmt übereinstimmen.

Ich tippe mal, dass sie Dir die beschriebenen 50 - 80 GdB zugestehen, aber 100..... Nicht mit der Sache.....

Trotzdem, versuch Dein Glück #klee