Irgendwie geht grad nichts mehr :-(

Archiv des urbia-Forums Allein erziehend.

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Forum: Allein erziehend

Als Alleinerziehende selbstbestimmt zu leben hat Vorteile, andererseits ist es oft sehr anstrengend, den täglichen Herausforderungen allein zu begegnen. In diesem Forum findet ihr die Hilfe und Unterstützung von Frauen, die in einer ähnlichen Situation sind.

Beitrag von zonenbiene79 24.05.11 - 07:59 Uhr

Seid 2 Jahren alleinerziehend, ich hätte nie gedacht wie anstrengend das finanziell sein würde. Meinem Sohn zuliebe wollte ich die gewohnte Umgebung nicht verlassen, das bedeutete eine Miete die zu hoch ist, da wir an der Schweizer Grenze leben und ich hier nichts bezahlbares bekomme, oder eben eine 1-Zimmer Whg beziehen mit Kind.
Nun soll die Miete erhöht werden, zusätzlich mehr Nebenkosten die ich selber tragen muss und nicht weiß wie. Ich gehe arbeiten, verdiene 800 Brutto, reicht vorne und hinten nicht, auch nicht mit ALG2.
Ich will mehr arbeiten, aber entweder scheitert es an der Betreuung oder an meinem Chef.
Ich mag nicht mehr, der ewige Kampf ums Geld. Ich hab es so satt. Die Auflagen des Amtes könnte ich erfüllen, wenn ich 20-30 km von meinem jetzigen Ort wegziehe, jedoch habe ich dann einen deutlich höheren Fahrtweg und somit höhere Fahrtkosten, hinzu kommt das die Betreuungszeiten noch schlechter werden würden.
Es ist alles so auswegslos im Moment, kein vor und kein zurück.

Beitrag von ich-habe-zwei-davon 24.05.11 - 10:11 Uhr

hallo,

ich versuche mal zu antworten, wobei es sicher keine tips werden, sondern eher nur denkanstöße.

- selbst einen aufruf starten das du eine wohnung suchst

- dir einen zweiten job dazu suchen, wenn du sowieso mehr arbeiten würdest wollen

- umziehen und vorher nach einer anderen arbeit ausschau halten

- umziehen, in richtung familienangehörigen, und dort neue arbeit für dich finden

- in einer wg, mit kindern ziehen

- dir ein haushaltsbuch zulegen und schauen wo deine ausgaben liegen

- eine große 1raumwohnung mieten und eine trennwand einziehen

- rechne dir aus ob du mit wohngeld nicht besser bei weg kommst, als mit ergänzendem alg2, dazu noch den kindergeldzuschuss beantragen

- dich einem alleinerziehenden kreis anschließen - ich betreue dein kind, und du meines



was ist mit unterhalt und kindergeld für dein kind?

wieso wird die miete erhöht und die betriebskosten? wenn die betriebskosten erhöht werden, dann liegt das ja meist auch am verbrauch!?



vg

Beitrag von windsbraut69 24.05.11 - 13:00 Uhr

"- eine große 1raumwohnung mieten und eine trennwand einziehen "

Dann kann sie auch eine kleine 2Zimmer-Wohnung mieten und sich die Wand sparen :)

"- rechne dir aus ob du mit wohngeld nicht besser bei weg kommst, als mit ergänzendem alg2, dazu noch den kindergeldzuschuss beantragen"

Es gibt keine Wahlmöglichkeit zwischen ALGII und Wohngeld.
Da sie ALGII bekommt, verdient sie für Wohngeld/Kinderzuschlag zu wenig.
Unterhalt wird auf Ihr ALGII angerechnet, verbessert Ihre finanzielle Situation also nicht.

LG

Beitrag von ich-habe-zwei-davon 24.05.11 - 14:26 Uhr

ich hatte heraus gelesen das sie keine 2raum wohnung findet, deswegen die idee mit der trennwand

Beitrag von zonenbiene79 24.05.11 - 16:09 Uhr

Danke für die Antwort.

Also meine Familie ist in ganz Deutschland verteilt und hab nur noch zu meiner Oma Kontakt. Der Papa und seine Familie des kleinen wohnt nur 2,5 km von mir weg.

WG´s gibt es für mich als Mama nicht, kenn hier keinen der in einer WG wohnt

Wohnungssuche habe ich schon gestartet, aber bisher fruchtlos

Zweiter Job, gerne, jedoch habe ich dann niemanden der meinen Sohn betreut.

Mein Job wird ansich sehr gut bezahlt, woanders müsste ich das doppelte an Stunden arbeiten um das zu verdienen. Fahrtweg ist sehr kurz und so kann ich das gut mit den Kindergartenzeiten vereinbaren. Hätte ich direkt im Ort einen Job wäre das natürlich noch besser, aber bei einer 1.200 Seelenortschaft gibt es nicht viel Arbeit.

Haushaltsbuch führe ich schon, es reicht trotzdem nicht. Ich geh nicht weg, gar nichts, Klamotten nur in Secondhand oder gar keine.

An eine 1-Raum Wohnung hab ich auch schon gedacht. Gibt leider die hier zu selten. Zumindest keine die gerade frei ist.

Kindergeldzuschuss?? Bekomm ich doch nur wenn mein Sohn nicht älter als 3 Jahre ist oder?

Mein Leben spielt sich komplett hier ab und deshalb möchte ich weder mich noch meinen Sohn hier rausreißen, er hat alles hier. Würde ich ihm das nehmen, hätte ich nur noch ein Häufchen Elend als Kind. Deshalb stecke ich auch wirklich viel zurück, weil ich an mein Kind denke.

Hab heute mittag soviel telefoniert und Bekannte angerufen ob die wissen wo Wohnungen noch leer stehen, jeder schaut, aber wer weiß wie lang das geht.

Das größte Problem ist wohl das ich ein Auto finanzieren muss, denn ohne dieses komme ich nicht zur Arbeit, denn die öffentlichen Verkehrsmittel sind hier mehr als schlecht. Das eine zieht immer das andere nach. Kein Auto keine Arbeit und ohne Arbeit noch weniger als jetzt. Teufelskreis.

Beitrag von silberknopf 24.05.11 - 13:20 Uhr

Hallo,

das kenne ich nur zu Gut. Ich bin seit der Schwangerschaft alleinerziehend, mein Sohn ist mittlerweile 5 Jahre alt. Vor ein paar Wochen hing ich auch in so einem extrem fiesen Tief fest. Wusste nicht, wies weitergehen soll. Sowohl finanziell als auch persönlich/seelisch. Ich wollts immer nicht glauben, aber es wird alles wieder gut. Packs einfach an. Kinder sind robuster als man denkt. Wir sind 300km weiter weggezogen. Mein Sohn hat sich superschnell eingelebt, hat viele Freunde gefunden und vermisst sein altes zu Hause gar nicht mehr. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten, die ein solcher Umzug mit sich bringt, geht es mir auch wieder gut. Und das alles nur, weil ich meine Probleme am Schopf gepackt habe und mich selber hinausmanövriert habe. Das schaffst DU auch und glaub mir, es ist ein wunderbares Gefühl, wenn man es erstmal geschafft hat. Ganz alleine...

Ich drücke dir die Daumen!

Beitrag von janamausi 24.05.11 - 20:24 Uhr

Hallo,

so weit ich weiß arbeitest du doch sehr wenig. Waren es nicht 30 Stunden im Monat? Wieso erhöhst Du nicht oder suchst dir einen Zweitjob?

Was heißt denn, dass die Betreuungsmöglichkeiten noch schlechter sind?

Ich würde dir raten, die nächste Zeit in Ruhe alles zu überdenken. Die Frage bzgl. dem Wechselmodell steht ja auch im Raum und somit hättest Du die Möglichkeit mehr zu arbeiten.

Auch würde ich nicht sofort sagen ein Umzug kommt nicht in Frage, weil mein Sohn dann seine Freunde verliert. Ja, er verliert zwar Freunde aber lernt auch wieder welche kennen. Sicherlich wird es für ihn erstmal nicht leicht, aber das wird es auch nicht wenn ihr so weiter lebt. Die nächsten Erhöhungen werden schneller kommen als einem Lieb ist. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

LG janamausi

Beitrag von zonenbiene79 24.05.11 - 21:01 Uhr

Es sind 60 h im Monat, aber der Stundenlohn ist ziemlich gut. Ich will ja schon erhöhen, aber mein Chef gibt die Zusage nicht.

Ich bin an den Öffnungszeiten des Kindergartens gebunden, deshalb kann ich nur in diesem Rahmen arbeiten, allerdings wenn das Wechselmodell greift könnt ich nochmal mit meinem Chef sprechen. Nur eine Garantie ist das ja nicht.

Doch ich kann sagen, das ein Umzug nicht in Frage kommt. Zumindest kein einschneidender. Mein Sohn hat ja nicht nur seine Freunde hier (ich übrigens auch) sondern auch seinen Papa und den Rest der Familie von seinem Papa. Das werde ich ihm nicht nehmen. Schon schlimm genug das er nicht in einer richtigen Familie groß wird.

Ich muss soviel nachdenken im Moment, die einen sagen das, die anderen das und im Endeffekt könnte ich sogar dafür verurteilt werden von den Mitmenschen das ich stur bin, weil ich meinem Sohn einfach nicht alles nehmen will. Trotz Trennung geht es ihm sehr sehr gut, weil sein Umfeld so gut wie erhalten blieb, ich selber hatte das nie.

Zweitjob sagt sich so einfach. Ich würd ja sogar putzen, aber mir bring so ein Zubrotjob nichts wenn ich erst 20 km dafür fahren muss.